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GifLjchmich

hat der englische Minister Balfour wieder einmal gelegent­lich einer Friedensziol-Rede im englischen Unterhaus von sich gegeben. Es würde zu weit führen, auf all' die Einzelheiten der gehässigen Ausführungen einzngehen. Wieder bezeichnete er den deutschen Militarismus als das einzige Hindernis des Friedens, diemilitärische Kraft" müsie erst niedevgerungen werden. Balfour zählte die Vergewaltigungen und den Lander- ttfirb auf. den Deutschland sich habe zu Schulden kommen lasten. Russland und Rumänien seien vergewaltigt worden. Aus Po­len, Belgien und der Ukraine hätten die deutschen Heere Wüsten gemacht.Auch wir haben unsere Gebiete erweitert." fuhr Bal­four fort,wir hoben das südliche Palästina und einen großen Teil Mesopotamiens besetzt, sowie die deutschen Kolonien er­obert. Wenn jemand den Unterschied zwischen den deutschen und englischen Methoden kennen lernen will, so mutz er die Lage der von uns besetzten Gebietsteile mit den von Deutschland be­setzten Gebietsteilen vergleichen. Wohin wir auch kamen, gaben wir Sicherheitsgarantien Handel und Wohlfahrt haben in den betreffenden Ländern zugenommen. In Mesopotamien wächst zur Zeit mehr Mais, als dies seit Jahren der Fall ma-r. Palästina ist wohlhabender geworden und in den deutschen Ko» lonicn ist eine große Verbesserung zu bemerken."

Es gehört die ganze Heuchelei eines Engländers dazu. um solche Worte auszusprechen. Deutschland hat die Lö­sen Nachbarn, die es mit Krieg überfallen und mit Vernichtung und Niederwalzen bedroht hatten, wahrlich gnädig genug be­handelt und noch keine Landesteile seinem Besitz einverleibt, trotzdem soll es vergewaltigt haben. Die einstweilen besetzten Gebiete sollen zu Wüsten geworden se-in. England dagegen hat Mesopodamien, Palästina, die Murman- küste und die deutschen Kolonien geraubt, dort aber soll der Wohlstand gestiegen sein. Und wenn auch! ist denn damit ein sittlicher Grund gegeben, daß England diese Länder sich an- eignet? Dieselbe elende Verlogenheit sprach auch aus einer Behauptung in derselben Rede, Deutschland würde sich ein schwarzes Heer schaffen, wenn es seine Kolonien zurückerhielt. Das sagt der Vertreter eines Bündnisses, der Zulus, Senega­lesen, Sischs, Siux, Neuseeländer. Kalmücken und sonstige an­dere Horden gegen uns gehetzt hat* Diese widerwärtige Heuche­lei war selbst dem englischen Parlamentsmitglied Snowoten zu stark, der dazwischen rief: Das hat Frankreich bereits getan. Balfour erwiderte: Gewiß, aber hat Frankreich den Frieden

seiner Nachbarn bedroht? Hierum dreht sich alles. Man sieht, daß mit solchen Leuten, die die Wahrheit auf den Kopf stellen, vorläufig von einer friedlichen Aussprache keine Rede sein kann. Im weiteren Verlaufe feiner Rede erklärte Balfour, eine ge­naue Prüfung aller deutscher Handlungen, Regierungserklär. nngen und Aeußerungen deutscher Politiker lasie nicht die ge­ringsten .Zeichen für eine nutzbringende Unterhandlung erken­nen. Der Abgrund, der Zwischen den Alliierten und den Zen- tralmächten klaffe, sei so tief. daß er nicht ausgefüllt werden könne und so weit, daß er nicht überbrückt werden könne.

Nach solchen Ausführungen möchten wir die Herren, die im­mer von einer Verständigung reden, bitten, uns zu sagen, wie sie sich eigentlich eine Verständigung denken. Was nützt es, wenn wir zu einer solchen bereit sind, Regierung und Reichs­tag haben ja den Willen kundgetan, aber ist aus den Rede« der englischen Staatsmänner nur jemals der Wille dazu zu entdecken?

Die EißMmr der Frankfiuier Muig.

Der deutsch - nationale Schriftsteller Houston Steward Ghamberlain hat am 9. November vorigen Jahres in derDeutschen Zeitung" einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er behauptet hat, daß der Feind mitten unter uns am Wart sei. Zu den Zeitungen, die der Feind für seine Zwe^ benutze, ge­höre auch dieFrankfurter Zeitung". Trotzdem nicht behauptet wurde, daß dieFrankfurter Zeitung" mit Wiffen als Agent des Auslandes arbeitet, sondern der Sinn der Ehamberlain'schen Ausführungen nur darin gelegen hat, daß der internationale, letzten Endes zu englischen Einrichtungen hinneigende Stand- puntt derFrankfurter Zeitung" auf eine Schädigung des .deutschen Standpunktes hirtlaufe, lausen die Eigentümer der Franks. Ztg." zum Kadi und verklagten den Schriftsteller. Die Verhandlungen begannen am Freitag früh vor dem Frankfur­ter Schöffengericht. Beide Parteien, dieFranks. Ztg." ver­treten durch den Iusiizrat Hertz und den Demokratenhäuptling Haußmann. Chamberlain, vertreten durch den Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes. Rechtsanwalt Elaß, vertraten ihren Standpunkt. Eine Beu>eisausnähme fand nicht statt. Das Ur­teil wird am nächsten Freitag verkündet. Der Vertreter der Frankfurter Zeitung" führte u. a. aus, die Gegner möchten doch bekannt geben, welche Geschäftsanteils des Blattes sich in feind­lichem Besitz briinde. Das wiffen wir nicht, wohl aber wollen wir dieser Bitte insofern nachgeben, daß wir die Liste ver Eigentümer, Geschäftsführer und Redakteure derFranks. Ztg." veröffentlichen. Nach dem Bericht dörFranks. Ztg." sind es folgende: Die Kläger sind Prof. Dr. H. Nößler, Stadtrat a. D. A. Horkheimer, Justizrat Dr. M. PH. Hertz, Prof. Dr. h. c. L. Eohnstaedt, Frau Therese Simon, sämtlich Mitglieder des Auf­sichtsrats der Frankfurter Societäts-Druckenei G. m. b. H., Dr. st. Simon, Dr K. Simon. Redakteur O. Hörth. Redakteur H. ?i.ein, sämtlich Geschäftsführer der Gesellschaft; Dr. V. Gutt- Smnn. A. Giesen. Dr. S. Eoldschmidt, Dr. R. Drill, A. Feiler, L)r. W Eohnstaedt. Dr. R. Kftcher, A. Büsching. Redakteure der »Fran iter Zeitung".

UM MMng da ftFipriililjiimiinni.

Die Landwirtschaftskammer der Provinz Westfalen erließ den letzten Tagen des Juli an die Landwirte folgende Mah­nung:Die kurze Gültigkeitsdauer der hohen Druschprämien

bat in Verbindung mit dem- regnerischen Wetter zu vielfacher Ablieferung übermäßig feuchten Getreides geführt, das sich nicht gleich vermahlen, aber auch auf dem Lager nicht halten läßt.

Da hierdurch schwere Verluste an unersetzlichem Vrotkorn Ein­treten können, sich die Ablieferer solchen Getreides im übriges der Gefahr der Festsetzung eines Minderpreifes aussehen, er. geht die Mahnung, nur wirklich mahl- und ausbevxrhrungs- fähiges Getreide aus der neuen Ernte zur Ablieferung zu bringen."

verschiedenes.

Berlin. 7. August. Der neue Justizpalast für dag kleine Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt, dem Ein­gang in das beliebte Schwnrztal. hat für sein Anwaltszimmer einen außerordentlich fröhlichen Schmuck erhalten. Mit Ge­nehmigung der Regierung durfte eine Fülle deutschen Anwalt­humors über die Wände des Zimmers, die Schränke der An­wälte ufw. ausgegoffen werden. Der Urheber ist der frühere Rechtsanwalt und Hcsrat Waldemar Klinghammer, der dort im Ruhestande lebt und dem Maler des Anwaltzimmers mit den nachstehenden Spruchweisheiten zur Hand gegangen ist:

Der Anfang ist allorten schwer, beim Anwalt aber zweimal mehr.

Du mutzt von Jugend auf Dfch rühren, und beinah zehen Jahr studieren Du mußt, soll man golehrh_Dich nennen,

10 000 Paragraphen kennen Mit 30 Iahr'n an Wiffen stark, verdienst Du Deine erste Mark.

Vier Lustren bleibst Du Rechtsanwalt,

Iuftizrat wirst Du, wenn Du alt.

Strotzt Dir das Hirn von Wiffensfchleim, so wirst Du schließlich gar Geheim.

Schau Deine Akten gründlich an. sonst bist Du ein verlorner Manu.

Sei immer höflich vor Gericht, das Zähnefletschen lohnt sich nicht.

Je dicker schwillt ein Aktenstück, je zweifelhafter wird Dein Glück.

Krauch bald in's Bett, fang zeitig an,

Du mußt ein klares Köpflein han.

Schnauz niemals Deinen Gegner an, er ist, wie Du, ein braver Mann.

Willst Du beim Volk in Achtung stehn,

Dein Maul muß wie ein Mühlrad gehn.

Ueb Deine Praxis mit Gemüt, ein Anwalt ist kein Pferdsjüd.

Führ Deine Sach' gut oder schlecht, der Menge machst Du's doch nicht recht.

Prozeßfioff ist ein Haufen Mist, darin ein Körnlein Rechtens ist.

Geht ein Prozeß Dir übel aus, verflucht man daun Dein ganzes Haus.

Verleiht Fortuna Dir Gewinn, läuft er zu Deinem Nachbar hin.

Verlierst Du, laß kein Tränlein rinnen zwei können nicht zugleich gewinnen.

Die Strafrechtsrevisionstnstanz, ist wie ein K ätz lein ohne Schwanz."

Dom Felde

der Ehre.

B8nstlii>t. Wehrmann Christ' V o 3. bei einer «strafen- bau-Kompaguie im Westen, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Die Hessische Tapferkeits- Medaille besitzt er schon.

Ans der heinrat.

Das Tragen von Rucksäcken in Bahnwagen ist unter bahn­polizeiliche Strafe gestellt Die zahlreichen durch Rucksäcke ent­standenen Fensterscheibeneindrücke haben der Eisenbahnverwal- tung Veranlassung gegeben, das Tragen vollbepackter Rucksäcke beim Betreten und Verkästen der Wagen unter bahnpolizeiliche Strafe zu stellen. Daneben muß noch der verursachte Schaden ersetzt werden

Strengere Kontrolle auf der Eisenbahn. Zur Ueberwachung des reifenden Publikums, das sich eigenmächtig über alle Vor- fchrfften hurwegssht, hat Minister o. Breitenbach die Eisenbahn-, direktionen angewiesen, die Bediensteten besonders zu unter­werfen, streng gegen diejenigen Reisenden vorzugehen, die un­berechtigt in einer höheren Wagenrlaffe reisen. Die Zugbeglei­ter sollen höflich, aber mit dem nötigen Nachdruck vorgehen, um die Ordnung auch in den stark besetzten Zügen aufrecht zu erhalten. Das gesamte Zugbegleitungspersonal soll ein Merk­blatt erhalten, das Anweisungen gibt, in welcher Weise die Ordnung ausrcchterhalten werden soll. Bei starker Besetzung der Züge sollen die Reisenden erst dann in die nächsthöhere Wa­genklasse verwiesen werden» wenn alle Abteile der niedrigeren Klaffe besetzt sind. Tie Abteile erster Klaffe sollen, jedoch nur bei starker Benutzung des Zuges, statt nur mit vier, mit sechs Reisenden besetzt werden. Reisende, die eigenmächttg in der höheren Wagcnklaffe Platz nehmen, muffen nach § 16 der Ver­kehrsordnung dos erhöhte Fahrgeld von 6 Mark zahlen, wenn sie sich nicht Erscheinen des Schaffners freiwillig und unauf­gefordert melden. Neben anderen Punkten wird auch noch da­rauf aufmerksam ge.nacht, daß in den Nichtraucherabteilen unter leinen Umständen geraucht werden darf.

Frankfurt a. M. Im Vekleidungsinstandsehunzsamt wird furchtbar gestohlen. Auch der 60jährige Arbeiter Adolf Salzer, der dort trotz vieler Vcrstrafen Beschäftigung gefunden hatte, hat fortgesetzt lange Finger gemacht. Die Straftammer verur­teilte ihn zu 2 Jahren Zuchthaus.

Crotzen-Vuscck, 7. August. Der bisherige Bürgermeister Leun wurde in Würdigung seiner Verdienste, die er sich in 38jähriger Amtstätigkett um den Ort erworben hat, zum Ehren­bürger ernannt. Bürgermeister Leun vertritt bekanntlich seit

dem Jahre 1898 den Wahlkreis Gießen-Land im Landtag, w» er zur Fraktion des Bauernbundes gehört.

Aus dem Oberwald. Die Himöeerzeit ist wieder gekommen, > aber ohne Himbeeren. Jedenfalls schließt die heurige Ernt« i mil einem ganz geringen Ertrag ab. Bezahlt werden ja dem Sammler für das Pfund 1.20 M., doch kann der Doerenfuche-r ; mit keinem hohen Tagesverdienst rechnen, denn 46 Pfund in einem Tage zu pflücken, erfoodert schon einen angestrengt«, Fleiß.

AuS Starkenburg.

FC. Groß-Gerau. 8. August Die Ehefrau des Landwirts Richard Neidhardt, 31 Jahre alt. in Geinsheim, wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen unerlaubten Verkehrs mit Kriegsgefangenen zu einer Woche Gefängnis verurteilt.

Aus dem Ried. Die Störche rüsten zur Abreise. Auf den großen Wiesengründcn sieht man zurzeit oft große Scharen von Störchen sich versammeln, die das charakteristifä-e Verhalten vor der Abreise nach dem Süden zeigen. Die auf den Schornsteinen hoher Wohnhäuser angelegten Nester sind meistens bereits ver­laffen. In den Raisverfammlungen, die die Lan,- nabel gegenwärtig oft zu vielen Hunderten abhalten, geht es»r leb- hast zu. Nicht selten geschieht es. daß die Störche ihre kranken und schwachen Genossen, die die Flugproben nicht bestehen, vor der Abreise töten.

AuS Rheinhessen.

FC. Oppenheim, 7. August Dem Weichensteller Wilhelm ! dahier wurden 81 Stallhasen gestohlen Dem Ziegeleibefitzer Benny auf dem nahen Kcrnsand entwendeten Diebe ein Dutzend Gänse.

Nierstein. Billige Sohlen hat die hiesige Gemeinde unsere« Bewohnern verschafft. Es ist ihr gelungen, über hundert Paar Schuhsohlen zu erwerben, die zum Preise von 4 Mark für ein Paar Herrensohlen abgegeben werden.

Ans Hessen-Nasiau.

Bad Homburg. Ein Vermächtnis an seine Gemeinde hat der verstorbene katholische Pfarrer Heer hinrerlassen In hoch­herziger Weise vermachte er ihr kostbare Paramenten und son­stige kirchlichen Gegenstände.

FC. Usingen, 8. August. Ein Eisendveher von Dorsweil hatte in drei Fällen je ein Stück Rindvieh bei Landwirten zuin Wiederverkauf aufgekauft ohne Miiglied des Viehhandelsver- Landes und mit deffen Ausweiskarte versehen zu sein. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu 150 Mark Geldstrafe bezw. 30 Tage Gefängnis.

Höchst. Nach 43jährigem Aufenthalt ln Rußland und Zu­letzt tn den Internierungslagern Sibiriens kehrte dieser Tage der 81jährige Josef Gimbel hierher in das Haus feines 78jähri- gen Bruder« zurück Das Wiedersehen der beiden Brüder, die einander schon gestorben wähnten, war ergreifend

FC. Wiesbaden. 8. August. Dekan i. P. Bickel dahier, der letzte noch lebende Mitbegründer desEvangelischen Gemeinde­blattes" und Senior der führenden Männer des liberalen naff- säuischen Unionsvereins feiert am 10. August feinen 80. Ge­burtstag.

FC. Wcilburg, 6. August. Kreisbrandmeister Erlenbach dahier wurde für die Kreise Oberlahn, Westerburg und Lim­burg zum Kriegsbrandmeister ernannt.

Wiesbaden. In einer Wohnung in Wiesbaden sprach in Abwesenheit der Herrschaft eine Frau vor, die dem Dienstmäd­chen erzählte, die gnädige Frau habe sie telephonisch bestellt, um ein Paar Herrensttefel und ein Paar Damenstiefel abzu­holen, die mit Gummiabsätzen verletzen werden sollten. Das Dienstmädchen war schon bereit, die Schuhe auszul'efern, als die Frau sich durch verschiedene Redensarten verdächtig machte, noraiff das Mädchen die Auslieferung unterließ. Darauf rer. schwand die Frau. Die ganze Geschichte von der telephonischen Bestellung war natürlich erfunden

Biebrich. Der berüchttgte Einbrecher Johann Montreal, der im Zeiträume von knapp sechs Monaten nicht weniger als siebenmal aus Gefängnissen oder auf Transporten entsprang und zuletzt in Berlin unter erschwerenden Umständen entwich, wurde jetzt in Biebrich verhaftet. Er kam von Köln und hatte unterwegs in Schiersiein einen großen Einbruch verübt, bei dsm er zudem noch zahlreiche Möbel zerschlagen hatte. Allem An­schein nach hielt sich der gefährliche Mensch it-tt längerer Zeit im Rheingau aus. Auch bei dein Transport nach dem Bicb- richer Gefängnis versuchte er, den Beamten zu entweichen, doch gelang es, ihn noch im letzten Augenblick festzuhalten.

FC. Dranbach, 8. August. Gestern früh kurz vor 6 Uhr traf der hiesige Iagdhüter einen Wilddieb beim- Platten, um einen Rehbock vor seine Flinte springen zu lasten. Der Wild­dieb zog ab, ohne den Iagdhüter zn merken und letzterer verlor die Gelegenheit, ihn zu stellen.

Sörgenloch. Die 28jahrige Ehefrau des im Felde stehenden Taglöhners Malchus aus Mainz kam hierher zu Verwandten auf Besuch. Im Begriff, Feuer anzumachen, gerieten ihre Kleider durch glühende Kohlen in Brand. Die junge Frau erlitt so schwere Brandwunden, daß sie im Mainzer Krankenhaus ge- ftorben fft.

FC. Cölbe, 7. August. Beim Verladen von Baumstämmen verunglückte ein gefangener Italiener so unglücklich, daß er bald daraus verschied.

Aus dem Kreis Gelnhausen. 7. August. In dom Dorfe

Kassel gelang es der Gendarmerie mehrere Schleichhändler bet der Llusführung ihres dunklen Gewerbes zu überraschen. Einer der Schleichhändler ging gegen den ihn verfolgenden Gendar­men tätlich vor. Der Beamte machte, um sich der Angriffe zu erwehren, von seiner Waffe Gebrauch und gab einen Schuß ab, durch den der Angreifer so schwer verletzt wurde, daß er auf dem Wege zum Krankenhaus starb. Der Erschossen« soll Erot­heißen und von Frankfurt a. M. stammen.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otts' Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: N. H ey n e r«! Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A- G., Friedberg r. H.