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und gibt ihnen gegen Verrechnung die etwa notwendigen Rohprodukte ODe mosth. a. a. O. 20 ff.). Die Egasterionsklaven verarbeiten das Material und verkaufen die Waren an Händler, wobei es theoretisch möglich ist, dass der Sklavenhalter selbst als Händler auftritt und die in seinem Egasterion produ zierten Waren oder einen Teil davon übernimmt. So werden es die handel treibenden Metöken Lysias und Polemarchos getan haben, wenn man toy Abecs⁵ονον⁰(Lys. XII 10) in diesem Sinne ausdeuten darf, während normal bei den athenischen Bürgern, welche ein Ergasterion haben, Warenbestände nicht vorkommen können und in den Bilanzen tatsächlich nicht vorkommen. Von den beim Verkauf erzielten Betrag werden dem Sklavenhalter zunächst die Rohmaterialien ersetzt, sodann pro Sklave ein auf der Grundlage des An schaffungswertes fest normierter Betrag an ihn abgeführt. Der etwaige Uber schuss verbleibt den Sklaven, welche auf diese Weise unter Umständen einen gewissen Wohlstand erwarben.

Es ist ganz unmöglich, in einem solchen Ergasterion eine moderne Fabrik, wenn vielleicht auch kleineren Umfangs, zu erblicken, wie es von Seiten der Historiker immer wieder geschieht. Zwar kann ich Max Weber (Wirtschaftsgeschichte, herausgeg. von Hellmann-Palyi 1023 S. 121), mit dem ich sonst in vielen Punkten zusammentreffe(vgl. ders., Ges. Aufs. I), nicht zu- stimmen, wenn er meint, dem Ergasterion habe das stehende Kapital gefehlt. Das stehende Kapital kann ebensogut wie in einer Wasserkraft(Weber S. 140) in der Arbeitskraft der Sklaven beruhen. Aber entscheidend scheint mir, dass der Sklavenhalter am Produkt der Ergasterien nur qua Sklavenhalter ist kein Absatz möglich, dann können die Sklaven ihre àπαοααονο nicht bezahlen, Demosth. a. a. O. nicht qua Unternehmer interessiert ist. Er kann denn auch die Sklaven jeden Augenblick aus dem Ergasterion herausnehmen, sie verkaufen oder verpachten, und er würde nur insofern Verlust haben, als dann die besondere Qualität der Sklaven unter Umständen nicht bezahlt würde. Wenn der griechische Sklavenhalter demnach keinesfalls als moderner Fabrikant oder Unternehmer bezeichnet werden kann, so wird diese Lücke im Wirtschaftsaufbau ausgefüllt durch den Händler und Kaufmann. Er ist es, der in die Werkstätten geht und dort bereits die im Entstehen begriffenen Produkte kauft und signiert, wie Rudolf Hackl in seiner von den Wirtschafts historikern anscheinend übersehenen ArbeitMerkantile Inschriften auf attischen Vasen(Münchener Arch. Studien, dem Andenken Adolf Furtwänglers gewid met 1000) dargelegt hat, er ist es, der die in unzähligen Wirtschaften her- gestellten Produkte zusammenfasst, verfrachtet und weiter verkäuft, und der es ermöglicht, dass sich in Griechenland der grosse von den Nationalökono nomen, wie Bücher u. a., so unterschätzte Handel entwickeln konnte trotz der Primitivität der von den Historikern überschätzten gewerblichen Betriebsformen, die in ihrem Wesen von den Nationaléökonomen und gerade auch von Bücher (ZuletztBeiträge zur Wirtschaftsgeschichte Tübingen 1922, S. 1 ff.) viel rich- tiger erfasst worden sind. Dafür ist die Tatsache, dass bei den Griechen die Industriekredite gegenüber denHandelskrediten völlig zurücktreten, ebenso bezeichnend, wie die Wirtschaftssysteme eines Platon und Aristoteles. Zum mindesten der letztere will Pol. J 1258 ein vollkommenes System derChrema tistik geben; aber in diesem verschwindet die Produktionslehre, deren theoretische Bedeutung voll erkannt wird, hinter derMetabletik, die be