Ausgabe 
18.4.1914
 
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Jede verständige Mutter gibt ihren Kindern Kathreiners Malzkaffee. Denn Kathreiners Malzkaffee erhält die Kinder frisch und kräftig und macht den Kleinen die Milch schmackhaft. Tausende von Ärzten empfehlen ihn.

beugen, sei ausdrücklich benierkt daß die Trachtenteil­nehmer beim 1. Deutschen Volkstrachtenfest keinen Ein­trittspreis zu bezahlen haben, sondern sowohl zum Festplatz wie auch zur Stadlhalle freien Zutritt haben.

' Dem Baifernverein Mainz gebührt das Verdienst, diesen Idealgedanken in voraussichtlich glän­zender Weise zur Ausführung zu bringen. Die Aufrufe in den Volkstrachtenzeitungen und derBergheimat" von Prof. Grünbaucr haben bewirkt, daß in ganz kurzer. Zeit sich derart viel Vereine und Gemeinden gemeldet haben, dag inan mit einem Besuch von 810 000 Volkstracht- lern in Mainz rechnen kann.

Oppenheim. Die Stadt verkaufte einen, ausge­dehnten Geländekomplex an den Fabrik- und Gruben­besitzer Ui'. Wilhelm Megerle zu Friedberg in Verbindung mit einer rheinischen Industriellengruppe zur Errichtung eines großen Zementwerks.

):( Frankfurt. Aus dem Besitz des Geheimen Kommerzienrats Dr. H c l f f c r i ch fand unter, starker Beteiligung die V e r st e i g e r u n g griechischer und römischer Münzen, sowie seltener Städtelaler statt. Es wurden zum Teil sehr hohe Preise erzielt. Antike Mün­zen brachten -4001000 Mark, deutsche Taler 800 bis 1000 Mach.

! K ö n i g jt c i n. Unter reichen Ehrenbezeugungen militäriscker und privater Art wurde der 71jährige Gärt- nereibcsitzer Lorenz D o r n a u s zu Grabe getragen. An den Namen Dornauf knüpft sich eine der denkwürdig­sten Erinnerungen aus dem großen Kriege von 1870- 71. Beim Ausbruch des Feldzuges wurde Dornauf in

(ZrLssis Spezialfabrik Deutschlands fUr Milch - Zentrifugen, Butter - Maschinen, Wasch-, Wring- und Mangel-Maschinen.

! das erste Bataillon des 2. Nass. Jnf.-Regts. Nr. 88 > berufen und nahm an zahlreichen Gefechten Anteil. Ms Fahnenträger des Bataillons trug er dann am 1. März die erste deutsche Fahne seit 1815 in die be­zwungen^ Hauptstadt Frankreichs hinein. Vom Deut­schen Kaiser wurde Lorenz Dornauf hiechür mit dcni Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

! B i n g c r b x, ü cf. Der etwa 5500 Mitglieder zählende Rheinische Provinzial-Lehrerverein hielt" hier seine Vertreteiversammlung ab, in der hauptsächlich in­nere Bereinsangelegenheiten beraten wurden. Am Nach­mittag wurde in S 1 rombepg die Grundsteinlegung für das Lehrerheim vorgenommen. Dieser Bau ist für die erholungsbedürftigen Lehrer bestiinmt. Die Mit­tel dazu sind aus freiwilligen Beiträgen, Schenkungen und einer Lotterie zusammengekommen.

! Rüdeshcim. (Ehrung eines Hun­dertjährigen.) Große Ehrungen wurden an Ostern dem ehemaligen Fuhrwerksbesitzer und Winzer Johann Schraüter aus Anlaß seiner 100jährigen Geburts­tagsfeier zuteil. Als erster Gratulant war der katholische Orts^eistliche Pfarrer Kohl erschienen, der die Glück­wünsche des Bischofs von Limburg übermittelte und als Geschenk ein Buch mit persönlicher Widmung über - reichte. Der Kaiser ließ dem braven Mann eine künst­lerisch wertvolle Kaffeetasse aus dep Kgl. Porzellan-Fa­brik mit seinem Bildnis durch den Landral Eeheimrat Wagner und die Stadt Rüdesheim durch den Bürger- melster Alberli einen silbernen Pokal, gefüllt mit alte,«, feurigen Rlldesheimer, als Erinnerungszeichen über - geben. Der noch sehr rüstige Greis sprach dem edlen Tropfen herzhaft zu, wie er überhaupt im Leben nie echtes Rüdesheinier Gewächs verachtet hat. Am Vor­abend seines Eeburtsfestes bewegte sich ein Fackelzug, an dem sich die 25 Vereine der Stadt beteiligten, nach seinem Hause. Ein Mitarbeiter der W. Ztg. fand den Greis nach der Feier völlig frisch und munter. Schrau- ter verfügt über eine ganz erstaunliche Rüstigkeit. Bis vor vier Jahren las er noch ohne Brillei jetzt benutzt er zum Lesen eine Lupe. Sein Gehör; ist noch völlig in­takt und das Gedächtnis geradezu erstaunlich. Er er­innert sich noch deutlich der ersten Felssprengungen im Rheine bei Bingen Und der ersten Dampferfahrt im Jahre 1828. Von seinen 3 Kindern leben noch zwei Söhne, beide im Alter van über 70 Jahren. Seine Frau starb schon 1856.

! Kreuznach. (Eine D u e l l s o r d e r u n g.) Nach einem Essen dep Reserveoffiziere äußerte sich der Bürgermeister von Langenlonsheim, Leutnant der Res. Lichte nthäler in schrofi abfälliger Weise über den Kreutznacher Anzeiger". Der Sohn des Verlegers, Herr H a r r a ch, der diese beleidigenden Ausfälle anhörte, stellte Herrn Lichtenthäler, der noch in Uniform war, und schließlich kam es zu Tätlichkeiten, die zur Folge hatten, daß Herr Lichtenthäler seinen Gegner fordern ließ. Die Forderung wurde auch angenoinmen, allein von dritten Seite die Austragung des Zweikampfes ver­hindert. Die Angelegenheit gelangte außerdem zur An­zeige, so daß sich Herr Lichtenthäler jetzt wegen Her - ausforderung zum Zweikampf vorm Kriegsgericht in Saarbrücken zu verantworten hatte. Er wurde zu drei Wochen Festung verurteilt, da er durch seine Aeußerung den Zusammenstoß verschuldet habe. Der Kartellträger erhielt die Mindeststrafe von einem Tage Festungshaft.

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Der Jllte Berprbclterwband ein polit.fcher Umin.

In einer grundsätzlich wichtigen Frage des Vereins­rechts wurde vor dem Schöffengericht in Bochum ver- I handelt. Angeklagt waren der Verbandsbeamte Fritz Husemann-Bochum und andere Vorstandsmitglieder des Alten (sozialdemokratischen) Bergarbeiteroerbandes wegen

Uebertretung der §§ 17 und 18 Ziffer 5 des Vereins­gesetzes. Fm Mai vorigen Jahres hatte Polizeipräsident Gerstein den Vorstand des Verbandes unter Hinweis auf die Bestimmungen des Vereinsrechts aufgefordert, die jugendlichen Mitglieder aus den Reihen des Verbandes zu entfernen und die Lifte der Vorstandsmitglieder einzu­reichen. Der Polizeipräsident nahm dabei den Standpunkt ein, daß der Alte Vergarbeiterverband als politischer Ver­ein im Sinne des Vereinsgesetzes zu betrachten sei. Der Vorstand kam der Aufforderung nicht nach. Das führte dann zur Anklage. Das Gericht kan, zu einer Ver­urteilung nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. In der Begründung des Urteils wird ausgeführt i Nach den Satzungen bezwecke der Alte Bergarbeiterverband die Wahrung und Förderung der materiellen und geistigen Interessen der Mitglieder. Nach § 37 sei die Diskussion über parteipolitische oder religiöse Fragen innerhalb des Verbandes untersagt, so daß also nach den Satzungen der Verband nicht als politisch anzusehen sei. Anders lägen die Dinge in der Praxis. Auf Grund der Beweis­aufnahme sei das Gericht zu der Ueberzeugung gelangt, daß der Verband für die sozialdemokratische Partei tätig sei und daß er die Einwirkung auf politische Angelegen­heiten bezwecke. Diese Ueberzeugung habe das Gericht geschöpft aus den verlesenen Artikeln der Bergarbeiter­zeitung, deren Redaktion der Aufsicht des Vorstandes unterstehe, aus den Instruktionen für die Mitglieder der Bezirksleitungen und Ortsverwaltungen, sowie aus anderen zur Verlesung gebrachten Druckschriften.

Kirchliche Nachrichten.

Evangklische Gemeinde in Gießen.

In der Stadtkirche.

Samstag, den 18. April.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte: Pfarrer Bechtolsheimer.

Sonntag, den 19. April (Quasimcdogeniti).

Kollekte für die Armen.

In der Stadlkirche.

Bonn. 9% Uhr: Konfirmation der Kinder aus der

Markus- und Militärgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrex Schwabe.

Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Feierliche Entlassung der Chorschüler.

In der Johanneskirche.

Vorm. 9)4 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der

Lukasgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls.

Pfarrer Bechtolsheimer.

Abends 6 Uhr: Pfarrafsistent Hoffmann.

Abenos 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 18. April.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 19. April.

Weißex Sonntag.

Vorm. 614 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm» um 8 Uhr: Aufteilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Feier der ersten hl. Kommunion der Kinder.

I Vorm- 11 Uhr: Hl. Messe.

Nachm, um 3 Uhr: Andacht mit Segen.

Montag vormittag um 8 Uhr ist ein Amt für die Erstkommunikanten.

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