Ausgabe 
14.9.1918
 
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fcrnfte Erfahr für Me öffentliche SicheDheit bildet. Es wurde« ] bereits mehrere dieser Männer in das erste deutsche Arbeit»- Lager Wielnbach, Bezirksamt Weilheim, abgeschoben, wo fie p ^ Kulturarbeiten heranyezogen werden. Die Internierten werden entlohnt wie fever andere Arbeiter.

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Zum Ende der Sommerzeit.

Berlin. 13. Sept. (WB.) Schluß der Sommerzeit. Es wird amtlich daran erinnert, daß laut Bundesratsbeschluß vom 7. März d. I. die diesjährige Sommerzeit am 16. Septem­ber also am nächsten Montag vormittags 3 Uhr endet. Die öffentlichen Uhren sind demgemäß am 16. September vor­mittags 3 Uhr auf 2 Uhr zurückzustellen.

Dom Felde

der Ehre.

Echzell. Dem Kanonier Otto Michel. Sohn des Arbei­ters Karl Michel, bei einem Feldartillerie-Regiment, wurde j zu der Hessischen Tapferkeitsmödaille noch das Eiserne Kreuz! zweiter Klasse verliehen.

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Aus dsr Heimat.

Friedberg, 14. Sept. (Konzert.) Wie aus dem An­zeigenteil unserer heutigen Nummer ersichtlich ist. findet morgen Sonntag nachmittag imMainzer Rad", am Bahnhof, ein Fa- milienkonzert statt, das den Besuchern einige genußreiche Stun­den verspricht.

Friedberg, 14. Sept. Wir machen auch an dieser Stelle ] noch einmal auf den morgigen Sonntag stattsindenden Dortrag (Näheres siehe Inserat) aufmerksam. Die Nednerin. Fräulein S e s e m a n n, hat schon in vielen Städten gesprochen und überall große Anerkennung gefunden. Da- Thema, über das sie spricht, verdient ja auch allergrößte deutsches Interesie. Denn wie aus der letzten Rede der Reichskanzler-Stellvertreters Herrn Payer hervorgeht, ist der Friede, den Deutschland im Osten schafft, und der so viel Mühe im Einzelnen macht, ein endgültiger. Er entscheidet auch das Schicksal der baltischen Provinzen. Er wird dieses Schicksal, wenn auch noch ungewiß tn welcher Form, dem deutschen Berantwortlichkeitsbewußtsein anheimstellen. Soll aber diese hohe Kulturmission, die das deutsche Volk da, ältester Tradition gemäß, in Osten übernimmt, gelingen, so ist unerläßliche Vorbedingung, daß wir uns mit dem Geiste dieser Provinzen bekannt machen. Der morgige Vortragsabend wird^sein Teil dazu beitragen. Die Rednerin stammt aus Riga und berichtet auf Grund eigener Erfahrungen. Aus den Krtogserlebniffen, die das Valtenland durch gemacht hat, können wir zugleich noch lernen, wie dankbar wir sein dürfen, daß uns der Krieg wenigstens nicht ins Land getragen worden ist. Durch einige Darbietungen der Schillerschule wird der Abend noch bereichert werden und wir dürfen also wohl auf eine rege Beteiligung rechnen.

K. A. Ein Merkblatt betreffend Kriess-Neserve-Seeofstz'.er- onwörter ist erschienen und ist dessen Inhalt für weite Schichten der Bevölkerung von großem Interesse Das Merkblatt, das die Bestimmungen enthält, unter denen junge Leute, die die Reife für Unterprima ermorden haben, im Bedarfsfall auch solche mit der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst, zur Ausbildung zugelaßen werden, kann bei Großh. Kreisamt Friedberg (Militärbureau) eingesehen werden.

Unwahre Gerüchte. Im Anschluß an die Mitteilung, daß der Oberbefehlshaber in den Marken eine Verordnung erlaßen habe, wonach die Verbreitung unwahrer Gerüchte auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand unter Strafe gestellt wird, lei darauf hingewiesen, daß vom Stellvertretenden Ge­neralkommando des 18. Armeekorps eine solche Verordnung be­reits am 31. August 1917 erlaßen worden ist. Zur Warnung fei sie nochmals mitgeteilt. Sie lautet dahin, daß mit Gefäng­nis bis zu einem Jahre, beim Vorliogen mildernder Umstände mit Haft oder Geldstrafe bis p 1500 Mark bestraft wird:

1. sehr deutschfeindliche Kundgebung durch Worte oder Schrift, insbesondere auch durch Herausgabe und Verbreitung von Flugschriften,

2. das Ausstreuen und Verbreiten falscher Gerüchte, die geeignet sind, die Bevölkerung zu beunruhigen.

Echzell, 14. Sept. Sage keiner, daß nicht noch unerklärliche Dinge auf dieser buckligen und gegenwärtig etwas trübseligen Erde passieren. Hatte da vor eirrigen Tagen ein hiesiger Land­wirt beim Misffahren das saumäßige Glück, im fernen Feld ein wirklich lettes Schwein von 2 Ztr. Schlachtgewicht als herren­loses Gut zu entdecken. Rach allen Regeln der Kunst wurde das kostbare Borstenvieh eingefanaen und nach Hause gebracht. Ehe noch eine amtliche Verkündung des Fundes erfolgen konnte, meldete sich auch schon der Eigentümer in der Person eines bekannten Händlers von Dorn-Aßenheim, dem das wider­spenstige Vieh. es war ein edles Zuchtschwein, während es zum Eber getrieben werden sollte, entlaufen war. Daß da das Wie­dersehen große Freude, auslöste, ist selbstverständlich anzunehmen.

Frankfurt a. M., 12. Sept. Der in dem Frankfurter städt. Fuhrpark als Fahrbursche beschäftigte 17 Jahre alte August Rix von Enkheim, der nach einem Wortwechsel dem gleichfalls dort beschäftigten Arbeiter Heinrich Schroeder von Bergen, einen 'faustdicken Stein an den Kopf geworfen hatte, wodurch der Schädelknochen zertrümmert ^rnrde, ist von der Strafkammer tn Hanau wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt worden.

Frankfurt a. M., 12. Sept. Ein gerissener Betrüger stand in der Person des 28jährigen Kaufmanns Ludwig Hering von hier vor dem Schöffengericht. Im Herbst v. Z. tauchte er hie-r in Feldwebelsuniform auf und tat so, als ob er für die Milk. HLrverwaltung Lebensmittel einkaufe. Daher habe er Quellen, sagte er den Leuten, wenn sie auch etwas brauchten . . . Zwölf gingen auf den Leim und gaben ihm Vorschüße in Höhe von 60600 Mark. Aber Lebensmittel bekamen sie für ihr Geld

nicht zu sehen. Ferner betrog Hering den Eisenbahnftskus durch Fahren auf Militärfahrbarte und die Post durch Benutz­ung der Feldpost. Er wurde wegen Betrugs und unberechtig­ten Tragens einer Uniform p einem Jahre Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt.

Aus Starkenburg.

FCJ. Groß-Gerau, 12. Sept. Einer der ältesten hiesigen Ein­wohner Adam Barth ist kurz vor seinem 87. Geburtstage ge­storben.

FC. Don der Bergstraße, 12. Sept. Auf der Erbacherftvaße in Heppenheim wurden gestern in aller Frühe zwei Männer aus Frankfurt a. M. angehalten, die zwei schwere Körbe llitt Aepfeln zur Bahn befördern wollten, lleber den Erwerb der Aepfel konnten sie keine Auskunft geben. Der eine wurde in Haft genommen, der andere nahm Reißaus.

FC. Limburg, 12. Sept. In den letzten Wochen sind eine ganze Anzahl Zivil- und Militärpersonen wegen Obst- und sonstiger Felddiebstähle zur Anzeige gelangt und sehen ihrer gerichtlichen Bestrafung entgegen. Trotzdem werden täglich neue Felddiebstähle gemeldet. Die Polizeiverwaltung hat des­halb, beschlosien, für die Folge die Namen der wegen Garten- und Felddiebstähle bestraften Personen durch die Zeitungen be­kannt zu geben.

Aus Rheinheßen.

Mainz, 12. Sept. In einem Hause in der Ehristophstraße dahier wurden zwei Kinder durch einen umstürzenden Topf mit heißem Wasier schwer verbrüht Dos eine Kind, das dreijährige Söhnchen der Familie Dechant, ist den Verletzungen erlegen.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberp- für den Anzeigenteil R H e v n e r Fnedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A G.. Friedbera r

Kirchliche Nachrichten^

Evangelische Gemeinde.

'16. Sonntag nach Trin., 15. September 1918, Gottesdien st in der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Diehh Abends £% Uhr: Herr Pfarrer Ritter.

Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarre, D i e h l.

Nachmittags 2 Uhr: Katechismuslehre für die weibliche Jugend. Herr Pfarrer Ritter.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Vormittags 10 Uhr Gottesdienst. Nachmittags 2 Uhr Kriegsandacht

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Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 15 Sept. 1918. 17. Sonntag nach Pfingsten.

Beichtgelegenheit am Samstag von 6 Uhr an und Sonntags früh von 6 Uhr an. y 2 7 Uhr Frühmesse.

8 Uhr hl. Messe. Gemeinsame hl. Kommunion der Jung­frauen.

^10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt.

Nachmittags 2*4 Uhr Sakramentalische Bruderschafts- Andacht mit Segen: danach Versammlung des Jungfrauen- Vereins.

Während der Woche: Um %7 und 7 Ubr hl. Messe. Mittwoch um 7 Uhr hl. Messe in der St. Georgskapelle. Freitag, abends 8 Uhr: Kriegsandacht.

Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Bor- romäus-Bücherei.

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Danksagung.

Aür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Be­erdigung unserer lieben unvergeßlichen Mutter, Schwieger­mutter und Großmutter

8», liüfl KMmiill schicker 8«.

verw. Schuch, geb. Neuhardt

sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir allen nur aus diesem Wege herzlichen Tank.

Klein-Karben und Okarben, den 12. September 1918.

Georg Philipp Schuch und Familie Karl Fauerbach und Frau geb. Schuch Familie Beck.

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