12 5 Eingabe eines Kleruchen an den Logeuten von Euhemeria
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Eingabe eines Kleruchen an den Logeuten von Euhemeria
P. 187. Höhe 13 cm, Breite 10,5 em. Die Schrift, parallel der Faserrichtung, beginnt j cm vom oberen Rand entfernt. Der Zeilenanfang setzt in einem Abstand von 1,5 cm vom linken Rand ein, doch ist er meist zerstört. Rechts reichen die Zeilen durch- gängig bis zum Rand. Saubere und auch orthographisch sorg— fältige ptolemäische Kursive des 2. Jahrh. v. Chr., der Buchschrift mitunter nicht fernstehend. An manchen Stellen, wie am Ende von 6 u. 7, scheinen Reste früherer Beschriftung zutage zu treten. Die Rückseite, parallel der Richtung ihrer Fasern beschrieben, zeigt in flüchtiger Kursive den Namen des Briefschreibers von 2. Hand, vielleicht vom Empfänger zur raschen Orientierung bei Einreihung des Briefes in die Akten auf das Blatt geworfen.
Der Kleruch Antimachos hat seinen Kleros beim Dorfe Diony- sias an zwei Agypter verpachtet. Als sie nun zum Heeresdienst herangezogen werden, lassen sie ihr Pachtland im Stich, mieten keine Schnitter für die reife Frucht, und es bleibt dem Kleruchen nichts anderes übrig, als selbst für sein Lehensland zu sorgen, auf eigene Kosten den für die Ernte notwendigen Aufwand zu bestreiten(Einstellung von Schnittern und deren Versorgung usv,.). Vielleicht bat er den Logeuten von Euhemeria im nicht er— haltenen Schluß des Schreibens nach den angeführten Gründen um Erlaß oder Stundung von Steuern oder Gebühren Goteurucd? vgl. P. Teb. I 105. 24 mit Anm).
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