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E einem tmM** «W««« ^ h- '-Gomauens

ihrer Anhänge- und dami. Ihrer Sche befurchten Nur e», Sturm der Empörimq, der das !>anze Reich ersaht, kann dieser Wirtschakt ein Ende inuchen Wie in Berlin qewirischastei wird zeigen au» die Gehälter, die von den Arbeiter- uird Lol- datenraten an ihre Zentrale im Abgeordnetenhaus gezahlt wer­det! Ein einfacher Bote erhalt 4» Mark pro Tag, Schreib- mafchinendamen 3b Mark, bei einer Saueneuordnung wurden von den Arbeitern für eine dreistündige Arbeit pro Kops 38 M. gefordert -

Falsche Gerüchte.

Ex ist das GrLcht verbreitet, daß noch immer Lebensmittel insbesondere Zucker, für Sprengstosfzwecke verarbeitet werden Dieses Gerücht ist »nzntreffend. Das Kriegsernährungsam! bat auch die Zurückgabe etwaiger Bestände von Zucker, die für solche Zwecke Mgowiesen waren, bereits ungeordnet

Die Zenmr.

Der Bolksbeauftraqte Sckeidemann hat gegenüber der Presse erklärt, er wolle den Pressevertretern keine Anweisung §eben. wie sie sich gegenüber etwaigen neuen Versuchen einer Preffezenfnr versinken sollten: frage man ihn aber, wie er 'ich dazu verhalten würde, so antworte er: Ich würde aus solche

Zeefrrrmaßnabmen pfeifen Die Presse wird sich hoffentlich diese Erklärung allgemein zur Richtlinie nehmen. Zur Zensur ge­hören aber nicht nur direkte Anweisungen an die Zeitungen sondern ebenso die Unterdrückung von Nachrichten, ehe sie an die Zeitungen gelangen - Offenbar gibt es nun regierende Stellen in Deutschland, die ihnen unbequeme Nachrichten niht passieren lassen. Die Presse wird sich mit der Regierung auch darüber auseincmdersctzen muffen.

Der Märmnrfch der 3. Armee.

Die 6. Armee unter- General t>. der Marwitz in Starke von ungefähr 500008 Mann setzte bisher ihren Rückmarsch progrannnäßig und in bester Ordnung bei geordneter Ver­pflegung fort. Am 27. November werden die Spitzen der Armee fcoir Rhein zwrsck«n Mainz und St. Goar erreichen »nd den Flnn auf den Brücken bei Mainz, der Hindenburg- brficke bei Geisenheim und der Pontonbrücke bei St. Goar überschreiten. Der Weitermarsch wird dann über Groß-« gern«. Frankfurt, Nastätten und Biebrich erfolgen.

zkrka 1215 Landwirte unsere« Ortes an dem Anlauf von jj Nahrungsmitteln nicht beteiligt waren, andererseits mutz 'festgestellt werden, daß auch der bei weitem größte Teil , unserer Arbeiterschaft auch hier sind einzelne ausgenom­men sich mit Mehl versorgt hat. Es wäre demnach richtig gewesen, wenn nicht nur von den Landwirten, sondern von der Bevölkenlng bezw. dem schuldigen Teil derselben im allgemeinen die Rede gewesen wär-e. Es mutz ferner richtig gestellt werden, datz nicht 2 Sack sondern 1 Sack Mehl und zwar Roggenschwarzmchl im Gewicht von 130140 Pfund mit 50 Mark, ja sogar mit 60 Mark verkauft wurde und das ist nicht nur angeblich geschehen, sondern in Wahr­heit. V^n Schleuderpreisen und von , einer Bereicherung darf somit nicht aesp'ocl^n werden. Ferner wird gesagt, datz allein Hunderte von Zentner Mehl in Kaichen geblieben sind. Nichtig ist. daß eZ sich um einen Waggon Mehl mit Islv Sack, also 130140 Zentner Inhalt gehandelt hat, wovon auch noch nach anderen Orten gekommen sein soll. Ties zur Richtigstellung der übertriebenen Tatsachen, eine Ent- sck«ldiauny H\r das sündhafte Treiben kann und soll es natürlich nickt *pin. Es mutzte jedermann wissen, selbst ohne Kenntnis der Verbote, datz er der Allgemeinheit, und nament- 5 lick der darbenden Stadtbcvöikerung gegenüber ein schweres Nnreckt beging, jedoch mutz eindringlich betont werden, datz der eingangs erwähnte vorn Arbeiter- und Sokdatenrat ge­brachte Artikel, n'.ckt da?.« angetan ist, die jetzt unbedingt erforderliche und am vergangenen Sonntag hier durch Reden betonte Einheit und Geschlossenheit aller Bevölkerungs­klassen zu fördern, sondern datz hierdurch auf der einen Seite unb namentlich bei den Unschuldigen eine tiefgehende Er­bitterung geschahen wird, die von vornherein ein gemein­sames, erspriotzlitches Wirken und Gedeihen ausschlietzt. Es mutz, wie schon erwähnt, voll und ganz anerkannt werden, datz hier etwa« ac^ckehen ist, was der Allgemeinheit gegen­über nnverantwartlich gewesen ist, aber auf der anderen Seite kann «nd dar^ nicht daraus verzichtet werden, un­parteiische Gerecktigteit zu fordern. Ein Landwirt.

Wir können diesen Ausführungen vollinhaltlich beivflichlen Dem hiesigen Arbeiter- und Soldatenrat waren diese Tatsachen bekannt, denn am Sonntag früh war ein Vertreter der Ar­beiter bei dem Arbeiter- und Soldatenrat und hat um Nach- \ sicht gebeten, weil gerade bei vielen Arbeitern die gekauften Nahrungsmittel wieder beschlagnahmt worden seien. Zu einem gedeihlichen und ersprießlichen Zusammenwirken, das doch an- gestrebt werden soll, gehört vor allen Dingen das Vermeiden neuer Reckunasflachen.

Ans der veimat.

ErLeichterung m WcrtvsksLverrehr. In einer gestrigen Nottz teilten wir mit, daß im Wertpaketverkehr verschiedene Erteickrlerr.'ngen eingetreten feien, im Schlußsatz wurde bemerkt ba& der Werl nur ans den Paketen anzugeben sei. das ist falsch. Es muß beißen: ..Aus Betriebsrücksichten ist bei Pa­

keten bis 100 Mark der Wert nur auf den Paketbegleit- a d r e \ f e rt an** geben."

HarrsschlLchlv »gev. Mit Rücklicht auf die Kartoffel- und löetrrcdLverjorgunö erjuchte der Staatssekretär des Reichsernäh rungsamtcs die Bundesregierungen anzuordnen, daß Haus- fchlachtungen bis zum 3t. IS. beendet fein muffen, und nur in besonderen Aus-nahmestillen eine Verlängerung des Termins zu­lasten. Noch dem 1. Januar 1919 noch in den Beständen ohne Genehmigung befindlichen fchlachtfähigen Schweine sind. abge. sehr« von Zuchtschmernen. auf deren Erhaltung mit allen Mit­tel« Lm^vwirken ist. :rnd von ncch nicht abgenommenen Ver- tragLichwswen möglichst ohne Verzug zur Erstellung der Schlacht- viehumlage heraszuziehe».

ReiscberchräurLÄgen in Las Sperrgebiet' Die Sperrgrenze ist OLwrcrbach. Kehl-Rützhaufe«. Runkel. Usingen. Holzhausen tOberheffen), Derlcirreit. Kronau, Bischofsheim Ru.mpenheim, Mühlheim a M.. Virber, Oberroden. Dieburg. Groß-Zimmern Ober Ramsta>»t, Zwingenörrg (Heffen). Wer in das Cperrge bket rerst. v-mehi sich am beste« mit Rückfahrkarte für den glei­chen andernfalls muß für die Rückreise eine besondere poli- ze'.icke BejHeinignng bei^cdracht werden, was »ehr zeitraubend ist und ferne Sckwierigbüren hat. Fahrkarten dürfen ivnst für die Rückreise nicht verablolgt werden. Arbeiterwocken- und Rückfakn karten, Zeitkarten für den Dermsverkchr erleiden keine Beschränkung. Der Gcpnck. und Erpreßmilverkehr aus dem Sperrgebiet über die Sperrgrenz.e hinaus 'st bis auf weiteres Lrrsaeich'osicn. cks darf nur ein Stück Handgepäck mitgensm-> mer? werden.

8m4\*v. W. Pov. Es geht »ns folgende Zuschrift zu: (Srwid-rüngf. In Ichrer Nunimer 277 vo,n 25. ds. Mts. erschien ein^Rottz des Arbeiter- »nd Soldatenrats Friedderg unter der Spitzmarke ..Billige Waren". d°r nicht unerwidert binden kann. Tie landnurtichastlicho Bevölkerung unseres r>t«S fiaick^n wird hier in krasseiter Weise an den Pranger gestellt unter tei'weiser Nichtbeachtung der Tatsachen. Richtig ist. daß hier, wie in vielen anderen Orten gegen die Avge- raem&nt schwer gesündigt wurde. Was namentlich den Än- Duf von Nahrungsmitteln anbelangt muß voll »Iid gan? anerkannt werden, deisj dieselben der armen derbenden Stadt' »evErnng bei weitem nötiger gewesen wären, als der Land' bevoikerung und.hier in erster Linie den Landwirten, abei andererseits auch den Ai beiterk,affen. Es mntz anerkannt werdem daß aus den Landotten »nd zwar bei der gesamter Vevo.kernng eine wirkt ich- N°t noch nicht geherrscht hat ^mnieivei. nun die Schuld an diesem unverantwortlicher Treiben der Landbevölkerung einerseits und den verkaufen' H 3/uppE-len andererseits beizumessen ist. soll daliin gestellt bleiben. Auch soll darauf verzichtet werden, die Ur lachen dreier Zusiände in ein heUerez S>idt>t zu rucken G§ Un,rb * bN'üangs schon gesagt, das

aelwm bic ^""dwirte an den Prange,

ges.oll, wuiden: verdient hätten dies wohl einige wenige

ober owljt di« Allgemeinheit. Es muß festgesteüt werden, das

k0. Butzbach,. Nov. Der Eemeinderat beschloß für heim­kehrende Krie.zer Notstandsarbeit^n im Walde vorzuschen.

Cießcn. 27. Nov. (PferÄevLrsterfferuvq.) Unter Hinweis auf unsere frühere Notizen wird mit^eteilt. daß Frcitva. den 23. und Samstag, den 00. November, vormittags 11 Uhr in tSib-ßen ans dem städtischen Biehmarktplotze je 100 Pferde zur Versteigerung gelangen. Der Kaufpreis ist in bar zu entrichten. Dezahlnng in Kriegsanleihe, die zum Nennwert angenommen wird, ist erwüsfcht- (Vergleiche Bekanntmachung.).

er. Hanau, 26. Nov. Am hiesigen Nordbahnhof ist der von der Front zurücklehrende Eif?nbahn-Pionier Moritz Wolfs aus Heldritt bei Kobnrg von einer zuschlagenden Wagentür so un­glücklich am Kopfe getroffen worden, datz er alsbald eine Leiche war.

PC. Aus dem Kreife Wetzlar, 25. Nov. Auf dem Bahnge- leise der Trefendach wurden drei dort stehende Eifenbahnwaqen geplündert. Der eine kam aus Bernkaftel und enthielt Wein der für die Lazarette in Königsberg bestimmt war, in dem zweiten waren Feldpoftpaketchen. im dritten befanden sich bel einer Flüd^linqsiamilie. Die Weinkisten waren sämtlich erbrochen, der Inbolt zum Teil mitgenommen, zum Teil in die Lahn geworfen: zahlreiche Flaschen bewiesen, daß an Ort und Stelle gehörig gezeckt worden war. Die Feldpostpakelchen waren auch entwendet morden, ebenso haben die Möbel schwer gelitten. Die Plünderer find ernriltelt worden.

Aus Storkeuburg.

Darmstadt, 26. Nov. Eine umfangreiche Verhandlung gegen eine gejäbrliche Diebs-. Einbrecher- und Hehlergefcllschaft, dcren Antglieder meist noch recht jugendlich find, fand heute vor dar hlefigen Strafkammer statt. Die Burschen stammen aus Zell- hau»en. Hanau und Seligenstadt und haben durch ihr gemein­gefährliches Treiben die dortige Umgebung schon seit dem vori­gen Jahre unsicher gemacht Der Anstifter und Haupttäter, der vskbestraste Ph. Jak. Racher. Hiiisarbejter. 18 Jahre alt. aus Ztllhausen, hat zunäckst im Jahre 1317 fortgesetzt einen Ver­wandten. den Landwirt Fr. Wilh Rachor in Zellhausen, durch wiederholtes Einsteigen um größere Geldbeträ.re bestohlen, deren Höhe nicht mehr fcstzustellen ist. er stahl weiter einen Ehering und eine größere Menge Lebensmittel aller Art. insbesondere Fleisch. Brot. Wurst. Butter. Eier, Kaffee. Tabak. Seife usw. Er brach weiter in der Nacht zum 16. März d. I. in die Hof- roite des Landwirtes und Dreschwafchinenbesitzers M. Emmrich in Groß-Umstadt ein und stahl in Gemeinschaft mit dem ebenso alten Schlosser Franz Guth aus Hanau einen Ledertreibriemen und der Firma Kahn Söhne daselbst ebenfalls einen wertvollen Ledertreibriemen von etwa 15 Meter Länge. In Gemeinschaft mit oem 17 Jahre alten Arbeiter Jakob Winter aus Zellhaulen erbrach er im Februar d. I. eine Iagdblockhütte im Walde bei Harreshausen und gleich darauf mit Winter und dem 18 Jahre alten Bahbarbeiter I. G Herr aus Zellhaufen ein Jagdhaus bei Harreshausen der Eebr. Diener aus Frankfurt, aus welchem sie Decken, Kleider. Wäsche. St'cfel. Slleine und Lebensmittel aller Art im Werte von nahezu 5000 Mark stahlen. Im letzten Fall war auch der 22 Jahre alte Heizer und Kriegsinvalide I. Fey zu Seligenstadt beteiligt. Sie setzten einen großen Teil an den aus Hanau stainmenden Händler Wilh. Zjsckka in Frank­furt a. M., sowie den Portefeutller Ioh. Alois Schurk in Se- ligciistadt und an andere Personen ab. soweit sie sie nicht selbst verwendeten und verbrauchten. Rachor wird heute zu 2% Iah- ( reu Gefängnis. Winter zu 1 Jahr vier Monaten und Guth zu

1 Jahr 8 Monaten Gefängnis rerurteilt. Da sie geständig sind, wuroen ihnen je drei Monate Untersuchungshaft ungerechnet. Die Hehler werden infolge mangelnden ausreichendc'n Beweises frcigejprochen, die übrigen fallen unter die Amnestie.

Tacmjiudt, 26. iliov. Eine Warnung an die Frauen und Mädck>en erlaßt der hiesige Arbeiter- and Soldatenrat. Da sich in der letzten Zeit vielfach Fraiceu und Mäochen noch in späte, Nachtstunde mit krlegsgefangenen Ausländern herumtreiben. wird abends von 9 Uhr ab jede Fravenspersen. die sich noch um diese Zeit in Gejellschast von kriegs^fällgenen Ausländern sehen läßt, von den Patrouillen sistiert und deren Name in der Tages­preise bekannt gegeben. Der hiesige Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat warnt vor unberufenen Personen, die ohne jede Berechtigung, besonders auf dem Lande. Haussuchungen, Fest­stellungen usw. in unberechtigter Weise vornehmen. Derartige Festslellungen usw. wegen Lebensmitteln, die gestohlen oder unterschlagen sind, werden nur durch die bekannten Polizei- orgone vorg-nommen. dre mit besonderen Legitimationen ver- fchev sind. Man wird gut tun, sich in solchen Fällen immer noch einmal an zuständige Stelle, wie KrelZämtern usw. zu cv lundü'en.

FC, Gin-Heim. 26. Nov. Das Kind der Eheleute Jost da- b'cr wurde erst'ckt im Bett aufgesunden. Das Gericht nahm den Tatbestand auf.

Ans Hessen-Nastau.

FC. Wiesbaden, 26. Nov. Die rote Flagge wuroe nun­mehr hier auf dem Schlöffe gehißt.

FC. Idstein, 25. Nov. Der Arbeiter- und Soldatenrat da­hier gibt folgendes bekannt: Seit einigen Tagen besteht in Id- ftern eine Sicherheitswache, der es in den letzten Tagen gelungen rst, Schleichhändler und Hamsterer, die von der Westfront nach der Heimat unterwegs, in Idstein abzufangen. Gestern abend wurden hier zwei Wagen anaehalten, die größere Bestände Le- bensiMttel hierher bringen wollten. Der Führer war der Dr. Spengler von der Nachrichtenabteilungs Armee Antwerpen. Spengler wollte die Sachen bei seinem Schwiegervater. Sani- totsrat Dr. Klein, abladen. Der W.wt der Lebensmittel be­trägt ungefähr 20 000 Mark, außer den zwei G 2 sp-?.nnen. Le­bensmittel und Gespanne wurden vorläufig zur Verfügung des stellvertretenden Generalkommandos gestellt. Gestern früh wurde ein Wagen bayerischer Soldaten mit zwei Pferden ange­halten. der ebenfalls Bestände an Lebensmittel mrt sich führte, die hier beschlagnahmt wurden. Zwei Autos, die gestern mittag beluden hier durckkamen. wurden nach telefonischer Benachrich­tigung des Generalkommandos in Frankfurt dorthin überfuhrt.

FC. FlörshriM, 21. Nov. Die Eemeiadevertieter beschloß sen einstimmig sich dem Arbeiter- und Baucrnrat zu unterstellen, genehmigten 15 000 Mark für Notstandsarbetten mit der Maß­gabe, diesen Betrag, wenn nötig, zu erhöhen und nahmen in. felge der Knegsteuerung eine neue Besoldunqsordnung für sämtliche G-wneindebeamten einstimmig mit Wirkung vom F April 1915 ab an. Gleickzeititz bewilligte man den Gemeinde- beamten die Teuerungszulagen nach den staatlichen Grundsätzen. Mitgejettt wurde, daß infolge der straffen Müchkontrolle jetzt bereits hier 40 Lrter Milch n:ehr angeliefert werden, außerdem sei eine Dürgerwehr zur Wahruirg dsr Ordnung vorgesehen.

FC. EUsille, 21. Rov. Der hier nunmehr gebildete Bür- g.i-, Handwerker- und Arbeiterrat beschloß eine Bürgerwehr, bestehend aus 4050 Mann, zu bilden, die am 22. November ihre Tättgleit aufnehmen soll. Als Entschädigung erhalten die Wacht Mannschaften'ecne Mark für die Dienststunde. Die Stadtrciwaltung hat sich nunmehr ebtschloffen. die städtischen Waren nach dem sogenannten Kuvdenfystem verkaufen zu kaffen.

FC. Limburg, 26. Nov. Gestern wurde in der hiesigen Eisenbahnwerkstätte die achtstündige Arbeitszeit eingeführt und gleichzeitig auch der Tag- und Nachtbstrirb ausgenommen.

FC. Biedenkopf, 20. Nov. In einer hier abgehaltcnen Ver­sammlung kam es nicht dazu, einen Arbeiter- und Soldatenrat zu grunoen. Man einigte sich vielmehr auf eine Vürgerwehr.

FC. Lohnbrrg, 25. Nov. Der 14jährige Sohn des Lehrers Ecth dahier nahm von einem Militärauto einen Revolver und spielte damit. Im Sckerz hielt der Junge den Revolver auf sich und drückte ab. Ein Schuß ging los und traf ihn derart, daß er tot zufammenbrach.

Rns Nbeinbkffen.

FC. Worms. 26. Nov. In nicht öffentlicher Stadtoerord-

netrwsitzung wurde besckloffen gegen zwei Stimmen dem Rück- trittsgesuch des OberbLrgerm-eift''rs Köhler nicht stattzugeben, zumal in dieser schwierigen Zeit jede verfügbare Arbeitskraft in Anspruch genommen werden muffe. Eine ganze Anzahl nächt­licher Diebstähle wurden hier wieder ausgesühil. Unter ande­rem wurden in der Heyl'ichen Fabrik zwei Treibriemen und in der Fabrik Dörr Sr Reinbart ein Ballon Sohlleder gestohlen. Die Täter des letzteren Diebstahls sind ermittelt.

FC. Oppenheim, 21. Nov. Die hiesige Bezirkssparkaffe hat im Geschäftsjahr 1917 einen Reingewinn von 83 639 Mark zu verzeichnen. Laut Beschluß der Mitgliederversammlung kom­men aus dem Reingewinn u. a. zur Verteilung: 1440 Mk. für Dienstbotenprämien. 4590 Dik. für ArmsnunterstAtzungen, 6400 Mk. für Kriegsfürsorge.

An8 Kurhcffet^

* FC. Von der Rhön. 26. Nov. Aus verschiedenen Dürfen, kommen seit einigen Tagen Klagen, daß dort fast täglich Banden sich herumtreiben, die von dcn Landwirten die früheren beim Hamstern über den Höchstpreis bezahlten Beträge zuructtordern.

FC. Kaffel. 21. Nov. Zur Linderung der Wohnungsnot auf dem Lande, besonders zur Beschaffung von Wohnungen für Kriegsteilnehmer. Arbeiter und Kleinbauern, bewilligte der Kreistag des Landkreises Kaffel 750 000 Mark zum Erwerb von Grundstücken und zum Bau von Häusern, ferner trat er der SiedlungsgeselljchaftHessische Heimat" mit einem Beitrag voo 25 090 Mark bei.

Beranttvonlick für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg: Hir Jvn Anzeigenteil: R ferner, Fiiedderg. Truck und Verlag derNeuen TugeL^eltungE A- (S.. FrieLberg i. 2.