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inem Patienten an die erkrankte Wange gebunden waren. Als man fic' am Morgen nicht finden konnte, lurde der Patient mit Röntgenstrahlen durchleuchtet, ,eil man fürchtete, dah er sie verschluckt habe. Die Durchleuchtung ergab jedoch keine Spur, sodah man an- ehmen muhte, die Röhre sei zu Boden gefallen und nbemerkt bei der Reinigung des Zimmers mit ausgehrt worden. Es gelang, den Kehrichtwagen noch auf- lsinden. Rach einer stundenlangen sorgfältigen Dnrch- ichung des Mülls wurde dann auch das kostbare Ra- iumpväparat entdeckt.
::: R e w - 2) c t f. Der Mörder Kaplan Schmidt t zum Tode durch den elektrischen Stuhl verurteilt waren. Das Verbrechen Schmidts, der in New- ?)ork seine eliebte ermordet hat, hat seinerzeit großes Aufsehen er- gt. Schmidt stammt aus der Gegend von Aschaffen - arg und hatte schon in Deutschland sehr merkwürdige treiche verübt.
3jt die Turnstunde eine Versammlung.
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Nachdem durch Entscheidung des Oberverwaltungs- irichls die freien Turnvereine als politische Vereine-er- irt worden waren, liehen diese Turnvereine ihre ju- -ndlichen Mitglieder, die nun nicht mehr Mitglied sein irslen, austreten, erlaubten ihnen aber, in den Turn - mden in der Turnhalle zu erscheinen und zu turnen, der auch hierin erblickte die Polizeibehörde eine Uebcr- üung des Bereinsgesehes. Als am 12. Dezember bei aer polizeilichen Revision in der Turnstunde der Tur- r und am 8. Zanuar in der Turnstunde der Turncr- nen der Freien Tunierschast Bockenheim Personen un- : 18 Jaqren angetroffen wurden, erhielten sie Stras- sehle von 6 Mark, weil sie an einer „Versammlung" ies politischen Vereins teilgenommen hätten. Auch 2 orstandsmitglicder wurden mit Strafbefehlen von 30 :ark bedacht. Gegen die Strafzettel ist Einspruch erben worden, und letzthin hatte sich einer derjugcnd- hen Sünder vor der Jugendabtcilung des Schöffenge- HIs zu verantworten. Die Verhandlung ergab, daß n Jugendlichen iti der Turnstunde der Freien Turneraft Bockenheim vom Turnwart ein für allemal gesagt rr, dah sie getrennt von den erwachsenen Mitgliedern rnen dürsten, wie es ihnen beliebe. Besehle würden an nicht erteilt. Wenn Turnlieder gesungen wurden, san- n allerdings Erwachsene und Judendliche gemeinsam, üträge haben die Jugendlichen seit der Politischcrklür- ig nicht mehr bezahlt, auch nicht in der Form von bühren für Abnutzung der Geräte usw. Wohl aber ziehen sic noch jetzt das Sportblatt „Jugend u. Sport" :b zahlen für jede Nummer 10 Pfg. Dafür haben sie i Turnunfällen Anspruch auf eine bestimmte Untcr- tzung durch den Verlag des Sportblattes. Auf die- n Umwege, meinte der Vorsitzende, werde das alte irliältnis wieder hergcstcllt. Hier handelte cs sich n um die Frage: Ist die Turnstunde als eine Ver- nmlunq anzufebeik? Staatsanwaltschaftsrat Dr. Bek= beantragte, die Frage zu bejahen und die im Slraf- r*M ausgeworsenc Geldstrafe von 6 Mark aufreckitzu- lalten. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Sinzheimer ir dagegen der Meinung, dah eine Turnstunde nicht ; Versammlung anzusehen sei. denn der übliche Beit der Versammlung deute ans etwas ganz anderes, setzte ein vlanvolles Zusammensein der Erschienenen raus, eine Leitung usw. Im vorliegenden Falle nah- ii die Jugendlichen getrennt von den Erwachsenen c Turnübunaen und Turnspiele vor, es verband sie acrlei gemeinsame geistige Führung. Alles, was die qendlickien hier taten, war em Ausdruck der Gelellig- :, sonst nichts. Das Gericht erkannte aut Freisprecki- a. Eine ausführliche Begründung des Urteils, das cisellos noch die höheren Instanzen beschäftigen wird, olate nicht. An auswärtigen Gerichten soll in ana- en Fällen bisher stets Verurteilung erfolgt sein.
0e$cbäfflicbe$.
:: Vom Licht durch Kohle zum Licht. Unsere künstlichen Lichtquellen greifen letzten Endes auf die von der Sonn« abgegebene Energie zurück. Die Kohle verkörpert solche Sonnenenergie ebenso, wie die gewaltigen Wasserkräfte aus das Wirken der Sonne zu- rü^uführen siind. Mit der der Kohle innewohnenden Wärmeenergie treiben wir unsere Dampfmaschinen, mit Wasserkräften unsere Turbinen, und in den angekuppelten Dynamos setzen wir die mechanische Energie in elektrische um. Die Elektrizität wandelt sich dann wieder in Licht in unseren Glühlampen. Der ganze Weg bringt natürlich viel Verluste mit sich, nicht in dem Sinne, dah irgend etwas an Energie verloren geht, sondern in dem Sinne, dah es sich in eine für den jeweiligen Zweck nicht erwünschte Energieform umsetzt. Jede Möglichkeit, einige Prozente dieser Verluste zu sparen, ist für die Gesamtheit von ungeheurer Bedeutung, und die rastlose Arbeit unserer Ingenieure hemüht sich mit Erfolg, solche Verluste immer mehr einzuschränken. Während Gdisons Kohlefadenglühlampe zu Anfang auf 1 Kilowatt elektrischer Energie mir etwas mehr als 220 Kerzen Licht erzeugte, steigerte die Osram-Lampe diesen Wert auf ungefähr 1000 Kerzen, und in der neuen Osrams-Watt- Lampe werden aus dem gleichen Betrag an Elektrizität gor 2000 Kerzen erzeugt.
:: In jeder Familie sollte man dem täglichen Getränk besondere Aufmerksamkeit widmen. Viele Leiden kommen daher, dah Herz- und nervenfeindliche Getränke selbst schon in den frühen Morgenstunden dem nüchternen Magen zugeführt werden. Man glaubt eben, dem Körper schade nur das, was sosort Schmerz oder Unwohlsein hervorruft. Die Eenuhgiste sind aber gerade deshalb so schädlich, weil sic durch ein vorübergehendes Wohlbehagen täuschen und unsere Gesundheit nur langsam und zuerst unmerklich angreisen. Wenn wir den Schaden erst sühlen, dann ist es zu spät. Der Verbrauch solcher gesundheitsseindlicher Getränke wäre verständlich und vielleicht auch entschuldbar, wenn wirkein unschädliches und dabei noch wohlschmeckendes Ersatzgetränk hätten. Wir haben aber in Kathreiners Malzkaf- sce nicht nur ein gesundes und kräftiges, sondern auch wohlschmeckendes und billiges Familiengetränk, das Tausende von Aerzten empfehlen und Millionen Hausfrauen erprobt haben.
lltersrilcves.
? Der Verfasser des soeben erschienenen Romans „Die deutsche Prinzessin" von Georg Hirsch- seld ist durch seine Dramen „Agnes Jordan", „Die Mutter" u. a. schnell berühmt geworden. Inzwischen hat er sich auch als guter, dichterisch hochstehender Erzähler erwiesen und dat in immer reicher werdender Schaffenskraft seinen eigenen Stil gefunden. Er charakterisiert sein und unaufdringlich und hebt gerade die Unterströmungen menschlichen Gefühlslebens mit sicherer Kunst heraus. Diese Vorzüge zeigt auch sein neuer Roman. — Die Handlung spielt an zwei Fürstenhöfen. Das bunte, interessante Leben der verschiedenartigsten Menschen, die meisterhafte Zeichnung, die Frische und Abwechselutig fesseln den Leser vom Anfang bis zum Ende. Dem Jn- 'zplt haben die Verleger, E e b r. E n o ch, Hamburg, das äußere Gewand würdig angepaht. Die Ausstattung ist in jeder Beziehung modern und höchst geschmackvoll. Der Preis des zirka 360 Seiten starken Bandes ist 4 Mk. geheftet, 5 Mk. in eleg. Ganzleinenband.
Äirchiiche NachrWrn.
Evanpftsche Gemeinde in Euchln.
Sonntag, den 15. März, Okuli. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian.
Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. „„ t Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.
Dienstag, den 17. März, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal: Frauciijmissionsverein.
Mittwoch, den 18. März, abends 6 Uhr: 4. Pas- sionsandacht. Pfarrer D. Schlosser.
Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
In der Johanneskirche.
Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimei.
Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Bechtolsheimer.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausseld.
Abends Yz 8 Uhr: Vereinigung der konsirmicrten männlichen Jugend der Lukas- und Johannesgemeindc. Freitag, den 20. März, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein der Lukasoemeinde.
Katholische Gemeinde in Gießen.
Samstag, den 14. März.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 15. März. 3. Fasten-Sonntag.
Vorm. 6 y 2 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt.
Nachm. 5 Yi Uhr: Christenlehrei darauf sakramentalischc Bruderschafts-Andacht.
Dienstag und Freitag, abends um 6% Uhr ist Fastenandacht.
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