Ausgabe 
24.6.1914
 
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In raschem Siegeslauf hat sich der echte Kathreiners Malzkaffee den ganzen Erdball erobert. Er wird täglich von vielen Millionen. Menschen getrunken. Der Gehalt macht's!

::: Ein königlicher Witz. In Leipzig er­zählt man firf): Als König Friedlich August zur Eröff­nung derBugra" kam und zwischen all dem Gerüm­pel hindurchschritt, aus dem sich später ein« wirklich schön« Ausstellung entpuppen sollte, blieb er mit einem- male ziemlich erstaunt stehen und fragte:Ja, was soll ich denn daeröffnen" ?Wohl die Kisten ?!"

::: Lehrer und Rechtschreibung. Daß die deutsche Rechtschreibung auch vielen deutschen Leh­rern nicht ganz bekannt ist, hat in Kiel aus der deutschen Lehrerversammlung der Lehrer Kossig nachgewiesen. Er erzählte, dah vor kurzem in einer Lehrerkonferenz die 4 Worte diktiert wurden:Bloh ein bißchen Grieß" und dah von 50 Lehrern nur ein einziger einen Fehler ge­macht hatte. Alle anderen hatten je 2 Fehler gemacht. Es iit wirklich hohe Zeit, dah Abhilfe geschaffen wird. Warum mag man sich nicht entschließen, dash" noch ein wenig mehr zurückzudrängen? Könnte man nicht mitblos ein bischen Gries" auch auskommen? Mög­lichst lautgerechte Schreibung würde Lehrern und Schü­lern viel Mühe und Arbeit ersparen.

* Kaufmanns-Erholungsheim im Schwarz- wald In Anwesenheit des Großherzogs und der Groß­herzogin von Baden fand am Samstag die feierliche Einweihung des neuen Kaufmännischen Erholungsheims auf dem Bärenstein im Schwarzwald statt. Das Heim erhielt den Namen Friedrich Hilda-Heim. Die Lage des Heimes ist ivundervoll. In idyllischer Ruhe hoch oben auf dem Rücken des Schwarrwaldes, umrahmt von meilenwe^cn alten Buchen- und Tannenwäldern, ist das Heim wie geschaffen, jedcm, der sich müde gearbeitet hat, Ruhe und Erholung zu bieten. Das Heim selbst, ein stattlicher Bau in rotem Sandstein, bietet für etwa 90 Gäste bequem Unterkunft. Der Pensionspreis beträgt wie in den übrigen Heimen der Gesellschaft 2,80 Mark für volle Verpflegung und Wohnung.

* Ein kurioser Vorschlag. Der Gehcimra- Dr. v. Boettinger (Elberfeld) hat dem Internatio­nalen Handelskammer-Kongreß einen Vorschlag unterst breitet, der nichts anderes bezweckt, als im Sommer alle Uhren eine Stunde vorzustellen! Dr. v. Bocttinger weist daraus hin, daß auf solche Weise nicht weniger a'S 164 Stunden Tageslicht im Jahre gewonnen werden können, in Deutschland allein würde das eine Licht-Ersparnis von 92 Millionen Mark jährlich ergeben Und wenn die europäische Kulturwelt im Sommer eine Stunde früher aus den Federn käme, würde ihr das nichts schaden.

* Der Bicrfilz ist eine Urkunde, so ent schied die erste Strafkammer des Landgerichts in einer Stratsache gegen den Kaufmann Koester. Der Ange­klagte hatte in einer Wirtschaft gekegcll. Der Wirt vermerkte die von ihm gebrachte Zahl d r Gläser Bier auf einem Lterfilz durch Striche. Koester zerriß den Filz und fertigte mit einem neuen Filz eine neue Rechnung an, wobei ec zwei Gläser Bier zu wenig anschrieb. Ein anderer Gast verriet die Sache dem Wirt, der Anzeige erstattete. Das Gericht erkannte auf v ec Monate Gefängnis.

CiferariTcbes.

? D e r berühmte Verteidiger. Justizrat Dr. Cello in Berlin war es, der den unglücklichen Hel-

! den dieses Bekenntnis-Romans in Dresden verteidigte: als das vernichtende Urteil gesprochen wurde, das einen makellosen Mann, von der Höhe des Glücks ins Ge­fängnis führte, war selbst der alte vielcrsahrene Jurist wie gebrochen. Der Held des Romans hat die merk­würdigen und packenden Ereignisse, die bis zu jener Verurteilung führten, jetzt selbst geschildert; alles ist selbst erlebt und erlitten und getreulich wiedererzählt, dann aber gesteigert, gestaltet und mit grohcrKunst über alle Sensation gehoben. Hier ist gewiß wirklich «in - mal die Phrase am Platze: ein Roman, der einen nicht loslätzt. So fehr natürlich Juristen und Anwälte die gegebenen Käufer des Buches sind, so wird es doch ge­rade von Laien gelesen werden. Wer gern spannende Romane liest, die immer schneller m'it sich sortreißen, kommt hier gewiß auf sein« Rechnung.

? Eine spottbillige Schweizerreise für 8 10 Tage ist sicher für jedermann, der Haushalten muß, etwas Schönes und Begehrenswertes. Wer für eine solche Reise Lust und Neigung Hot, der Verfehle ja nicht, die neueste Nummer des über die ganze Erde verbreiteten Familienund ModenblalteSMode und Haus", Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57, zur Hand zu nehmen, worin ein sol- cher Artikel, mit illustrationen reich geschmückt, zu lesen ist, wobei die Route sowie die Kosten ausführlich behan­delt werden. UebrtgenS ist auch diese Nummer wieder herrlich ausgestattet!Mode und Haus" kostet trotz sei­nes reichen Inhalts pro Quartal 'nur 1 Mk., wofür 6 Nummern geliefert werden. Abonnements bei allen Buchhandlungen uno Postanstalten. Pcobenummern er- hältlich bei elfteren und durch den Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57.

? Raven st eins Toüristenkarte der Umgegend von Gießen. Markierungsibearbeit - ung vom Zweigverein Gießen des Vogelsberger Höhen- klüös, Maßstab 1 : 100 000, Preis aus Leinen M. 1.50 ist soeben im Verlag Ludwig Ravenstein, Frankfurt a. M. erschienen. Die Karte reicht von Marburg im Nor­den bis Nauheim im Süden, von Dillenburg im We­sten bis Freienseen Und Nidda im Vogelsberg im Osten. Die touristisch interessante Gegend des Lahntales mit seinen Nachbargebietcn ist in überaus klarer, selbst dem Laien leicht verständlichen Weise durch 7sachen Farben­druck dargestellt. Besonders der Eindruck der Ortsplän- chen in rosa ünd die kräftig gehaltenen Markierungszei­chen gestatten rasche Orientierung. Die Eebirgsdarstell- ung mit branner Kreideplatte gibt der Karte in Ver­bindung mit den grün gedruckten Waldslächen eine leichte Plastik, welche deutlich Höhen und Täler hervor­treten läßt. Allen Wanderfreunden sei die in allen Buch­bandlungen und beim Verlage käuflich« Karte bestens empfohlen.

? Die neue 6. Auflage des Offiziellen T a r«- n u s f ü h r e r s, herausgegeben vom Taunusklub, Preis Mk. 2.50, und der illustrierte Lahnhöh.en- weg-Führer, Preis Mk. 1.20, ebenfalls vom Tau- nüsklub sind soeben in Ludwig Ravensteins Verlag in Frankfurt a. M. erschienen Der Taunussührer wurde' einer gründlichen Revision unterzogen. Die seit Erschei­nen der früheren Auslage vor 5 Jahren nötig gewor­denen Zusätze und Verbesserungen, besonders im touri­stischen Teil, haben viele Aenderungen nötig gemacht. Der Umfang des Werkes ist aus 313 Seiten gestiegen. Zahlreiche Karten und mehrere Pläne erhöhen die Brauch­barkeit dieses touristischen Hilfsmittels. Die wegen ihrer eigenartigen Schönheit immer mehr in Aufnahme kom­menden Wanderungen im Lahngebiet ha­ben den Taunuskluib veranlaßt, auch dieses Gebiet in sein Arbeitsprogramm aufzunehmen. In Wetzlar anfangend hat der Taunusklub denL a h n h ö h e n- w e g" markiert, der bald abseits des Flusses, bald an oder dicht lloer ihm dahinziehend über Braunfels, Weil- burg, Villmar, Limburg, Diez, Schaumburg, Arnstein, Nassau und Ems bis nach Oberlahnslcin in mehrtägiger Wanderung führt. Als Wegweiser für diese Wander - ungen ist der mit 26 Bildern und 2 Karten reich illut strierte Lahnyöhenweg-Führer erschienen, dessen originel­ler Umschlag, das eigenartige Markierungsschild: ein

schwarzes L auf weißem Grund nebst den Worten Wetz­lar und Oberlahnslein mit Richtungspfeilen zeigt. Die terlliche Bearbeitung flammt von dem an der Lahn ge­borenen, als Reiseschriststcller bekannten Herrn Lehrer W. S ch ü tz - W e st e r s e l d, der sein Bestes in un­eigennützigster Weise zur Förderung des Bekanntwev- dcns seiner schönen Heimat hergegeben hat. Beide Werke werden dem Wanderer in Taunus und Lahn willkom­mene, zuverlässige Berater sein. Die Führer sind in

allen Buchhandlungen und beim Verlag Ludwig Ra­venstein zu haben.

Griebens Reiseführer.

(Verlagsbuchhandlung Albert Goldschmidt, Berlin W. 35).

Band 46: Strahburg und Umgebung, mit Ausflügen in die Vogesen. 8. Auflage (Mk. 0.80).' Mit 2 Karlen und einem Grundriß. Diese neueste Auf­lage gibt auch einen Blick in Straßburgs hochinteres­santes Hinterland, dieVogesen". Im Anhang sind Aüsflügc" angegeben durch knappe Beschreibungen der schönsten und interessantesten Touren in die Hochvoqesen (Colmar und Drei-Aehren, Schwarzer und Weißer See, Münslertal und Schlucht, Großer Belchen) wie in das romantische an mittelalterlichen Baudenkmälern überreiche oberelsässische Rebland und nach den Schlachtfeldern von Wcerth. Es ist dabo- darauf Bedacht genommen wor­den, daß sämtliche Touren an einem Tage absolviert werden können. Die dem Führer beigcgebenen über - sichtlichen Karten gewährleisten eine schnelle und sichere Orientierung in und außerhalb Straßburgs.

Band 36: Der S ch w a r z w a l d, 18. Aufläge. Mit 10 Karten und einem Panorama. (Preis 2.50.) In 18. Auflage erschien soeben in der rühmlichst be­kannten Sammlung derGrieben" der wohl bewährte Führer durch den Schwarzwald, Vabei erfudr der reich­haltige Stoff ein« sorgfältige Neubearbeitung von einem guten Kenner des ganzen Gebietes, der auf alle seine Veränderungen Rücksicht nahm. Eine wertvolle Berei­cherung erhielt das sorgfältig revidierte Kartcnmaterial in der Neuaufnahme derKarte des mittleren Schwarz­walds" und desPanoramas vom Mcckurturm". So ausgerüstet kann die neue Auf läge allen an sie von Besuchern des Schwarzwaldes gestellten Anforderungen aufs beste entsprechen. Als Auszug von obigem Führer erschien Band 37, diekleine Ausgabe" zum ! Preise von Mk. 1.20, die für einen kurzen Aufenthalt im Schwarzwald ausreichend sein dürste.

Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen.

BAD NAUHEIM

Programm

vom 21. Juni bi* 27. Juni 1914.

Donnerstag, 25. Juni, nachm. 5 Uhr im Konzerthaus Festkonzert unter dem Protektorat l K. Hoheit der Grossherzogin zum Besten des Alice-Frauen Vereins. Mit­wirkende: Frau RoIhwell-YVolff-St. Paul (Gesang), Herr Professor Kiefer-Berlin (Cello) und Kurkapelle. Leitung: Königlicher Professor Hans Winderstein. Nachm, von 3 _ 4 */ g Uhr, abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Militärmusikschule Friedberg. Bei günstiger Witterung Lampionbeleuchtung auf der Kurhausterrasse.

Freitag. 26. Juni, nachm, von 4'/> 6 Uhr, abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Ab nds 8 Uur im Kurhaussaale Theater: Der lachende Ehemann, Operette in 3 Akten von Edmund Eysler.

Samstag, 27. Juni, nachm von 4V»6 Uhr, abends von 810 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Abends 8/ ä Uhr im Konzertbaus Tanz.

Vorläufige Anzeigen:

Sonntag, 28. Juni, nachm, von 4 6 1 /. Uhr, abends j von 8:0 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kapelle

i des Infanterie-Regiments Nr. 168 aus Offenbach a. M.

Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Der Königs­leutnant, Lustspiel in 4 Aufz. von Karl Gutzkow.

Dienstag, 30. Juni, abends 8 Uhr im Kurhaussaale Vortrag mit LichtbildernOriginal-Oberammergau.

Donnerstag, 2. Juli, abends 8*-/* Ehr im Konzerthaus IV. Künstlerkonzert der Kurkapelle unter Mitwirkung der Klaviertuosin Frau Auguste Coltlow-New-York und unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winder­stein.

Samstag, 4 Juli, abends bei günstiger Witterung Feuer­werk vor der Kurhausterrasse Abends 8'la12 Uhr im Konzerthaus Ball mit Blumenwalzer. (Feuerwerk in den Pausen).

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Gebrauchsanwcisung steht auf jedem Päckchen. Ar ßerdem sind Dr. Oetker's vollständige Re­zepte zum Einmachcn von Früchten, Frucht­säften, Gelees in den Geschäften umsonst zu haben. Wenn vergriffen, schreibe man eine Postkarte an

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