Ausgabe 
14.10.1918
 
Einzelbild herunterladen

antwortlich find, daß es f o kommen mußte. Die Antwort müßte weit ausholen und auf die Zeit zurückgreisen, da der Gxtünbcr des Reiches, Fürst Bismarck, entlassen wurde. Damals wurde der Keim zu der Saat gelegt, deren traurige Ernte wir jetzt einheimsen muffen: Bruch mit Rußland, Welthandel nnd Was­serpolitik, die Zeit der tönenden Reden und der inneren Schwäche. Wir haben schlimmes befürchtet, aber unsere Er­wartungen sind Lbertroffen worden.

Nach gwiffenhafter Prüfung militärischer Notwendigkeiten.

Berlin, 12. Okt. Der Text der deutschen Antwortnote ist nach Bern zur Uebermittlung an Wilson abgeganaen. Es muß betont norden, daß diese Rote nicht nur die volle Billigung des Reichstages und der Reichsleitung, sondern auch das volle Ein­verständnis der Obersten Heeresleitung gefunden hat, deren Urteil auufübrlich eingeholt worden ist. DieKrisgszeitung" desLokal-Anzeigers" schreibt hierzu:Der Umstand wird

nicht wenig zur Beruhigung der Bevölkerung beitragen, daß unsere Reichsleitung nach gewiffenhafter Prüfung aller mili­tärischen Notwendigkeiten ihre Antwort an Wilson gegeben hat, so daß wir versichert sein dürfen, es werde unserem Vaterlande auch dann keine unmittelbare Gefahr aus der Räumung besetz­ter Gebiete erwachsen, wenn die Hoffnung auf baldige Verstän­digung mit unseren Feinden fi chnicht erfüllen sollte."

Der Eindruck bei unseren Feinden.

Haag, lg. Okt. Reuter meldet aus Washington: Rach

Kenntnisnahme des auf drahtlosem Wege bekannt gewordenen Wortlauts der deutschen Rote wird in offiziellen Kreisen Wa­shingtons erklärt:Auf den ersten Blick scheint die deutsche

Antwort eine vollständige Annahme der Bedingungen Wilsons und eine befriedigende Beantwortung seiner Frage darzustellen."

Haag, 13. Ott. Reuter meldet aus London:Die Antwort Deutschlands wurde in London spät abends bekannt und in den Theatern und Kinos unter ungeheurem Enthusiasmus verkün­det. Das Publikum sang nationale Lieder, was in einigen Theatern zur Unterbrechung der Vorstellung führte. Man ver­mutet eine vollständige Uebergabe von Seiten Deutschlands und glaubt, daß der Krieg in einigen Wochen beendet ist. Die Sonntag-Morgenblätter bezweifeln die Aufrichtigkeit der deut­schen Beweggründe. Sie erklären, Deutschland täusche sich, wenn es glaube, es habe jetzt nur noch über die Bedingungen auf der Konferenz zu verhandeln. Die Alliierten hätten den 14 Punk­ten Wilsons noch manches hinzuznsüqen. Die Blätter glauben nicht, daß Wilson einen Waffenstillstand empfehlen werde, ohne gleichzeitige Garantien zu verlangen, damit Deutschland seinem militärischen Zusammenbruch nicht entschlüpfe. Es werden Ver­mutungen geäußert über die Bedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten, so eine Besetzung von Metz und der Brückenköpfe am Rhein, die Entwaffnung der deutschen Flotte und die Uebergabe der Tauchboote. Foch werbe die Bedingungen diktieren, die dem Heere die Früchte ihres Sieges nicht rauben "

Eine Rede Lansings.

Haag, 12 . Okt. DerNreuwe Notterdamfche Courant" mel­det aus London: Wie ..Central News" aus Newyork melden, hat Staatssekretär L a n s i n g am Donnerstag im theologischen Seminar in Auburn im Staate Newyork anläßlich des 100jäh- rrgen Bestehens des Seminars eine Rede gehalten, worin er erklärte, daß die Friedensverhandlungen nicht in der Nähe seien und daß man nicht zulasten würde, daß ein Geist der Rache die Verhandlungen beeinträchtige. Eine rachegierige Haltung der Verbündeten, sagte er. werde den aufrichtigen Geist der Gerech­tigkeit, der für die Gründung eines dauerhaften Friedens we­sentlich fei. stack beeintcächttgen. Nachdem der Krieg gewon­nen sei. muß das amerikanische Volk keinen weiteren rücksichts­losen Haß gegen diejenigen, welche der Militärdiktatur der Mit­telmächte gedient haben, hegen. Es sei die Pflicht derjenigen, die die öffentliche Meinung beeinflussen, darauf zu sehen, daß diese Leidenschaft die Verwirklichung der Pläne zu einer Neu­regelung und Neuordnung der Welt nach der Wiederherstellung des Friedns nicht verhindern werde.

Die Tatsache, daß Lansings Rede vorher dem Präsidenten Wilson zur Genehmigung vorgeleyn hatte, beweise, so sagte der Korresponoent der ..Centtal News", daß Wilfon diese Ansicht teile, nämlich, daß Deutschlands Regierung und nicht das deutsche Volk für den Krieg verantwortlich sei.

Eine Erklär»ng der Konservativen.

Berlin, 12. Okt. Die Deutsch-konservative Fraktion des Reichstages hat, wie wir erfahren, zu den Verhandlungen iiber die Note des Präsidenten Wilson folgende Erklärung beschlossen:

llnsere Heere stehen noch immer weit in Feindesland. Die Räumung des besetzten Gebietes, ehe ein ehrenvoller Friede und die Unversehrtheit des Reichsgebietes gesichert sind, kann verhängnisvoll werden. Jede Preisgabe deut- scher Erde ist mit deutscher Ehre unvereinbar. Weite vater­ländische Kreise erwarten nun die Erklärung der Regie- rung. daß sie hieran unverrückbar festhalten wird. Das deutsch- Volk ist entschlossen, den heiligen Boden des Vater­landes bis zum Letzten zu verteidigen.

Die Haltung der Nationalliberalen.

Berlin, 12. Okt. DieLeipziger Neuesten Nachrichten" melden ans Berlin: Die nationalliberale Reichstags-

fraktion hat den Reichskanzler wissen lassen, daß sie ihre Stellungnahme zu der Antworck an den Präsidenten Wilson, soweit darin die Räumung des von uns besetzten Gebietes in Frage kommen, abhängig macke davon, daß bevor die Reickstagsmitglieder ihre endgültige Entscheidung treffen, Amtliche Heerführer und deren Generalstabsckefs nach ihrer Meinung über diese Forderung gefragt werden.

Eine neue Kancherkrise?

In dem deutschen Blätterwalde rauscht es wieder ganz be­denklich und es wird xngedeutet, daß Prinz Max von Baden vielleicht nicht länger Reichskanzler bleiben könne. Wie ist

denn bas möglich, nachdem der badische Prinz erst vor wenigen Tagen als der Retter des Vaterlandes gepriesen wurde? Die Sache verhält sich so: Der Prinz soll im Januar einen Brief an den Prinzen Alexander von Hohenlohe, der in der Schweiz wohnt, gerichtet haben, worin er sich nicht mißzuverstchend gegen die westlichen Demottaten und gegen die damals schon ge­forderte Parlamentarisierung des Deutsch. Reiches gewandt hatte. Das war unklug. Prinzen sollen möglichst wenig reden und gar- nichts schreiben, am allerwenigsten in das Ausland. Das zeigte sich auch hier, denn för Brief gelangte in englische Hände und ist veröffentlicht worden. An seiner Echtheit ist wohl nicht zu zweifeln und so kommt das Schreiben höchst ungelegen, nach­dem der Prinz erst vor wenigen Tagen sein demokratisch klopfen­des Herz ausgeschüttet hatte. Zwar ist man mit der Entschul­digung schnell bei der Hand, daß der Prinz den damals kund- Legebenen Anschauungen nicht mehr huldige. Diese Gesinnungs- äwderung ist ja etwas plötzlich erfolgt, aber wir wissen, daß prinzliche Verstandskästen besonders fein gebaut sind, so daß ihnen das Umlernen leichter wie gewöhnlichen Sterblichen fällt.

Das ist aber nur die scheinbare Ursache. Diese Entgleisung­wäre dem neuen Reichskanzler rasch verziehen worden und des­halb braucht sein Amt nicht in Frage zu stehen. Er hat aber noch ein weit schwereres Verbrechen begangen. Der Prinz verrät nämlich an einer Stelle des Briefes, daß ihm dieF r a n k f u r- ter Zeitung" ein besonders antipathisches Or­gan sei. Pkan kann dies dem Prinzen ja nachfühlen. Aber man denke sich in die Lage derFranks. Zig.", des neuen Re­gierungsorgans, versetzt: Gestern feierte sie den Prinzen als den Heros des Jahrhunderts und heute vödrät ihr Held, daß sie ihm besonders mißliebig sei. Mit süßsaurer Miene sucht das Eschenheimerstraßenblatt die Antipathien damit zu erklären, daß Prinz Max eine religiöse Natur sei und es scheine sich die Mei­nung gebildet zu haben, dieFranks. Ztg." bekämpfe die Re­ligion. Wunderschön ausgedacht und wer's nicht glaubt, zahlt einen Thaler?

Aber ein Stachel ist bei den neuen Herren doch zurückge­blieben und so mutz denn Prinz Max Buße tun, oder er wird gehen. Denn im neuen Volksstaat soll man den Namen der Frankfurter Zeitung" nicht unnütz führen.

HniOrucum und PaaSche.

Die Fortsetzung der Regierungsbildung gerät immer wie­der ins Stocken. Offenbar liegt das zum guten Teil daran, daß die Zahl der Bewerber allzu groß ist, und daß man hin und her schwankt, wo und wie man die zu Berücksichtigenden unterbringen soll. Nach derVoff. Ztg." wird der fortschrtttliche Abgeord­nete Haußmann nicht, wie ursprünglich geplant war, als Ilnterftaatsfekretär in die Reichskanzlei eintteten, weil beab­sichtigt scheint, ibn auf einen besonders wichtigen diploma­tischen Auslandsposten zu senden, auf deffen Besetzung mit einem Parlamentarier und einem einem süddeutschen Bun­desstaat angehörigen Manne im politischen Interesse ein ge­wisses Gewicht gelegt wird. Infolgedeffen sind die Erörterungen über die Besetzung dieses Postens wieder in Fluß geraten, und es fehlt natürlich nicht an Kandidaten, die in dcn Kreisen, die es angeht, genannt werden.

Als Ministerkandidat hat sich Herr P aas che, der in allen gewagten Geld-Spekulattonen wohl erfahren ist, angelegentlichst empfehlen laffen. Wie es scheint, möchte er gern die Vizepräsi­dentenstelle im Reichstage mit dem einträglicheren Amte des preußischen LandwirtsHaftsministers vertauschen. Aber er hat nicht mit der Sozialdemokratie g^ecynet. über deren maßgeb­liches Wohlwollen er nicht verfügt. DerVorwärts" versieht die Meldung, daß Paasches Ernennung zum Landwirtschafts­minister geplant sei, mit einem Frage- und Außrusungszerchen und bemerkt.Diese Nachricht dürfte sich aber ganz entschieden als vollständig falsch erweisen." Armer Paasche! Er wird also wohl bei der Verteilung der Deute leer ausgehen, obwohl er feine Ansprüche rechtzeitig und nachdrücklich hat vermerken las­sen. Immerhin E r z b e r g e r ist sein Gönner!

21000 Tonnen versenkt.

Berlin, 11. Okt. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England haben unsere U-Boote 21 000 Bruttoregistertonnen versenkt

Der Chef des Admiralstabe- der Marine.

London, 11. Okt. (WB.) Reuter. Der englische Damp­ferLeisester" fuhr um 10 Uhr morgens mit 650 Passagieren und 20 Mann Besatzung von Kingston ab. Er wurde zwei­mal von Torpedos getroffen. Verschiedene Rettungsboote schlugen um: die Insassen ertranken. DerDaily Mail" zu­folge ist die Torpedierung der beiden SchiffeLeicestcr" und Hiranu Maru" ein Teil einer neuen U°Bootaktion, die mit viel schwerer bewaffneten U-Booten geführt wird. Nach Mldungen des Reuterschen Büros istHiramr Maru" bei stürmischem Wetter versenkt worden. 29 Ueberlebende wur­den von einem amerikanischen Torpedojäger aufgefischt. Nach einer anderen Meldung wurden von 250 Mitfahrenden nur 28 gerettet, darunter 11 Passagiere, drei Engländer, sieben Holländer und ein Belgier.

*

Washington, 12. Okt. '(WB.) Rentermeldung. Amtlich wird gemeldet, daß am 30. September der DampferTicon- darga" torpediert wurde. Zehn Offiziere und 111 Mann werden vermißt.

Zusammenstoß amerikanilcher Trrrppentronsporldampfer.

Haag, 12. Okt. Die englische Admiralität teilt mit: Der bewaffnete HilfskreuzerOtranto" ist am 6. Oktober mit dem Dampfer Kaschmir zusammengestoßen. Beide Schiffe hatten amerianische Truppen an Bord.Otranto" ist völlig

verloren. Von 335 amerikanischen Soldaten werden 1! Os^ fiziere und 85 Mann vermißt. 4 Mann sind dabei uingv. kommen.Kasckimr" erreichte einen sck>ottisck-en Hafen, mti er seine Truppen landete. Nach Privatmeldungen war haß Wetter bei dem Zusammenstoß zwischenOtranto" und Kaschmir" sehr schlecht. Beide Schiffe gerieten außer St'-' "ud verloren einander aus den Augen. Ein Torpedojäger eilte auf den Funkspruch herbei und rettete 27 Offiziere unb 239 Mann. Außer Amerikanern waren auch noch 30 ficmzö- fische Soldaten an Bord; alle wurden in einem Hafen von No cd Irland gelandet.Otranto" strandete an der Insel .Jslay und wurde völlig zertrümmert. 16 Ueberlebende wurden auf Jslay gelandet.

Mastenstnchl ans Kille.

Berlin, 13. Okt. (WTB. Amtlich) Auf Ansuchen der Obersten Heeresleitung hat die deutsche Regierung vor­gestern die Schweizer Regierung gebeten, sie möge sich um- gehend an die französische Regierung wenden und ihr mir- teilen, daß sick der Einwohner von Lille und der umliegen­den Arbeiterstädte eine ungeheure Errgung bemächtigt habe. Die Furcht vor einer Beschießung dieser Städte durch die Entente mache eine allgenieine Panik wahrscheinlich Falls es infolgedessen zu einer Massenflucht von vielen Tausenden von Menschen komme, mit welcher mit Sicherheit gerechnet werden müsse, so werde die deutsche Heeresleitung nicht im­stande sein, für diese Massen annähernd zu sorgen, so sehr sie bemüht sei, das Los dieser Unglücklichen zu erleichtern.

Gleichzeitig ist unter Mitteilung des oben geschilderten Sachverhalts die holländische Regierung befragt worden, ob es ihr möglich fein würde, für die Unterbringung der Flücht- linge Sorge zu tragen. Die holländische Regierung hat auf unsere Anfrage ihre Bereitwilligkeit erklärt, nach Möglich­keit zu helfen. Von der französischen Regierung ist bisher keine Mitteilung eingegangen. Mittlerweile hat die be« fürchtete Massenflucht eingesetzt.

Was Wir für Bulgarien taten!

Der bulgarische Ministerpräsident Malinow hat dem Abfall von den Dundesgenoffen jetzt in feiner Rede in der Sobranje noch den Vorwurf ungenügender Unterstützung hinzugefügt. Deutsch­land ist, so wird dazu in den Blättern festgestellt, in seiner Hilfe für die Vefieiung der bulgarischen Gebiete viel weiter ge­gangen, als seine Bundespflichten ihm auferlegten. Allein die deutschen Verluste betrugen 1700 Offiziere und etwa 60 000 Sol­daten. Davon starben 336 Offiziere und 9500 Soldaten den Heldentod auf den Schlachffeldern in Serbien, Mazedonien und in der Dobrudscha. Was kann Herr Malinow als bulgarische Gegenleistung dafür anführen? Alles, was das bulgarische Heer für seine Ausrüstung außer den Landesprodukten brauchte, wurde von den Mittelmächten geliefert. Allein die Lieferungen Deutsch­lands erreichen mit den Kreditvorfchüffen zusammen die Summe von über 2 Milliarden Mark. Keinen Pfennig davon hat Bul- garien bisher dafür bezahlt. Für 820 Millionen Mark oder für rund eine Milliarde Lewa wurde allein bis zum Herbst 1917 Kriegsmaterial geliefert. Diese Summe verteilt ück, aus 161 Mil­lionen Mark Bekleidung und Ausrüstung. 400 Millionen Mark FeldarLilleriematerial. 98 Millionen Fußartillericmaterial, 161 Millionen verschiedene Lieferungen für Heereszwecke. Die Liefe­rungen Bulgariens an die Mittelmächte waren dagegen ganz unerheblich. Die Ausftchr von Eetteide und Futtermitteln ist sogar hinter dem Friedensdurchschnitt zurückgeblieben-

Mit diesen Leistungen vergleiche man folgende Nachricht:

Berlin. 11. Ott. Herr Kaufmann, der durch 30 Jahre das Haus Krupp in Sofia vertrat, ist in Berlin eingetroffen. Er teilte mit, daß die bulgarischen Behörden die zugesicherte Frist von 4 Wochen für die Ausreise der Deutschen elnhalten wolle, daß aber die deutschen Behörden selbst ihren Landsleuten rieten, Sofia möglichst ball, zu verlaßen Die deutsche Kolonie, die einschließlich Frauen und Kinder etwa 300 Personen umfaßt, reiste daher sofort in zwei Zügen ab, außerdem verließen zwei Züge die bulgarische Hauptstadt, die die Sanitätsabordnungcn. die Aerzte imd die Geistlichkeit zurückbeförderten.

Dis Herren Bulgaren.

Berlin, 12. Ockt. DieNorddeutsche" schreibt: Die Agence Bulgare veröffentlicht einen formellen Protest dev bulgarisck)en Regierung, wonach sich die deutschen Truppen, die Bulgarien verlassen. Vorräte und Materialien der bul­garischen Armee gewaltsam aneigneten, daß sie Material und Ausrüstungsgegenstände des Roten Kreuzes Mitnahmen und die verwundeten bulgarischen Soldaten zwängen, ihre Kleider und Stiefel auszuziehen und sie halb nackt auf der Landftraßs liegen ließen.

Der Ton dieses Protestes läßt darauf schließen, daß der französische Propagandadienst die Leitung der Agence Bulgare übernommen hat. Eine Erwiderung auf den In-,' halt erübrigt sich.

Flucht Dadoslawoms.

Wie demBerl. Lokalanzeiger" berichtet wird', erhalten' englische Blätter aus Sofia folgende Nachricht, der frühere Premierminister Nadoslawow soll am 9. Oktober, als deut­scher Offizier verkleidet, aus Sofia entflohen fein.'

Die Serben in Ursküb.

Kopenhagen, 11. Okt. Nach einem Londoner Telegramm ist der serbiscke Kronprinz mit seinem Hauptquartier in Uesküb eingerückt. Auch die serbische Regierung wird sich sobald als möglich in dieser Stadt vereinigen und dort Wehn sitz nehmen.