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sich bereits aus einer These erkennen, die er bei seiner im jahre 1831 erfolgten Doktorpromotion verteidigte, und die besagte, dass die griechische Religion der christlichen näher stünde als die jüdische. Wie war es möglich, dass das Griechentum von Hause aus beschränkt auf die Balkanhalbinsel, auf die kleinasia- tische Küste und Unteritalien in dem fernen jüdischen Gebiete einen so ungeheuren Einfluss ausüben konnte? Wer Antwort auf diese Frage suchte, durfte sie allerdings nicht isoliert behan- deln, und so erweiterte sich für Droysen das Problem Christen- tum zu einer ganz allgemeinen Untersuchung über das Vordringen des Griechentums nach dem Osten und über die hier aus der Verbindung von Griechischem und Orientalischem entstehende neue Kultur, der er den Namen Hellenismus gab!. Die Voraus- setzung für diese gewaltige und geschichtlich so wirkungsvolle Ausdehnung des Griechentums sieht Droysen in den Kriegszügen Alexanders des Grossen gegeben, der zugleich dadurch, dass er in seiner Politik die Verschmelzung des Griechentums mit dem Orient durchführte, der Begründer des Hellenismus wird. Gewiss habe Alexander so meint Droysen diese Verschmelzung nur als ein Mittel aufgefasst, seine Eroberungen zu sichern. Aber Was ihm nur Mittel war, das sei der Geschichte der Zweck ge- wesen, um desswillen sie ihm zu siegen gewährte(Einleitung zur Geschichte des Hellenismus 1. Aufl. S. 4; in der 2. Aufl. ge- strichen). Dies klingt wohl stark an Hegel an, aber daneben kam es doch dem Spross der alten Pfarrfamilie vor allem darauf an, das Christentum als das grösste Ergebnis des Hellenismus aus den Zufälligkeiten politischer Willkür herauszuheben und in einen höheren Weltenplan einzuordnen?. Zu diesem Kerne der ihn beschäftigenden Probleme ist Droysen freilich nicht vorge- drungen. Wohl hat er in 3 Bänden die politische Geschichte von Alexander d. G., von 336, bis zum jahre 220 v. Chr. herab- geführt und dabei immer wieder betont, wie alle die ringenden Menschenkräfte nichts anderes seien als Werkzeuge, deren sich die Geschichte bedient hat, um das Werk des Hellenismus zu fördern. Diesen selbst aber mit seiner Verschmelzung der Reli gionen und Kulte, mit seiner Theokrasie und Theosophie zur Darstellung zu bringen und ihn bis zum letzten Verschwinden des hellenistischen Heidentums zu verfolgen, ist ihm nicht be schieden gewesen, obwohl er diesen Plan einst als das Tagewerk seines Lebens bezeichnete. Er ist statt dessen der Historiker der