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die einen so rein griechischen Dichter wie Menander als helle- nistischen Dichter bezeichnen, oder die politischen Historiker, die eine Geschichte des hellenistischen Athené schreiben und damit — von Droysen aus betrachtet— einen Widerspruch in sich selbst begehen.
Und noch ein Drittes kam hinzu: In denselben Jahrhun- derten, in welchen das Griechentum erobernd gegen den Orient vordrang, begann es auch seinen Siegeszug gegen den Westen, und nachdem man erst einmal begonnen hatte, das Wort Hellenismus von dem Griechentum nach Alexander zu gebrauchen, unbekümmert um die Frage des orientalischen Einschlags, konnte man nunmehr auch von einem Hellenismus in Rom und Italien sprechen. Auch hier hätte diese Anschauung logisch dazu führen müssen, dass Alexander als Begründer des Hellenismus aus— geschaltet worden wäre; denn dass der Makedonenkönig auf die Ausbreitung der griechischen Kultur nach dem Westen keinerlei Einfluss— weder mittelbar noch unmittelbar— ausgeübt hat, steht ebenso fest wie die Tatsache, dass der in Rom Zuerst auf— tretende Hellenismus vom Orient unberührt ist. Aber auch hier hat die von Droysen begründete Vorstellung nachgewirkt, und so kann man in denselben Werken, welche mit vollem Rechte betonen, dass die Römer von sich aus infolge der Eroberung des gräzisierten Unteritalien den Hellenismus angenommen haben, die dem völlig widersprechende Behauptung lesen, Alexanders Welteroberung und Reichsorganisation habe den Hellenismus geschaffen. Es ist deutlich, dass hier unter dem Worte Hellenis— mus zwei ganz verschiedene Inhalte verstanden werden.
So hat die Wissenschaft den eigentümlichen Weg ein— geschlagen, dass sie ausging von dem Begriffe des Hellenismus als der Tatsache der griechisch- orientalischen Mischung, dass sie dann diesen sachlichen Begriff chronologisch zur Bezeichnung der Periode verwandte, in der diese griechisch- orientalische Mischung anscheinend vor allem in die Erscheinung trat, und dass sie nun wiederum aus einer anderen Bewertung dieser Periode zwei neue sachliche Begriffe Hellenismus konstruierte von denen der eine das griechische Element viel eindeutiger be- tont, der andere ganz allgemein die Verbreitung griechischer Kultur auf fremde Völker im Sinne hat. Alle diese erwähnten Begriffsschattierungen werden z. Zt.— den Forschern meist un— bewusst“— angewandt, und die eigentümlichsten Unklarheiten


