JUtfrttf!
Tie glänzende Entwicklung unseres nationalen Flugwesens darf durch den Krieg nicht znm Stillstand kommen; sie muß im Gegenteil mit allen Mitteln weiter gefördert werden, damit die jüngste Waffe mit vollem Erfolg für die Verteidigung des Vaterlandes miteingcsetzt werden kann!
Der Nachschub von Flugzeugen an die Armee und die Marine ist durch besondere
Maßnahmen gesichert worden. Tic Verwendung der Zivilpilotcn im Heeres- und Marinedienst ist eingcleitet. Die Fliegerschulen setzen ihren Ansbildnugsbetrieb fort. Aber die Möglichkeit großer Abgänge, mit denen im Kriege naturgemäß noch mehr als im Frieden zu. rechnen ist, zwingt zu rechtzeitiger J^vrsorge für die AuSbildu na weiterer Flugzeug-Führer für den Krieg. Die Meldungen
von Kriegsfreiwilligen überschreiten ZMi'r —' wie bei allen Waffen so auch bei der Fliegertruppe —
den augenblicklichen Bedarf weitaus. Indessen muß hier eine besonders sorgfältige Auswahl
getroffen werden, und auch von den Ausgewählten werden im Laufe der Ausbildung noch viele
zurücktreten müssen.
Es kommt deshalb darauf an, von vornherein die Geeignetsten als Kriegsfreiwillige
ciiuiiftcücn . d. h. solche, die neben der erforderlichen Intelligenz ünü tüchtigen' Charaktereigenschaften im besonderen auch schon Vorkenntnisse in der Bedienung und Pflege von Flugmotoren
besitzen. Solche Persönlichkeiten werden sich namentlich unter denjenigen Studierenden der Technischen Hochschulen und anderer technischer Lehranstalten finden, die sich diesem Sonderfach zugewendet haben.
Außerdem werden geübte Mechaniker und Monteure gebraucht.
.Kriegsfreiwillige
melden sich zur Ausbildung als Flugzeugführer oder zur Einstellung als Hilssinoutclirc bei der Königlichen Inspektion der Fliegertruppen in Berlin-Jchüueberg, Alte Kaserne (Fiskalische Straße) — Auswärtige schriftlich —.
Berlin, den 18. August 1914.


