Boksche«istenfiege.
Stockholm, £i. August. Nach einem Telegramm «d» ZerSburg meldet ein Petersburger Agentur-Bericht vom gestrigen Tage, baß die Sowjet-Truppen mehrere tausend Gefangene der Tschecho-Slvwaken machten. Ein Teil der Tschecho-Slo. waten befindet sich in voller Auflösung, ein anderer Teil trifft Vorbereitungen, um an neuen Stellen Widerstand zu leisten.
Stockholm» 21. August. Ein Moskauer Telegramm besagt, daß die Sowjet-Truppen Lei Archangelsk und Onega das englische Invafionsheer und die russisch« roeiße Garde geschlagen und einen großen Sieg errungen haben. Ferner haben dir Sowjet-Truppen ihre Gegner am Don vollständig geschlagen «nü bxmzen mm stegreich vor.
Aus Wladiwostok wird gemeldet: Am Ussurtfluß haben
wichtige Kämpfe zwischen den bolschewistischen Truppen und den Tschecho-Slo waken stattgefunden, nach einer Neutermelbung mit dem Ergebnis, baß die Tschecho-Slowaken sich zurückzogen.
Haag, 21. August. Reuter meldet aus London: Der "frühere Botschaftsrat in Petersburg, Lindley, der zum Hohen britischen Kommissar für Nordrußland ernannt worden ist, wird seinen Sitz in Archangelfl nehmen.
Wladiwostok, 17. August. (WB.) Reutermeldung. In Nikolajeavsk am Amur wurde eine Abteilung japanischer Marinetruppen znm Schutze der japanischen Bevölrerimg gelandet. Ern heftiges Gefecht zwischen den Tschechen und Bolschewik! an der llssurifront endete mit dem Rüchuge der tschechischen Bor. Posten.
Auch Frankreich erkennt an.
Eens. 20. August. Das „Echo de Paris" meldet, daß sich Frankreich der Stellung Englands und Amerikas gegen- uter der Lalschewrstischen Regierung in Rußlaick angeschlossen habe. Die offizielle Erklärung werde gemeinsam durch die Entente er'olgen.
den ssüMchlrn Nikolaiig kl.
Die „Istwestija" setzt die Veröffentlichung der Tagebücher des letzten Zaren fort, in dem ste zunächst die Aufzeichnungen aus den Tagen nach der Thronentsagung zum Ausdruck bringt.
3./16. März 1917. Freitag. Lange und fest geschlafen. Weit hinter Dünaburg aufgewacht. Der Tag war sonnig und trocken. Mil den Meinigen über den gestrigen Tag gesprochen. Viel über Julius Cäsar gelesen. Um 8 Uhr 20 in Mohilew angekommen. Alle Stabsoffiziere waren auf dem Vahrchof. Ich habe Alexejew im meinem Wagen empfangen. Um K9 siedelte ich ln tte Wohnung über. Alexejew kam mit den letzten Nachrichten von RodsianL». Es stellt sich heraus, daß Mffcha (Großfürst Michail Alexandrowitsch) zu ruckgetreten ist. Sein Manifest verkündigt pn Schluß das viergliedrige Wahlrecht für die Wahl in 6 Monaten zwr konstituierenden Sobranje. Weiß Gott, wer ihn daM gebracht hat, eine solche Scheutzkichkeit zu unterfchreibenl In Petersburg haben die Unr^chen aufgehört — möchte es so werter gehen.
4717. März. Samstag. Gut geschlafen. Um 10 Uhr kam der gute Alek (Bemerkung der „Istweftifa": ein Romanow). Dann ging ich zum Bericht. Um 12 Uhr fuhr ich auf den Bahnhof, um die gute Mama zu sehen, die aus Kiew cmgekommen ist. Ich führte sie zu mir und frühstückte mit ihr und den Meinigen. Wir saßen lange und unterhielten uns.
Heute erhielt ich endlich zwei Telegramme von der lieben Alice (Zarin Alexandra Feodorowna). Ich ging.spazieren. Das Meter war scheußlich, Kälte und Schnoesturm. Rach dem Tee enrpftng ich Alexejew und Freederiks. Um 8 Uhr fuhr ich zum Essen zu Mama rmd blieb bei ihr bis 11 Uhr.
5718. März. Sonntag. Nachts stürmte es heftig. Der Tag war klar und kalt. Um 10 Uhr fuhr ich zur Messe. Mama kam später. Sie frühstückte und blieb bei mir bis 3K Uhr. Ich spazierte im kleinen Garten. Rach dem Tee empfing ich R. I. Iwanow, der von seinem Kommando zuruckkam. Er war in Zarskoje Selo und sah Alice. Was ist aus den armen Grafen Freederiks und Woheikow geworden, deren Beftnden aus irgend einem Grunde hier alle beunruhigt: sie fuhren nach einem Guts im Gouvernement Pensa.
Um 8 Uhr fuhr ich zu Mama zum Essen.
8721. März. Mittwoch. Der letzte Tag in Mohilew.
Um 10 Yk Uhr Unterzeichnete ich den Abschiedserlaß an die Armeen. Um Kll Uhr kamen die diensttuenden Offiziere zu mir und ich verabschiedete mich von allen Beamten des Stabes und der Verwaltungen. Zu H<mse verabschiedete ich mich von den Offizieren und Kosaken meiner Leibgarde, — das Herz brach mir fast. .
Um 12 Uhr fuhr ich zu Mama in ihren Wagen, frühstückte mit ihr und ihrem Gefolge und blieb bei ihr bis X5. Ich nahm Abschied von ihr, von Sandro, Sergej, Boris und Alek. Den armen Rilow ließ man nicht zu mir.
Um 4 Uhr 45 fuhr ich aus Mohilew weg, eine rührende Schar von Menschen begleitete mich.
Vier Mitglieder fahren in meinem Zug. Ich fuhr nach Orfcha und Witebsk. Kaltes und windiges Wetter. Schwer, schmerzlich und erschütternd.
9722. Marz. Donnerstag. Schnell w& wohlbehalten um ’At2 in Zarskoje Selo angokommen. Aber Gott, was für ein Unterschied auf der Straße und um den Palast, im Park Machen, im Zuge irgendwelche Fähnriche. Ich ging nach oben und dort sah ich die liebe Alice und die lieben Kinder. Ich sah gut und gesund aus, aber die Kinder liegen alle in einem dunklen Zimmer (wegen einer Krankheit.) Sie fühlen sich aber alle gut außer Marie, bei der die Krankheit kaum begonnen hat. Wir frühstückten hn Spielzimmer bei Alexej. Ich sah den guten Benckendorff. Spazierte mit Walja-Oolgorukij und arbeitete mit ihm im kleinen Garten, da man nicht wc ter gehen kann. Rach dem Tse packte ich die Sachen aus.
10723. März. Freitag. Gut geschlafen. Trotz der Verhältnisse, in denen wir uns jetzt befinden, erfreut urtb beruhigt doch der Gedanke, daß wir jetzt alle beisammen stich.
An: Morgen empfing ich Benckendorff. Sodann revidiert< ich Papier», ordnete ste und verbrannte einige. Ich saß mit den Kinder« bis H8 Uhr. Mit Walja-Dolgorukij spazieren gegangen. von denselben Fähnrichen begleitet; sie waren heute liebenswürdiger.
Wir haben dm Schnee gut gearbeitet. Dar Wetter war sonnig. Abends waren wir beisammen.
11721. März. Samstag. Morgens empfing ich Bencke«. dorff, erfuhr von ihm. daß wir hier ziemlich lange bleiben wer- den. Das fft sehr angenehm. Ich fuhr fort. Briefe und Papiere zu verbrennen. Anastasia ist an den Ohren erkrankt wie die übrigen. Don 3 bis Uhr mit SB. D. spazieren gegangen urch im Garten gearbeitet. Das Wetter war unangenehm, win- dich bei 2 Grad Kälte.
Um 6 Uhr 45 ging wir zur Vesper in die Pfarrkirche. Alexej nahm ein Bad. Wir fuhren zu Anna (die Hofdame Wyrubowa) und Lili urÄd sodann zu den übrigen.
Die istwestija" schreibt, daß eine ganze Reihe von ähnlichen Aufzeichnungen bis zum 23. März folgt. Die Aufzeichnung von diesem Tage weist auf die Hoffnung hin. nach England zu fahren. „Istwestija" schreibt dazu, daß man unter den Akten Nikolaus II. auch einen chiffrierten Brief des damaligen Ministerpräsidenten Fürsten Lwow gefunden hat, der ver. sprach, den abgosetzten Zaren an die Murmanküste fahren zu lassen. Die Aufzeichnung vom 23. März/5. April lautet folgendermaßen'
Klarer Tag nach 2 Uhr; Tauwetter. Morgens spazierte ich kurze Zeit. Ich ordnete allerhand Sacben und Bucker und legte alles beiseite, was ich milnehmen will, wenn die Ausreise nach England gelingt. Nach dem Frühstück spazierte ich mit Olga und Tatjana und arbeitete tm Garten. Den Abend verbrachte ich wie immer.
Am 27. März/9. April machte der Zar folgende Aufzeichnung:
Wir begannen zu fasten, aber dieses Fasten brachte keine Freude. Nach der Messe kam Kerenskij und bat. die Zeit unserer Ausfahrten einzuschränken und mit den Kindern einzeln zufammenzusttzen; angeblich ist das nötig, um den berüchtigten Sowjet der Arbeiter- und Soldatendeputierten in Ruhe zu hal- ten. Ich mußte mich unterwerfen, um eine Vergewaltigung zu vermeiden.
Rumänien.
Die Anklage gegen das Kabinett Dratian«.
Bukarest, 20. August. (SBB.) Aus Jassy wird amtlich' 8* meldet: Mitescu, der Präsident des parlamentarischen Aus
schusses, der mit der Untersuchung des Materials gegen die in den Anklagezustand versetzten Minister der Negierung Bratianu beauftragt worden ist, beantr^'ckc- in der gestrigen Kammer, sttzung den Ausschluß der Oeffentlichkeit, um rm Interesse der Untersuchung wichtige Mitteilungen zu machen. Nachdem Mi- lescu emMhende Erklärungen abgegeben hatte, verlangte er die Genehmigung der Kammer, einen aus der parlamentarischen Initiative hervorgegangenen Gesetzntwurf vorlegeu zu dürfen, nach welchem der Ausschuß berechtigt sein wird, die Verhaftung der ehemaligen Minister zwecks Voruntersuchung zu veranlassen. Die Kammer stimmte dem Vorschlag zu. Nachdem die Oeffent- lichkeit der Sitzung wieder hergestellt worden war, legte Mi- tescu den Gesetzentwurf vor. In der heutigen Sitzung wird di» Kammer über die Vorlage abstimmen.
Großrnßlaiid und die Ukraine.
Der ukrainische Ministerpräsident Lysogub, dessen Ankunft in Berlin wir bereits gemeldet haben, hat einem Redakteur des „Tag" einige bemerkenswerte Darlegungen gemacht. U. a. sagte er: „Es find in erster Linie Grenzfragen, die noch zu regeln bleiben. Es kommt dabei auch unser Friedensschluß mit Rußland in Frage, wobei auch finanzielle Angelegenheiten noch zu klären sind. Wichtiger sind für uns indessen unsere übrigen Grenzen, Krim, Don- gebiet, Eholmer Land und die beßarabische Frage."
Auf eine Frage nach dem zukünftigen Verhältnis der Ukraine zu Großrußland erwiderte der Ministerpräsident, daß eine Annäherung für späterhin keineswegs ausgeschlossen sei. Dies könne jedoch nur unter bestimmten Gesichtspunkten und Voraussetzungen geschehen. Die erste Bedingung sei, daß Rußland wieder eine stabile Regierung und Staatsform erhalte, die entsprechende Garanfien biete. Und dann käme als Grundlage einer solchen Annäherung nur der Pereja- flawische Vertrag vom Jahre 1654 in Frage, der damals eine Union zwischen Rußland und der Ukraine herstellte, der dieser volle Selbständigkeit in der Gesetzgebung, in der diplomatischen Vertretung, im Abschluß von Staatsver- trägen und der Wahl des Hetmans als eines des Zaren gleichen selbständigen Herrschers ließ, und auf der anderen Seite gemeinsames Handeln beider Staaten im Kriegsfälle Vorsatz. „Dieser Vertrag/ bemerkte der Ministerpräsident, „ist bekanntlich von Rußland der Ukraine gegenüber nicht gehalten worden. Wir würden jedoch in Zukunft bereit sein, nicht mit dem heuttgen Rußland wohl aber mit einem solchen, das durch sein staatliches Gefüge Vertrauen beanspruchen kann, auf der Grundlage der Bedingungen dieses alten Vertrags neue, der heuttgen Zeit entsprechende Abmachungen zu treffen."
Das Gespräch wandte sich von den polittschen den finanziellen und wirtschaftlichen Dingen zu. „Die Zustände im Lande festtgen sich zusehends," bemerkte der Ministerpräsident aus eine dahingehende Frage. Die Unruhen, die mit fremden Gelbe genährt wurden, sind im Erlöschen, und man kann wohl sagen, daß die Gegnerschaft gegen die Regierung des Hetmans. die mit den deutschen amtlichen Stellen in der Ukraine vertrauensvoll zu sannnenarb eitet, in ihren letzten Zuckungen liegt. Wir werden nunmehr auch in der Lage sein, in die Finanz- und Wirtschaftsverhältnisse Ordnung zu bringen. Wir sind bekanntlich mit russischen Rubeln
überschwemmt. In drei bis vier Monaten werden wir dies« russischen Rubel außer Kurs setzen und als Geldeinheit nui nach unsere Karbowanzen haben. Damit werden dann „aus stabile Geldverhältnisse wiederkehren."
Auf eine zrrm Säüuß gestellte Frage nach der Ernte un» den Exportmöglichkeiten erwiderte der Ministerpräsident: „Unsere Ernte ist diesmal über Mittel: es sind 85 Prozent des Bodens bebaut. Wir erwarten 100 Millionen Pud Getreide für den Export verwenden zu können und glauben auch daß sich die Erfassung jetzt glatter abwickeln wird. Natürlich wird die Ausfuhr nock immer durch die Schwierigkeiten der Transportfrage beeinflußt."
Englands Rlnibjiiy aeacn Muni».
Rußlands Hneresmacht ist zerfallen, fein dem Hungertods nahes Volk braucht tiefen Frieden, um sich wieder emporzuarbeiten und mit Nahrungsmitteln versehen zu können — aber Eng. land will dem ehemaligen Verbündeten keine Ruhe gönnen Wenigstens einigermaßen soll er die Erwartungen erfüllen, die man 1914 in London auf ihn setzte. Daß er Vlutopfer ohnes. gleichen für die britischen Kriegs- und HanDelsziele gebracht, seine besten Kräfte vergeudet hat, gilt dem großen Krämer John Vtlll nichts. Rücksichtslos peitscht er ihn zu immer neuen An. strengungen. Als der unglückliche, ebenso bedauernswerte wie unfähige Zar Nikolaus den englischen Anforderungen nicht mehr gereckt zu werden vermochte und in den Verdacht geriet, eine Verständigung mit dem westlichen Nachbar zu suchen, da brach auf Anstifton oes britischen Botschafters Buchanan der Aufruhr in Petersburg aus. Fürst Lwow und Kerenski segelten völlig im Fahrwasser des Vielverbandes.' Kerenski ließ sich zu der menschenfressenden Offensive Brufsilows verleiten und mußt« ihr schließliches Scheitern mit seinem Sturze bezahlen. Gegen die Volschewikireg'rerung, die den Frieden von Vrest°Litowsk zu schließen wagte, kehrte sich Englands Zorn in noch höheren Maße. All ihre inneren Feinde fanden in London Verständnis- volle Unterstützung. Gleichzeitig mit der Meuterei der Tschecho. Silcwaken begann der britische Einmarsch im Murmangebiet; jetzt ist bereits Archangelfl in die Hand der kaltblütigen Leichen- fledderer gefallen, und weitere Besetzungen russischen Lande- stehen bevor.
Ein wunderschöner Aufruf, wie ihn epische Diplomaten dank ihrer schriftstellei sichen Begabung immer rasch zu entwerfen verstehen, teilt den Russen mit, daß John Bulls bewaffneter Besuch nnr den Zweck habe, sie vom deutschen Joche zu befreien. Sobald dies erreicht fei. werde die großherzige britische Nation die ja immer für die Unterdrückten das Schwert zieht, den ruf. sischen Boden unverzüglich verlassen. Einstweilen möge jeder brave Moskowiter stch ihr crnschließen. was er um so leichter tun könne, als John nicht beabsichtigt, sich in Rußlands innerpoli- tische Angelegenheiten zu mischen. Ob diese fuchsfchlanen Re- densarten Gläubige finden werden, steht dahin. Bei der Ber- wirrtheit des politischen Denkens in Rußland ist alles möglich. Die Bolschewiken, freilich, die sich von allen Setten bedroht filh. len. rufen zum Vernichtungskampf gegen den dreisten Eindring, ling auf. Und Miljukow, ehedem ein entschlossener Widersacher Deutschlands, erklärt jetzt, daß das russische 'Rolt Hilfe nur von Deutschland erhoffen lönne. Er und seine Freunde lehnen es ab, England zu Licbc Selbstmord zu begehen.
Der kecke lieber > all russischer Städte und Festungen, die An-eignung der Kola-Halbinseln, die Bedrohung der Dwinabucht sind Dinge, die zinmchst mir Rußland und seine gegen, wärtige Regierung angehen. Möglicherweise nimmt auch Finu- land etlichen Anteil daran. Wir müssen es Leiden Mächten überlassen, sich mit dem Räuber, der unvermutet hinterm Busch hervorgebrochen ist. auseinanderzusetzen. Hoffentlich gelingt es Lenirr, trotz der Schwäche seiner Verleidignngsmittel und trotz der Verrätereien im eigenen Lager, der Eindringlinge Herr zu w-rden. Und nach den jüngsten Nachrichten hat es den An- schein, als ginge es d<m Tscheche-Slowaken an den Hals. Deuffch. lan^. kann dem allen so lange Gewehr bet Fuß Zusehen als die Beftiinnrüngen des rest-Litowsker Friedensvertrages von keiner Seite verletzt werden. Erst wenn dies geschieht, dann allerdings sofort und mit unbarmherziger Entschlossenheit, ist ein deutsches Eingreifen unabwendbare Notwendigkeit. „Unterliegt die Republik de: Bolfchewiki im Kampf gegen die Tfchecho-Slo. waken". so hat Lenin erklärt, „dann wird eine andere Macht an's Ruder kommen, um wider die Tschecho-Slowaken Front zu machen, nämlich Deutslchand". Ob dies geschieht, das hängt im Falle der Tschecho-Slowaken so gut wie in dem der Murman. Engländer ausschließlich von der Haltung ab, die die den Bol- schewiL folgeirde Regierung uns gegenüber einnimmt- »«« bindet sie sich mit den Entente-S^rfchworenen gegen uns, so werden Misere Feldgrauen ihre Pflicht tun. „In diesem Falle", prophezeite Lenin, „würde Rußland aber bestimmt untergehen-"
Deutschland hat Rußland die Hand zur Aussöhnung hinge, streckt. Es unterstützt willig jede russische Anstrengung, den umgewoifenen Ctaatswagen wieder ins richttge Geleis zu brin- gen. Und es wird, um der gegenwärtigen russischen Schwäche willen, zu ' rnchem falschen Schritte drüben sttllschweigen, wird den Wankenden auch Rat und Hilfe nicht verweigern. Eins Aenderung^seiner Politik kommt nur in Frage, sobald die rus. fische Schwäch« so weit geht, vor den erklärten Feinden Deutsch lands ffu kapitulieren.
Siräufrilsß für Ht* SklWeßtilriniiiuisttcht.
Haag, 21. Aug. Der ZentralaussHuß der südaftikcv nischen nationalen Partei hat in Bloemfontein folgendev Anttag angenommen: „Die Konferenz hat die öftentlüj
bekannt gegebenen Kliegsziele der Entente und der Ver» einigten Staaten, wie sie von Lloyd George und WilssU formuliert worden sind, zur Kenntnis genommen. Auf Grund dieser Kriegsziele sollen alle Verletzungen der Freiheit und der Rechte der Voller wieder gut gemacht werden, sämtliche Nalronalitäten sollen das Selbstbesttmmungsrecht erhalten, imd kein Volk darf dazu gezwungen werden unter einer Gewalt zu leben, unter der es nicht zu leben wünscht.


