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(S. 8);„Osten und Westen waren zur Verschmelzung reif“(S. 4). Mit anderen Worten: der Hellenismus im Werke über den„Hellenismus“ ist orientalischer als der im„Alexander“. Wie sich bei Droysen die Begriffe verschoben haben, erkennt man aus einem Vergleich von„Alexander“ S. 346, wonach der König hofft, die Völker des Ostens für das hellenistische Leben zu gewinnen, mit dem„Hellenismus“(1664), wonach Alexander das„Grie chentum“ in alle andern Volkstümlichkeiten überführen wollte; dadurch dass dies gelingt, wird er erst Begründer des„Hellenismus“. Man kann also etwa sagen, dass das Ergebnis der hellenistischen Bewegung des Alexanderbuches der Hellenis— mus der späteren Werke ist. So sind bereits bei Droysen die verschiedenen Ausdeutungen der Folgezeit im Grunde vorhanden; und auch das rein griechische Problem hätte sich ihm aus der Einleitung zum Hellenismus ergeben können. Wäoran lag es denn, dass das Griechentum sich fremden Einflüssen so bereit- willig hingab?— In der Vorrede S. VI findet sich dann die unrichtige Bemer— kung, dass die Griechen die west-östliche Sprache als hellenistisch bezeichnet hätten(vgl. Anm. 8).
2 Vgl. Droysens Briefe an Perthes bei G. Droysen S. 165 ff.
Einige Belege. Nach K. J. Neumann(Entwicklung und Aufgaben der alten Geschichte 1910 S. 31) ist Hellenismus die Kultur, die mit Alexander einsetzte und auf der Vermählung griechischen und orientalischen Geistes ruht; für Bol!(Aus der Offenbarung Johannis 1914) steht es fest, dass sich bei dem Worte Hellenismus niemand ohne weiteres eine rein griechische Ent- wicklung vorstellt; nach Reitzenstein(Hellenistische Mysterienreligionen 2. Aufl. 1920, S. 2) sind diejenigen Religionsformen hellenistisch, in denen Orientalische und griechische Elemente sich mischen. G. Krüger(Hdb. d. Kirchengeschichte J, 2. Aufl. 1923 S. 14) fasst Hellenismus als diejenige Ent- Wicklungsstufe der griechischen Kultur, auf der diese durch die Berührung mit dem Orient umgebildet wurde. Nach Springer-Wolters(die Kunst des Altertums XII. Aufl. 1023 S. 367) hat Alexander dem neuen Griechentum das Ziel gesteckt, die ganze antike Welt zu hellenisieren und zugleich den den Geist des Orients aufzunehmen.
Boll, Aus der Offenbarung Johannis S. 1.
5 Julius Kaerst, Geschichte des Hellenismus 1(2. Aufl.) 1917; II (1. Hälfte) 1000.
6 W.. S. Ferguson, Hellenistie Athens London 1911.
Corssen(Neutestamentliche Zeitschrift 9, 1008, S. 81 ff.) hat auf einige Schwierigkeiten hingewiesen; auch Zahn, Einleitung in das Neue Testament 3. Aufl. I. Bd. 1006, S. 51 äussert sich zurückhaltend. Vielfach ist es gar nicht möglich, die einzelnen Forscher auf einen bestimmten Begriff Hellenismus festzulegen, weil bald dieser bald jener Inhalt verstanden wird.
Eine methodische Untersuchung der Geschichte der Worte πν, ehe usw. scheint mir dringend geboten; im Folgenden kann nur einiges aufgelesene Material vorgelegt werden. Auszugehen ist von der Bedeutung eαννει= griechisch reden. Wenn Platon im Menon 82b die Frage auf- wirft: Eh he Sort T Seiter, so ist für ihn die Qualität„Grieche sein“ mit„griechisch sprechen“ organisch verbunden, ohne dass jedoch über die Art dieses„griechisch sprechen“ etwas gesagt wäre. Ebenso sind Stellen


