3
wie Platon Charmides 150 A, Philostratos imag. 2,5, 5(ed. Vindobon. p. 71, 13), Pausan. IX 23, 6 in diesem allgemeinen Sinne zu verstehen. Wenn in der Literatur das Wort besonders häufig von Fremden angewandt wird, welche griechisch sprechen(Xenoph. Anab. VII 3, 25; Aeschines gegen Ktesiphon 172; Agatharch. bei Phot. p. 442 A 23), so hat dies nur den selbstverständ- lichen Grund, dass eher von Nicht-Griechen, als von Griechen erzählt werden wird, dass sie griechisch sprechen. Dies geschieht auch in der Stelle der Apostelgeschichte, welche für die moderne Ausdeutung des Begriffes Hellenis- mus von so verhängnisvoller Bedeutung werden sollte. Um in ihren Inhalt einzuführen, erinnern wir uns des auf Karischer Lokaltradition beruhenden Berichtes des Strabon(p. 662), Wo er von den dortigen Barbaren berichtet, welche griechisch reden(Sοοοπ¹⁰ννννοαεν) oder in das Griechentum eingeführt werden(sis, t Se cb Spy). Nach Kilikien weist uns die Angabe des Herakleides von Milet(Eustath. Odyss. 1750, 11), der aus der kilikischen Bevölkerung„die griechisch sprechenden“ τ,? ονπννινιννντε heraushebt. Hier schliesst sich nun ohne weiteres der für die Juden festgelegte Gegen- Satz zwischen S und ERDE,(acta 6, 1) an. Es kommt verhältnis— mässig wenig darauf an, ob man mit Wetter(Arch. f. Religionswiss. XXI 3/4 1022, S. 410 ff.) unter den„Hellenisten“ Anhänger des heidnischen Lebens im Gegensatz zum rituellen Leben verstehen will— zur Bekräftigung kann man sowohl an den von Antiochos IV in Jerusalem eingeführten οποοfνννν (II Malk. 4) erinnern, wie an den späteren Sprachgebrauch eines Philostorgios, Eusebios, Sozomenos und anderer, für welche u Heide sein bedeutet, wie schliesslich an die Glosse im lexicon Vindobonnense(ed. Nauck): d co Sοννννπα e. L G c c c νEup¶ y, aber das ist entscheidend, dass durch den Begriff des ον e usw. auch nicht im entfern— testen eine Mischung von Fremdem mit Griechischem angedeutet wird. Zwar versteht es sich von selbst— und ist zudem für die karischen Hellenisten a. a. O. bezeugt— dass ihr Griechisch nicht gut war, sondern„barbarisch', klang, aber deshalb haftet doch dem Worte σνεν ebensowenig etwas von unreinem Griechisch an, wie etwa dem Begriffe„Französisch reden“ etwas ungünstiges anhaftet, weil man es meist von Nichtfranzosen anwendet. Lukian Noth. Hννναν² dem g) ¹ν⁰ντσ ε’ẽ˖¹ts o gegenüber, wie Philodem ein S dem gανννM“̃ʒ(ce ra ole ed. Olivieri col. 24) konfrontiert, und bei Phrynichus laufen die Begriffe 95%% und%οννντeοe durch- einander.
Gleichwie der Fremde griechisch lernt und griechisch spricht, kommt der Grieche, welcher mit Fremden in Berührung tritt, in die Lage, fremde Ausdrücke ins Griechische übertragen zu müssen. Dio Cassius hat hierfür gleichfalls eee(53, 14, 6; 55, 3, 5), auch SSeDNHονν(74, 8, 2) ge- braucht; dasselbe Wort scheint in des Nikanor Buch„über die Umnennungen“ eine grosse Rolle gespielt zu haben, wie ich aus dem einen Zeugnis bei Steph. Byz. s. v. Tanis schliessen möchte. Aber wieder handelt es sich bei beiden Autoren nicht etwa um Mischbildungen, sondern um wirkliche Ubertragungen, wobei rein griechische Begriffe verwandt werden, und, wo dies nicht möglich ist, wird auf die Ubertragung verzichtet(Dio 55, 3, 5). Wie die Begriffe, können schliesslich auch Menschen„ins griechische übertragen“ werden. Thukyd. II, 68, 5 sagt passivisch: See,, ö, b ναν bei Philon


