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nau bin lnispicchenden Vogelteilen nachgcbiidct. Das Wesen der neuen Elfindung liegt in der zwangläufigen Verbindung der Seitenflächen und des Schwanzes. In derselben Weise, wie die bewegbaren Tragflächen, dreht sich auch das Cchwanzstcuer. Nach sachverständigem Gutachten soll ein Unglück mit diesem Flugapparat so gut wie ausgeschlossen sein, auch soll das Flugzeug fünf bis zehn Personen zu tragen vermögen. Die neue Erfindung war Ostern in der städtischen Turnhalle in Lüneburg ausgestellt.
* Was bedeuten die Zeichen des Losungs° schein es? Abgesehen von den Ziffern über Körpergröße und Gewicht, die ja ohne weiteres verständlich sind, sind 25 die Buchstaben A, B, Z, L und U, hinter denen sich ;ann noch eine Ziffer befindet. Es bedeutet l A das Lorhandensein geringer körperlicher Fehler und Gebrechen, die jedoch die Fähigkeit zum Waffendienst nicht ausschießen. Ist jemand mit körperlichen Gebrechen oder Fehlern belüftet, die wohl von dem aktiven Waffendienst ausschließen, rber den aktiven Dienst ohne Waffen (z. V. als Kranken- räger oder Oekonomiehandwerker) oder den Dienst als Lrsatzreservist möglich machen, so erhält er das Zeichen I B. s Militärpflichtige, die Krankheiten und Gebrechen ,aben,s die beseitigt oder derart vermindert werden können, laß die gänzliche oder zeitweise Tauglichkeit eintritt, werden als „zeitig unbrauchbar" mit I Z bezeichnet. Wer mit Krankheiten oder Gebrechen behaftet ist, die den Dienst m stehenden Heere ebenso wie in der Ersatzreseroe aus- chließen, aber die Tauglichkeit zum Landsturm vorhanden ein lassen, erhält das Zeichen I L und gilt alt „dauernd mtauglich". Als „ausgemustert" ist der mit dem Buchtaben l (J Bedachte zu betrachten. Seine Krankheiten md Gebrechen machen sowohl zum Dienst im stehenden Heere und in der Ersatzreserve als auch für den Land- tumi untauglich. Die hier angeführten Buchstaben stellen >ie Anlagen zur Heeresordnung dar, in deren Rubriken >ann die Krankheiten der einzelnen Organe des mensch- ichen Körpers angegeben sind. Im ganzen sind 78 Nummer ivrhanden, von denen wir die hauptsächlichsten wieder- ;eben: 1. allgemeine Körperschwäche, Blutarmut, Abge- tumpftheit oder Mißgestaltung, 2. Fettleibigkeit. 3. Haut- nkrankungen (chronische), auch Kahlköpfigkeit, 4. Drüsen, >. Geschwülste, 6. Auswüchse, 7. Narben, 8. Muskeln, I. Blut und blutbereitende Organe, 10. Bluterkrankungen, l3. Gicht, 14. Gelenkrheumatismus, 18. Nervenleiden chronische), 18. Schädelbildung. 20.-29. Augen, 30.-32. Ihren, (31. Schwerhörigkeit), 33.-34. Nase, 35. - 38. Mund, Zunge, Rachen, 39. Zähne, 40. Stottern, 41. Kropf. 42. chronische Heiserkeit, 45. Krankhafte Veränderung der Mrbelsäule, 46. Brust, Brustkorb, 47. und 48. Brustkrankleiten, 49. Herz, 51. Bruch, 52'. Unterleibsleiden, 53. Blut- iderknoten (Hämorrhoiden), 54. - 58. Darm- und Geschlechts- uankheiten, 59. Beeinträchtigung der Gebrauchsfähigkeit ines größeren Gliedes, 62. Gelenke, 63. und 64. Arme, !5. Verwachsene Finger oder Handfehler, 72. Verkürztes öein, 73. Krampfadergefiechte, 74. Narben von Unter- chenkelgeschwüren, 75. Plattfuß, 76. und 77. Zehenver- tümmelung, 78. Zehenüberzahl. Hat z. B. ein Militär- gichtiger auf seinem Losungsschein stehen: 1 Z 49, so tarm er auf Grund obiger Zusammenstellung leicht er- nitteln, daß er ein Herzleiden hat, das jedoch beseitigt 'der derart vermindert werden kann, daß gänzliche oder eilweise Tauglichkeit eintritt.
vom Leben der Volkslieder.
Die „Badische Heimat, Abteilung für Volkskunde", «alle am 5. Februar zu einem Vortragsabend im Re- lauraliviissaalc der Stadtballe zü Heidelberg eingela- 'cn, wo Professor John Meier aus Fr,epburg i. Br. ibcr das Thema „Vom Leben der Volkslieder" sprach, las Thema und wohl auch nicht zuletz-t der auf diesem bediele bekannte Gelehrte Pros. Meier hatte ein zahl - eiches Publikum angelockt, das den Reslaurationssaal >anz aussüllle. Prof. Meier wies in seinem Vortrag unächst daraus hin, daß durch die wissenschaftliche Samm- ung der Volkslieder das Volkslied dem Volke wicder-
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gegeben werden soll. Für die Erhaltung des Volls - liedes liegen die Verhältnisse jetzt günstiger denn je. Unsere Jugend zieht hinaus aufs Land und singt bei den Wanderungen die Volkslieder, die bei den Bauern aus dem Lande dadurch, daß sie von dem Städter geachtet und gesungen werden, wieder mehr geschützt und an Stelle der Tingeltangellieder gesungen werden. Das Kunstlied, das der Dichter in kunstvolle Form gegossen hat, hindert nicht, daß es in weite Kreise des Volkes dringt. Allerdings muß es sich dann oft beträchtliche Aenderun- gen gesallcn lassen. Beim Volkslied ist die Melodie die Hauptsache, der Teil Nebensache. Beim Kunst- und Volkslied ist es immer ein einzelner, der den ursprünglichen Tert versaßt hat. Beim Weilergeben von einem zum andern erleidet das Lied die Veränderungen, ohne daß es der Sänger beabsichtigt. An seinem zweiten Leben ist daher die Masse des Volkes beteiligt. Volkslied wird einLied also erst, wenn es von der Masse, dem Volk, ausgenommen wird. So aimiliert das Volk die Lieder und jedes Lied wird von dieser Anpassung getroffen. Beim Volkslied haben wir keine Fassung, von der wir sagen können, das ist das ursprüngliche Lied, von der alle anderen ausge - gangen sind. Die Spannung, die zwischen Kunst und Volkslied besteht, ist zu den verschiedenen Zeiten ver - schieden gewesen. Oft hat das Kunstlied der Volksweise sich genähert, oft aber ist auch der Abstand groß gewesen. Der oft gespreizte Ton des Kunstliedes ist kein Hinterungsyrund, daß es zum Volkslied wird. Wahrscheinlich ist es dann die Melodie, die diesen Ueberganq veranlaßt. Wie stark und zahlreich die Aenderungen sind, die die einzelnen Lieder durch das Volk erfahren haben, bewies der Vortragende an einzelnen Beispielen. Das ganze Volk ist an der Verbreitung der Lieder beteiligt und heute sind es die Veckäufer der fliegenden Blätter und die Orgclmänner, die zur Verbreitung der Volkslieder beitragen. Das Volkslied wird meist durch Vorsingen verbreitet, weniger durch de» Druck. So kommt es, daß zahlreiche Veränderungen unterlaufen, denn, das was man nicht versteht, läßt man weg oder setzt ein anderes an seine Stelle. Wie der Tert, so muß sich auch die Melodie zahlreiche Veränderungen gefallen lassen. Ein charakteristisches Beispiel ist die Melodie eines l a - teinischen Kirchenliedes, die heute in Kin- derliedcru und in dem Volkslied „Fuchs du hast die Gans gestohlen" weiterlebt. Auch das bekannte ABC - Lied und die Melodie der Echternacher Springprozession sind mit der Melodie dieses alten Kirchenliedes eng verwandt. Auch die Melodie der Marseillaise kehrt zum Teil in den Melodien zahlreicher Volkslieder wieder. Oft sind auch die Melodien verschiedener Lieder zu einer zusammengeschmolzen. Ein gutes Beispiel dasür ist die Melodie „O Tannenbaum und Ca ca geschmauset", die verschmolzen jetzt zu einer alten Ballade gesungen werden. Der Vergleich der Melodien wurde von 2 Herren, die sich in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hatten, praktisch durch Vorsingen illustriert. Der Redner schloß mit dem Hinweis, daß auch in dem Volkslied noch heute etwas lebenskräftiges liegt, und daß es nie aushör,en wird zu eristieren, so wenig wie die Mund - arten aufhören werden zu bestehen. Der Vortrag wurde durch reichen Beisall ausgezeichnet.
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Die Werbekraft von Warenzeichen.
Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß eingetragene Warenzeichen das geeignetste Mittel sind, einen Gegenstand kurz zu kennzeichnen, denn das Publikum gewöhnt sich verhältnismäßig leicht daran, den Begriff des Warenzeichens mit den Eigenschaften der benannten Ware als gleichbedeutend anzusehen. Ein interessantes Beispiel für einen solchen Fall bietet das Wort „Osram". Von der Auergesellschast für die allgemein rühmlichsl bekannte Glühlampe erfunden und verwandt, bedeutet es gewissermaßen eine Gewähr für beste Oua- lität und sparsamsten Verbrauch. Man versteht daher, daß Firmen mit ganz anderen Fabrikaten sich den gu>- len Ruf des Wortes zunutze gemacht haben, und bei einer Durchsicht des Warenregisters jindel man z. B. Osram-Strumpfwaren, Osram-Wäsche, Osram-Kravat- ten, Osram-Hosenträger, Osram-Handschuhe, Osram - Fahrräder, Osram-Nähmaschinen, Osram-^prechappa rate, Osram-Pneumatiks, Osram-Zigarren, Osram-Zi- gare.ten, Osram-Rauch-, Kau- und Schnupftabake. — Die Wirkung eines solchen Namens erstreckt sich aber auch noch weiter: In Südafrika hat vor kurzem ein Neger, der vermutlich unter seinen Stammesangehörigen als besonders großes Licht gelten wollte, den Namen „Osram" angenommen. Ob er dabei auch die Eigen - schäften der Osram-Lampe, nämlich ihre strahlende Helle, ihre Sparsamkeit und ihre Widerstandsfähigkeit erworben hat, entzieht sich unserer Kenntnis.
? Arthur Kampf. Eine Kunstgabe für das deutsch« Volk. 14 Kunstblätter nach den schönsten Werken des Meisters mit einem Geleitwort von Alerander Troll, in Karton geheftet, zusammen 1 Mk. Verlagsanstalt Jof. Scholz in Mainz. Die durch Adolf von Menzel zu neuem Ansehen gelangte Historienmalerei hat in Arthur Kampf ihren vornehmsten Vertreter gesunden. Kaiser Otto 1., des großen Friedrichs Heldengestalt, Preußens Erhebung 1813, Kaiser Wilhelms des ^ieg reichen Tod: das find einige der wichtigsten Themen, die er in unübertrefflicher Weise behandelt hat.
(Kriebens Reiseführer.
Band 106: „B e n e d i g". 5. Auflage. Mit 3 Karten und 2 Grundrissen (Mk. 1.50). Ter gesamte Tert
des Buches, der in knapper Form alles Wissenswerte vermittelt, wurde aufs gründlichste revidiert und mit dem neuesten Stand in Uebereinstimmung gebracht. Besonderer Wert wurde auf eine gut orientierende Aufführung der Kunstsammlungen gelegt. Ebenso sind die Angaben über Unterkunft und Verpflegung genau kontrolliert und ergänzt. 3 Karten und 2 Grundrisse sind dem Führer beigegeben.
Band 140: „A b b a z i a und die Oefttzr -r e i ch i s ch c R i v i e r a." 2. Auflage. Mit 4 Karten (Mk. 1.50). Alles für einen längeren Aufenthalt inAb- bazia Wissenswerte über Hotels, Verkehrswesen, Bäder, Vergnügungen usw. ist in übersichtlicher und bei aller Ausführlichkeit doch knapper Form aufgeführt; ferner sind die übrigen Seebäder wie Cirkvenica, Erado, Luf- sinpiccolo (die sich eines stetig wachse,rdcn Zuspruchs von Seiten des deutschen Publikums erfreuen) gleich den Hafenstädten Fiume und Triest eingehend in dem kleinen Bande behandelt. Auch eine Sammlung der notwendigsten Morte in den 4 Sprachen, die für das Gebiet in Betracht kommen (deutsch, italienisch, serbokroatisch u. slowenisch! ist beigegeben. Trefflich bearbeitete Karlen vervollständigen den sehr empfehlenswerten Führer.
Kirchliche Nachrichten.
Tvangrlische Gemeinde in Gießrn.
In der Stadtklrche.
SoniNag, den 26. April, Miscricordias Domini. Vorm. 9)4 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vorm. 11 Uhr: Kindcrkirchc für die Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
In der Johanneskirche.
Vorm. 9 Yi Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.
Pfarrer Ausseld.
Vom nächstkünfligen Sonntag, den 3. Mai, an. nehmen die Frllhgottesdiensle um 8 Uhr und in Verbindung damit die Christenlehre für die Neukonfirmicr ten ihren Anfang, und zwar am 3. Mai für die Markus- und Johannesgemeiude uüd am 10. Mai für die Matthäus- und Lukasgemcinde. Die Ellern und Angehörigen der Kinder werden gebeten, diese dazu anzu - halten, und die Lehrherren und Dienstherrschaften, Ihnen die Zeit dazu sreigeben.
Katholische Guneinde in (hießen.
Samstag, den 25. April.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele, genheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 26. April. 2. Sonntag n. Ostern. Vorm. 6 % Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Freitag vormittag um 6*4 Uhr ist Segensmesse. Freitag, abends um 6)4 Uhr, ist Mai-Andacht. Diaspora:
In E r ü n b e r g um 9)4 Uhr.
In Hungen um 9)4 Uhr.
Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma G e b r. R ö v e r, Färberei und chemische Waschanstalt, Laden in Gießen: Macktplatz 18, Tel. 459. bei, den wir unseren werten Lesern gerne empfehlen.


