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Truppenasiteilungen die albanische Grenze überschritten und aus albanischem Gebiet einen Höhenrücken mit Geschützen besetzt und befestigt.
Amerika.
* General Funston berichtet aus Veracruz an das Kriegsamt, Huertas Tpuppen hätten ^eine regelrechte Belagerung eingerichtet und die letzte Schienenverbindung ausgerissen.
Kclegschafts;ahl und Löhne für das Jahr 1913 nach den Jahresberichten der preußischen Dergrevierbeamten.
Ueber die Zusammensetzung der Belegschaft und die Löhne in den preußischen Bergbaurevieren bringen die soeben erschienenen Jahresberichte der Bergbehörden eine interessante Zusammenstellung. Da die Ermittelung der Belegschaftszahl seit Ansang 1913 nach neuen Grund - sähen erfolgt, so ist sür das Berichtsjahr ein Vergleich mit den vorhergehenden Jahren leider nicht möglich. In den 5 preußischen Oberbergamtsbezirken waren 1913 dttrchschniltlich 765 066 Arbeiter und Arbeiteilerinnen beschäftigt. Hiervon entfallen auf den Oberbergamtsbezirk Dortmund 381 051, Breslau 161561, Bonn 124 706, Halle 67 930, Clausthal 23 818. Die Gesamtzahl der im Bergbau tätigen weiblichen Arbeits- kräste stellte sich aus 9392; davon waren 4145 16—21 Jahre, 5247 über 21 Jahre alt. Aus die einzelnen Ober- bergamtsbezirke verteilt sich die Gesamtzahl der Arbei - terinnen wie folgt: Breslau 8502, Halle 607, Bonn 251, Clausthal 27, Dortmund 5. Die Gesamtzahl der jugendlichen Arbeiter belief sich aus 30 358. Davon entfallen aus den Bezirk Dortmund 14184, Bon 6015, Breslau 7829, Halle 1840, Clausthal 490. Von der Gesamtzahl der jugendlichen Arbeiter waren 29 925 männlichen, 433 (1,43 Prozent der Eesamtzahls weiblichen Geschlechts. Von der Gesamtzahl der beschäftig,en Arbeiter betrug die Zahl der Arbeiterinnen 1,2 Prozent, der jugendlichen Arbeiter 4 Prozent. Jzi den einzelnen Oberbergamtsbezirfen stellten sich diese Verhältniszahlen wie folgt: Breslau 5,2 und 4,8 Prozent, Halle 0,9 und 2,7 Prozent, Clausthal 0,1 Und 2,1 Bonn 0,2 und 4,8 Proz., Dortmund 0 und 3,7 Proz. Nach der amtlichen Lohnstatistik hat der von einem Arbeiter der Gesamtbelegschaft verdiente reine Lohn auf eine Normalschicht im Durchschnitt betragen: beim S t e inkohl e n b e r g b a u im Oberbergamtsbezirk Dortmutid 5,36 Mk., auf den staatlichen Saarbrücker Gruben 4,45 Mk., im Aachener Revier 4,89 Mk., am linken Niederrhein 5,60 Mk., in Oberschlesien 3,63 Mk. in Niederschlesien 3,43 Mk., beim Braunkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Halle 3,77 Mk., am linken Niederrhein 4,24 Mk., beim E r z b e r g b a u der Mans- fcld'schen Gewerkschaft 3,71 Mk., des Oberharzes 3,58 Mark, beim Salzbergbau im Bezirk Halle 4,21 Mark, im Bezirk Clausthal 4,36 Mk. Für die Arbei - terinnen stellte sich der durchschnittliche reine Schichtlohn in Oberschlesien aus 1,29 Mk., Niederschlesien aus 1,70 Mark, im Bezirk Halle auf 2,26 Mark.
jffus Stadl und Canti.
* Die Eroßherzoglichen Herrschaften begaben sich Donnerstag vorniittag 9.45 Uhr im Auto nach Mainz zur Teilnahme an einer Rhcinfahrt der Deutschen Slan- desherren. Die Rückkehr erfolgte nachmittags b l / 2 Uhr.
* Der Großherzog hat dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeaniten Wilhelm Alles zu Nieder-Florstadt das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordenh Phiitpps des Großmütigen verliehen.
* Ernannt wurde zum Forstaffessor der Forft- reserendar Heinrich Zimmer in L i ch.
Es soll für alle Bundesstaaten eine einheitliche Statistik ausgestellt werden über die Verhältnisse des Handwerks. Die Zahl der Gesellen und Anderes soll darin erfaßt werden. Die Handwerkskammern sind gegenwärtig mit der Ausarbeitung der Fragebogen beschäftigt.
Jagd in Hessen. Für die Jäger in Hessen ist im Monat Mai Jagdzeit für Schwarzwild, männliches Edel, Dam- und Rehwild, Raubzeug, wilde Tauben und wilde Kaninchen, Birk-, Fasanen, Truthähnen und von 16. Mai ab für Dachse. Mit Ausnahme der Birsch auf den gefegten Rehbock ruht die Jagd auf Nutzwild.
austreten, in dem sie vorher glücklich waren. Man kann wohl dagegen ankämpsen, aber dennoch unterliegen manche den Seelenqualcn."
„Ich dachte, das waren bloß Stimmungen?" warf Margaretha zaudernd ein.
„Nein! — Stimmungen sind nur flüchtige, wechselvolle Eindrücke des Moments. Heimweh aber ist ein immerwährendes Unbestimmtes Sehnen, eine fieberhafte Unruhe nach etwas, das zuvor die Seele entzückte, ob man dies nun geahnt hat oder nicht!"
(Fortsetzung folgt.)
Fuchsbaue müssen auf Jungfüchse untersucht werden. Reh-, Rot- und Damwild setzt; Fasanen, Hühner und Auerwild brüten.
Turnfahrten. Nach einer Verfügung der König!. Etscnbahndircklion in Frankfurt a. M-, vom 31. März 1914, können für die bevorstehenden Pfingst- feiertage und sür Samstag vor und Dienstag nach dem Fest sowie für die beiden ersten Tage der Sommerferien Anträge auf Fahrpreisermäßigung für Fahrten im Interesse der Jugendpflege eingereicht werden. Die Einreichung erfolgt durch die Heimatstation bei der König!. Direktion. Auch ist die Benutzung von Eilzügcn gestattet. Näheres ist bei den Eisenbahnstationen zu erfahren.
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n Gießen. Am letzten Mittwoch sand auf dem neuen Friedhof die Bestattung des Geh. Juflizrat Dr. Entfleisch unter großer Beteiligung von nah und sern statt. Nach den Gebeten des katholischen Pfarrers sprach der Vertreter der hessischen Anwaltskammer, Jw stizrat Kaufe aus Mainz, der U. a. hervorhob, daß Eut- sleisch ein unabhängiger und freier Mann war ui. blieb, selbst als ihm hohe Ehren in Aussicht gestellt wurden. Der Provinzialdirektor hob hervor, daß selten ein klarerer und schlichterer Berater in der Selbstverwaltung gesunden worden sei als der Verstorbene. Der Oberbürgermeister Keller sagte, daß es nicht die übliche Phrase sei, wenn er sage, daß der Name Gutsleisch für alle Zeiten mit der Geschichte der Stadt verbunden bleibe. Für die Berliner und hessischen Parteifreunde sprach der Abgeordnete Henrich, der den mit allen staatsbürgerlichen Tugenden geschmückten Parteifreund pries. Für die Fraktion im Landtage widmete Grünewald einen Kranz. Uebrigens lag auf dem Sarg ein wundervoller Kranz mit der Widmung: Dem hervorragenden Politiker — die nationalliberale Partei. Von dieser war der Abg. Stöpler erschienen. Finanzminister Braun, der srüher auf dem BureaU GUtskeischs gearbeitet hat, sowie der frühere Finanzminister Gnauth waren unter der Trauer-Versammlung.
Gießen. Die Vorbereitungen für die Gewerbe- AuSstellung Gießen 1914 sind nahezu beendet und die Gebäulichkeiten zeigen sich in recht stattlicher und eindrucksvoller Wirkung. Besonders der Eingang und da? Hauptrestaurant heben sich äußerst vorteilhaft heraus und bilden zusammen mit dem mächtigen Hauptgebäude und den Nebenhallen ein reizvolles und schönes architektonisches Bild. Wesentlich gehoben wird dieser günstige Eindruck noch durch den herrlichen Schmuckhof, der von Frankfurter Architekten entworfen worden ist und als ein Muster neuzeitlicher Gartenbaukunst angesprochen werden kann. Auch die gärtnerischen Anlagen hinter dem Hauptgebäude offenbaren einen erlesenen Geschmack und bieten zusammen mit den Fricdhofsan- lagen, die manches bedeutende Denkmal aufweisen, ein äußerst stimmungsvolles Gesamtbild. So ist für die Ausstellung, an der sich über 400 Firmen in 10 Häusern beteiligen, ein großangelegter und schöner Rahmen geschaff.n worden und auch das Innere der Gebäude macht einen sehr nachhaltigen Eindruck, denn dem Architekten ist cs gelungen, die Räume der alten Klinik aufs glücklichste auszugestalten. So ist denn alles für die am 16. Mai stattfindende Eröffnung vorbereitet, zu der dieser Tage die Einladungen ergangen sind. Um 11 Uhr vormittags geht die feierliche Eröffnung in der Festhalle vor sich, woran sich ein Rund- gang durch die Ausstellung schließt. Um 1'/« Uhr wird ein Festessen veranstaltet und von 5—8 Uhr ist ebenso wie von 11—1 Uhr Konzert Am Sonntag, den 17. Mai wird die Ausstellung vormittags um 9 Uhr geöffnet, an den folgenden Tagen von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends.
Gießen, 7. Mai. Bei dem am 5. und 6. Mat abgchaltenen Ma kte waren aufgetrieben 1492 Stück Rindvieh und 411 Schweine. Der nächste Vieh- markt findet am 19. und 20. Mai 1914 statt; am letzten Tage auch Krämcrmarkt. (Himmelfahctsmarkt.)
o Crainfeld. Die Bluttat hat ein weiteres Opfer gesorderl. Die 21jährige Tochter Lina des ermordeten Fruchthändlers Stein, die mehrere Beilhiebe über den Kops erhalten hatte, ist im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Die übrigen vier Verletzten sind noch nicht außer Lebensgesahr. — Der Landwirt Karl Hoffmann aus Salz befindet sich noch immer in Hast. Er behauptet, daß die Blutspupen, die an seinen Kleidern und an seinen Gamaschen gesunden worden sind, von einer Schlägerei herruhren, die er vor Wochen gehabt hat und bei der er auch einen Stich ins Gesicht abbekam. Es ist sestgestellt, daß Hoffmann an einer solchen Schlägerei beteiligt war und es ist auch recht wahrscheinlich, daß auf diese Schlägerei die entdeckten Blut - spuren zurückzuführen sind. Die Nachforschungen werden noch nach dieser Richtung hin geführt. Wie stets hervorgehcben wurde, sind die Indizien, die gegen Hoffmann vorliegen, nicht ausreichend. Es ist darum zu erwarten, daß er über kurz oder lang aUs der Haft entlassen wird. Sein Alibi hat er allerdings nicht nach - weisen können. Er hat behauptet, er sei in der Nacht
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zu Hause gewesen und habe geschlafen. Um 10 Uhr ist er auch in Salz gesehen worden, irgend wo arrders ist er in der Nacht nicht gesehen worden, sodaß ihm, wenn nicht weiteres gegen ihn vorliegt, geglaubt werden muh.
Frankfurt o. M. An der täglich von etwa 4 bis 500 Automobilen befahrenen Landstraße nach Wiesbaden liegt das Doif Erbenheim. Der sehr eng gebaute Ort hat naturgemäß unter dem Verkehr sehr zu leiden, ebenso ist es sür die Kraftwagen schwierig, sich durch die schmalen Straßen hindurch zu wlnden. Zur Be- E seitigung dieser Mißstände hat Regierungspräsident Dr. !'? v Meister (Wiesbaden) jetzt die Gemeinde Erbenheim
zum Bau einer b eson deren Autnmobtlstraße sür ^
etwa 300000 Mark aufgefocdert. Da die Gemeinde sich weigert, diesem Verlangen stattzugeben, hat der - Präsident die Zwangsetatisierung von 300000 Mk. 7 ungeordnet. Die Gemeindevertretung hat gegen das 3 Ansinnen das Veewaltungsstreitverfahren erhoben. Dem ^ Ausgang des Prozesses, der der erste seiner Art und ^ deshalb von großer Tragweite sür die Siegelung des Straßen- bezw. AutomobilverkehrswesenS ist, sicht man 1,3 in allen Kreisen mit großer Spannung entgegen.
):( Neu-Isenburg. Großes Aufsehen er,regt l' hier der Tod eines 15jährigen Mädchens, das an den Folgen eines Wochenbettes gestochen ist. Bis zum letz- L, ten Augenblick wußte es seinen Zustand vor den Eltern zu verbergen. Nachdem das Mädchen ein totes Kind ^ zur, Welt gebracht halte, mußte es in das Krankenhaus »o übergeführt werden, wo es noch am gleichen Tage starb, m Als Verführer des Kindes kommt ein in den vierziger Jahren stehender Arbeiter in Betracht, dessen Frau' sich im Irrenhaus befindet. Ob, wie man annimmt, der § Tod des Kindes durch Abtreibungsmittel herbeigefühtt w wurde, wird erst durch die Untersuchung sestgestellt werden können.
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! Mainz, 7. Mai. Die heutige Stadtver-
ordnetenwahl hat den vereinigten bürgerlichen Parteien wiederum den Sieg nicht gebracht. Auf ihren Zettel fielen 4137 eingestrichene und 1523 gestrichene Stimmen, auf den sozialdemokratischen und fortschrittlichen Zettel 6376 Ungesttichene und 340 gestrichene Stimmen. Außerdem wurden 359 zersplit-. f teile Stimmen abgegeben. Rechnet man die ungcstri- dienen und zersplitterten Stimmen sämtlich den vereinigten bürgerlichen Parteien zu, so haben die Gegner doch noch mit 700 Stimmen gesiegt. Als gewählt sind folgende volksparteiliche Kandidaten zu betrachten: Weinhändler Berney, Kaffeehändler Christ, Dammeister Klo- 1M der. Rechtsanwalt /Mager, Koloniakwarengroßhändlei! fii Schneider jun. und Bankier E. Simon; ferner 7 So- lijg zialdemokraten : Landtagsabgeordneler Melu-nq, Kauf m
mann Joseph Bauer, Redakteur Schildbach, Sekreten I:-: Seel, Dr. med. Sprenger, sowie die Herren Weiß imt lör Zeoh; schließlich der nationalliberale OberpostassistentlU Mardncr, Bierbrauereibesitzer Geyer und Dr. phtl. Thilo t m die sich bis jetzt noch keiner Fraktion angeschlossen haben. Unter den Nichtgewählten, die gleichzettig aus den Stadtverordnetenkollegium ausscheiden, befinden sich auck zwei Mitglieder der neuen Fortschrittlichen Bvlkspartei Landtagsabgeordneter Heerdt und Geh. Justtzrat Mols ferner der nationalliberale Hotelbesitzer Weißmüller. Dü Wahl hat insofern prinzipielle Bedeutung, als nimm et) - im Stadthaus der Linksliberalismus mit den Sozial demokraten die gleiche Stimmenzahl (25) hat, wi die rechtsstehenden Parteien.
s Darmsladt. Aus der Chchchsee Seeheim»- Eberstadt ereignete sich auf der Strecke zwischen Malchei und Eberstadl ein folgenschweres Automobilunglück. I der Nähe der Mittelschneise wollte eiu aus der Rich ung von Heidelberg mit großer Geschwindigkeit dahc kommendes Automobil vor einem eMgegenkommend« Fuiirwerk ausweichen. Beim Bremsen überschlug das Automobil, der Besitzer des Wagens, der Jnhabc der Zigarienfabrik Batschari in Baden-Baden, Redwil stürzte heraus und blieb mit gebrochenem Genick liegen. Dem Chauffeur wurden beide Beide gebrochei * Vom Odenwald. Die Frosinocht vom 1. den 2. Mai hat die Baumblüte im mittleren Odenwa schwer geschädigt. Besonders die Apfelbäume, die voller Blüte standen, haben empfindlich gelitten Bäume sehen überall rostbraun aus, als wenn Feuer hindurchgefegt wäre. Auch Mirabellen, Kirsche Reineclauden und Zwetschen, die schon Fruchtansi hatten, sind erfroren. Von den Birnen iß ähnlich zu berichten.
! Heidenfahrt. Was eine Hamsterfamiliec
Brcch'rucht für ihren Winterbedarf „einfellert“, das zeig sich bei einem im April hier aichgedeckten Hamfterba Darin fand sich noch das respektable Onantum von' Pfund Weizenkörnern. Und dabei hatte die brave F milie schon den ganzen Winter von dem „Eingemachte gezehrt. Fürwahr, die Alten hatten grtt gesorgt l
Q b e r st e t n. Der Großherzog von Oldenburg h dem Redakteur des „Nahetal-Boten", Julius Hehner Oberstein, das Ehrenkreuz erster Kkaffe deS Großh zoglichen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Pe> Friedrich Ludwig verliehen.
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