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ilir. 79. MmwoH, oen 30. September 1914. tei* P 6on«t. m 20. Jahrc,.
Ddi« Weltkrieg.
Gute Nachrichten von allen deutschen und österreichischen Armeen.
Es geht vorwärts.
“Mim 27. September traf in derFrühe sclgende Meldung ein:
MTB. Erohes Hauptquartier, 26. Lep. abends. Der Feind hat unter Ausnutzung seiner Eisenbahnen einen weitaüshcicnden Vorstotz gegen die äußerste rechte Flanke des deutschen Heeres eingeleilet. Eine hierbei cmf Bapaume vorgehende französische Division ist von schwächeren deutschen Kräften zurückgeworfen worden. Auch sonst ist der Vorstotz zum Stehen gebracht.
In der Mitte der Schlachtfront ging unser Angrift an einzelnen Stellen vorwärts.
Die angegriffenen Sperrsorts südlichVer- d u n haben ihr Feuer c i n g e st c l l t. Unsere Artillerie steht nunmehr im Kampfe mit Kräften, die der Feind auf dem westlichen M a a s u f e r in Stellung brachte.
Auf den übrigen Kriegsschauplätzen ist die Lage j unverändert.
Bom Krieg im Westen.
Gestern lagen über den Fortgang der Operationen ? in Frankreich nur Meldungen aus sranzösifcher Quelle : vor. Sie müssen weitere deutsche Erfolge zU- ! geben. Auf Umwegen wird der Franksnrtcr Zeitung berichtet:
Paris, 27. Sept. 1914. Heute nachmittag um 3 Uhr wurde folgende Bulletin ausgegeben: Auf unserer Linker, geht die Schlacht in der ganzen Front zwischen Oise und Somme (der Flusz, an dem Amiens n. St. Quentin liegen) sowie nördlich der Somme weiter. Sehr heftige deutsche Angriffe wurden zivilen der Oise und Reims gemacht. An mehreren Punkten sind die deutschen und französischen Schützengräben nur ein paar hundert Meter von einander enffernt.
Im ZeMrum hat die preuszischc Garde zwischen j Reims Und SoUain (ein kleiner Ort nördlich von Snip- , p es, östlich von Reims) einen kräftigen Angriff gemacht. Von Svuain bis ZU den Argonnen haben die Deutschen am Morgen erfolgreich die Schatze Sommerpr— Chalons sur Marne, sowie die Bahnlinie St. Mene - hould—Vouziere angegriffen.
Zwischen den Argonnen Und der Maas Und auf den Maashöhen geschah nichts Neues. Im Süden des Woevre stehen die Deutschen in einer Front von St. Mihiel nach N o r d w e st e n.
Tic Dcutfchcu greifen wieder an und gehe» vor.
Aus Paris wird der „Franks. Ztg." aus Umwegen uMer dem 27. September gemeldet: Das in der vergangenen Nacht um 11 Uhr ausgegeben« Bulletin besagt: Der Feind griss auf der ganzen F r o n t a n. An der oberen Maas ist die Lage unverändert. — Wenn die Schlacht vorüber ist., wird die Welt staunend oon einer Erbitterung hören, wie sie noch nie dagewesen ist. Ein von der Aisne zurückgekehrter Journalist berichtet, datz mehrere Tage lang manche Orte täglich bis ein Dutzend mal von beiden Seiten gestürmt und dann wieder geräumt wurden. Jeder Futz Landes ist aufs äußerste umstritten. In manchen Dörfern bleibt kein Stein aus den andern. Die Gegend zwischen Aisne und Oise ist vollständig ruiniert. Seitdem betonen die Bulletins immer starker die Heftigkeit und Erbitterung der Schlacht. Das Weiter wenigstens hat sich gebessert, der, stacke Regen hat aufge - höck und eine milde Herbstsonne scheint auf die Schlacht- gesilde.
Die deutschen Feld-Festungen in Frankreich.
Dem „Corckere della Serra" wird aUs London am 26. September gemeldet: William Maiwells, der Kriegs- korrespondeut des „Daily Telegraph", sendet seinem Blatte solgende Beschreibung der deutschen Beckeidig - ungsweckc an der Aisne, womit er gewih das eng - lifche Publikum auf die deutschen Erfolge vorbereiten will. Er sagt: Die Deutschen haben nutzer den natürlichen Schwierigkeiten des Landes, die ein Vordringen der Verbündeten hindern, auch den Vorteil eines furchtbaren Veckeidigungsweckes: nämlich die St ein gruben von Laigne bis Compiegne. Diese Gruben liefern weihen, harten Stein, der für bedeutende BauMecke gebraucht wird, und gehören deutschen Gesellschaften. Die Arbeiten wurden in letzter Zeit derartig gesühck, dätz aus den Gruden ein Festungswerk geworden ist. Diese Befestigungen anzugreifen, i st Unmöglich, sie zu bombardieren Zeitverlust; die sranzösifchen Geschosse haben gegen diese Felsen keine Wirkung. Die Verbündeten sind also gegen diese meilenweiten Positionen macht- l o s und müssen sich mit Belagerung begnügen.
Tie Belagerung von Paris?
Wie der Mailänder „Corriere della Sera" aus BordeaUr meldet, hat der letzte Ministerrat noch keinen endgültigen Beschluß über die Frage gebracht, ob Paris im Falle eines Vorgehens der Deutschen zur offenen Stadt erkläck oder veckeidigt werden wird. Die s o z i a l i st i s ch e n Mitglieder des Kabinetts sind entschieden gegen eine Verteidigung, so lange die Regierung nicht die vorherige Entfernung und Unterbringung der unschuldigen Zivilbevölkerung aus der Festung Palis garantieren kann. Es sei wahrscheinlich, datz die Frage zur Auflösung des bisherigen Kabinetts
führen werde. (Ctr. Bln.)
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Deutsch-belgische Kämpfe.
Genf, 29. Sept. Gestern beschossen die Deutschen Mecheln und unternahmen mit außerordentlich starker Kraft eine allgemeine Bewegung auf die feindliche Front zwischen Mecheln und Most. Dabei soll es zu Kämpfen mit einer belgischen Kavalleriedivision gekommen sein.
Antwerpen belagert.
Vom belgischen Kriegsschauplatz mehren sich die Nachrichten, die darauf schließen lassen, datz eine krästige Aktion gegen Antwerpen bevorstehe. (Ctr. Bln.)
Die Mittagsblätter aus London bestätigen alle Berichte, wonach die Deutschen Antwerpen von der Umgebung abgeschnitten haben und die B e-
lagerungsaktion bevorftche.
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Großer Qffiziermaiigcl i» der englischen Armee.
Nach der Londoner „Times" sind in einem Monat von über 3000 englischen Offizieren 1100 gesallen. England mutz entweder neue Offiziere ins Feld bringen, oder die Armee verlieck ihren Weck. Mit jedem Offizier aber, der zur From geht, verliert die neue Armee einen Instrukteur, weshalb viele Offiziere der Meinung find, besser acht Divisionen mit vollem Offizierbestand im Felde haben, als wie Churchill will. 25 Armeekorps, die nichts können. Aber andererseits siegt doch m>r die Menge. Wie kommen wir, fragt die „Times" besorgt, aus dem Zw eipalt heraus ?
London, 28. Sept. Die Admiralität teilt mit, datz der Hasen von Southampton bis auf weiteres für Handelsschiffe geschlossen ist.
Vom Krieg im Olten.
Petersburg, 28. Sept. Ein gestern auSgege- benes Bulletin besagt: Die Deutschen begannen die Beschießung der Festung Ossowiece (zwischen Lomza Und Erodno). Die Festung widerstehe der deutschen Ackrt- lerie. (ctr. fft.)
I Suwalki unter dcitlschcr Verwaltung.
(Ctr. Bln.) Der Kriegsberichterstatter des „Berl. Tagebl." berichtet aus S U w a l k i: Die deutsche Verwaltung der Stadt und des Gouvernements hat tatkräftig eingesetzt. Die Feuerwehrleute in ihrer Uniform mit blanken Metallhelmen versehen den Dienst der Polizisten. Es wurde eine provisorische Stadtverwaltung aus Bürgern eingerichtet, und der Kurs des Rubels auf 1.40 Mk. festgesetzt.
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Tic Russen im Rückzug.
MTB. Wien, 29. Sept. (Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressequäckier wird amtlich gemeldet: 29. Sept., mittags. Angesichts der von den verbündeten deutschen Und österreichisch-ungarischen Streitkräften eingelclteten neuen Operation sind beiderseits der Weichsel rückgängige Bewegungen des Feindes im Zuge. Starke russische Kavallerie wurde unsererseits bei Biecz zersprengt. Nördlich der Weichsel werden mehrere seindliche Kaval- leriedivisivnen vor den verbündeten Armeen hergetrieben. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralslabs:
von H ö f e r, Generalmajor.
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Oesterrcichischc Waffcnerfolge.
WTB. Wien, 29. Sept. (Nichtamtlich.) Amtlich wird bekannt gegeben: Am 28. September trat nach mehr denn vierzehntägigen hartnäckigen Kämpfen, in deren Verlauf die Unfrigen die Drina und die Save neuerdings überschckttcn, auf dem südöstlichen Kckegs - schauplatze eine Operationspause ein. Die Oesterreicher stehen insgesamt aus serbischem Territorium und behaupten sich vorerst in den blutig errungenen Positionen gegen unausgesetzte heftige Angriffe. Diese enden stets mit bedeutenden Verlusten des Gegners. In den letzten Kämpfen wurden 14 Geschütze und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Die Zahl der Gefangenen und Uebep- jäufer ist bedeutend. Die Nachrichten über eine serbisch- montenegrinische Offensive nach Bosnien sind durch den Einfall untergeordneter Kräfte in das Gebiet der Sand- schakgrenze hervorgerufen worden. Matzregeln zur Säuberung des Gebietes sind unverzüglich getroffen worden.
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Tie Dardanellen gesperrt.
Die Hasenpräsektur in Konstantinopel teilt amtlich mit, datz die Dardanellen heute gesperck worden sind, da 'die Notwendigkeit dieser Matzregel erkannt worden sei. Kein Scksiff werde demnach in die Dardanellen ein- laufen oder dieselbcst verlassen können.
K o n st a n t i n o p e l. Die seindselige Stimmung, die seit dem! Ausbruch des Krieges bei dem tückischen Volke gegen den Dreiverband herrscht Und sich in der letzten Zeit noch verschärft hat, findet auch in den jüngst veröffentlichten Flugschriften gegen Ruhland und Frankreich ihren Ausdruck. Die Kriegsnachrichten an den Mauern der Konsulate des Dreiverbandes erregen bei den Tücken Unwillen. Zu geräuschvollen Stra- tzenkundgebungen kommt es jedoch nicht, da die Pol, - zeiorgane mit Ruhe die Bevölkerung in Schranken halten.
Englische Marineoffiziere in Sewastopol.
Die englische Marinemission in Konstantinopel, welche vor einigen Tagen aus den türkischen Diensten ausschied, erhielt Besell, sich nach Sewastopol zu begeben, um der russischen Marine zur Versügung zu stehen. In Sewastopol sind bereits auch andere englische See-Offiziere^ von denen ein Teil schon vor dem Kriegsausbruch cintraf, tätig.
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Afghane» und Perster gegen Rustland.
WTB. K o n ft. a n t i n c p c l, 29. Sept. (Nicht - amtlich.) Wie der „Jkdam" erfährt, hat z w r s ch c n den Russen und dem persischen Stamme i c r, Rarbar ein Zusammcnstoh stallgesunden.Der Nngckff der Rüsten ist abgeschlagen worden; cm Off>-


