Ausgabe 
16.11.1918
 
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a der Delegierte Bsstüm in einem Aufruf an das Land die Bevölkerung auf. des Zurückhalten und Ansammeln von Papier­geld zu unterlassen, im andern Falle man zu geeigneten Mag- mrhmen greifen müsse. Dann nahm der neue Ministerpräsident Ulrich das Wort, um auszuführen, daß die Ordnung der Fra- aen bezüglich der Fideikommisse usw. einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Er teilt weiter mit. daß die seitherige Regie­rung nur unter Protest ihr Amt niedergelegt habe, da die neue Regierung nicht auf dem Boden des Rechts siehe. Dies habe aber keinen Wert, da man das Vertrauen des Arbeiter­und Soldatenrats besitze der durch die Revolution sich sein eige­nes Recht geschaffen habe. Eine der ersten Aufgaben der neuen Negierung werde die Ausarbeitung eines üeuen Wahlgesetzes sein. Bürger Loos begrüßt die neue Regierung und ersucht die Versammlung ihr über die Zioilangelegenheiten die Vollzugs- gewalt zu übertragen. Ein anderer Redner stellte scsi, daß auch die seitherige Negierung das ungerechte preußische Dreiklaffen Wahlsystem trotz aller Proteste beibehalten habe. Die neue Re. gierung solle nicht über den Arbeiter, und Soldatenrat. sondern als Mitglied dcsielben mit ihm gemeinsam arbeiten und hat er die Hoffnung auf ein gegenseitiges Verstehen. Von anderer Seite widd die bestimmte Abgrenzung der gegenseitigen Rechte beantragt. Aus der sehr lebhaften Aussprache geht hervor, daß hier noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, die voraus­sichtlich durch Reichsbestimmung geregelt werden. Das seitherige Mitglied und Vorsitzender des Finanzausschusses Bastian legt fein Mandat in die Hände der Versammlung nieder, da er bis­her hn Interesse der Allgemeinheit an der Umwälzung mitge- erbeitet habe, ober sein Inneres nickst umkrempclck und seinen Veamteneid nicht brechen könne. Rur unter diesen Voraus- fetzungen sei er zur weiteren Mitarbeit bereit. Rach längeren Ausführungen wird ihm das fernere Vertrauen der Versamm­lung ausgesprochen. Bürger Stork gibt hierauf die Namen des neuen Ministeriums bekannt und bittet um Zustimmung, was ohne Debatte geschieht. Ministerpräsident Ulrich dankt für das der neuen Negierung geschenkte Vertrauen, das sie jeden­

falls nur ihrem seitherigen Verhalten verdanken, Die Wahl der neuen Regierung bestehe gesetzlich zu Recht, da in ihr der allge­meine Volkswille zum Ausdruck kommt. In militärischen Fra. gen werde der Soldatenrat allein entscheiden. Es erfolgten noch verschiedene Mitteilungen und Bekanntgabe von Funk­sprüchen, worauf die Dersam>nlung um 8 Uhr geschloffen wird.

Ans Heffen-Raffau.

FC. Idstein. 12. Nov. Im hiesigen Rathaus fand die Kreistagswabl für zwei Bezirke statt. Für den Bezirk Esch, Walsdorf. Wörsdorf wurde anstelle des verstorbenen Müblen- bcsitzers Stricker Otto Erocke-Wörsdorf gewäblt. kür den Bezirk Bermbach. Dasbach. Heftrich. Kröftel. Lenzhabn. Rieder-Oberod Rioderseelbach, Oberjosbach. Karl Hahn-Dasbach.

FC. Flörsheim. 13 Nov. Ueber das hiesige gesamte Der. waltungswesen hat der Arbeiter- und Bauernrat. der sich unter dem Vorsitz des Heinrich Tbeis gebildet hat. die Aufsicht über­nommen. Bürgermeister Lauck bat sich dem Rat unterstellt.

FC. Wiesbaden. 13. Nov. Der Intendant d?s hiesigen Hof- tbeaters Dr. von Mutzenbecher lehnte es ab. dem Arbeiter- und Soldatenrat sich unterz-uordnen. sowie die neue Ordnung anzu erkennen. Er trat von seinem Posten zurück. Die vorläufige Tbeaterleitung wurde in die Hände des Regisseurs Legal ge. legt und dem Hoftheater der NameNaffauifches LgydeAlheater" beigel-mt

FC. Wiesboden. 13. Nov. Ein Liebesdroma bat sich gestern abend in der N'be des Ebauffeekwnses abgespielt D^s Mäd­chen. das daran beteiligt war. wurde durch einen Schuß o-tötet wehrend der Forstgebilfe Josef Basten einen Schuß in den Unter­leib erhoben bat. Er wurde schwer verletzt nach dem Kranken­haus verbäckst.

FC. Eltville. 13. Nov. Eine b'er aboehal^ene Volksver­sammlung nahm die W"bl eines Bürger-Aus^chulleS vor. der den Magistrat um Aushebung des Zwaimssnllews in der Le- b^nsmittelnk-rt-eiluna ersuchen soll. Eine erw"it'rte Kom^istien soll vor allem die Rechnungen der gekauften Lebensmittel prü­fen und die Verkaufspreise festsetzen.

FC. «ic':' - '' Nov. Zwei fremde Soldaten dran­gen hier in die v- des Bürgermeisters und durchsuchte,

dieselbe mit Hilfe eines Arbeiters. Was an Lebensmittel vor. Händen war. wurde in einen Sack gesteckt. Auf dem Bahnhof wurde einer der Soldaten festgenommen, der dort auch dt- Fahrgäste revidierte und Maren beschlagnahmt hat.

AuS Rheinbeffen.

k FC. Mainz, 13. Nov. Weißkraut zu drei Pfennig da- Pfund wurde heute mittag oei d?n Firmen Louis Busch und Moguntia-Trockenwerke an jedermann verkauft. Einige Wag­gons kamen zum Verkauf. Ein hiesiger Beamter fand in sei­nem Garten in der Nähe der Finthenerstrafe vier Füße und die Gedärme eines geschlachteten Stückes Großvieh. Die Polt, zei fahndet nach den Schwarzschlächtern.

Alzey, 13. Nov. Ein trauriger Urlaub war dem Arbeiter und Landfturmmann Valentin Backes von hier befchieden. Er fand bei seiner Ankunft seine Frau an Grivve schwer erkrankt vor. Kurze Zeit darauf erkrankte auch seine 17 Jahre alte Doch, ter und starb nach wenigen Tagen. An dem Tage, da das MS) chen zu Grabe getragen wurde, schloß auch die Frau ihre Auge, für immer.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem 5>inscheiden und der Be­erdigung meiner lieben hoffnungsvollen Tochter, Schwester und Enkelin

Mariechen Becker

für dis trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Bocket, sowie für die vielen Kranzspenden ihrer lieben -Schulkameraden, für den reichen Blumenschmuck, und c,anz besonders unserer Gemeindeschwester für ihre liebevolle Pflege, welche sie ihr erwiesen hat, sagen wir

herzlichen Dank.

Melbach, den 16. November 1018.

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