Abwehr an diesen beiden Tagen zum Absturz. 'Gegenüber dkseü Verlusten von 62 feindlichen Flugzeugen innerhalb der Leid« Tage steht auf unserer Seite ein Verlust von mtt 8 Flugzeugen.
Erploßo« eines franMlcheu Gelchnßlagers.
Karlsruhe, 7. Sept. Dem „Berner Tageblatt" zufolge be- richtet der „Demokrat", daß vo^ drei Tagen um "H11 Uhr abends eine gewaltige Explosion an der Cundgaufront zu vernehmeil war. Ein riesiges französisches Gefchoßlager bei Friesen im Largtale wurde von deutschen Granaten in Brand geschossen und flog in die Luft.
Die Kämpfe ' er 'Archangelsk.
Kaa-g, 7. Sept. Amtliche britische Stabsmeldung von der Front in Archangelsk berichtet von weiteren Handgemengen mit feindliche nStteitkräften, die von deutschen Offizieren geführt wurden. Die alliierten Truppen haben jetzt die Stadt Obozer- skaja besetzt, wobei 180 Kriegsgefangene gemacht wurden. Die Verluste der Alliierten sind unerheblich.
Japan und dis Cfchechs-StoMaken.
Genf, 7. Sept. Japan beabsichtigt nach Pariser Plättermeldungen, sich den gegen Oesterreich-Ungarns Staatseinheit gerichteten Erklärungen Englands und der Bereinigten Staaten anzuschließen. Als wahrscheinlich gilt insbesondere eine Ver- tzinbarung Japans mit den Tscheche-Slowaken.
Der neue PrWM üshi Wrm.
Sctjcl, 7. Sept. Nach einer Pekinger Havasmeldung wurde Sai-Ehang mit großer Mehrheit zum Präsidenten der chinesischen Republik gewählt. Die Wahl des Vizepräsidenten wurde auf später verschoben.
Amsterdam, 7. Sept. (WB.) Dem „Algemeen Handels- blad" zufolge meldet die „Times" aus Peking vom 26. August, daß ein neuer Versuch zur Wiederherstellung der Monarchie in China mißglückt ist.
Der Sfflfti der NenlriiliMsxoljtjK Argentiniens nnd Chiles.
8. Sept. Wie der „Mercurio" von Santiago berichtet, gewährte der chilenische Senator Eonzalo Vulnes bei seiner Rückkehr von einer Informationsreise nach Argentinien einem feiner Redakteure ein Interview, worin der chilenische Staatsmann über die argentinische Neutralitätspolitik folgendes sagt: „Alle Argentinier, sowohl die Freunde wie auch die Gegner des Präsidenten Jrigoyen, erkennen heute an, daß dieser recht gehandelt hat, sich dem Drängen der Kriegsschürer zu widersetzen. Häufig habe ich die Aeußerung gehört: „Was würden wir damit erreicht haben, wenn wir uns leichtsinniger weife in einen Krieg gestürzt hätten, der unsere Interessen nicht berührt? Sehen wir nicht, wie es denen ergeht, die so gehandelt haben?" „Der Präsident hat den einzig richtigen Standpunkt eingenommen", das hört man überall aussprechen. Dieses ist die öffentliche Meinung und ist ein Band der Gemeinschaft zwischen Chile und Argentinien, denn Chiles Prasidet hat diese Tendenz stets in markanter Weise vertreten. Argentinien steht jetzt ein, daß es auf der Weltbühne als in willfähriger Gefolgschaft anderer, in einer, einem starken Volke unwürdigen Rolle, erschienen wäre, und daß es dadurch das Gefühl für die eigene Staatshoheit und Selbstachtung des argentinischen Volkes geschwächt hätte. Und wenn auch Herr Jrigoyen seinem Lande keinen anderen Dienst als diesen erwiesen hätte, so müßte ihm doch, nach meiner Auffa ssung, e in hervorragender Platz unter den großen
StcraksmLnnern Argentiniens eingeräumt werden. Ich bin sicher, daß heute keine der Oppositionszeitungen es wagen würde, eine entgegengesetzte Ansicht zu vertreten, es sei denn auf Kosten ihrer Popularität.*
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De Amerikaner als „Kmnfahm/
Bafel, 8. Sept. Die „Basler Rational-Zeitung stellt die Wilsonphrase, daß die amerikanischen Soldaten Kreuzfahrer feien, ins rechte Lichts sie schreibt: Wir zweifeln nicht daran,
daß sich die Ainerikaner als Soldaten einer großen Idee und daher tatsächlich als Kreuzfahrer fühlen. Aber wir haben stark den Eindruck, daß die Partei, auf deren Seite sie stehen, von ihrem Kreuzzuge mit wohlgefüllten Brieftaschen und aufgerundeten ankkonti heimzukchren gedenkt. Es scheint sehr, daß diese Kreuzfahrer von 1918 unter Sieg etwas anderes verstehen als der deuffche Kronprinz, und daß es ihnen bisher noch nicht gelungen ist, sich zu der Abgeklärtheit des Angreifers vor Verdun durchzuringen. Der Sieg, wie sie ihn verstehen, hat mit „einem großen und unsterblichen Ideal der Herrschaft der Gerechtigkeit" nichts zu tun Ob auch die Vesten unter ihnen daran noch ehrlich glauben? Wenn man durchaus nach euffernten historischen Erinnerungen greifen will, dann empfiehlt es sich, weniger an einen Kveuzzug als an eine Argonautenfahrt zu denken, bei der bewaffnete Männer weithin über das schäumende und gefährliche Meer ziehen, um das goldene Vließ zu erbeuten. Aber es brachte niemandem Segen: weder jenem, der es verlor, jenem, der es gewann.
Kaiser und Krtmann.
Schloß Wilhelmohöhe, 7. Sept. Bei dem Empfange des Het- mans der Ukraine P. Skoropadfki durch den Kaiser richtete dieser beim Frühstück einen Trinksvruch. Er hieß darin den Hetman willkommen und gab seiner Freude über die freundschaftlichen Beziehungen zur Ukraine Ausdruck. Der durch die Machen- schäften der Entente über die Welt heranfbeschworene und von den Woflmächten trotz erkannter Unerreichbarkeit ihrer Machtziele in verbrecherischem Wahn fortgesetzte blutige Krieg habe auch der Ukraine schwere Wunden geschlagen. Aber bereits mache sich die Segnung geordneter Verhältnisse bemerkbar. Daß sich dabei durch gemeinsame Arbeit der in der Ukraine weilenden deutschen Truppen und Beamten mit den ukrainischen Behörden zwischen beiden Völkern mehr und mehr das Verhältnis gegenseitigen Vertrauens zu entwickeln begann, gereiche ihm zur besonderen Freude. Er gab zuletzt der Hoffnung Ausdruck, daß die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine, die zu wechselseitiger 'Ergänzung berufen erscheinen, sich immer fester und inniger gestalten möchten. Der Hetman antwortete in ukrainischer Sprache. Diese Worte werden in der ganzen Ukraine tiefen, dankbaren Widerhall finden. In beit durch den jetzigen Krieg entstandenen furchtbaren Leiden sind als leuchtende Sterne des zukünftigen Friedens die Nationalgefühle der bisher unfreien Völker erwacht. Durch die mächtige Unterstützung des Deutschen Reiches und feiner hohen Verbündeten hat das ukrainische Volk die völkerrechtlichen Grundlagen für seine staatliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit erworben. Der Aufbau dieses neuen Staates verlangt von mir und meinen Mitarbeitern die größten An- lttengungen. Im Namen des dankbaren ukrainischen Volkes erhebe ich als Hetman aller Ukrainer mein Glas auf das Wohl Eurer Kafferlicyen und Königlichen Majestät und auf die glorreiche Zukunft des tapferen und treuen deutschen Volkes. Seine Majestät der Deutsche Kaiser hoch, hoch!
Der Empfang hatte einen überaus fteundfchaftlichen und herzlichen Charakter. Um 3 Uhr verabschiedete sich der Hetman von Seiner Majestät und trat die Rückreise nach Berlin an.
Gin Loblied der Seyen.
In einem Bericht des Kriegsberichterstatters der „Köffrsik Zeitung", Prof. Dr. Georg Wegener, aus dem Großen Hauptquartier heißt es: Ueber die Heldentaten, die die einzelne«
Truppenteile dabei verrichten, dringen bisher vorläufig nur hier und dort aus den heißen, alles Sinnen und Denken in Anspruch nehmenden Kämpfen vereinzelte Nachrichten. Sie zeigen, daß unsere Truppen in diesen Abwehrkämpfen mit ihrem Ausharren, ihrem elastischen Ausweichen und ihren raschen und starken Gegenstößen dieselbe feste und sichere Manneszucht und dieselbe Schlagkraft bewähren, wie in den vorhergegangenen Offensiven. Es ist nur ein Beispiel dafür, wenn am 16. v. M., nachmittags, und am 17., vormittags, hessische Truppen westlich von Roys ihre Linien gegen immer neue, wiederholte Angriffe, die in besonderer Breite und Tiefe gegen sie vorgetrieben wurden, mit einer wahrhaft bewunderungswürdigen Zähigkeit gehalten haben, ohne sich auch nur einen Fußbreit abnehmen zu lassen. Ein hessisches Regiment ließ mit sicherer Nervsnruhe die feindliche Infanterie bis auf nämfte Entfernung herankommen. Dann setzten Plötzlich die Maschinengewehre ihr verheerendes Feuer ein. Die feindlichen Wellen gerieten ins Wanken. Jetzt sprangen die Hessen aus ihren Deckungen hervor und sandten, freihändig schießend, auch aus ihren Gewehren einen Eeschoßhagel auf den Feind und schmetterten so seinen Angriff mit schwersten Verlusten zurück. Der dauernde Feuerriegei, den der Gegner vor die Avre-Uebergänge zu legen suchte, vermochte die Verbindungen nicht zu unterbrechen, wie sich denn überhaupt bei diesen Kämpfen wiederum die hingebende Treue und Unerschrockenheit der Verbindungstruppen, der Fernsprecher und sonstigen Nachrichtenvermittler. der Meldegänger, Meldereiter usw., auf das glänzendste bewährt haben.
Uerfbmt.
Wer iil die FrMsiirler „Wehyenirille."
Wir erfahren darüber näheres in der Frankfurter „Volks- stimme":
„Die Mehlzentrale Eroß-Frankfurt sollte in sich alle Mehlhändler Franffurts vereinigen, die bereits vor Ausbruch des Kriegs selbständige Mehlhändler und Mehllieferanten der Stadt Frankfurt a. M. bezw. der Bäckereien der Stadt waren. Dieser Mehlzentrale gehören an: Peter Amberger. Gebr. Birnbaum. Mayer Bock jun., Sally Ehrmann, Ein- und Verkaufsgenossen^ schaff der Bäckermeister. Heinrich Fath. Ludwig Fränkel, Fürst & Rmmsland, Emil Fürth, Heinr. Hermann, E. Neu & Sohn, M- Neu & Söhne, Gg. Roth, Alois Scherer. Strauß & Zucker- mairn, K. N. Wiemer, E. Wolscheudorff, Friedrich Euler. Friedr. Harnnann, M. Hirschberg. W. Mörstadt. A. Orschel, August Schott, Ed. Schott und M. H. Sttauß.
An sich mag es als ein löblicher Gedanke der Stadt Frankfurt a. M. anzuschen sein, sich die Mehlhandler für die Mehlverteilung dienstbar zu machen, besonders, da als Zweck der Organisation angegeben wurde, man wolle die kleinen Mehlhändler vor dem Ruin schützen. Die Mehlzentrale faßte allerdings ihre Aufgabe wesentlich anders auf: sie suchte sich eine Monopolstellung zu schaffen und schützte nicht die Kleinen, sondern legte in der Hauptsache Wert darauf, die Interessen der Großen wahrzunehmen. Das geht mit aller Deutlichkeit aus der Art und Weife hervor, wie sie einmal sich eine hohe Provision für das zur Verteilung kommende Mehl zu sichern wußte, und zum andern, wie sie den Mehlhändler Schwarz behandelte, der nachttäglich in die Mehlzentrale ausgenommen sein wollte. Obwohl'er gleichfalls zu den Mehlhändlern zählte, die bereits vor dem Kriege selbständig für eigene Rechnung an Bäckereien Mehl geliefert hatten, wurde seine Aufnahme in die Mehlzentrale Groß-Frankfurt verweigert. Schwarz hat daraufhin durch Eingaben an den Magistrat und das Lebensmittelamt versucht. seine Aufnahme in die Mehlzentrale zu erwirken, bisher ohne Erfolg.
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Roman von Anny Wothe.
Nachdruck verboten.
18. Kapitel.
Jen und die beiden -Schwestern hatten dann einen köstlichen Tag zusammen auf der Wartüucg verlebt. Der Vurgvogt hatte sie überall herumgeführt, durch alte Gemächer. Gänge und Winkelchen hatten sie gespäht, und überall war ein Stück Sage, rin Stück Geschichte vor ihnen aufgelebt. Dann hatte Hansi in dem hübschen Erker gelehnt und in der uralten Lucherbibel gelesen.
„Der Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blühet wie eine Blume auf dem Felde. Wenn der Wind darüber weht, so fft sie nimmer da und ihre Stätte kennet sie nicht."
Sie hatte die Worte halblaut gelesen, und ihre junge Stimme hatte seltsam bei den Worten gezittert, so daß Jen ihr besorgt in dos rosige Antlitz lah. und Aga leise bangend auf- borchte. aber Hansi klappre lachend die Bibel zu und sprang die Stufen des Erkers hinab, schnell in den Margaretengang fluchtend.
„Es ist mit hier zu ernsthaft," sayte ste, sich schüttelnd, „ich mochte beute so von Herzen lachen und glücklich sein."
Und dann hatten sie lange auf dem Burghöfe in dem kleinen Kommandanten-Gäctchen ausgeruht, in der stillen, nach dem Hof hin völlig geschlossenen Geisblattlaube. und Ausschau gehalten weit rn das Land hinein
Die Dämmerung hatte ihre Schleier gewebt, durchwirtt von Nofen. welche die scheidende Sonne hineinstreute, und dann war ts dunkel geworden, ganz dunkel Das große Tor der Burg Hatte sich geschlossen, und alles war schlafen gegangen Rur der «leich mäßig- Schritt der Wache klang von der Zugbrücke her durck die Nackt.
"ie hatten heute Abschied voneinander genommen die drei Menschen, die der Zufall hier oben zusammengeführt. Jeu Nielsen, der ganz zufällig im Dorüberfahren auf die Idee gekommen war. die Burg zu besichtigen, wurde schon Jeit zwei Tagen
wtißtiUA in Frankfurt erwartet, wo eine Zusammenkunft ibm
bekannter Gelehrter tagen sollte, die eine neue Expedition nach Indien ausrichten wollten. Er konnte nicht länger bleiben, und so Hatte, er denn den beiden Mädchen schweren Herzens Adieu gesagt, weil es ihm war, als drohe Hansi eine Gefahr, als müsse er sie vor irgend etwas Bösem behüten und bewahren.
Seltsam, wie sich dieses blonde, naive Kind so schnell in sein Herz geschmeichelt Aga bewunderte und verehrte er, aber dieses kleine blonde Geschöpfchen war ganz dazu angetan, ihm den Kopf zu verdrehen, ihm, der sonst den Weibern immer so kühl und skepttsch gegenubergeftanden hatte.
Immer wieder hatte er das Händchen der Kleinen zum Abschied an seine Lippen geführt, und ihr zärtlicher Ahschiedsblick. mit dem sie ihn ermuntert. an fein Versprechen zu denken, hatte ihm das Blut in das Erficht getrieben.
Und nun schlief alles im Haufe und in der Burg, nur Jen wälzte sich halb angekleidet, schlaflos auf seinem Lager.
Doch nein, es schlief nicht alles. Die große Turmuhr schlug gerade Mitternacht, da knarrte leffe die enge Tür. die auf den Altan führte, und eine schlanke, rn einen Mantel gehüllte Frauengestalt glitt lautlos bis zu der schmalen Brüstung. Dort blieb sie gespannt lauschend stehen und spähte in den kleinen Hof hinab, dessen von wildem Grün umwucherte Mauer an den Altan stieß.
Nichts regte sich. Haust erschauerte leise. Fester zog sie den Mantel zusammen, der sich im Nachtwinde ftatternd hob.
Ein dumpfes Gefühl der Verzweiflung packte ste. Wenn sie nun vergebens gekommen war?
Da. endlich ein leises Regen. Behende kam es wie eine Katze die Mauer hinauf. Hansi stockte der Atem. Wenn es ein Fremder war? Wenn sie hier blindlings allen Gefahren preisgegeben war? Niemand würde ste hören, niemand konnte ste sehen. Die Nacht war dunkel. Nur von der Vurgvogtei schimmerte ein einzelnes Licht hernieder.
Schon wandte sie sich, um ins Haus zu flüchten, da traf ein einziger, zärtlicher Laut ihr Ohr.
„Hansi," klang es durch die Nacht. „Haust!" Mit ein paar Schritten war sie am Geländer, und in demselben Augenblick schwang sich eine dunkle Gestatt über die Drüstuna des Atta»«.
Wortlos lag Hansi in NordkirchsArmen. „Du Geliebter, du Einziger!" jubelte sie zwischen Lachen und Weinen.
„Du Närrchen," sagte er zärtlich, und zog das junge Geschöpf enger an sich, „und so schwer hast du es mir gemacht, zu dir zu kommen? Wochenlang, monatelang suchte ich deine Spur vergebens, und als ich sie endlich gefunden und es möglich machte, dir schriftlich von mir Kunde zu geben, da warst du so zaghaft. Nicht mal die kleinste Gunst, ein einziges Wiedersehen wolltest du mir gestatten, wo ich nrich in Leidenschaft und Sehn- sucht nach meinem süßen Lieb verzehrte."
Hansi lauschte entzückt Nordkirchs Schmeichelworten. Jp das war die Sprache der Leidenschaft. So schön stand es auch immer in den Büchern, die sie alle kannte, und Nordkirchs Nähe berauschte und bezauberte sie. ttotzdem eine heimliche Angst wenn sie an Aga dachte, ihr die Kehle zufchnürte.
„Ich hatte so unbeschreibliche Sehnsucht nach dir," sagte sie, sich enger an ihn schmiegend, „ich glaubte, sterben zu müssen ohne dich, nun du da bist, kst diese Todesangst noch immer nicht geschwunden. Mir ist, als müßte ich dich verlieren,, als dürften wir uns nie. nie angeboren."
Graf Rordkirch küßte Hansi heiß auf den roten Mund. „Di: Süßes." sagte er zärttich. „du fühlst nur. daß wir unweigerlich zueinandergehören, und daß uns nichts trennen kann."
„Doch," sagte Hansi. unwillkürlich mit der Hand üebr ihre Lippen streifend, auf denen sein heißer Mund geruht. „Doch, Aga trennt uns jetzt grausam ohne jeden Grund."
„Sie wird uns immer trennen," entgegnete Nordkirch grollend.
„Du glaubst nicht, daß ste nach Jahresfrist ihre Zustinu mung gibt?"
„Nein, niemals!"
„Aber was soll dann werden," schluchzte Hanst verzweifelt ans. „dann ist ja alles aus und vorbei."
.Liebes, Kleines. Törichtes." flüsterte Nordkirch leidenschaftlich, und feine Lippen suchten wieder die ihren, „wir müs- sen ste zwingen."
„Aber wie," entgegnete Harrst ängstlich, sich zitternd an Jetn* Brust Umlegend.


