Ausgabe 
12.12.1918
 
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Zeichen des Mißtrauens einer streng neutralen und m den Grenzen dieser Stellung stets wohlwollender Macht, wie es Spanien Deutschland gegenüber in diesem Kriege stets war. ist sehr bedauerlich.

Die Ententewühlereien haben also in Spanien ihren Zweck erreicht, denn die angebliche deutsche Spio­nage ist nur ein Verwand.

Gegen den Terror in Wien.

Wien, 6. Dez. Aus Wien wird geschrieben: Dr. Hans Ludwig Rosegger, der Sohn des unvergeßlichen steirischen Waldpoeten, hat einen Aufruf an Deutschösterreich gerichtet, in dem er sich in kraftvollen Worten gegen den Terror der Sozialdemokratie in Wien wendet. Hans Ludwig Rosegger der bekanntlich auch ein sehr begabter Dichter ist, tritt für das Bürgertum und die Bauern ein, die sich durch den Terror der Roten nicht einschiichtern lassen sollen. Deshalb ver­langt er, die verfassunggebende Nationalversammlung soll nickt in Wien, sondern in einem unabhängigen wirklich deut­schen Orte abgehalten werden. Geht der rote Terror so iveiter in Wien dann ist eine Loslösung der Alpenländer von Wien unvermeidlich Tann ist Wien politisch vereinsamt und erhält auch keine Lebensmittel. Die heute noch halbwegs einflußreichen.Kreise des Bürgertums und der Bauern sollen ih-rv Schlappheit abschütteln uwb sich von der roten Schreckens­herrschaft befreien:Darum fort mit der verfassunggebenden Nationalversanimlung aus Wien!

Wilhelm II.

Haag, 10 . Dezbr. Amtlich wird mitgeteilt, daß im Aus­wärtigen Amt in Haag nichts von einem Schritt der deutschen Regierung bekannt ist, der Bezug hat auf die Auslieferung des ehemaligen deutschen Kaisers und des Kronprinzen.

Marburg (Lahn), 10. Dezbr. Die hiesige Organisation der Demokratischen Partei telegraphierte an den Reichs­kanzler.-Obwohl wir die Nachricht der Zeitungen, daß die deutsche Regierung in die Auslieferung des ehenraligen deut­schen Kaisers vor ein internationales Gerücht eingewilliat habe, für unwahr, weil unmöglich halten, fordern wir Sie auf, im Namen der nationalen Ehre aufs Schärfste gegen die Möglichkeit einer solchen Handlung unserer Reichsregierung Protest einzulegen."

Basel, 10. Dez. Der Korrespondent derMorningpost" meldet aus dem Haag- Das Verhalten des Kaisers in seinem holländischen Exil läßt immer mehr die Annahme zu, daß^er geisteskrank ist. Er ist von heiterer Laune, ergeht sich in Sckerzen und Witzen über seine Abdankung und spricht von den Vorgängen in Deutschland, als gingen sie ihn nichts an. Er klagt nur über Kopfschmerzen. Irgendeine seelische Ein­wirkung des katastrophalen Sturzes seines Hauses ist bei chm nicht eine einzige Stunde wahrzunehmen gewesen. Selbst sein Gastgeber ist sprachlos über das Benehmen Wilhelms, das man sich nur durch geistige Erkrankung er­klären könne.

Eine Erklärung der Großindustrie

Düsseldorf. 10. Dez. (W. 33.) Die fortgesetzt in Beriammlungen wiedeikehrende Behauptung, die rhei­nisch-westfälische Eroßindustne erstrebe aus kapitalistischen Gründen die Erriwtung einer selbständigen rheinisch- westiälischen Republik, veranlaßt die Düsseldorfer Eroß- rnöustrie zu folgender Erklärung:

Die heute abend versammelten Vertreter der Düsseldorfer Großindustrie erklären einstimmig, daß sie niemals den Gedanken erwogen haben noch er­wägen werden, die Schaffung einer selbständigen rheinisch-westfälischen Republik zu besürworten. Sie halten am Deutschen Reich fest und mißbilligen alle auf Teilung Deutschlands in einzelne Republiken hin­zielenden Bestrebungen. Rach Benehmen mit einer großen Anzahl von Industriellen der Großindustrie des Rheinlands und Westfalens sind wir zur Fest­stellung der Tatsache berechtigt, daß auch diese den­selben Standpunkt vertreien und niemals mit einer solchen oder ähnlichen Anregung hervotgetreten sind, sodag die in der Presse und in Versammlungen immer wiederkehrende Behauptung in nichts zusammen- sallt. Ebenso unbegründet und sinnlos ist das Gerede daß die Großindustrie des Westens die Besetzung ihres Gebietes durch feindliche Truppen betreibe. Auch diese Behauptung ist glatt erfunden. Die vor­stehend behandelten Versuche zur Zerstückelung Deutsch­lands zeigen, wie dringend notwendig es ist die Raiwnaiversammlung in allernächster Zeit einzube- ^u,en, da jeder Tag der Verzögerung "die politisch- Berwirrung steigert und außerdem den wirtschaftlichen Zusammenbruch beschleunigt. Die Industrie des Rheinlands und Westfalens muß daher auch von diesem Gesichtspunkt aus schnellste Einberufung der Rattonalverfammlung dringend ,ordern.

Die angebliche Gegenrevolution.

DieRote Fahne" machte folgende Mitteilungen über den angeblich bevorstehenden Putsch gegenrevolutionärer Truppen: Rings um Berlin seien unter dem Generalkommando Lequis ^nigstreue Truppen zusammenge gen, die bestimmt seien, in Berlin eMZurucken für Ruhe und Ordnung zu sorgen, die Re. grerung EbeU-Haese zu stützen und den Spartakusbund zu unter.

^ Gruppen seien mit Munition ausgiebig versorgt g aus jedes Maschinengewehr kämen .10 000 Schuß. Der Einzug lf< "chogeri, er ist in aller Ruhe vor sich gegangen und die vorausgesagte Gegenrevolution blieb ans. ö

Das Spartakusblatt kommt sodann noch einmal auf die Vorgänge am Freitag zu sprechen und behauptet, daß der Sol­datenrat bereits am Donnerstag von dem Anschlag auf den Voll- zugsrat gewußt und den ganzen Plan Ebert mitgeteikt habe. Der Putsch sei von Wels zusammen mit Marten ausgeheckt wor. den. Ebert sei durch ein Protokoll, das der Soldatenrat hinter- laffen habe, aufs genaueste über den Putsch unterrichtet ge­wesen, er habe dieses Protokoll unterschlagen und vor den Mit­gliedern des Kabinetts Haase-Dittmann verheimlicht. Die Scheidemänner hätten also den blutigen Freitag, die Beseitigung der A.- und S.-Räte, die Niedermetzelung der Spartakusleute, die Errichtung einer Militärdiktatur bis ins einzelne vorberei­tet. Sie richtet angesichts dieser angeblichen Vorgänge an die Unabhängigen die dringendste Aufforderung, aus der Regierung sofort auszutreten. Die Mitarbeit mit Scheidemann fei vor dem 6. Dezember eine politische Prinzipienlosigkeit gewesen, sie sei jetzt, nachdem an den Händen Ebert-Scheidemann-Mels das Blut wehrloser Opfer der Metzelei klebe, eine politische Ehrlosigkeit. Falls die Haase und Dittmann nicht sofort alle Brücken zwischen sich und der blutbesudelten Korruption der Scheidemänner ab­brächen. dann müsse die Masse der Partei die Brücken zwischen sich und den Haase-Leuten abbrechen.

Nebenbei bemerkt, ist die ganzeRote Fahne" nichts ande­res als ein einziger flammender Hetzruf gegen die Regierung: ..Die Sckeidemänner gerichtet vom Proletariat Berlins",Nie­der mit Ebert-Scheidemann". ..Nieder mit den Mördern".'daß ist der Ton auf den der Inhalt des ganzen Blattes sich zusammcn- fassen läßt.

Aber auch das Treiben der Unabhängigen wird immer ter­roristischer. So wurde in einer Versammlung der Unabbängigen übereinstimmend von den politischen Führern mitgeteilt ' Ve Nationalversammlung habe nur die Aufgabe, die ietzigc oder erne andere sozialistyche Regierung zu bestätigen und den Frie­densvertrag mit den Feinden a.nzunehmen. Alsdann wird die Nationalversammlung als gegenstandslos angesehen und die ganze politische Macht geht wieder in die Hände der Arbeiter- und Soldatenräte zurück.

Diese Vorgangs geben selbst derFrankfurter Zeitung", die er>t vor wenigen Tagen eine gemeinsame Front des Bürger­tums ganz entschieden abichnte. Anlaß, iolgend-s zu schreiben:

Herr Adolf Hoffmann. preußischer Kultusminister, hat am oauntag öffentlich erklärt:Ergeben di- Mahlen -eine fozii- Iiitlflhe Mehrheit, dann muß die Natiannlversammlung ge. sprengt und h,c Diktatur des Pratetariaiz aufgerichtet werden." ^st dies me Politik der Unabhängigen Sozialdemokratie? Man konnte in Versuchung sein, den Zehngebote-Hoffmann nicht ernst zu nehmen Aber seine Partei hat ihn ernst genug genommen, um ihm das Kultusministerium zu übertragen. Ucberdl-S machen einzelne noch maßgebende Führer der Unabhängigen im chrwaigeiprach gar kein Hehl daraus, daß sie entschlossen sind das Nissische Beispiel nachzuahmen und die Nationalversamm- lung mit Waffengewalt auseinander zu jagen, wenn sie ihnen Nicht zuwillen ist. Zur systematischen Vorbereitung ihres P'a- nes werde» Waffen aiigesammelf und fabriziert. Ihre Absich-en und Vorbereitungen richten sich jedoch nicht nur gegen di- Möa- kichkeit einer bürgerlichen Mehrheit in der Nationalverfamm. lung sondern außerdem ausdrücklich gegen di- Mehrheitssazial- demokratie. Wenn die Partei Ebert-Scheidemann den Versuch machen sollte, gegen di- Politik und Diktatur der Dittinann- .Sarrh in wesentlichen Fragen aufzugehren, dann sollen die Ma­schinengewehre und Handgranaten der Unabhängigen ebenso gegen sie gerichtet sein wie gegen die bürgerlichen Mitglieder der Nationalversammlung. Gegenüber dies.-r Politik von Man. nein die heute an der höchsten Regierungsstelle sich befinden, ist me,t 2Bt,ffen utli Geldmittel von der russische» ,

8^° ?offe HcIiefert worden sind, bedeutend, i

Beha ptung steht hier gegen Behauptung. Wer glaubt wohl.

mnJ*Z 3 ne .. emfn * Uigt. wenn er die positive Mitteilung

ZhlJn m ^ 33o((5fcrau f tra S t Barth seien eine große

Zahl von Wapen und zur Beschaffung weiterer Waffen mebre-° hunderttausend Mark übergeben worden? Joffe behaupte, nicht

Ü (f peinlich in die Hand gedrückt

all haben Es hat natürlich vermittelnde Genossen gegeben und damit erledigt sich sehr einfach das scheinbare Dementi des Herrn Barth. Die weitere Frage, ob und wann Haase von die- £ D'Nüen unterrichtet wurde, hat an sich für die

1 mentlichkeit kein Interesse. Viel wichtiger aber wäre es zu isien wie Herr Haase und seine unmittelbare Gefolgschaft zu dem P.ane itehen. die Nationalversammlung, wenn ' sie ein. S?. nv 9 <T^ me Politik macht, mit Gewalt zu sprengen ott Unabhängigen Partei oder nur ihre» Teiles Barth-So,fm-mn? Wollen aber Leute wie Haase Bern­stein und ihre Freunde nicht Terroristen sein, sondern Demo­kraten, da»» ,st schwer verständlich, was sie mit jenen i-erroristen noch -n einer Partei zusammen hatt. Die Erwartung liegt »°h7 dag der formelle Parteiführer wie gegenüber Herrn Tolle auch auf die -dkläruna Adolf Hosfmanns hin w,fd7r bekann machen m-rd: Mein Rome ist Haaie. ich weiß »» S"''

tische Blatt an 7 - ^ ÄaS ^kapitalistisch-d-mokr--

r n 3U * eT Erkenntnis kommt. Aber die Hauminch-

nach einrÄen^ ^rheitsfoziald.nnokraten ihr Berh'alten dar- wär!»»t w°nn sie sich bei Truppenein-

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NckküKr-kDichiHl-lijhe" nnd jBfa^Kffnbnidj.

bie < s 0t,b ® eorse am 7 - Dezember in 6 ' lu ; ec r aU l den äußerst bedrohlichen Ernst des A-Bovt-Kneges zu sprechen, und di- Mittel, die die englisckx' Regtemng dresec Bedrohung entgtgensetztt: Schifssnoubau

Lr SBt£?£i Sm bE

.,Das Geleit-Systenl hat d<is Leben Absender von Matrosen und Millionen Tonnen von SchisfsrtlUm gerettet. Die Mittel, die Tauchboote zu vernichten, haben sich ver­bessert, und die Matrosen veranstalteten regelrechte Jagden auf sie, bis sie fast vollständig niedergerungen waren. B^i der Bespreck^ng dessen, wasNeberrkriegsschiiuplätze" ge­nannt zu werden pflegt, sagte Lloyd George: Falls wir nicht Feldheere nach Mesopotamien und Palästina gesandt hätten, wurde Bulgarien nicht ausgeschlossen und die Türket nickt zusammengebrock>en sein. Oesterreich stürzte zusammen, als es sah, daß die Alliierten durch die Hintertür ins Land kom­men konnten. Solange es Italien allein gegen sich hatte, konnte es sich gut halfen. Die Alpen waren ein guter Schuh doch war es vorbei, als die Hintertür aufgemacht wurde. Die große Krise am 21. März 1918 erwähnend, sagte Lloyd George, daß er an Wilson telegraphiert hätte, daß jetzt ame- rrkanische Hilfe unbedingt nötig sei, er möchte umgehend 120 000 Mann nach Europa senden. Am folgenden Tage kam die Antwort. Wilson telegraphierte: Sendet viermal

Schiffe her, und dann werden wir 120 000 Mann senden. Es war ein großes Wagestück, zumal wegen der Der- wrgung mit Lebensmitteln und Rohmaterial. Die Ame­rikaner haben 1900 000 Mann gesandt, von denen 1 100 006 Mann durch die britische Handelsflotte herübergebracht wur­den. Heute befinden sich alle deutschen Tauchboote in britischen Händen, ebenso wie die Schlachtschiffe, Kreuzer und Torpedojäger, die alle in britischen Häsen unter britischer Bewachung stehen. Die britisch)« Armee marschiert dem Rhein zu. Der Sieg ist den Alliierten, dem Unvergleichen Mut und dem Durchhalten der Soldaten- und Matrosen zuzu- schreiben, aber die Regierung darf etwas von diesem Erfolg auch ihrer Arbeit und Organisation zuschreiben. Das Wich- tigste ist die Regelung des Landbesitzes und die Versorgung mit den Bodenerzeugnissen. Jetzt, wo wir den großen Kampf für den menschlichen Fortschritt gewonnen haben, sind wir entschlossen, auch weiter dem Ziel zuzusireben, um Eng­land auf ein Niveau heben, das es niemals vorher er^ reicht hat-

Wen trifft die Zchnid?

lieber diese Frage wird ja in der Gegenwart außerordeni- lich viel geredet und geschrieben. Es ist ja außerordentlich bil­lig, jetzt, wo der Karren in den Dreck geschoben ist tiefsinnige Betrachtungen anzustellen darüber, wie man es hätte besser machen können. Es ist nur schade, daß diese gescheiten Leute damals, wo ihr Rat vielleicht vonrröten gewesen wäre, nicht zur Stelle war.

Wir wollen uns auch heute nicht darüber unterhalten, wen die Schuld persönlich trifft an all' dem Unglück, das wir erlitt*?» haben. Wir wollen nur untersuchen, wie es gekommen ist. dad wir, die noch im Sonuner dieses Jahres himmelhoch jauchzen­waren auf einmal in so kurzer Zeit niedergeschmettert waren, nachdem wir durch länger als vier Jahre einer Welt von Fein­den Trotz geboten hatten. Da finden wir in derD. Tagesztg.^ ron einem Frontoffizrer eine vorzügliche Betrachtung, die nach Gesprächen, die wir mit aus dem Felde heimgekehrten Kriege^N hatten, den Nagel auf den Kopf trifft. Wir geben den Aufsatz darum im Wortlaut wieder:

Was jetzt, meist allerdings von völlig Unberufenen, über die Gründe und Ursachen für unsere Niederlage geredet und geschrieben wird, ist geradezu unglaublich. Für eine spätere objektive Geschichtsschrorbung. die durch Sachverständige unter Benutzung allen hierzu nötigen Aktenmateriale hoffentlich bald begonnen wird, werden alle augenblicklichen Erörterungen obi­gen Themas nur von psychologischem Jnteresie sein: irgendwel­chen geschichtlichen Wert werden sie wohl kaum haben. Ans allen Aeußerungen fühlt man jedenfalls heraus, daß einmal eine gewisse Absicht besteht, alle Fragen über die Ursachen für den Ausbruch und die Niederlage zusammenzuwt.rfen und die Schuld an allem, wie es jetzt gekommen ist. dem alten System und seinen Anhängern zuzuschreiben. Ferner versuchen alle zu beweisen, daß der Krieg schon verloren gewesen sei. ehe er recht begonnen hätte. Sie hätten alles genau vorausgesehen und stets genau vorhergesagt, wie es jetzt eingetroffen ist. Weil sie das nun alles so schön vorher gewußt hatten, verlangen sie auf Grund ihrer guten Prophetengabe nun von all ihren Mitmen­schen, daß sie auch ihren weiteren Prophezeiungen für die Zu­kunft Glauben schenken.

Wodurch haben wir den Krieg verloren und wer trägr hieran die Schuld?

Wenn auch nicht offen; denn man möchte den Fr^ssdL^f.. nicht kränken, fs doch Versteckt, wird jetzt häuffg die Ansicht vti* treten, daß dis Heimst e,st i-nfolgs der Vorgänge an der Front seit Sommer dieses Jahres in ihrer Spannkraft nachgelassen hat und dann zusammengebrochen ist. Das ist eine völlige Vor. kennung aller Tatsachen! Gerade das Gegenteil war der Fall! Die Front ist durch die nachlassende Unterstützung von seiten der Heimat geschwächt worden und ihr ist dann gerade in dem Augen­blick. wo sie am widerstandsfähigsten hätte sein müssen, durch den Umsturz in der Heimat das Rückgrat völlig gebrochen wor­den. Dieses geht schon daraus hervor, daß letztere noch immer festhielt, als schon die ersten Bewegungen des Umsturzes in Deutschland begonnen hatten. Wer hat wohl damals im Herbst des Jahres 19 U, als unsere Armeen in einem Siegeszuge ohne, gleichen in Belgien und Frankreich eindrangen, als sie dann vier Jahre lang weit in Feindesland stehend selbst die über, mächtigsten Angriffe unserer Gegner ständig' abschlugen und damit dieselben vom Eindringen in unser Vaterland fernhielten und alsdann unser Heer in Ost und Süd selbst gegen gewaltig« Uebermachten stets siegreich unsere dortigen Feinde nieder,zwang, wer hat wohl damals, frage ich jetzt, unser militärisches System, nachdem wir unsere Truppen im Frieden für den Krieg ausge. blidet hatten, für falsch und unbrauchbar erklärt? Ich behaupte, damals, waren sich alle Sachverständigen mit dem ganzen deuf^ schen Volk darüber einig, daß unser System für den Zweck, dem es dienen mußte, richtig gewesen war. Wenn wir auch, wie d«