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Dialekt des Griechischen darstelle, und da nun in der Apostel geschichte(VI I) innerhalb der christlichen Gemeinde einmal die Hellenisten denHebräern gegenübergestellt wurden, so glaubte man, dass die Hellenisten diesen ihren Namen davon hätten, dass sie in der Sprache des N. T. sprächen, die also damit als helle- nistische bezeichnet wäre. Obwohl bereits im 17. Jahrhundert gegen diese Beweisführung entscheidende Bedenken geltend ge- macht wurden, konnte sich diese Lehre doch bis in die Zeiten hinein erhalten, in der Droysen lebte und wirkte; damals ver- breitete Grammatiken lehren in der Tat, dass die mit starken Hebraismen durchsetzte Sprache des Neuen Testaments die helle- nistische genannt worden seis, und eben diese Behauptung ist es, welche die Voraussetzung für Droysens Begriff des Hellenis- mus wurde. Es ist ja nun ganz klar, dass die Hellenisten der Apost. Geschichte den Namen nicht davon trugen, dass sie ein mit Hebraismen durchsetztes Griechisch sprachen, sondern des- halb, weil sie im Gegensatz zu den Hebräern griechisch sprachen. So ist in der Tat der allgemeine griechische Sprachgebrauch: SMesylce heisst griechisch reden, ποπνννes heisst die allgemeine griechische Sprache und Kultur, und der Hellenist ist derjenige, welcher in dieser allgemeinen griechischen Sprache lebt und denkt. Von Orientalentum ist aber dabei so wenig die Rede, dass gerade umgekehrt bei den genannten Begriffen auf das reine Griechen tum Gewicht gelegt wird.

Damit kommen wir zu dem eigentümlichen Ergebnis, dass sich dieser antike Begriff Hellenismus auf ein gutes Stück mit dem deckt, was sich der von Droysen entfernenden Forschung immer stärker aufgedrängt hatte, ich meine die Tatsache, dass der Hellenismus sich gegenüber dem klassischen Griechentum durch eine Reihe von Zügen charakterisiert, unter denen die Überwindung des partikularen Staatsgedankens und seine Unterordnung unter den allgemeinen griechi schen Kulturgedanken im Vordergrunde stehen. Frei- lich können wir erst jetzt die letzten Schlüsse ziehen; dieser Hellenismus, der sich organisch aus dem Griechentum vergan- gener Zeiten entwickelt, und der seine kulturelle Ausdehnungs- fähigkeit nach allen Seiten gleichmässig bewiesen hat, kann nicht auf den Makedonen Alexander, den Eroberer des Orients, zurück- geführt werden. Sein Anfang liegt da, wWo der partikulare Staats-