10 Urkunde mit Inventarverzeichnis 23
Z. 7 odo Sack oder insbes. Siebtuch, siebartiger Trichter, beim Abfüllen des Weins verwendet(vgl. Meyer, P. Hamb., S. 41 zu 10. 30).
Z. 9 Auf der Treppe, die in das nächste Stockwerk führt (Vgl. Luckhard, Das Privathaus im ptolem. u. röm. Agypten, Diss. Bonn, 1914, S. 86), befinden sich in fünf irdenen Gefäben, xepduia, so und so viel Artaben Weizen(Zahl stand hinter der Artaben- abkürzung, denn é gehört wohl zu xepquioig).
Z. 10. Jpidliloy vielleicht ono Ipidioy, dim. zu onupis,„runder, geflochtener Korb, bes. Fischkorb“.
Z. 12 rpinovus dreifübiger Kessel(man könnte auch an einen dreibeinigen Tisch denken, vgl. Xen. Anab. 7. 3. 21 u. Athen. 2. 40, doch ist von Tischen bei der Einrichtung des ägyptischen Hauses seltener die Rede, vgl. Schubart, Einf. 430).— drogen im allgem. Vorratskammer für Vorräte jeder Art(s. R. E. S. v.), hier jedoch eher ein Schrank oder Schrein.
Z. 13 rep ru C οπνα land wirtschaftliche Siebe. aibpioY ein sonst nicht belegtes dim. von qidùp, wohl ein Hängekorb oder ähnliches.
Z. 14 AOR OTO Kleid eines Priesters des Anubis.
2. 5 ien eo ß
Z. 17 udpadoy Fenchel, über seine mannigfaltige Verwendung vgl. Olck, Art.„Fenchel“ in R. E. Das Trockenmaß der Artabe weist auf Fenchelsamen. cipés meist„Grube“, in der namentlich Getreide aufbewahrt wird, oder„Vorratskammer“(I. G. J Suppl. p. 59 n. 27 Dittenberger, Syll. inscr. graec.“ I 83. 10 und sonst, vgl. auch P. Leid. II Xx 7. 45 f. u. W 23. 19 f.); hier paßt jedoch nur die Bedeutung bei Hesych s. v. oog: cidog„Faß“.
Z. 18 dvrioyv bestimmter Teil des Webstuhls, s. Reil, Beitr. zur Kenntnis des Gewerbes im hellenist. Agypten, Diss. Leipz. 1913, S. 94. dpivat dreizackige Gabel, mit der Getreide geworfelt wird. Die Lesung èvayrd(„gegenüber, davor“, orientierende Bestimmung
Wie Z. 15 é ri uéc) ist mir, da das Wort nur bei Dichtern bezeugt ist, noch bedenklich, wenngleich dyrd in den Papyri ein- mal vorkommt(Oxy. I 117. 8); die durch die Sprache der LXX naheliegende Form èvdvri widerstrebt den Resten. dppihoi„Körbe“ (noch nicht in den Papyri belegt) ist gleichfalls sehr unsicher.


