Ausgabe 
28.10.1914
 
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Nr. 80. . Mittwoch, den 28. Oktober 1914. Telephon Nr. 362. 26. Jahrg.

Der Kampf um den englischen Kanal.

42 em-Geschütze vor Ostende ausgestellt. Deutsche Unterseeboote im englischen Kanal. Deutsche Truppen rücken ihre Stellungen in Nordsraulreich vor. 590 Engländer gesungen.

Nahe 300hüll Kriegsgesangeue in Deutschland.

Die Riesenschlacht an der Weichsel.

10000 Nüssen von den Oesterreicheru gesangeu. Warschaus Hauptbahnhos zerstört.

Die deutsche Luftflotte im Kamps über Warschau.

amtliche Tagesberichte.

WTB. (Amtlich.) Großes H a u p t q u a r t i er, 25. Oktober vormittags. Der 2) ser - Ppres - Ka­nal ist zwischen Nieuport und Tirmudc nach heftigen Kämpfen am 24. Oktober von uns mit weiteren star­ken Kräften überschritten worden. Oeftlich und nordöst­lich ?)pres hat sich der Feind verstärkt. Trotzdem ge­lang es unseren Truppen an mehreren Stellen d u r ch- zudringen. Etwa 500 Engländer, darunter 1 Oberst Md 28 Offiziere, wurden gefangen ge­nommen.

Im O st e n haben unsere Truppen die Offen­sive gegen Augustowo ergriffen. I» der Gegend von Iwangorod kämpften unsere Trnppeü Schul­ter an Schulter mit den österreichisch-ungarischen. Sic machten 1800 Gefangene.

WTB. Großes Hauptquartier, 26. Okt., vormittags. Westlich des Y f e r k a n a l s zwischen Nieuport und D i r m u d e, welche Orte noch vom Feinde gehalten werden, grifien unsere Truppen den sich dort noch hartnäckig wehrenden Feind an.

Das am Kampf sich beteiligende englische Ge­schwader wurde durch schweres Artillerie-Feuer zum Rückzüge gezwungen. Drei Schiffe erhielten Volltreffer. Das ganze Geschwader hielt sich daraus am 25. Oktober, nachmittags, allster Sehweite.

Bei Pper n steht der Kamps. Südwestlich SJpea'n sowie westlich und südlich Lille machten urrscre Trup­pen in, Angriffe gute Fortschritte. Im erbitterten Häu- serkampse erlitten die Engländer große Verluste und liehen über 500 Gefangene in unseren Händen.

Nördlich A r r a s brach ein heftiger franzöfi chcr An­griff unter unserem Fetter zusammen. Der Feind, hatte starke Verluste.

Aus dem ö st l i ch e n Kriegsschauplätze schreitet un­sere .Offensive gegen Nu g u st ü w vor,wärts. Bei Iwangorod steht der Kampf günstig. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

» WTB. Wien. 25. Okt., mittags. Amtlich wird gemeldet: Ach dem nordöstlichen Kriegsschauplatz stehen

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! am unteren San erreichten unsere Truppen auch in den | letzten Tagen mehrfach Erfolge.

In RUssisch-Polen wurden beiderseits starke Kräfte eingesetzt, die seit gestern südwestlich der Weichsel- straße Jwangorod-WarschaU kämpfen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Generalmajor.

WTB. Wien, 26. Okt. Amtlich wird bekannt ge­geben: Seit dem 23. d. Mts. werden Erfolge unserer Tr-Uppen zwischen Rakro und Rogttka gemeldet. Die Operationen zur Säuberung des bosnischen Gebietes machten weiter erfreuliche Fortschritte. Der aus Veliko - Brod und Vracevica westlich von Visegrad eingehokte und gestellte Gegner wurde am 24. abends angegriffen und nach Visegrad zurückgeworsen. Unsere versolgenden Truppen erreichten gestern die Drina bei Visegrad und Anegjepa, Gorazda und westlich davon nahmen die öst­lichen Positionen bis zur Drina. Bei dieser Aktion er- beuteten wir zwei Geschütze und eine große Menge In­fanterie und Artillerie-Munition. Tie montenegrinischen |. Abteilungen trennten sich von den Serben Und ziehen sich südwestlich zurück. Gleichzeitig fanden auch im Save- j und Drina-Gebiet (Matschwa) für uns erfolgreiche Käm- ! pfc statt Bei Ravnja und Ardenkovic gelang es rm- ; seren Truppen nach 'entsprechender Artillerievorbereitung : trotz starker Drahthindernisse zwei hintereinander gelegene ! feindliche Positionen zu erobern, wobei vier Maschinen- s gewctjle und 600 Gewehre erbeutet, sowie zahlreiche Gc- ! sangene gemacht wurden. Heftige Gegenangriffe der ! Serben brachen blutig zusammen.

WTB Wien, 27. Okt. (Amtlich.) Die Situation

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in Galizien ist unverändert. Südwestlich von - Iwangorod stehen unsere bravourös fechtenden j Korps, von welchen eines allein t0 000 Gefangene > machte, im Kamps gegen überlegene Kräfte.

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der Verbündeten behaupteten, seit Anfang der Woche von den Deutschen geräumt sein sollte, war am 24. Ok­tober in undestrittenenr deutschen Besitz.

-st- Haag, 26. Okt. Die Stadt Rousselaerie

(französisch: Röulers) ist zum dritten Male von deut­schen Truppen besetzt worden. Diese Tatsache wird von allen Meldungen bestätigt. »

Um Bclfort.

Ein ernster Artilleriezusammenstoß hat am Freitag im südlichen SundgaU stattgefunden, wo die Franzosen versuchten, die deutschen Stellungen bei Sept und Largitzen zu stürmen. Die deutsche Artillerie schoß von Bisel-Feldbach. Die Franzosen haben die Räum­ung von Sept angeordnet. Eine wichtige Aktion ist in der Gegend von Sept bis Bise! und Feldbach zu er­warten. Wie Augenzeugen bestätigen, herrscht von Bcl- fort bis Mülhausen fieberhafte Tätigkeit. Die Ortschaf­ten im Festungsbereich werden zu kleinen Festungen aüs- gebaut. Aus Furcht vor, der Belagerung durch schwere deutsche Ariillcrle wurden sic stark befestigt und mit gro­ßen Trupp«ninassen belegt, wie auch die ganze Gegend von großen französischen Truppeumassen belegt ist, so namentlich die Umgebung von Dammerlirch bis Pfctter- haufen. (Eir. Bin.)

Krieg im We^er?

Vom MvHp im Osten.

lieber Warschau sind am 27. Oktober deut­sche Luftfahrzeuge erschienen. Mehrere Vom - den haben den Hauptbahnhof fast ganz zer- st ö r t, wobei 7 Personen getötet und eis verwundet wurden. (Nordd. Altg. Ztg.)

Nach sicherer Quelle ertrank bei den ersten Käm­pfen südlich von Warschau rund der dritte Teil eines sibirischen Armeekorps, das damals die all­einige Stadtbesatzung war, während der Flucht über die Weichsel. (Dtsch. Tgztg.)

Mrscdsir-MilMoli.

Zwischen Nieuport und Ostende sind sehr geschickt i sck. wcre Batterien in gut gedeckte Stellungen g- ^ } vrächt, die ein ununterbrochenes heftiges Feuer gegen die e n g l i s ck. e n K r i e g s s ch i s s e unterhalten.

Den bis! : als zuverlässig erwiesenen Zeiii<.'*= richten aus Belgien und Nordsrankrcich zufolge si u'zwi­schen Lille und B a i l l e u l sämtliche Ortschaften von j den Deutschen besekt worden. Südlich Dirmuden j befindet sich die deutsche"Frontlinie in beträchtlicher Ver­schiebung nach dem Westen. (Clr. Bin.)

Mb. Rotterdam, 25. Olt. Nach demNieuwe > Retter, .n'isä :: Courant'' l aben die Deutschen ihre Ge- sechtsli.ite.über 5 0 Kilometer nach Westen (also j vorw-i s)"verlcgt und liegen gerade vor Arr, as. Un- ' amhqrlich donnern die Geschütze. Die Kampffront vcr ! läuft gegenwärtig in der geraden Linie von A r r a s nacb Slp^rn- Dirmuden.

In D o u a i sowie in vielen anderen Städten ist die Bevölkerung geflohen. Die Franzosen haben sich bei B a I e n c i e n n e s ohne Kamps schnell z u- s r ü ck g e z o g e n.

Die Kämpfe in der Gegend von Iwangorod, wo nach dem neuesten Bericht unseres Hauptquartiers die Deutschen niit den österreichischen Truppen Schütter an Schmier kämpfen, lenkt die Aufmerksamkeit auf den Unken Flügel der 350 Kilometer langen Eesechtslinie der Verbündeten, die juh vom Dnjrftr bei Sambor längs des Laufes des Sanffuffes bis zu dessen Mündutig in die Weichsel, von da längs des Laufes der Weichsel über Iwangorod und Praga-Warschau bi? zu dem be­festigten Nowa-Georgiewsk erstreckt. Hier befindet sich ! das Fejiungssyftem Warschau (Lagersestung) Prpga - Nowa-Georgiewsk Bei Nowa-Eeorgiewsk mündet der Bug in die Weichsel, die kurz vorher die Narew in sich aufnimmk. Die Narewlinie verteidigt mit sumpfigen Ufern die rechte Flanke der Stellung cor und um War schau. Ihre wenigen Uebergänge sind durch Forts von größerer wie niederer Bedeutung gegen Preußen ge sperrt. So bei Pultusk, Ostrolcnka, Lomza und Osso

EÜIßC.

Welche Bedeutung der Festung War­schau zuzusprechen ist, evstellt, wenn man in Betracht steht daß hier die drei Haupt-Eisenbahnen