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leicht im Haufe gefdinetdert werden
mit Hilfe von faooritlchnitten.
Zu beziehen durch die hieüge^l’erhaufsltelle: Alex. Salomon & Co., Schulftral^e.
Das Reich der frau.
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= 1 BBE
Fuher der Modell-Nummer gebe man bei
Bestellung oon Sdinlttmuftern
als Moh on: für Taillen die Hälfte der
Oberweite, für Räcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenstehende Abbildung zeigt, zu nehmen Und.
1*. L
Masten- und Kostümbälle.
5ür Masken, und Kostümbälle empfiehlt es fich, die Kostüme selber anzufertigen, zumal wenn solche gewählt werden, deren kerstellung leicht vonstatten geht, wie beispielsweise das eines Llowns, einer Polin oder eines Dirndls. Doch auch bei Maskenanzügen, deren reiche Wirkung erst durch entsprechende Stickerei er- zielt wird, lohnt es sich, sie im kaufe zu schneidern und die nötigen Stickereien selber anzufertigen, was z. 2. bei dem Rock und der Weste des Rosenkavaliers nötig wäre. Die Ge- pflogenheit, beliebte Typen aus modernen Opern oder sonstigen Theateraufführungen auf den Maskenball zu bringen, finden wir zu allen Seiten und bei allen Völkern., die Sreude am fröhlichen Mummenschanz haben, und so wie durch Webers Sre,schütz im IS. Jahrhundert sofort der Samiel auf die Masken- balle kam, so wie Gleichen und Mephistopheles durch Goethes Saust, sehen wir auch in der Jetztzeit moderne Buhnenfiguren sich im Reiche des Prinzen Karneval fröhlich tummeln oder ernst einberschreiten, je nach dein Charakter der Persönlichkeiten, die dargestellt werden sollen.
Daß außerdem politische Treignisse und kommunale Rngelegcnheiten auf diesen Bällen sich oft eine satirische Beleuchtung gefallen lassen müssen, haben wir schon in früheren Jahren erwähnt. Sicherlich wird dort vielfach Gelegenheit geboten, die Schäden der Seit zu geißeln, und es wird uns im Reiche des llarrenfürsten auch Veranlassung gegeben, die Auswüchse der Mode dem Publikum recht drastisch vorzuführen , was am besten dadurch geschieht, daß zwei oder mehr Personen „ausgefallene" moderne Kleider eiiifachen, soliden Kostümen vergangener Zeiten gegen»! erstellen. So etwa ein modernes Krinolinenkleid mit dein besoiiders enge» Rock und darüberfallender Krinolinentunikd neben einem Königin- tucse- Kostüi».
Den> erfinderischen Geiste unserer teserinner. wird es gewiß geltiigen, da inaiiche Typen herauszufinden. die sich auf ähiiljche weise benutzen lasse», trägt doch die Verspottung der liebe» Mitwelt nicht wenig zur Lrheiterung der Ballg isie bei. und lustig soll s nun doch e,n- ■ al >m Reiche Seiner Königlichen koheit des Prinz- , Karneval zugehe».
kclcne Grube.
Nr. 258*. Same als «law».
Nr. 2540.
Patin.
Beschreibung der Bilder.
llr. 2840. Recht schick nimmt sich stets das Gewand der Polin aus. Die halb- lange Polenjacke mit den Slügelärmeln ist voii schwarzem pelz umsäumt und aus rotem Atlas gefertigt. Enge, anliegende Aermel, ebenfalls mit pelz umrandet befinden sich unter den weiteil langen Ueber- fälleu der Sliigelärmel. Der kurze Rock ist aus weißem Atlas gearbeitet und erhielt am Rande ebenfalls eine Pelzumsäumung. Die flotte, mit einem Pelzrand verzierte Polenmütze, sowie passende Reitstiefel vervollständigen den feschen Anzug, der sich auch in Samt oder Tuch recht hübsch ausnimmt find bei dem Rock und Jacke nicht nur in abstechenden -Sarben, sondern auch einfarbig aus- geführt werden können.
Schnitt in 44, 48, §2 cm halber Oberweite für 1 IN.
Nr. 2887. will man den Rosenkavalier ganz bühnengetreu wiedergeben, so arbeite man Rock,
Weste und kose aus weißem Atlas und füttere den crsteren mit rosa oder blauem Atlas ab. Bei der bekannten Masken- freiheit sind allerdings auch farbige Aussuh. rungen -»lässig. Linen hervorragenden Schmuck dieses 2lnzuges bildet die in Silber, weißer und rosa Seide gearbeitete Rokokostickerei an dein Rock' und der Weste. Lin weißes Spitzenjabot hängt bis zur Weste herab, und die breiten, reichbestickten Aermelaufschläge erhalten weiße Spitzenvolants.
Unter den unterhalb des Knies ' befestigten kosen kommen weiße Seiden- - strümpfe hervor, auch darf die obligate Rose natürlich nicht fehlen. Schnitt in 44,
48, 52 cm halber Oberweite _
1,25 )1T. Stickereimuster unter llr. 82771 für 1,00 nt.
llr. 253*. Dieser für Damen geeignete Llown.
Anzug läßt sich auf die mannigfaltigste weist ausführen. Sowohl weißer Waschstofs als auch Seide oder Atlas ist dafür zulässig. Die langeweiße Sackjacke wird unsichtbar geschlossen und nach Außen mit großen schwarzen oder farbigen Pompons besetzt. Die Aufschläge der weiten Aermel und gleichen kosen, sowie der spitzen IRütze, richte» sich nach der Sarbe dieser Pompons. Recht kleidsam ist die breite, getollte Rüsche um den kals. Dasselbe Kostüm ist auch für kerren und Kinder im Schnitt vorrätig und außerordentlich leicht anzufertigeii. Schnitt für Damen und Mädchen unter llr. 258» in SS. 40, 44. 48, 52 cm halber Oberweite 75 Pf., für kerren und Knabe» unter Nr. 258g in 22. 36, 40, 44, 48, 52 cm halber Oberweite 76 Pf.
Nr. 258». Die Faschingszeit bringt uns auch manche Kinderkostümbälle und in den Rheinlanden ist es sogar Sitte, daß das kleiiie Volk sich in dieser Zeit in mancherlei Verkleidungen fröhlich auf der Straße tummelt oder je nach dem Geldbeutel der Lltern vornehm darin spaziere» fährt. Sür beide Zwecke eignet sich der Anzug unserer kolländerin, der für Kinder und Backfische im Schnitt vorrätig ist und aus einem halblangen, oben einge- reihten, aus gestreifter Seide gefertigten Rock besteht, über den ein schwarzes Samtjäckchen mit kurzem Schößchen gezogen wird. Die weiße, in Salten gelegte Mullsckürze wird 10 cm kürzer als der Rock genommen. Aeußerst kleidsam ist das um den kalsausschnitt gelegte Sich» aus weißein Mull, das von einer Spitze uin- rahmt wird, und weiße Mullstulpen erhalten auch die kurzen 2lermel. Je nach der Zusammensetzung des ganzen Anzugs ist auch die kaube der kolländerin oft recht verschieden gestaltet. Unser besonders hübsches Modell setzt sich aus Deckel und Rand zusammen, die aus weißem Steifleinen bestehen und auf beiden Seiten mit Batist gedeckt werden. Rund um die kaube wird wasserfallartig ein feines Plissee gelegt, doch muß in der Mitte ein Stückchen frei bleiben für den charakteristische» Metallbügel, der meistens aus gelbem Messing besteht. Statt des 2ltlas kann zum Rock auch blau und schwarz gestreifter Wollstoff, sowie zur Jacke schwarzes Tuch genommen werden, wodurch der Anzug-bedeutend ivohlfeiler wird. Schnitt in 32, S6, 40 cm halber Oberweite 80 Pf.
llr. 584».. Unser Dirndlkostüm ist ebenfalls für Kiiider und Backfische im Schnitt vorgesehen und als außerordentlich praktisch zu empfehlen, da es sich für die Sommerfrische wieder verwenden läßt. 2lus diesem Grunde wurde auch statt des gewöhnlichen Mieders und weißen kemdes eine glatte Taille gewählt, an der der Rock angereiht wird. Das ganze Kleidchen ist aus ein und demselben Stoff, — am besten wähle man geblümten Kattun, das sogenannte Bauernmuster. — Um de» viereckigen kalsausschnitt wird eine kleine Spitze und zwei Reihen schwarzes Samtband gefetzt, das sich um den Rock und die eingesetzten Aermel wiederholt, und schwarze Samtknöpfe zieren auch die vordere Taillenmitte. Das gerade geschnittene Mullschürzchen ist oben leicht eingereiht und hinten in einer Schleife mit langen Lnden zusammengefügt. Schnitt in 28, SO, 32, 34, 36, 38, 40 cm halber Oberweite 50 Pf.
llr. H25. Dieses niedliche Kostüm ist ebenso gut für Slachs- wie Schwarzköpfe geeignet, dem, das rote, durch Bänder geschloffene Samtkäppchen kleidet die meisten Kindergesichter gut. Die weiße Batistbluse erscheint hier am kalse etwas ausgeschnitten und durch einen Zug anschließend gemachte zu ihrer Lr- gänzung dient ein kurzes volles puffärmelchen. Das rote Samtmieder liegt glatt an und wird durch schwarze Schnur zusammengehalten, unter ihm fällt in Reihfalten das kurze fällige Röckchen aus rotweiß gestreiftem Wollstoff hervor, das vorn eine glatte weiße Batiftschürze Leckt. Schnitt in 32, 36, 40 cm halber Oberweite 80 Pf. k. S.
llr. 2587. 2>o,'e„tavalier.
Nr. 925. N-ttäppchrn.
Nr. 584 Dirndl-Nojilim.
Nr 255». Soll ändert».
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