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beit Betrieben der Rüstungsindustrie Gelegenheit, in Halbtags- schichten dem Vaterland niitzliche Arbeit zu leisten und dadurch zum Lebensunterhalt Leizutragen. Wer nicht an bk Heimat gebunden ist, dem bietet sich Gelegenheit, in der Etappe Haus­arbeit oder Burodienst zu übernehmen. Dort erhalten die Frauen, die alsHelferinnen" der Heeresverwaltung ihre Dienste zur Verfügung stellen, nicht nur gute Bezahlung, son­dern auch eine gute auskömmliche Verpflegung: die durch di» Rationierung im Heimatgebiet bedingten Schwierigkeiten d^r Beschaffung fallen weg. Gut eingerichtete Heime, wohlwollende Fürsorge in geistiger und leiblicher Hinsicht dienen dazu, diesen Helferinnen die Heimat zu ersetzen.

Möge jede, noch nicht im Dienst des Vaterlandes stehende Frau sich prüfen, ob sie sich nicht auch zur Erreichung des gemein­samen großen Zieles und zum Gelingen des großen Ganzen beizutragen verpflichtet fühlt.

Meldungen für die Etappe werden von der Frauenarbeits- Meldestelle beim Kreisarbeitsnachweis Friedberg. Bismarckstr. 32. entgegengenommen. Heber Meldungen für die Industrie wird in den Zeitungen der örtlichen Vedarlsstelle weiteres be­kannt gegeben.

Jugend van heute.

Kaiserslautern, 24. Sept Eine feckskopfiae Bande von fugendlichen Taugenichtsen, die in Eisenbahmügen wie die Vandalen gehaust hatten, stand vor der hiesigen Strafkammer. Die Angeklagten standen im Alter von 13 bis 16 Jahren, nur der Anführer war bereits 17 Iabre alt. Sie fuhren täglich nach und von der Arbeitsstelle und führten sich in den Eisenbahnab­teilen in ganz unglaublicher Weise auf. Die angebrachten Schil­der wurden abgerisien und zertrümmert, die Beleuchtungskörper 'worden ebenfalls abgerisien und zum Fenster hinausgeworfen. Rach den roten und grünen Signallichtern wurde wahrend der Fabrt mit Steinen geworfen, der Linoleumbelag des Fußboden­wurde gewaltsam entfernt und gestohlen. Auch auf kreuzende Züge wurden Steine geworfen, wodurch in einem Fall ein Sol­dat ziemlich verletzt wurde. Die VremserhauZcben wurden er­brochen und mutwillig die Rotleine gezogen. In ihrem Hei­matort erbrachen die Burschen einen Briefkasten und raubten die Briese, schlugen Dachfenster ein und verübten weitere Schandtaten. Das Gericht verurteilte den Rädelsfübrer. der bereits etwas auf dem Kerbholz batte, zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und 11 Tagen Gefängnis, auch wurde er sofort tu Haft genommen. Die übrigen Angeboten erhielten Ge­fängnisstrafen von 5. 4 und.2 Monaten, während der letzte mit 10 Tagen Gefängnis davonka^

frjlirtnnifl brr flfii^rntion der Sf* !, %rl!uwr.

Entsprechend der vom 1. August 1918 ab erfolgten Ver­ringerung der wöckentlichen Fleischmenge für die ver- forgungsberechtigte Bevölkerung hat der Staatssekretär des Krieasernahrungsamts durch Verordnung vom 20. Septem­ber 1918 auch die Sätze für die Selbstversorger festgesetzt, so daß ein Selbstversorger in Zukunft 400 Gramm Schlachtvieh, fleisch, gleichviel welcher Art, oder Wildpret in der Woche für sich verbrauchen darf. Die Neuregelung tritt mit dem 25. September 1918 (R.G.Bl. Nr. 126) in Kraft. Für Haus- schlachtungen, die vor diesem Zeitpunkt vorgenommen sind, verbleibt es bei den bisherigen Anrechnungsvorschriften.

§n!>!ilh rliimnl NM vkrnjilijtM m Mainz.

Die Landwirte müsien sich zwar sonst fragen, was kann aus Mainz gutes kommen, denn dort sitzen die Herren, die in der Landes-Milch- und Fettstelle ihr Sprüchlein gegen die Land­wirte auftragen, dort waltet der Herr Beigeordnete Külb seines Amtes, der mit Donnerstimme gegen die agrarische Begehrlichkeit wettert und dort thront die Landes-Eierstelle, die den armen Hinkeln das Leben sauer macht. Aber heute hören wir doch etwas vernünftiges'. Der städtische Ernährungsbeirat in Mainz beschloß nämlich, von einer Streckung des Brotes durch Kartof­felmehl abzusehen, vielmehr die bisherige Wochenmenge von I960 Gramm für den Kommunalverband Mainz bestehen zu lasten und der Bevölkerung dafür ein Pfund Kartoffeln alle 14 Tage mehr zu verabfolgen. Das ist doch wenigstens eine Tat der Vernunft in unserer an wirtschaftlicher Unvernunft so rei­chen Zeit Die Streckung des Brotes mit Kartoffeln ist nämlich gar nicht zu kontrollieren und öffnet der Verfälschung Tür und Haus. Wenn man denn schon Kartoffeln genießen muß. dann gebe man etwas weniger Brot, laste es rein und bewillige die zumStrecken" notigen Kartoffeln in natura dem Volke.

Gkßk!! litt, Urrfcanf !Mmr1IÄllft!ichtt AkMjN! an WilMMe

tfcfttet sich mit aller Schärfe das Bezirksamt Tölz. In der Presse finden sich neuerdings Kaufgefuche für ländliche An­wesen in immer größerer Zahl. Es ist ausgeschlossen, daß r-iese Gesuche von landwirtschaftlichen Kaufliebhabern aus- «ehen, vielmehr ist anzunehmen, daß es sich vielfach um Gesuche von Kaufsliebhabern handelt, welche solche An­wesen als Kapitalanlage und insbesondere zur Sicherung einer basieren Ernährung suchen. Es widerspricht dem Öffentlid>cn Interesse, daß landwirtschaftliche Anwesen aus dem Besitze wirklich ausübender Landwirte in den Besitz von Nichtlandwirten übergehen. Es liegt im Interest der Land- Wirte, wenn sie jetzt in der Kriegszeit ihr Anwesen, den Rück- halt der Familie und die Grundlage ihrer Selbständigkeit, eines nur scheinbaren Gewinnes halber preisgeben. Das Bezirksamt behält sich vor, für foIcf>e Fälle die distnkts- Polizeiliche Genehmigung zu versagen.

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Mutz der deutsche Landwirt den englischen lAushungerungsplan zuschanden wachend «riegszettliche Schwierigkeiten in der wtrtu ichaftsfiihnzng mutz er aus sich nehmen «ad ohne Eigennutz in der Not-, zeit helfen und opfern im Gedenken an das grotzq Ganze, vsrrrm kein Ttör« geln und Klagen, fanden* vaterländisch opfern, auch bet der 9. Krieas-Anleihe!

Dom Felde

der Ehre.

Nieder-Nosbach. Gefreiter Heinrich Gr oh, Sohn des Landwirts Johann Heinrich Groh, wurde wegen seiner Tapferkeit im Westen mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasie und die Hessische Tapferkeitsmedaille besitzt er fck>on länger. Wir gratulieren!

Bisses. Der noch jugendliche Unteroffizier Julius Simon, Sohn des Viehhändlers Leopold Simon, erhielt als Scharfschütze in einer Maschinen-Gewehr-Abteilung für todesmutiges Ausharren auf einem vorgeschobenen Posten das Eiserne Kreuz erster Klasie. Es ist bereits der zweite in unserer kleinen Gemeinde, der diese Auszeichnung erhielt. Wir gratulieren!

Aus der Heimat.

Zentrale für Kriegßfürsorge. Dre nächste Ausgabe der Karten ftir die Volksküche findet Mittwoch, den 2. Oktober nachmittags von 35 Uhr statt.

Die Heizung der Eiseubahnzüge im kommenden Winter. Trotz aller Bemühungen der Eiseubahnverivaltung, für einen aus­reichenden Ersatz der Heizkupplungen zu sorgen, ist es nicht ge­lungen. die Heizung aller Züge sicherzustellen. Es können nur Schnell- u,rd Personenzüge des Fernverkehrs geheizt werden, während die Züge des Vorort-, Nah- und Nebenbahnverkehrs mit geringen Ausnahmen ungeheizt bleiben. Ursprünglich war in Aussicht genommen, die Züge vom 1. November ab zu heizen: nunmehr ist festgesetzt, wenn die Witterung es erforderlich macht schon vom 15. Oktober ab mit dem Heizen zu beginnen. Unter besonderer Berücksichtigung der klimatischen Verhältniste im Osten sollen die Zuge, die nach den besetzten Gebieten im Osten fahren, so eingerichtet werden, daß sie ienseits der Grenze schon vor dem 15. Oktober mit Heizkupplungen versehen werden, da­mit sie bei kalter Witterung bereits fr' her geheizt werden können.

Echzell. S. K. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht, dem Landbrieftrüger Heinrich Stoll IX. das Verdienstkreuz für Kriegshilfe zu verleihen. Mit der­selben Auszeichnung wurden schon früher Beigeordneter Stoll und Bürgermeister Schmidt beehrt.

Gießen, 25. Sept. Hier wurde im neuen Schloß ein Kriegs­museum eröffnet, um späteren Generationen die Größe, Gewalt und Bedeutung des gegenwärtigen Weltkrieges in Erinnerung zu bringen. In zwei Sälen sind die Sammlungen übersichtlich unrergebracht. Der erste Saal enthält neben Karten, Abbil­dungen, Flregertrophäen, 2 Sanitätshunde in voller Ausrüstung, eine fast vollständige Sammlung von Kriegsnotgeld aus dem besetzten Gebret und der Heimat: der zweite Saal bringt in un­erschöpflicher Fülle Beutestücke, Uniformen, Waffen, Schnitze­reien und Gemälde von Kriegsgefangenn, die Ehrentafeln mit den Bildern gefallener Gießener, Erzeugniste der Kriegsindu­strie, eine Zusammenstellung des Karten-Rationierungsfystems und vor allem die wohl einzigartige, von Geh. Kommerzienrat Heichelheim gestiftete Sammlung der Kriegsorden aller Bundes­staaten, des verbüirdeten Oesterreich-Ungarn und die lückenlose Sammlung der bulgarischen Kriegsauszeichnungen, die der König von Bulgarien dem Museum schenkte

FO. Schlitz, 27. Sept. Einer ins Master gefallenen Kuh wollte dj^ 32jährige Müllersfrau Klitsch heraushelfen und er­trank dabei in der Schlitz.

FC. Frankfurt a. M., 27. Sept. In Soden wurden achtzig Zentner Aepfel beschlagnahmt, die unter dem Vorwand, sie seien für ein Frankfurter Lazarett bestimmt, nach Frankfurt in ein Kaffeehaus kommen sollten, und zuruckgehalten. Den Eafetier trifft durch die Beschlagnahme ein Schaden von 4000 Mark.

Frankfurt a. M., 27. Sept. Die Straffanrmer verurteilte den 28jährigen Werkzeugmacher Wilh. Theberath, der trotz glänzender Lohnverhältniste zehn schwere Diebstähle, darunter sechs Wäschediebstähle, beging, unter Versagung mildernder Um­stände zu 6 Jahren Zuchthaus. Wegen Kettenhandels und un­erlaubten Handels mit Saccharin verurteilte das Schöffengericht den Kaufmann I. Daer, hier Merianplatz, und den Kaufmann Nik. Buchenauer aus Wiesbaden zu je 4060 Mark Geldstrafe, den Kaufmann Ferd. Fleck aus Wiesbaden zu 1000 Mk. Dem Metzger Nathan Seligmann, 'Allerheiligenstraße 63, wurde der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs untersagt. Se­ligmann hat gewerbsmäßig Fleisch ohne Fleischmarken bezogen und weiter verkauft, weswegen er zu 500 Mark Geldstrafe ver­urteilt worden ist.

AuS Starkenburg.

Darmstadt. 26. Sept. Der Verband Hessischer Verkehrs­vereine hielt heute im Fürstensaal zu Darmstadt unter dem Vor­sitz von Rentner Sieben-Auerbach a. B. seine gutbesuchte Hauptversammlung ab, zu der zahlreiche Vertreter von Behör­den und Nachbarverbänden und Vereine erschienen waren, die der Vorsitzende in herzlichster Weise begrüßte. Hierauf er­

widerten sür die Provinzialverwaltung Geheimrat Fey, für die Zweite Kammer deren Präsident Oberbürgern eister K ö h. l er-Worms, für die Stadtverwaltung Darmstadt Bürgermei­ster Müller, für das Hotelgewerbe Süddeutschlands Syndikus Dr. K r i e n e n - Karlsruhe, für die Preußisch-Hessische Eisen- bahndirektion Mainz Geh. Regierungsrat Schmidt- Mainz, für die Oberpostdirektion Darmstadt Oberpostsekretär Geyer für die Handelskammer Dr. Humana, Im Namen des Darm, ftädter Verkehrsoereins sprach Stadtv Stemmer und dankt besonders den Behörden für ihre Unterstützung und Beihülfe. Es folgt dann die Erstattung des umfangreichen Gefchäftsbe» richts durch den Vorsitzenden und geht daraus die eifrige Tätig­keit des Vorstandes auf den verschiedenen Gebieten des Ver­kehrswesens hervor. Der Mitgliederstand hat sich erhalten. Er spricht den Vertretern des Arbeitsausschusses herzlichen Dank für ihre Mitarbeit aus. Die Rechnung wird hierauf genehmigt, der Vorstand entlastet und der neue Haushaltungsplan festge» fetzt. Es wird dann eine Satzungsänderung genehmigt, wonach in den Sitzungen des Arbeitsausschustes von den Vertretern eines Ortes nur einer stimmberechtig: ist. Bei Stimmengleich, heit entscheidet der Vorsitzende Der Vorstand sowie der Ar. beitsausschutz werden biergur wiedergewählt. Ueber die Grün, düng des Südwestdeutschen Handeltzkammerausschustes für das Hotelgewerbe und den Fremdenverkehr hält alsdann Iustizrat Stahl- Dad-Rauheim einen großes Intereste erweckenden Vor. trag. Sehr lehrreich sind die dann folgenden Berichte über die dem Verband angefchlostenen Verkehrs- usto. -Vereine: Ver.

kebrs-Ausschuß der Bergstraße, Verkehrsvereine Gießen Bad. Nauheim, Mainz, Bingen, Offenbach. Derkehrsverband der Strecke Darmstadt-Frankfurt in Neu-Isenburg, Verkebrsverein Morms und Darmstadt. Zum Schluß berichtet der Vorsitzende noch über einen von Direktor Sck'macher auf dem Verbandstage in Koblenz gehaltenen Vortrag über die Werbung im Verkehrs- wefea durch Bild und Film. Er wies darauf hin. daß d«q Ausland, besonders Frankreich, schon lange vor dem Krieg die Bedeutung des Films erfaßt und sich auf den verschiedensten Gebieten zu Nutzen gemacht hat. So wurde u. a festgestellt, daß noch während des Krieges von etwa 125 französischen in Deutsch, land vorgeführten Landschaftsfilms noch dreiundachtzig fran- zöfifche Landschaften verführten. Inzwischen hat man auch in Deutschland den Wert des Film? erfaßt und verschiedene Ge. fellfchaften mit ganz bedeutenden Kapitalien, darunter die Deutsche Llcbtsxielaesellschast. sind bestrebt, durch Vorführung geeigneter praktisch ausgewählter Bilder auch Deutschland den ihm zustohend'n Platz zu sichern. Auch der hessische Verkehrs- verband hat entsprecht nde Schritte getan. Mit einem Schluß­wort des Vorsitzenden schließt die anregend verlau.fene Versamm- lung, welcher nach einem gemeinsamen Mittagsmahl ein Besuch des Kinos stattfand. wobei verschiedene deutsche Stadtfilme vor, geführt wurden. Ein gemeinsamer Ausflug nach dem Obermald- Haus schloß die Tagung, mit der eine Ausstellung van älteren und neuen Werbeschriften der angefchlostenen Verkehrsvereine, zur Veranschaulichung der schrittweisen Verbesternng der ver. schiedenen Auflagen, ferner eine Sammlung von Ausschnitten, inustergiltiger Derkehrsdrucke aller Art. Karten usw verbunden war.

Darmstadt, 27. Sept. Am 25. d M gegen Mittag über- flogen feindliche Flieger die Grenzgebiete unserer Stadt. Die Abwehr trat in Tätigkeit. Soweit bisher festgestellt. wurden Bomben nicht abgemorfen. In einer der letzten Nächte wur- den in einer Hofreite auf der Mathildenhöhe sämtliche Hühner und Hasen gestohlen. Im Hause der Weinberastraße 49 wurden sämtliche Hasen gestohlen. Weiter wurde auf der Mathilden­höhe ein Wobnungseinbruch verübt und wertvolle Wäschestücke. Kleider, Schuhwerk und Sonstiges gestohlen. Ferner wurde eine Anzahl dreister Kellereinbrüche aus solchen Häusern ge­meldet, in denen man größere Mengen von Lebensmitteln ver- mutete.

FO. Groß-Gerau. 27. Sept. Eine Eeheimscchlächterei wurde im benachbarten Wallerstädten aufgehoben. Das Fleisch, das zum Teil nach Mainz und Groß-Gerau bestimmt war, wurde beschlagnahmt.

Aus dem Gorxheimer Tal. 26. Sept. Der Ehrenfeldschütz Abraham Schmitt überraschte auf seinem Grundstück einen Sol- baten, der einen Apfelbaum plünderte. In den Wortwechsel mischte sich der des Wegs dahcrkommende Soldat Leonhard An- deZ. Auf die Drohung des Andes mit seinem Revolver, gab Schmitt zwei Schüste ab, die diesen im Unterschenkel so schwer verletzten, daß er nach zwei Tagen im Heidelberger akademischen Krankenhaus starb. Gegen Sch., der in Notwehr gehandelt haben will, ist Anzeige wegen Körperverletzung mit tötlichem Ausgange erstattet. Andes war 32 Jahre alt, Witwer und Vater von drei Kindern.

AuS Rheinhcsten.

FC Worms, 27. Sept. Bei der Traubenlese hatte ein Schulmädchen ausgeholfen. Nach Hause zurückgekehrt, fühlte es heftige Magenschmerzen. Wenige Stunden später war es eine Leiche. Anscheindne war eine Vergiftung durch irgend etwas, was an den Trauben gesesten hatte, eingetreten. Die Familie hat vor einigen Jahren ein anderes Kind durck) Brandwunden verloren.

And Hcstcn-Nastau.

FO. Wiesbaden, 26. Sept. Die dritte diesjährige Schwur. gerichtZtagung, die am 14. Oktober ihren Anfang nehmen sollte, fällt aus, da kein Verhandlungsmaterial vorliegt.

FO. Pfeddersheim, 27. Sept. Eine hiesige Firma verkauft ihr Sauerkraut zu 23 Dtark, die Gemeindeverwaltung das ihrige zu 9 Mark und die Konservenfabrik bietet e» gar schon sür 5 Mark an.

FO. Langenschwalbach, 27. Sept. Die Königlichen Mineral, brunnen uird Badeanstalten und das Kurhaus werden cnn 28- September geschlossen.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r \ d) e l, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. H e y n e r. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", Ll- G., Friedberg i. H.