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wollen den Frieden. Der Bolschewismus aber will den Krieg NLtd iiufcn und innen mit allen Schrecken und Greueln mit Hunger und Verödung alles kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Folgen wir den antidemokratischen und antisoziali- siischen Äolfchewisten, dann werden in kurzem die Offiziere der Ententearmeen in Berlin fern. Sie werden dann kom­mandieren. weil die Revolution sich nicht selbst kommandieren wollte und konnte. Spielt nicht mit dem Gedanken der Dik. rntur. Die Rettung der Revolution und der Republik liegt in der Beantwortung aller gegenüber der großen deutschen Nationalversammlung.

Das unterschreiben wir Wort für Wort. Deshalb erwachst dem gesamten deutschen Volke in Stadt und Land die Pflicht, oller zu tan. um d?m Bolschewismus Abbruch zu verschaffen. Die Sor'e um des deutschen Volkes Erhaltung macht das zur gebieterischen P'lichch Da mit der sozialdemokratischen Regie­rung als mit einer gegebenen Größe gerechnet werden muß. ist von ibr zu verlangen, daß sie sich gegenüber der Anarchie stark erweist. Sie in dieier Richtung zu unterstützen, ist das Gebot oller Ordnungsliebenden.

Aelfeua Protest.

Darmstadt. 21. Rov sWB ) Unter dem Eindruck der Ent­wicklung in Berlin hat die hessische Staatsregierung folgenden Protest an die Reichsregierung gerichtet: Die hessische Re­

gierung erhebt bei der Reichsregierung schärfsten Projekt gegen die Ausschaltung der Einzelstaaten und g-:aen die Richtberück­sichtigung d'eser Staaten durch Erlaß von Gesetzen und Verord­nungen. Die h.'ssische Regierung verlangt unter allen Umstan­den schleunigste Einberufung der Rationalversamm l u n g. Durch Fortbestehen eines gesetzlosen Zustandes wird der R-evktion in die Hände g-arbeitet. und andererseits die Ge-, fahr vermehrt, daß sich die Entente in die innerdeutschen Ber hälttüsie einmitcht und schließlich die Re'chseinheit gefährdet wird Wir wollen nicht an Stelle der glücklicherweise vern'chte- len preußischen MlUtärautokratie eine einseitige preußische Dik­tatur eintauschen.

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Hasq. 21. Rov. Der Lebensmittelrat der alliierten Länd-er rrklcri. des er von der Mitteilung deutscher und dänischer Blät­ter. wonach Deutschland demnächst ein gewises Quantum Fett Fleisch und Mais erhalten wird, nichts wisse Das britische Leben«--mittelcm'.t erklärt, d^ß über eine derartige Anweisung für Deutschland beim Leb-nsmittelamt nicht oerhandel' wurde und daß keinerlei Vorräte nach Deutschland geschickt wer. den. cbe der Rat genau weiß, wie dre Derhöltinsse in Deutsch- Land liegen.

Drei«» Meldung zeigt, wie recht unser Zweifel an der Rich­tigkeit der Meldungen war, die von ungeheueren Mengen Le­bensmittel sprachen, die nach Deutschland kommen sollten. Wir haben diesen Nachrichten damals die Ueberjchrist gegeben'. Wenn's mahi ist?"

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Das Reirbsamt für die wirtschaftliche Demobilmachung bat vm 16 Rlwcmbcr 1918 eine Anordnung erlassen die den Ge-> meinden erleichtern soll, die jetzt aus dem Felde Heimkehrenden vor Obdachlosigkeit zu schützen. Handelt es sich um geschlossene Truppenteile, so wird die Einquartierung nach den Vorschriften des Kri-gsleistunasgefetzes auf Ersuchen der Militärbehörde vorgenommen. Dies Gesetz gilt aber nicht für die Unter­bringung von Leuten, die aus der bewaffneten Macht entlassen worden sind.

Hier areitt die Anordnung be§ Demobilmachungsamtes eia. Sie setzt die Gemeinden in den Stand, für' Leute, die nach dem 16. Rrwenber 1918 nachweisbar entlassen worden sind, von Ge- meindewegcn Quartier in Anspruch zu nehmen. Die'Gemeinden sollen aber Duroerquartier nur als letzte? Behelf benutzen. Ke mullen zunächst versuchen, die Unterbringung in eigenen Räum­lichkeiten der Gemeinde zu bewerkstelligen. sodann sind Säle Gewerks!okolitäton. die unbenutzt sind oder ohne Sck.-aden irei- gemacht werden können, oder dergleichen in Anspruch zu nehmen. Die Anordnung unterstützt ferner die Bemühungen der mili­tärischen Behörden und der Arbeiter- und Soldatenräte. die D.ttplin bei den Truppen zu fordern und die ordnungsgemäße Entlastung auch von solchen Leuten durchzuführen die sich von ibier Truppe ohne Erlaubnis entfernt haben. Denn niemand kann von den Gemeinden einquortrert werden, der nicht nach- weist, daß er entlassen ist. Die Anordnung schützt aber die Ge­meinde auch davor, daß stch Leute, die in ihr nicht Keimalbere-, tigt sind sestzujetzen suchen. Rur wer in der Gemeinde seinen Unterkützungswohnort hat, soll in Bürgerquartieren gelegt wer­den können.

Nach dem Kriegsleistungsgesetz hat der Einauartierte sich mtt demjenigen zu begnügen, was ihm der Quartiergeber nach Dta obwaltenden Verhältnissen gewähren kann. Dies gilt felbstver ländlich auch für die Einquartierung im Sinne der neuen Anordnung. Es handelt sich um einen vorübergehenden Notbehelf, um ein Obdach, wie es der Soldat im Kriege findet. £enn er nicht biwakieren oder im Unterstand hausen muß. An. ßirüche wie an S!üt>t= oder Manov-rquartiere können angesichts »er Verhältnisse. die sich in der Heimat während de? Krieges tzebildet haben, an Raum. Lagerstatt. Wäsche usw. offensichtlich nicht gestellt werden. Daß andererseits jeder, der solche Ein quortiernnq bekommt, den h-imkehrenden Soldaten gewährt was in feinen Kräjten steht, versteht sich von selbst.

Nach dem Kriegsleistungsaesetz hat der Quartiergcber fei treu Anspruch auf Vergütung für die gewährte Unlerkunst. Di. «eue Anordnung dagegen gewährt den Quartiergcbcrn einen Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen, die sie auf Erfordern der Gemeinden machen, und im übrigen eine billige Vergütung deren Hohe der Demobilmechungskommissar. in Preußen der

Negierunpsprusidenl. in Groß Derttil der Oberpräsideat in Char- WUetiburg zu regeln tytf -

Durch die Einquartierung wirb lediglich die Unlerkunst ge- schasst. Für die Verpflegung kommt noch Ablauf der Frist, für die Marschverpflegung gegeben ist, die Gemeinde auf, nicht der Quartiergeber.

Am Sinne der vorstehenden Ausführungen ist eine Anord­nung betreffendEinquartierung" erlaßen worden, die dir Rechte der Gemeinde und des Quartiergebers sicherstellt. Es heißt darin u. a.:

Die Gemeinden können zur Gewährung von Raturalquar- tier außer den Eigentümern auch Mieter und sonstige Berech­tigte heranziehen Sie sollen Bürgerquartier nur als letzten Be. helf und nur für Personen in Anspruch nehmen, die am Orte der Einquartierung ihren Unterstützungswohnsitz haben. Die Gemeinde hat den als Quartiergeher in Anspruch Genommenen die auf ihr Verlangen gemachten Aufwendungen zu ersetzen, sowie eine billige Vergütung zu gewähren. Dir näheren Ve- stimmungen über diese Vergütung triftt der Demobilmochungs- kommistar. Die Gemeinde kann vom Einquartierlen nach Maß­gabe leiner Leistungsfähigkeit Erstattung verlangen.

Die Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. Den Zeitpunkt des Außerkrafttretens bestimmt das Reichsamt für die wirtschaftliche DemobilmachuvA

Berlin, den 16. November 1918.

Neichsamt für die r-uck Fastliche Demobilmachung, gez. Kot h.

Seit einiger Zeit haben die im hiesigen Gefangenenlager untergebroü'ten russischen Offiziere das Rechts st- n ährend der Lagerstunden frei in den Strafen Friedbergs zu bewegen. Es wird lebhaft darüber Klage geführt, daß bei vielen Mitbürgern gegenüber den Gefangenen die Wurde fehlt, die man erwarlen sollte. Der Krieg ist aus. Der jahrelang gewählte Haß ist dahin, und es soll uns fern liegen, ihn wieder zu erwecken. Eher sott man uns Deutschen zu große Ritterlichkeit nachsagen als daß man uns mit Recht Barbarentum vorwirst Aber den Stolz des Deutschen wollen wir uns bewahren' Wir müssen feben. daß deutsche Frauen russische Offiziere ansprechen. Ge­wiß handelt e? sich um Ausnahmen. Bedenkt aber, daß die Ge­fangenen auch gleichzeitig zu Kritikern werden * Den Herren der Völkerverbrüderung darf nicht manaelnde Selbstzucht deut­scher Frauen entsprechen. Wir gutmütigen Deutschen glauben dieser Völkerverbrüderung näher zu sein als es in Wirklichkeit der Fall ist. Man sehe nur in die ausländische Presie, beson­ders in die französische. Die russischen Gefangenen werden alles, wes sie hören, erleben und sehen. daiv benutzen, um deutsche Kulturverhältnisie, deusichen Charakter usw., deutsche Gomütsversasiung zu .beurteilen bezw. zu verurteilen. Darum nochmals nationale Würde! Wir find besiegt, aber wir wollen uns nicht erniedrigen. Wir lallen uns den unerschütterlichen Glauben nicht nehmen, daß die unerhörten Schrecken des Schlachtfeldes und die herrlichen Heldentaten nicht umsonst wa­ren. Zu uns liegt genug materielle und moralische Kraft, um vorwärts und aufwärts zu kommen. Gerade jetzt soll «ns na­tionale Würde nicht fehlen.

Der hiesige Soldatenrat hat angeregt, daß die im hiesigen Gefangenenlager unterqebrochten Offiziere nicht in Zivil und nicht bei Dunkelheit ausgehen dürfen, da nur auf diese Weise sich Mißslände beleben lallen.

Arbeiter- und Soldatenrat Friedberg l H.

?ns der Acimrit.

Ockstadt. 22 Rov. Am Mittwoch abend fand im Saale des ^-Gastwirts Foh Henrici eine überaus stark lresuchle Versammlung hiesiger Bürger statt, die von Herrn Bürgermeister Mörler ge leitet wurde Es fand die Wehl eines Bauern- und Arbeiter- rates statt. Geuählt wurden seitens der Bauern: Ed. Kipp Peter Klein V., Gg. F e a b e u t e 1 und Gotlfr. Meusel Für die Arbeiter: Job. Hch. Klein. Th. H i tz e l e r, Ioh Feg­beutel und Emil Gröninger. Die Versammlung fand in aller Ruhe und völliger Uebereinstimmung statt.

Vad Nonheim. 22. Rov. Vor einigen Tagen stürzte der Zimmermeisler Franz von hier auf der Fahrt nach Marburg aus dem in Bewegung befindlichen Elsenbahnzug und blieb be- j wußttos liegen. Der Verunglückte wurde in die Klinik nach Marburg verbracht, wo er ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu hoben, seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Wie der Unfall sich ereignet hat. konnte bis jetzt nicht festgestellt werden

Oppcrshof.n. 20. Rov. Gestern abend fand unter dem Vor­sitz des Herrn Bürgermeisters Schmidt eine Versammlung zwecks Bildung eines Vauernrates statt. Nachdem Herr Land­wirtschaftslehrer Dr. Schmidt in längeren Ausführungen die derzeitige Lage klargelegt halle, wurde zur Bildung eines Vauernrates geschritten. Es wurden sechs Herren gewählt fünf Landwirte und ein Vertreter der Arbeiter und Gewerbe- trelbenden

Frankfurt a. M.. 21. Rov. Der Truppendurchgangsverkehr nimmt in Flankfurt immer größere Dimensionen an. Durch die dl ei Bahnhöfe ziehen täglich ungeheure Truppenmasien. die teils verpflegt, teils untergcbracht werden mllsien. Die erst vor einigen Tagen zusammengestellte militärische Durchgangsstelle bat alle Hände voll zu tun, um des außerordentlichen Andranges Herr zu werden. Allein am Dienstag haben 60 060 Soldaten den Frankfurter Haaptbahnhof pasiiert, während 15 000 hier ver­pflegt worden sind. Dis jetzt hat alles erfreulicherweise ge» klappt und auch die Frankfurter Bevölkerung hat .hr Teil dazu dkigetragen. indem sie ihre Fahnen hcraustat, und den durch­reisenden Kriegern den Gruß der Heimat entbot. Doch bis der letzte feldgraue Mann vom Westen her durch Frankfurt gezogen ist. wird es noch viel Mühe und Arbeit kosten. Der ganze ge­waltige Apparat des Hcimtransportes unserer Truppen muß ur.d darf nur von einer Stelle aus geleitet werden, in der alle Faden zujammenlaufen. Dre Beauftragten der Reichsregierung bei der obersten deeres.'ertung Lenjch und Giebel haben an die Arbcrter» und Svldateuräle Westdeutschland» eine Verfügung ertasten. in der ganz bejoirderq hervorgehoben wird, daß für das

Zurückführen und den Abtransport des Wejlheeres ein Handel» im großen Zusammenhang unerläßlich sei.

FC. Vom Main. 19. Rov. Ein Feldgrauer ließ sich oof' einigen Tagen bei einem Landwirt in Tückelhausen als Arbeitet einstellen Mit einem Paar schwerer Zugochsen fuhr er dan»> auf das Feld, spannte aus, liefe den Wagen stehen und oer-^ schwand mtt den Ochsen.

ÄuS Starkenburg.

Darmstadt, 20. Nov. Der Vor stand der Landwrrfschafts- kammer für Hessen tagte in heutiger Sitzung unter dem Präsidium des ersten Vorsitzenden Herrn Geh Oekonomierat Walter, um über das aus Gesundheitsrücksichten gestellte Ge- su.ch des Generalsekretärs der Landwilllicklaftskammer. Herrn Oekonomicrat Lcithiger. um Versetzung in den Ruhe* stand zu beraten. Dem gestellten Gesuch wurde mit Wirkung vom 1. Dezember ds Js. stattgegeben. Herr Geh. Oekononiie» rat Walter würdigte die grasten Verdienste des sck>eidenden Generalsekretärs um die hcssisch'e Landwirtsckiajt in ein- netzender Weise mit Worten des Tankes. Herr General­sekretär Leithiger stattete dem Vorsitzenden und Vorstand für die erwiesenen Etzrungen herzlichen Tank ab, dabei zum Ausdruck bringend, daß ihm die Erledigung seiner Dienst- geschäste stets Freude bereitet und wenn er Erfolge erzielt habe, dies nur möglich gewesen sei durch die Mitarbeit des Vorsitzenden und Vorstandes der Landwirtsch^stskainmer und deren Veaniten. Allen diesen spreche er für die geleistete Unterstützung ebenfalls seinen Tank aus. Ferner beschloß der Vorstand der Landwirtsckxrftskamnrer in heutiger Sitzung an Sl'lle des Herrn Leittziger den seitherigen stettv. Gene' ralsekretär. Herrn Oekonomierat Tr. Hanrann, Tarmstadt. zum Generalsekretär der Landwirtjck-aslskamnier für Hessen zu bestellen.

k'C.^Michklsilrdt, 19. Rov. Zur Steuerung der Wohnungs« not beabsichtigt die gemeinnützige Baugenollenschaft im konw menden Frühjahr mehrere Wohnhoujer zu erbauen.

FO. Bischof-Hoim. 19. Rov. Der Bremser Letz aus Bingen wurde beim Rangieren von einem Gütrrzug überfahren und so schwer verletzt, daß er kurz darauf verstarb.

Aus Rhrinhcllrv.

CF Mn!n^ 18 Nov. Der zum Tode verurteilte Nanbm8r. der, der Soldat Kapczek der in Wiesbaden bekanntlich eine Frau ermordet und beraubt hatte, ist ans dem hiesigen Provin- z:al-Arrcsthaus entsprungen. Auf dem Eouvernemenlsge- bäude weht teil gestern die rot- Fahne.

FC. Rüsielsheim. 17. Nov. Der Schlosier Peter Horst aus Bischofsherrn wurde in der Fabrik von Opel durch Erplosion eines Schweißapparates schwer im Gesicht und an den Händen verletzt, sodaß er nach Mainz ins Kranlenhaus überführt wer­den mnßte.

FC. Kosihrim, 19. Nov. An der Haltestelle der Umgehungs- bahn bei Kostheim wurde die 18fnhrige Arbeiterin Maria Wann von hier von einer Maschine überfahren und getötet.

FC. Worms. 19. Nov. Plünderndem Gesindel fielen, wie aus Kaiserslautern berichtet wird, dort bei einem Einbruch 600 000 Zigaretten m die Hände.

A»^ Hrsirn Rallan.

FC. Wiesbaden. 19. Nov. Heute mittag 1? Ilhr wurde der seitherige Polizeipräsident Kawmerherr von Heimburg seines Postens als Polizeipräsident enthoben. An feine Stelle wqrde der Nechlsanwnlt Geheimer Iusti^rat Dr. Alberti gesetzt.

FC. Wicc baden. 19. Nov. Verschiedene B ö tier meldeten, daß Hauptmann Philipps von hier aus dem Gefängnis nicht entlasten worden fei. Diese Nachricht.bestätigt sich nicht. Haupt­monn Philippi ist bereits vor einer Woche durch den Soldaten» rat in Frankfurt a. M. auf freien Fuß gefotzt worden.

FC. Wiesbaden, 18. Nov. Durch den Rat der Volksbeauk» tragten wurde am 12. November d. I. mit Gesetzeskraft das Gesetz über den Belagerungszustand aus dem Jahre 1851 auf» gehoben und damit auch die Verordnungen des stellvertretenden Generalkommandos, die sich auf das genannt- Gesetz stützen, hin­fällig. Diele Aufhebung spielte heute am hiesigen Schön-n- gericht eine Rolle in einer Strafsache, die sich gegen zwei hiesige Bürger richtete, welche ihre Fenster gegen Fliegeraefahr nicht vorschriftsmäßig abg-eblemdet und deshalb einen Strosbefeh» über je 10 Mk. Geldstrafe erhalten hatten. Der Amtsanwalt beantragte Verwerfung der Beruiung. das Gericht jedoch auf Einstellung des Verfahrens und Uebernahme der Kosten auf dir Staatskosie, da die Verurteilung nicht mebr auf Grund der Ver. ordnungen des stellvertretenden Generatkommandos bezw. auf das Gesetz über den Belagerungszustand erfolgen könne, da durch die Bestimmung der Volksbeouftragten genanntes Gesetz au sc­hoben. wodurch eben die Bestrafung unmöglich aeworden sei. Bemerkt sei. daß vor einigen Tagen noch gerichtsseitig hier 200 Strafbefehle wegen nicht genügender Abblen-dung erlogen war» den sind und noch etwa 150 Strafbefehle wegen desielben Ver. fehl? der Erlasiung harren. Ihnen wird iedoch auch aus Grund des Oben-esgaten eine Einstellung des Verfahrens erblühen.

FC. MeilmLvster. 19. Nov. Ein junger Mann von hier sprang auf den bereits im Gange befindlichen Personenzug der noch Frankfurt abgelasien wurde. Er glitt aus. geriet unter die Räder und es wurden ihm beide B-rne abgefahren.

FC. Weilburg, 19 Nov. Der älteste Einwokner der Stadls Renfner Diensibach. ist im 90. Lebensjahr gestorben.

Qf.fcneStell?n:

9 Knechte. 1 Knechtefamilie. 6 Tagelöhner. 2 Bäcker. 20 Dienst, mägde. 2 Wirtschafierinnen. 1 Rielkerin, 12 Hausuurdchen, 1 Weiß- zeugbejchließerin, 1 LatarelbKöchin.

Etellenjucbendei

Mehrere Mellerfamilien und ledige Melker, 1 .Kassiererin 1 Pflege rin. Fabrckwärler, ^iachtwächler oder dergleichen.

Vvronttt'oNlicb für den poHtttcbcn und lokalen leil: L lio H i r j che l. Fiiedberg: ji,r den Anzeigenteil: R. Hevner. Fiiedbetg. Truck «md Verlag der »Neuen TageLAeituug^ Ä G.. Fliedberg l Q