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Nr. 11. _r-lephon: Rr. 362. Samsiag, den 7. Februar 1!)14.
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26. Iahry.
politische RundTcbau
Deutschland.
* Der Kaiser hat dem Reichskanzler einen längeren Besuch abgestattet.
' Der Kronprinz hat den Freiherrn v. Malt- zahn, Landrat des Kreises Rügen, zur speziellen Unterrichtung in Staatsverwaltungssragen zu sich erbeten.
* Landroirtschastsmimster von Schorlemer hielt im Landes-Oekonomie-Kollegiuni eine bedeutungsvolle Ansprache.
' Die Straßburger Regierung hat den V o r 1 r a g eines Pariser Redakteurs über die Triple-Entente verboten.
* Die preußische Finanzverwaltung hat sich entschlossen, weitere 200 Millionen Mark auszugeben.
' Der Zustand der beiden verunglückten Zen-
trumsabgecrdneten P l ü tz und H c j> e l hat sich verhältnismäßig rasch gebessert. Auch der am schwersten verletzte Pfarrer Hebel befindet sich nun ailßer Lebensgefahr.
* Der Reichstagsabgeordnete v. H a l e m (Rp") hat sein Mandat niedergelegt.
* Zabern. Die Militärbehörde hat für das Militär den Besuch von 27 Wirtschaften in Zaber» verboten, in denen der „Zaberner Anzeiger" auslicgt.
* Metz. Zum Gouverneur von Metz an Stelle des Generalleutnants v. Open ist der bisherige Konnnandcur der 16. Division in Trier, Generalleutnant von Linde na u, .ernannt worden.
* ZUm Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 99 an Stelle des nach Frankfrirt a. O. versetzten Obersten v. Reuter ist der Kommandeur der Dan- zigcr Kriegsschule, Oberstleutnant G ü n d e l l, ernannt worden. Sein Nachfolger in Danzig ist Major Mitllcr vom 15. Infanterie-Regiment in Minden.
* Der Streit zwischen A e r z t e n und Krankenkassen wird auf der Grundlage des unter Leitung des Staatssefretärs des Innern geschlossenen Ab- lominens nunmehr hoffentlich aus der Welt geschafft werden. Bekanntlich hat es dazu langwiriger Verhand
lungen bedurst. Der Boden für die Einigung war durch nachhaltige Tätigten der Medizinalabteilung des preuh. Ministeriums des Innern, insbesondere ihres verdienstvollen Leiters, des Medizinaldirektors Pros. Dr. Kirchner, bereitet. Aus diesen Verhandlungen ist schließlich dank dem Eingreifen der medizinischen Fakultäten aller deutschen Universitäten, die dabei durch den derzeiNgen Dekan der Berliner Fakultät, Geheimen Medizinalrat Dr. Passcw, vertreten waren, der Friedensschluß zustande gekommen.
' Die Reichseinnahmen sind in den ersten neun Monaten des laufenden Rechnungsjahres bei mehreren Einnahmequellen und vor allem bei den Zöllen hinter denen des Vorjahres zurückgeblieben. Das Jahresergebnis wird daher kaum dem sehr optimistischen Etatsanschlag gleichkommen, wenn natürlich auch in den drei restlichen Monaten die Einnahmen sich in mancher Beziehung noch günstiger gestalten können.
* Das Wunder d e s Generalpardons. Nachdem inzwischen die Veranlagung zum Wehrbeitrag wenigstens für Preußen abgeschlossen ist und die Ergebnisse sich einigermaßen übersehen lassen, zeigt sich hm= mer deutlicher, daß der Generalpardon geradezu Wunder wirkt. Schon vor einigen Tagen wurde aus Halle gemeldet, daß die städtischen Finanzen durch die genauere Steuerveranlagung, die infolge des Generalpardons ermöglicht wurde, eine außerordentliche Aufbesserung zu erwarten hätten. Jetzt kommt aus Frankfurt a. Main die erstaunliche Nachricht, daß dort ein Gesamt - vermögen der Bevölkerung von 3 Milliarden Mark festgestellt wurde, das sind 300 Millionen Mark mehr als bisher angegeben wurden. Gewiß sind das bisher nur Teilergebnisse, aber sie erlauben doch schon heute den Rückschluß, daß die bisherigen Steuerveranlagungen nur ein sehr unvollkommenes Bild des Gesamteinkommens und Gesanrtvermögens des deutschen Volkes gegeben haben. Das ahnte man ja allerdings schon längst, aber es ausdrücklich festgestellt zu haben, dieses Wunder hat der Generalpardon bewirkt.
Rußland.
' In Petersburger politischen Kreisen erhält sich mit Hartnäckigkeit das Gerücht, daß eine V e r l o b u n g zwischen den Prinzen A leiander von Serbien und der ältesten Tochter des Zaren, der 19jährigen Großfürstin Olga, bcvorstehe. >Es hängt jedoch alles von dem freien Willen der Großfürstin ab, da man weih, daß der Zar die Großfürstin zärtlich liebt und sie niemals zU einer politischen Heirat zwingen würde.
Wie man die Magensäure unsckiädlich macht.
Wenige sind sich eigentlich bewußt, wie wichtig es ist, die im Magen beflndliche Nahrung von säurebildender Gärung srcizu- haltcn. Eine gesunde, normale Verdauung kann nicht stättsinden, solange der Magen mit seinen zarten Schleimhäntchcn von der Säure gereizt uitd von den freiwerdenden Gase» bedrückt ivird — alles, das sind die Folgen der gärenden Speisen im Magen Hut eine vollkommene Verdauungslängkeit zu erzielen, muß diese Gärung beseitigt oder verhindert und die Säure neutralisiert tverdcn. Besorgen Sic sich zu dem Zweck beim Apotheker oder Drogisten etwa« bifurirte Magnesia, von der man nach jeder Mahlzeit einen halben Teelöffel voll in etwas warmem oder kaltem Wasser nimmt. Bisurierte Magnesia ist angenehm einzunehmen, hat keine störenden Nebenwirkungen, beseitigt die Gärung, neutralisiert die Säure und macht den durchsäuerten Spciscbrci wieder milde, srisch und leichtverdaulich.
Die regelmäßige Anwendung von bisurirterMngnesia garantiert eine gesunde, normale Verdauung, da sie die Bildung der uber- schlissigen Säure verhindert, die allein die Störungen verursach».
NotabencI Ein Apotheker weist darauf hin, daß es sich hierbei nicht etwa um die gewöhnliche, sondern um bisurirte Magnesia handele, die nur in genau etiketlicnen, blauen Flakons verkauft wird, mit „bisurierte Magnesia" in das Glas selbst cin- geblasen.
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