^S ch orsch Dursti g< einem lustigen .Spiel, das bereits in ianderen Städten sehr gefallen hat, bei uns Beifall ernten. Die ^bewährten Solokräfte, die in dem vorangehenden „Bunten Teil" Mitwirken, werden ein völlig neues Programm in Rezitationen. Liedern, Quartetten und humoristischen Vorträgen zu Gehör zu bringen. Es wird bei der zu erwartenden starken Nachfrage -nach Eintrittskarten empfohlen, sich diese rechtzeitig im Vorverkauf von Scriba und Vindernagel zu bestellen.
Bad-Narche:m. 4. Ott. Die Presse hat berichtet: „In Bad- Nauheim wurden infolge einer aufgedeckten Geheimschlächterei zahlreiche angesehene Bürger verhaftet, darunter ein Religionslehrer und einer der bekanntesten Hotelbesitzer. Letzterer bot für seine Haftentlasiung vergeblich 50 000 Mark Bürgschaft. Die Schlachtungen wurden in einer Zimmermannsmerkstätte am Hauptbahnhof vorgenommen. Hier befand sich auch die Versandabteilung. An zahlreichen Versandkisten war die Adresse der Empfänger angebracht, so daß man über die Fleischabnahme genau unterrichtet ist. Einer der ersten Ravdeimer Aerzte befindet sich gleichfalls darunter." Wir haben Erkundigung eingezogen und in Erfahrung gebracht, daß der verhaftete Religionslehrer der Kultusbeamte und Schächter Oppenheimer ist. der heimlich das Vieh, das in dem Kurhotel Adler konsumiert wurde, schlachtete. Uebrigens wird uns mitgeteilt, daß nicht für den Hotelbesitzer, sondern für den Schächter die 50 000 Mk.
Kaution geboten worden seien. Nicht allein, dast die reichen Berliner. Hamburger und Frankfurter „Kriegsgewinnler", die in Scharen z. Zt. Bad-Rauheim bevölkern, sich heimlich an Un, mengen Fleisch gütlich taten, während die ärmere und mittlere Bevölkerung nichts haben kann, nein, es mußte für diese Gesellschaft auch noch geschachtetes Fleisch sein. Unter „einer der ersten Rauheimer Aerzte" ist der Arzt Geheimrat Professor Dr. Trödel, dem das Sanatorium Grödel gehört, zu verstehen, der auch ein Abnehmer des geschachteten Fleisches gewesen ist. Trödel war s. Zt. behandelnder Arzt der Kaiserin und jetzt des Königs von Bulgarien. Fleischlose Tage oder gar Wochen hat es für die Herrschaften im Kurhotel Adler ebensowenig gegeben wie im Sanatorium Grödel. Man darf wohl erwarten, daß die Untersuchung des Falles ohne Ansehung der Person des Herrn Gehsimrat Grödel und seiner vornehmen Kundschaft geführt wird. In Bad-Naubeim ist man nämlich allgemein der törichten Auffassung, daß um dieses Herrn willen doch nichts geschehen werde. Die ..Bad-Rauheimer Zeitung" hat sogar entrüstet getan, daß sich die Öffentlichkeit mit bieser Frage beschäftigt hat. Diese Auffassung muß ganz gründlich enttäuscht werden!
FC. Vad-Nanbeim. 2. Okt. Der Stab des Landsturm-Inf.- Ersatz-Bataillon 18/34 wurde du^ch Verfügung des Stellvertretenden Generalkommandos von hier nach Butzbach verlegt.
' FC. Nus dem goldenen Erund, 2. EC\ Sehr hohe Preise wurden bei einer in Wörsdorf abgehaltenen Versteigerung von Grundstücken erzielt. Das Stämmchen Land, das rund 11000 Mark laxiert war, kam auf 24 000 Mark.
FC. Dom Westerwald, 2. Okt. Infolge eines Schlagan^ falls verstarb in Eschelbach Bürgermeister Kirchem im 68. Lebensjahre.
MsäselLLZUNZ OlLSSSN
in C2ie*«en, Johannesstrasse 1, Ecke Neuenwegf,
in darin!? vom 23. Scpfsmlier bis 23. Oktaler.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meine inni alt geliebte (EetHiiv uns ere Iror iL os o rgt o 5D2uUo»
Margarete
geb. Klomann
___ ,;M)
Todesanzeige.
nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der heiligen Sterbr- laüamente, im 70. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen
Die tieftrauernd Hinterbliebenen:
2. d. N.r
Georg Freimund und Kinder.
Die Beerdigung findet Sonntag, den L Oktober 1918, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt.
Todes-Anzeige.
Verwandten. Freunden und Bekannten hierdurch
die schmerzliche Mitteilung, daß unfcr inmgstgeliebter Gatte, Valer, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel
Km Htim-h Thm
Platzmeister
gestern nachmittag 4 l / 2 Uhr nach kurzem schweren Leiden im 52. Lebensjahre sanft dem Herm entschlafen ist.
Friedberg. Homburg. Büdesheim. Ossenheim, Hamburg, den 4. Oktober 1918L
2n tiefer Trauer
Die iranernden Hinterbliebenen:
Frau Anna Thorn geb. Dillenburcer W. Alienburg und Frau geb. T,ocn C. Bahn und Frau geb. Thorn Eduard T orn Wilhelm Thorn Heinrich Tarn.
Die Beerdigung findet Montag, den 7. Oktober, nachmittags 3 l / 2 Uhr statt.
Krkanntmachnng
Nächsten Dienstag, den 8. Oktober, nachmittags von 3 bis 4 Uhr, verleiten wir in der alten Post, Zimmer Rr. 2 an Kranke
Landtier.
Genen Vorlage der kreisamtlichen Beicheinigungen, auf Eier- karten rot, Marke 9. wird 1 E» zu 34 Pfg. abgegeben.
Ecerkarten und kreisamtliche Bescheinigungen sind vorzulegen. Eierkarten ohne die betreffenden Marken brechligen nicht zum Bezug: einzeln abgetrennte Marken sind wertlos.
Friedbera, den 4. Oktober 1913.
Drr Bürgermeister. 2. V.: Damm.
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E e?^ucrga de ver- ä^gelaufenen Karte u. unter Vorlage der Lebensmittelkarte in En pfang genommen werden. Frredberg, den 2. Oktober 1913 Der Dürgermeister 2. V.: Damm.
Sekanntmachung
2n der Zeit vom 1—31. Oft. wird gegen die Lieferunqssbschnitte 29 und 21 der Süß'toffkansn „H" (blau» und gegen die Liefe- runrsabjchnitte 5 und 6 der Süß. ftoffkarten „G" (aelb) von den Si ßstoffabgabeftellenSüßftoffad» gegeoen.
Es gelan-zen auf Abschnitt 28 und 21 je ein Briefchen bezw. 5 und 6 je eint Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 31. Oktober vertieren die Adsihnitte 20 und 21 bezw. 5 und 6 ihre Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abge» rufene Sützstoffmengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werden.
Friedberg, den 4. Okt. 1913.
Der Bürgermeister
2. V.' Damm.
Belr.: Zuteilung von Vre««» stoffen.
KeKanntmachnng
Beruonehmend auf meine Bekanntmachung vom 30. 6ep‘ember is. Is. sind berechtigt auf Vov« zeigung der Kohlenansweiskarte Brennstoff zu beziehen:
Bezirk 1 dir. 501—58« je 3 Zent» tier Ei ormkohlen bei Kohlen» Handlung Davis Krämer, Hanauerstraße.
Bezirk S Nr. ödl-750 je 3 Zentner Briketts.
Bezirk U Nr. 751-884 je 3 Zent» ner Kohlen,
Beziik II Nr. 1—90 je 3 Zent- ner Kohlen bei G. Schwarz. & Sühne. G. m. b. H., Fauer» bacherstraße.
Der Bürgermeister 2. V.: Damm.
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