• Vordringen der Franzosen sich bereits stark verlangsamt hat. Me Möglichkeit, den so wichtigen deutschen Bogen Soissons—Reims einzubrücken, sei für die Franzosen gänzlich unsicher geworden. Die GesamLkampflage deute noch immer auf die Bewegung weiterer Teile der Westfront hin.
Die Stunde der Entscheidung.
Haag, 26. Juli. Im „Daily Telegraph" erklärte Gibbs, das Schicksal der Welt werde entschieden sein, bevor das Laub gelb werde und vielleicht bevor die Herbsternte eingebracht sei,
»
Mt 70 Divisionen.
Berlin, 28. Juli. (WB.) Mit welchen ungeheuren Kräften der Verbanösoberbefehlhaber Foch unter allen Umständen die Entscheidung erzwingen wollte, geht aus der Zahl von 70 feindlichen Divisionen hervor, die er seit dem 15. Juli zwischen Soissons und Tohure eingesetzt hat. Unter diesen Divisionen befinden sich 6 amerikanische, 4 englische, 2 italienische und eine polnische Division. Der ganze übrige Teil besteht aus französischen Verbänden, die auch hier wiedenrm in der Hauptsache die schweren Vlutopfer tragen mutzten. Mit Hinzurechnung der beteiligten feindlichen Artillenetrnppen und Heeresgruppen hat Foch ruird 1% Millionen Mann in dieser kurzen Zeit in die verlustreiche Schlacht getrieben, ohne sein erstrebtes Ziel auch nur im entferntesten zu erreichen. Durch den schweren Aderlatz so starker Verbände hat die Hauptkraft des Verbandes aufs neue eine autzerordentlich starke Schwächung erfahren.
Das Komvardement von Calais.
Bern, 27. Juli. (WB.) „Progres de Lyon" meldet aus Paris: Das Bombardement von Calais in der Nacht vom Sonntag zum Montag war außergewöhnlich schwer. Sehr großen Sachschaden, 27 Zivilisten wurden getötet. Es war das schwerste Bombardement, das Calais bisher erlebte.
Nie -eiitlchtn Muk M Amrilrg.
Karlsruhe, 27. Juli. Die „Zürcher Morgenzeitung" meldet aus dem Haag: Nach soeben hierher gelangten Kabelmeldungen wurden deutsche U-Boote von der Kiiste von Massachusets in einer größeren Anzahl signalisiert. Das Marinedepartement erließ sofort alle notwendigen Befehle, damit keine Störung in der Abfertigung der Truppentransporte eintrete. Zahlreiche Torpedosager streifen längs der ganzen Küste, um diese nach den U-Booten abzusuchen. Amtlich versichert man, daß keine Beunruhigung herrsche.
Die Sörxtdikr««ß Zn „Mmg".
Die „Tägliche Rundschau" meldet cats dem Haag vom Al. 7 <uli: In einer. Schilderung der Torpedierung der „I u st i c i a" bringt der „Daily Expreß" felgende neue Einzelheiten: Schon bevor das erste Torpedo den Dampfer traf, mar das Schiff meh- rere Stunden lang durch ein U-Boot verfolgt worden. Gegen Mittag schien das U-Boot die Jagd ausgegeben zu haben. Aber eine Stunde später, als die Maschinen der „Iusticia" nach ihrer Hochftanfpannung wieder zurückgestellt worden waren, tauchten plötzlich drei U-Boote auf, die einige Torpedos auf den Dampfer ab feuerten. Doch konnten dank einer geschickten Steuerbewegung diese Geschosse vermieden werden. Die Bewegung war noch nicht völlig ausgeführt, als die Wellenbahn eines dritte» Torpedos heranschoß. Es war zu spar, um ausziuveühen. Das Torpedo traf an der empfindlichsten Stelle, nämlich in der M' 2 schinen- kammer. Mit einem Schlage war das Riesenschiff hil'los geworden. Don den 16 Schiffsgeschützen wurde jetzt ein Schnellfeuer auf die Stelle abgegeben, wo die Unterseeboote verschwunden waren. Nach kurzer Zeit kam wieder ein Torpedo herangeschossen Es wurde Schnellferrcr auf die Wellenbahn abgegeben und offenbar muß eines der Geschosse getroffen haben, denn kaum 2M Meter vor dem Dampfer gab es eine gewaltige Explosion. Inzwischen warm er-glische Torpedobootzerstörer hevangekom- men. Gegen Abend versuchten die U-Boote dem Dampfer, der bereits schwer nach Backbord neigte, den Gandenstoß zu geben. Am frühen Morgen des anderen Tages kamen andere englische Zerstörer hinzu, nahmen den Dampfer ins Schlepp und zogen ihn langsam dem Lande zu. Aber die U-Boote, die sich, nach den hätlfig auftauchenden Sehrohren zu urteilen, inzwischen um 4—7 vermehrt hatten, gaben die Jagd nicht auf. Schließlich, nach Abfeuerung weiterer Torpedos, die ihr Ziel verfehlten, hatte eines der U-Boote die verblüffende Kühnheit, mitten zwischen den Zerstörern aufzutauchen und ein Torpedo abzuseuern. In demselben Augenblick, wo es untertauchte, schlugen auch die Geschosse des Zerstörers an dieser Stelle ein. Aber die „Iusticia" war getroffen und in zehn Minuten war ihr Rumps Verschwunden.
Rußland.
Der Krieg im Innern.
Moskau, 26. Juli. lWB.) „Iswestsa" veröffentlicht folgenden Kriegsbericht: Nordabschnitt: Die Nätetruppen er.
reichten auf der Verfolgung des Feindes die Station Lukows- kaza. Ein Angriff des Feindes auf die Station Filonoye wurde zurückgsschtagen. Am linken Donufer besetzte eine Abteilung Micolows das Gehöft Zurski. Der Feind sandle Delegierte Drd bat um Frist zur Bekanntmachung des Kriegsendes an der -ganzen Front. In Iaroslarv dauern die Artillerrekäinpfe als Antwort auf die Unterhandlungsversuche des Feindes an. In der Richtung Zekaterinburg—Tscheljabinsk setzten sich die Räte- krimpen an dem Flusse Kovabrilika (?) westlich des Sees Ku- jasch (?) fest. In der Richtung Schischabvinsk besetzten die Räte
truppen ein Dorf 20 Mrst nördlich Dalmatow. In der Richtung Omff besetzte der Feind das Dorf Golowrna. Sein Vordringen an der Station Vogandtnsloe wurde zurückgeschlogen. In der Richtung Stawrcpol gingen die Rätetruppen 30 Werst südöstlich Senyilrifl zurück. Zn der Richtung Vugulmo gingen die Rats- truppen nach zweistündigem Kampf auf die Station Driandzio -urtick, wo sie sich befestigten. Zaroslaw: Der Feind beschoß die Rätebatterie bei dem Dorfe Wrolsch. Der Feind ist überlegen. Am 17. wurde ein zweites unbekanntes Luftschiff in der Richtung Zaroslaw bemerkt.
Moskau, 25. Juli. (WB.1 Jaroslaw ist bei der Wieder, erobervng durch die Rote Garde in 14tägigem Kampfe durch Artilleriefeuer fast vollständig zerstört worden. 350 weiße Gardisten, größtenteils ehemalige Offiziere, wurden standrechtlich erschossen.
Das militärische Vorgehen der Entente. Amsterdam, 27. Juli. (WB.) Nach einem hiesigen Blatte erfährt die „Times", daß die Bestimmungen des zwischen, den Vereinigten Staaten und Japan abgeschlossenen Abkommens über eine Hilfeleistrmg an die Tschecho-Slowaken in Sibirien bereits durchgeführt werden. Die Hauptabsicht ist, die Ergebnisse der bisherigen Leistungen der Tschecho- Slowaken zum Vorteile der Entente zu erhalten.
Bern, 24. Juli. (WB.) Nach einer Meldung der New Dorker Presse fand dort eine von 15 000 Amerikanern, Russen Finnländern Ukrainern, Litauen, Letten und Esten betuchte Versammlung statt, um zu der von den Ententemächten be- absichttgten Intervention in Rußland Stellung zu nehmen. Es wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, worin die geplante Invasion in Rußland über Sibirien als eine Machenschaft der reaktionären Klassen der Entente und Rußlands gebrandmarkt und die amerikanische Regierung aufgefordert wird, die Sowjetregierung anzuerkennen und diesen hinterlistigen Feldzug der imperialistischen und reaktionären Kamarilla zu verhindern.
Die Vorgänge an der Murmanküste.
Petersburg, 26. Juli. (5033.) Volkskommissar Trotzkij hat folgenden Befehl erlassen: Zm Zusammenhang mtt der englisch- französischen Abteilung, die an der Murmanküste gelandet ist, und in Berbmdzmg mit der offenkundigen Teilnahme ftanzö. sischer Offiziere an dem gegenr eoolirtionären Aufftande gedingter Tschecho-Slowaken befehle ich aufs strengste, sowohl allen Institutionen der Militärbehörde als auch allen Militärdiensttuenden im allguneinen, in keinerlei Wesse den französische» und englischen See- und Landesfizieren Beihilfe zu leisten, ferner zu verhindern, dag sie sich von Stadt zu Stadt begebeir, endlich sorgfältig auf alle ihre Handlungen zu achter^ als auf die Handlungen von Personen, welche, wie die Tatsachen beweisen, fähig sind, gegen das Gebiet der russischen Republik und gegen das oberste Recht des russischen Volkes Böses im Schilde zu fühern. Vorliegender Befehl wird telegraphisch brennt gegeben und bleibt in Kraft bis zur Beseitigung feiner Entstehungsursache, worüber seinerzeit eine Mitteilung erfolgen wird.
Die westsibirifchr Regierung.
Moskau, 26. Juli. (WB.) Nach einer Nachricht der Petersburger Trlegraphencgentur fetzt sich die westsibirische Regierung in Omsk wie folgt zusammen: Kriegsminister und Oberbefehlshaber der weißen Gardisten Oberst Drischin- Derpsleg- nngsminsster Scfirow. Finanzen Malzow, . Ackerbau Pettow Justiz Marosow, Inneres Eine, Acußeres Golowatfchew.
Die Enteutr-Gesttudtschaften.
Moskau, 25. Juli. (WB.) Die Ententegesandten sind aus Wologda nach Archangelsk abgereist.
Der Kommissar für auswärtige Angelegenheiten TW- Wenn erklärt hierzu in der „Jswestija": Auf die Politik der russischen Reprcklik wird diese Tatsache keinerlei Einfluß cmsüben. Die Räteregierung bedauert tief die Abreise der Entente-Diplomaten aus Wologda. Der Uebersiedelung der Entente-Diplomaten von Wologda nach Moskau, die die Räteregierung vorschlug, hatten keine Hindernisse im Wege gestanden. Die Wologda-Diplonlaten zogen es jedoch vor, nach Archangelsk zu reisen, wo ihr Verbleiben infolge der Kriegslage eine offenbare Unmöglichkeit ist. Archangelsk kann nur als eine Etappe zur Abreise aus Rußland angesehen werden. Die Rateregierung protestiert energisch gegen die Verletzung der russischen Neutralität durch die Entcnte- truppen und gegen die politische Unterstützung des tschechoslowakischen Aufstandes doch wünscht sie unter diesen Umständen nicht den Abbruch der diplomatischen Beziehungen nrit den Ententemächten und hofft, daß die Abreise aus Wologda nicht in diesem Sinne cnlsgrlegt wird. Mit den Völkern beider kriegführenden Lager sucht sie ökonomische Abkormnen zum Austausch erzeugter Werte und zur gegenseitigen Unterstützung des prodirktiven Lebens der Völker abzuschließen. Sie wird sich nicht der Herausforderung zu Kriegsoperationen hingeben, die ihre freundschaftlichen Be- Ziehungen zu allen Völkern verletzen würden. Die Räte- regierung sieht keinerlei Gründe, die selbst nach der Abreise der Diplomaten ans Wologda der Unterhaltung von diplomatischen Beziehungen mit den Ententemächten durch in Moskau befindliche Vertreter hinderlich sein könnten.
M
Moskau, 25. .Juli. (WB.) Am Sonntag fanden in Moskau in vielen Kirchen Totennressen für den Exzaren statt.
Die Lebensmittelkrise.
Moskau, 25. Juli. (WB.) Die heutige Regierungs- s Presse veröffentlicht Aufrufe, in denen erklärt wird, daß der- ! tschecho-slo-wakische Aufstand und die Abenteuer der Sozial- j i evolutionäre in letzter Zeit verhindert haben, auch jene spärlichen Lebensmittel zu erhalten, die bisher verteilt wurden. Gestern und heute unterblieb vollständig die Brotaus- teilung. Es seien außerordentliche Gegenmaßnahmen getroffen. Nur müsse Ruhe gewahrt werden, damit die Hoffnungen dex Feinde auf ein« Hungersnot sich nicht erfüllen.
Finnland.
Stockholm, 26. Juli. (WB.) Von einer Annahme d^r Monarchie durch den finnischen Landtag und einer Ab Ordnung an den Herzog von Mecklenburg ist hier nicht daL geringste bekannt.
150000 Mmiilionsarhe'iltt im AugßM.
Ausdehnung in ganz England.
Kristiania, 26. Juli. (WB.) Nach einem Londoner Sondertelegramm an ..Aftonposten" «nb „Tidens Tegn* greift der Streik der Munitionsarbeiter in ganz England täglich immer mehr um sich Er umfaßte gestern bereits über 150 000 Mann, davon allein in Birmingham 80 000, in Coventry 12 000 und in Manchester 10 000.
Stockholm, 26. Juli. (WB.) Laut einem Londoner Telegramm an „Stockholms Tidningen" begann der Streik der englischen Munitionsarbeiter infolge von Zwangsausstellungen von ausgebildeten Arbeitern durch die Regierung in den Kriegsmaterialfabciken am Dienstag in Coventry wo 12 000 Mann die Arbeit einstellten. Am Mittwoch dehnte sich der Streik auch auf Birmingham aus, so daß die Gesamtzahl der Streikenden bereits auf 71 000 gestiegen ist Das Kriegskabinett trägt sich mit dem Gedanken, sie an die Front zu schicken, falls sie nicht die Arbeit wieder aufnehmen. Auch in Manchester und anderen Städten wird mit dem Streik gedroht.
fölldje GttWk iibtt Menhurg.
Berlin, 23. Juli. (WV. Amtlich.) Aus dem Großen Hanpd quartier wird gemeldet. Aus zahlreichen Anfragen geht hervor, daß in der Heimat unbegründete Nachrichten über das Befinde? des Generalfeldmaisch all s von Hindenburg verbreitet sind Der Generalfoldmarfchall läßt bitten, solchen völlig unbegrunde» tcn Gerichten keinen Glauben zu schenken. Es geht ih» ausgezeichnet.
Keren ski.
Der kühle Empfang, der Kersnsti in London und Paris zr» teil geworden, läßt den Wunsch berechtigt und keineswegs verfrüht erscheinen, dem Manne die Leichenrede zu halten, der, seit dem er das verbuchte Vertrauen seines Volkes rin Dienste Eng. lands mißbraucht, in Rußland längst begraben ist, und der, och wohl er einst die Popularität, denen er sich unvergleichlicher un* unverdienterweise beim russsichen Volke erfreute, dem englischen Volke zum Opfer gebracht hatte, rum auch von der Entente al« erledigt bettachtet wird.
Das Verhängnis dtetzs Mannes war, daß er, in dem auch nicht ein Funke von Größe glühte, der sich vielmehr durchweg von ni^eren Znstintten hat leiten lassen, in seiner hohlen Phra- senhaftigleit und Eitelkeit erst so spät durchschaut worden ist Um zu verstehen, daß dieser Mann tatsächlich geraume Zett als der Held der russischen Rrvolution bewurrdert, bejubelt, aus Händen getragen worden istz mutz man sich die außerordentliche durch den Taumel der Revolution noch gesteigerte Kritiklosig- keit und Urteilsunfahigkeit des Russen vor Augen halten. Ke. renfki verstand es meisterhaft, sich den Glorienschein eines Märtyrers zu geben, dem nichts so fein am Herzen liege wie das Wohl des Vaterlandes. Wie ernst es ihm damit war. geht deutlich aus seinem Verhalten gegenüber dem „Ausstande" des Generals Kornilow hervor. Es ist heute kein Geheimnis mehr, daß Kerenski den gegen die Bolschewiki gerichteten Streich Kor» nilows selbst vorbereitet hat. Erst als Kornilow darauf bestand, daß Kerenski ihm die Würde des Oberbefehlshabers der Armee übertrage, sich selbst aber mit dem Amt des Iustizmini- sters begnüge, denunzierte Kerenski. der in maßloser SelbMber. schätzung feiner Fähigkeiten seine ehrgeizigen Pläne nicht preis, geben wollte, den General, der alle vaterländisch Gesinnten au? seiner Seite hatte, als Feind des Vaterlandes und Gegenrevolutionär. Die Popularität, die Kerenski bei den niederen Volks* schichten ge^.oß, verdantte er fraglos der Nolle, die er einst al» Dumaabgeordneter gespielt hatte' hier war er wirklich so et* was wie ein Sprecher des Volkes. Wenige Monate vor dem Märzumsturz wies er in einer Dumasitzung, bei der wieder einmal der gesunkene Kampfesmut der Armer durch die Versicherung -des unm-ittelbar bevorstehenden Zusammenbruchs Deutschlands aufgepeitscht werden sollte, nachdrücklich auf die Kriegs- Müdigkeit und Friedenssehnsucht des russischen Volkes hin und sprach damit das Wort aus, das Tausenden auf der Zunge schwebte.
Wäre er im Sinne dieses freimütregn Bekenntnisses seiner lleberzeugung treu geblieben, hätte er, anstatt sich zum Werkzeug englischer Kriegshetze zu erniedrigen, seinem Volk den heißersehnten Frieden gegeben,-dieses Volk wäre ihm in Massen zugeströmt. Auch die erste Zeit noch der Revolutton genoß er noch das uneingeschränkte Vertrauen des Volkes: stand er doch an der Spitze derjenigen Partei, die wie keine andere für düs Rechte der bäuerlichen Bevölkerung einttat. Sein Stern strahlte am hellsten, als er sich an die Spitze des Staates geschwungen und in seiner Person die Würde eines Ministerpräsidenten und Oberbefehlshabers der Armee vereinigte. Er fühlte wohl nicht, wie komisch die Figur war, die er, der gewesene Rechtsanwalt, ols Oberbefehlshaber machte, auch konnte er sich wohl über di<-s Gespött hinmegsetzen) hatte er doch die Armee, die stolze Rcvo- lutionsarmee, durch seine berühmten Demottatisierungsexpert- mente für sich gewonnen. Das praktische Ergebnis dieser „Dr- mokratisierung" war allerdings, daß die Disziplin, die sich schon seil der Revolution bedenklich gelockert hatte, nun systematisch untergraben wurde. Aber was schadete das. Disziplin gehörte doch auch zu den tteberbleibseln des verhaßten alten Regimes, an die Stelle dieser alten Drsziptt« sollte nun eine neue, „revolutionäre" Disziplin treten. Der Urheber dieser „Reform" vergaß offenbar, daß die unerläßlichen sittlichen und geistigem Voraussetzungen für da» Dorhandensetn einer solchen Disziplin


