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Richtung wirken müssen. Die athenische Demokratie, die aus der Adelsethik auch die Vorstellung übernommen hatte, dass Arbeit im Dienste eines anderen unwürdig des freien Bürgers sei, hatte einen starken Mangel an Arbeitskräften, die man infolgedessen von auswärts ergänzen musste. Fremde und Sklaven schlossen die Lücke, welche der Widerwille gegen das Banausentum geöffnet hatte!s. Es handelt sich bei den Fremden, den sog. Metöken, nicht um Personen, die vorübergehend aus diesem oder jenem Grunde in Athen anwesend sind, sondern um Leute, die sich um einer Handels- oder gewerblichen Tätigkeit willen in Athen dauernd niedergelassen hatten. Um zunächst einige Zahlen zu geben, so betrug nach einer zwischen 317 und 307 aufgenommenen Statistik die Zahl der Metöken etwas mehr als die Hälfte der athenischen Bürger!?; ein jahrhundert früher, d. h. zu Beginn des peloponnesischen Krieges, war das Verhält- nis für die Metöken noch günstiger, wenn uns hier leider auch keine genauen statistischen Angaben zur Verfügung stehen. Dabei ist nun aber vor allem zu berücksichtigen, dass von den athenischen Bürgern ein nicht unerheblicher Teil auf dem Lande wohnte, und dass von diesem zum mindesten die weit weg Wohnenden verhältnismässig so selten in der Stadt weilten, dass sie für deren kulturelle Entwicklung nicht in Frage kamen. Die Metöken hingegen hatten ihren Wohnsitz in der Stadt oder am nahen Hafen und waren daher normaler Weise zur Stelle. So darf man annähernd schätzen, dass in Athen nur unbedeutend mehr Bürger wohnten als Metöken?l. Von den Sklaven, dem dritten Bevölkerungsbestandteil, haben wir dabei noch abgesehen; die für die Sklaven uns überlieferten statistischen Angaben haben wegen ihrer exorbitanten Höhe Misstrauen erweckt; aber selbst wenn wir die niedrigsten Zahlen zugrunde legen, wie sie etwa Beloch gewonnen hat, kommt das Ergebnis heraus, dass die Gesamtzahl der Sklaven nur wenig hinter der freien, sich aus Bürgern und Metöken zusammensetzenden Bevölkerung zurück- blieb. Wer also an einem gewöhnlichen Tage durch die Strassen Athens wanderte, konnte im Durchschnitt etwa damit rechnen, dass unter 12 erwachsenen männlichen Personen, die ihm begeg nefen, 4 Athener, 3 Metöken und 5 Sklaven sich befanden, und da ja die Sklaven gleich den Metöken nicht aus Athen waren, bestand die überwiegende Zahl der in Athen wohnenden Menschen aus Fremden. Mochten diese also auch staatsrechtlich beschränkte