Einer erzählt es dem andern, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein wohlschmeckendes, billiges und gesundes Familiengetränk haben. So ist Kathreiners Malzkaffce in 25 Iabrcn zu einem Volksgetränk ersten Ranges geworden. VieleMillionen trinken ihn täglich.
im reihenden Fortschritt besindliche Konzentration in den großen Städten noch förderten.
Auf dem Gebiete des Verkehrswesens wird anerkennend heroorqehoben, daß der Herr Eisenbahn - minister die Durchführung des s. Zt. in Aussicht genommenen Programms zur wesentlichen Au-sgestaltung des Eisenbahnnetzes so schnell in Angriff genommen habe und dem Wunsch Ansdruck gegeben, daß man nicht aus fiskalischen Bedenken die in Aussicht gestellten Um- und Neubauten der Bahnanlagen verzögern Und auch die zu erwartende weitere erhebliche Verkehrszunahme in den kommenden Jahrzehnten nicht zu gering veranschlagen werde.
Der Berichterstatter erinnert schließlich an die am 2. März d. Js. begonnene Füllung des Rhein- Herne-Kanals, womit sich ein weiterer Abschnitt in der Entwickelungsgeschichte der W a s s e r st r a ß e n seinem Abschluß nähere, der von Anbeginn an eine Quelle schwerer Enttäuschungen gebildet habe. Bezüg - lich der Feststellung der Besahrungsabgaben wird dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die mündlichen Verhandlungen über die Höhe der Sätze so ergebnislos verlaufen seien. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der, Königlichen Staatsregierung und den Schiffahrts - sachverständigen seien im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß die Regierung den Standpunkt vertrete, daß die Tarife auf den Voraussetzungen beruhen mühten, welche der Verabschiedung des wasserwirtschaftlichen Gesetzes von 1905 zugrunde gelegen haben, während die Jnduflrtc der Ansicht sei, daß die damaligen Unterlagen den augenblicklichen Verhältnissen nicht mehr ent - sprechen, deshalb auch heute nicht mehr verwendbar seien.
Zum Schluß kam der Berichterstatter auf die Rede des Handelsmini st ers gelegentlich der 50jähri- gen Jubelfeier der Westfälischen Berggewerkschastskasse zurück. Erzellenz Shdow hatte bekanntlich daraus hin- gewiesen, daß mit der Ausdehnung des Bergbaues die Zahl der schweren Unfälle nicht nur absolut, sondern auch relativ gestiegen sei, und daß die Zuuaihme der Uiffälle in den Perioden steigender Konjunktur, in denen die Vermehrung der Förderung zur plötzlichen Vermehrung der Belegschaft, namentlich durch zahlreiche ungelernte Arbeiter nötige, so besonders groß sei. An Hand graphischer Darstellungen über die Entwickelung der Unfallziffern wurde der Nachweis erbracht, daß die Fälle der dauernd gänzlichen, wie der dauernd teilweisen Erwerbsunfähigkeit ständig gesunken sind, und daß die Kurve der Todesfälle keineswegs den Verlauf genommen habe, wie es nach der, Ausführung des Herrn Handelsministers den Anschein erweckt. Ihre Entwickelung sei vielmehr derart, daß man eher von einem horizontalen Verlauf reden könne, trotzdem seit dem Jahre 1905 die Belegschaft um rund 135 000 zugenommen hat. Ferner wurde der Beweis erbracht, daß gerade in den Zeiten der Hochkonjunktur, die entschädigungspflich- tigen Ilnsälle sowohl auf 1000 Versicherte, wie aus 1000 verfahrene Schichten, und aus 1000 Tonnen gesörderte Kohlen berechnet, nicht zru, sondern offensichtlich abgenommen habe.
}iu$ Stadt und Land.
* Bei der Reichsbank wurden der bisherige Bankvorstand Otto in Gießen zum Bankassessoru. zweiten Vorstandsbeamten der Gießener Reichsbankstelle, der bisherige Bankbuchhalter, Rigler in Bensheim zum Bankvorstand, die bisherigen Bankbuchhakler Süßen -
guth in Mainz und Kaiser in Gießen zü Bankkassierern ernannt.
n Gießen. Dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gießen, Friedrich Schmoll, ist der Charakter als Professor erteilt worden.
n Gießen. Dem Oberlehrer am Landgraf-Lud- wigs-Eymnasium Dr. phil. Wilh. E un d el wurde die venia legendi bei der philosophischen Fakultät für das Fach der klassischen Philologie erteilt. Seine Habilitationsschrift lautet: „Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Begriffe Ananke und Heimarmene".
n Gießen. Mit der G e w e y b e a u s ft e l l - ung Gießen 1914 ist auch eine Lotterie verbuN- den, die für das Großherzogtum Hessen, die Provinz Hessen-NassaU und den Kreis Wetzlar genehmigt worden ist. Es werden insgesamt 60 000 Lose zu 1 Mk. ausgegeben, denen Gewinne in einer Höhe von 30 000 Mark gegenüberstehen. Neben zwei Hauptgewinnen von 10 000 Mk.-und 8000 Mk. werden ausgelost 2 Gewinne von je 1000 Mk., 4 Gewinne von je 500 Mk., 8 Gewinne von je 200 Mk., 15 Gewinne von je 100 Mk., 35 Gewinne von je 20 Mk., 60 Gewinne von je 10 Mk. und 1520 Gewinne von je 5 Mk. Die Auslosung smdet am Schluß der Ausstellung statt.
n Gießen, 30. April. Ein Kellner, der vorgestern vormittag verurteilt worden wag, weil er eine Geschäftsführerin E. mehrfach bedroht und mißhandelt hatte, fiel nach dem Verlassen des Gerichtsgebäudes trotz der kurz vorher erfolgten eindringlichen Verwarnung durch den Vorsitzenden des Gerichtes die Dame wiederum an Und mißhandelte sie durch Faust - schlage und Fußtritte so schwer, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Dem Kellner, der demnächst eine eigene Wirtschaft eröffnen will, dürfte diese Ausschreitung recht teuer zu stehen kommen.
* Der Vorstand des Vogelsberger Höhenklubs hat nach sehr eingehender Beratung beschossen, der Hauptversammlung in Lich anstelle des verstorbenen Oberamtsrichter Nispel den Kreisrat Dr. Merck von Schotten als ersten Vorsitzenden des Gesamtvereins vorzuschlagen. Für den zweiten Vorsitzenden, Kreisveterinärarzt Dr. Scheibe!- Offenbach, der von seinem Amte zurücktrat, wird Dr. Bruchhäuser-Ullrichstein in Vorschlag gebracht. Nach eingehendem Bericht des Vorsitzenden der Baukommission, Zahnarzt Jäger-Gießen, soll im Laufe des Jahres eine Reihe höchst nötiger Reparaturen vorgenommen werden. Die Errichtung des Schweizershäuchens auf dem Hohe- rodskopf als Schülerherberge mußte bei voller Anerkennung des idealen sozialen Gedankens zurückgestellt werden. Die Leitung des diesjährigen Hoherodskopf- festes soll der Iweigverein Lauterbach in die Hand nehmen.
o Feiedberg. Das Gr. Kreisamt Friedberg hat alle Interessenten der projektierten Bahnlinie R a n- stadt - Friedberg zu einer Besprechung nach Staden wegen Erbauung dieser Linie eingeladen. 3
o Crainfeld, 30. April. Von den Angehörigen des ermordeten Händlers Abraham Stein sind die FraU uNd die ältere Tochter von den Aerzten als hoffnungslos aufgegeben worden. Der Täter ist noch nicht ermittelt. Nachdem von den beiden verhafteten Hoffmanns vorgestern der Vater wieder entlassen war, ist gestern auch der Sohn aus freien Fuß gesetzt worden. Vater und Sohn konnten ihr Alibi einwandfrei Nachweisen. Vater und Sohn behaupteten, daß die blutigen Kleidungsstücke von Fremden auf ihr Grund - stück geworfen worden seien. Sie leugnen auch, daß sie verschuldet seien, und daß sie Stein am Montag gemahnt habe. Zwischen ihnen und Stein hätten niemals die geringsten Differenzen bestanden.
'.Mainz. In 5 getrennten Versammlungen zu den am 7. d. Mts. stattfindenden Stadtverordne t e n w a h l e n hat der „Fortschrittliche Volksverein" mit 101 gegen 5 Stimmen ein geschlossenes Vorgehen mit der Sozialdemokratie beschlossen, während dey „Neue Fortschrittliche Volksverein" mit Zentrum und Nationalliberalen Zusammengehen will.
! Mainz. Am Eingang des Bahnhofs Nieder- Saulheim auf der Strecke Alzey Mainz ereignete sich gestern früh ein furchtbares Eisenbahnunglück. Ein PersonenzUg fuhr in eine GüterrangierabteiluUg, wobei beide Züge schrecklich zngerichlet wurden. Getötet wurde der Führer der Personenzutzslokomotive uUd 2 Passagiere, verletzt 15 Passagiere, darunter 5 schwer. Die Toten sind: der verheiratete Lokomotivführer Lehr aus Alzey, 40 Jahre alt, er hinterläßt FraU Und mehrere Kinder; die Witwe Margarete Guttandin, 40 Jahr alt, aus Wörrstadt uUd die 17jährige Näherin Elise Weibel aus Flonheim. Sehr schwer verletzt sind die Frau Phil. Roßmann aus Alzey und der Spezereihändler Krämer aus Alzey.
! Nieder -Inge! heim. Kurz vor Weih - nachten 1913 war der 23jährige Sohn eines Landwirts spurlos verschwunden. Jetzt traf bei den Eltern ein Brief aus Französisch-Afrika ein, wonach der junge Mann freiwillig in die Fremdenlegion eingetreten ist. In seinem Vaterland war der leichtsinnige Bursche bei der Musterung für körperlich untauglich erklärt worden.
::: Tübingen, 28. April. Das Schwurgericht verurteilte den 27jährigen Hausknecht Maier, der am 11. Januar an der 11jährigen Irma Dessauer ein Sittlichkeitsoerbrechen begangen und das Mädchen dann erwürgt hatte, zum Tode.
Berlin, I. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen gestern mit 48 gegen 38 Stimmen nach lebhaften Auseinandersetzungen den Ankauf eines Grundstückes, auf dem das Großmarkthallenprojekt ausgeführt werden soll, zum Preise von 5 Millionen Mark.
Bitterfeld, 30. April. Amtliche Vermeffungen ergaben, daß das Dorf Kring im Kreise Bitterfeld der Mittelpunkt Deutschlands ist. Die Dorfgemeinde beschloß in dem Mittelpunkt Deutschlands einen großen Gedenkstein zu errichten.
* Die Wettkämpfe des 18. Armeekorps für die sechste Olympiade finden am 9. und 10. Mai in Frankfurt a. M. statt. Zurzeit werden Sportkurse für Offiziere zur Vorbereitung für die Olympiakämpfe in Saarbrücken für das 21. Armeekorps und in Metz für das 16. Armeekorps abgehalten.
Sescdäniicder.
:: D i e vierte Geld-Lotteri» zum Ausbau der Veste Coburg gelangt schon am 12., 13., 14., 15. und 16. Mai zur Ziehung. Wieder kommen in derselben die Riesengewinne von 100 000 Mk., 50 000 Mark Usw., insgesamt 17 553 Geldgewinne im Gesamtbeträge von 360 000 Mk. zur Verlosung. Die schon jetzt stark begehrten Lose a 3 Mk. (Porto und Liste 30 Pf. extra) sind zu beziehen durch das unter „Giücksmüller" rllhmlichst bekannte Bankhaus Lud. Müller u. Co. in Berlin W.^ Werderscher Markt 10, sowie durch H. C. Kröger, Berlin W., Friedrichstratze 1S3a, ebenfalls hier durch alle bekannten Loseverkaufsstellen.
:: Um einen Panama- oder Strohhust zu reinigen war früher viel Zeit und Geld notig. Mit „S 1 r o b i n" können Sie jeden, auch den terlerften Hut (Damen-, Her.ren- oder Kinderhut) in wenigen Minuten spielend leicht selbst reinigen, und was von besonderem Wert ist, ohne Schaden für dar Geflecht und die Form. „Strobin" hat sich in Millionen Fällen bewährt, und auch Sie werden nach einmaligem Versuch überzeugter Anhänger von „Strobi,^ werden. „Strobin" Paket 25 Pfg. ist in Apolhekrir, Drogerien uUd Seifenhandlungen erhältlich. Man fordere ausdrücklich „Strobin", denn es gibt wertlose uUd schädliche Nachahnntn- gen. Alleiniger Fabrikant: Mar Queisner, Chemische Fabrik, Charlottenburg 2, GutenberHstraße 3.
Kirchliche Nachrichten.
Evangllische Gemeinde i» Girßrn.
In der Stadtkirche.
Sonntag, den 3. Mai, Jichilate.
Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Zugleich Christenlehre für die Nrukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde.
Vorm. 9% Uhr: Pfarraffistent Hofstnaun.
Bonn. 11 Uhr: Militärs ottesdienst. Pfr. Schwabe. Nachm. 2% Uhr: Kinderkirch« für die MatthäuSge- meinde. Pfarraffistent Hoffmann.
In der Johanneskirche.
Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Zugleich Christenlehre für die Reukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.
Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheim«.
Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für di« Lukasgemeinde.
Pfarrer Bechtolsheim«. Abenos 8 Uhr: Versammlung und Bibelbefprechuug im Johannessaal.
Katholische Hnacmde i« Gießen.
Samstag, den 2. Mai- Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 llhr: Gele.
genheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 3. Mai.
3. Sonntag nach Ostern.
Vorm. 6 l /t Uhr: Gelegenheit zur ht. Beicht.
Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Meffe.
Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt.
Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen.
Nachm. i l / 2 Uhr:' Jungfraueir-Kongregation.
Abends um 814 Uhr: Versammlung der Gemeinde im
Vereinshause.
Dienstag und Freitag abend um 6J4 Uhr ist Mai-Andacht.
Diaspora:
In L a u b a ch um 10 Uhr.
In L i ch um 9% Uhr. _
Verantwortlick: Albin Klein. Gießen.
flu$ aller Mil.
::: Ohligs. Die W o hnungsnot ist hier so groß, daß am 1. April eine Reihe von kinderreichen Familien trotz Anbietung eines bis zu 50 Prozent erhöhten Mietpreises keine Unterkunft finden konnten. Infolgedessen hat die Stadtverordnetenversammlung die Uebernahme einer Bürgschaft von 100 000 Mark zur Erbauung von Arbeitcrhäuscrn beschlossen. Insgesamt sind bisher 900 000 Mk. für diesen Zweck bewilligt worden.
Steckenpferd-SsiTe
die beste lilienmiidi-SeiTe
von Bergmann & Co., Radebeul, für xarie weiDe Haut und blendend schönen Teint, a Stück 50 Hg. Überall zu haben.


