stehenden Hauptkräfte bet französischen Champagne-Armee hl schwere Kämpfe zu verstricken und dre französischen Reserven wiederum auf sich zu ziehen und zu binden. Geographisch läßt sich die Angriffsbervegung als ein Versuch bezeichnen, die Franzosen von den Champagnehügeln gegen und über d-te große Ro- merstraße, auf btc Vesle und über die Ardre, gegen das Marnebecken zu drücken und Reims zweiseitig zu bedrohen und möglichst zu umfassen. Dadurch würde die französische Argonnen- front gelockert und die Verbindung von Verdun mit der Pariser Zentralstelle von neuem gefährdet. Die Schlacht gibt sich also als eine folgerichtige Teiloperation großen Stils zu erkennen. Die Franzosen haben als Verteidiger das Bestreben, die Transversale möglichst unversehrt und die Linien zwischen Reims und Chalons unter allen Umständen zu halten. Ein Durchbruch auf Epernay, Chalons oder gar St. Menehould würde. schwere Lucken in die zu Defensivstellungen geworden Ausfallstellungen des Jahres 1915 reißen.
BWelmg lioi, Paris, Mru, Arras.
Bern, 18. Juli. Am Montag und Dienstag dauerte die Fernbeschießung von P a r i s an. In Abständen von 8 b:s 15 Minuten fielen Granaten auf Stadt und Festungsbereich. Es verlautet, daß über 30 Geschosse den Pariser Stadtbezirk trasen.
Rach der „Daily Mail" hat die Beschießung von Ppern und Arras wieder eingesetzt.
23 000 Tonnen versenkt.
Berlin, 17. Juli. (WB. Amtlich.) Unsere Unterseeboote versenkten im Sperrgebiet um England
23 000 Bruttoregistcrtonnen.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine.
Arr Gkfangrnkiianstaiiich in Frankreich.
Konstanz, 18. Juli. (WB.) Vergangene Nacht gegen 11 Uhr sind mit Sonderzug aus der Schwein weitere U*0 internierte Offiziere und Mannschaften hier eingetroffen.
Pit Anklaße ks Kabinett Kraiiaiili.
Bukarest. 18. Juli. (^D.) Tie rumänische Kammer hat da» Kabinet Bratüum mit 115 Summen bei 2 Enthaltungen angenommen.
Jan ssarp über die Lage in pninanien.
Wien, 15 Juli. Der rumänische Gesandte Jan Carp äußerte stch einem Mitarbeiter der „Neuen Freien Presse" gegenüber folgendermaßen über die Lage in Rumänien' Die Stimmung Lei uns ist gedruckt. Immerhin hat das Unglück der letzten zwei Jahre bei uns belehrend gewirkt. Eigentliche Sympathie für Rußland bestand nie, aber man machte sich ausschweifende Vorstellungen von der unwiderstehlichen Macht des rujfrfchen Kolosses und bei der großen Menge der bäuerlichen Bevölkerung wirkte der gemeinsame orthodoxe Glaube zu Gunsten Rußlands. Da ist nun gründlich Wandel geschaffen. Der russische Koloß ist zusammen gebrochen und der rumänische Dauer der Moldau, welcher die russische Soldateska bei ihrem Rück, zuge sengen und brennen sah, hat seine Vorstellung von den orthodoxen Glaubensbrüdern sehr stark geändert. Die russische Revolution und das Treiben der Bolschewik: wirkte auf unsere bäuerliche Bevölkerung nicht nur nicht ansteckend, sondern eher abstoßend. Unter den französischen Sympathien der- gebildeten Klaffen Rumäniens, sagte Carp: Manche sind natürlich unbelehrbar. Es gibt auch so.ck>e, welche noch immer an den Sieg der Entente glauben. Gelegenheit zum Umlernen haben alle gehabt. Unsere Grundbesitzer z. B. können den musterhaften Zustand, in dem sie ihre Güter in der Walachei, also in den Händen der „Hunnen" und ihrer Vundesgenoffen finden, mit den Zerstörungen und Verwüstungen auf den Gütern der Moldau vergleichen, wo die Truppen der Entente wirffchafteten.
limldjiünijg in kr Kaktikirxnrtti?
Stockholm, 17. Juli. (WB.) Der Vertreter von „Svensla Dagbladet" in Helsingfors drahtet: Meldungen aus Rußland
bestätigen die Gerüchte über einen Umschwung der Stimmung in der Leitung der Kadettenpartei im deutschfreundlichen Sinne. Es bestätigt sich, daß sich eine Anzahl Kadetienführer nach Kiew begab. Es sei kein Geheimnis, daß sie Verhandlungen mit dem dortigen deutschen Oberkommando anzuknüpfen suchen, um ein Zusammenwirken zwischen den bürgerlichen Parteien in Rußland und den Deutschen anzubahnen, was von den Kadetten nun als der einzige Ausweg zur Wiederherstellung geordneter Zustände in Rußland angesehen wird.
per Au-ßand kr Zöjiglrkimlnimiäre.
Berlin, 16. Juli. Der Berliner Bureau der Petersburger Lelcgraphenagentur erhält aus Moskau folgenden Bericht:
Der wahnsinnige Aufftand der sogenannten linken Sozialrevolutionäre ist beendet. Die gerichtliche Untersuchungsbehörde wird das tatsächliche Bild dieses beispiellosen Abenteuers aufklären und den Grad der Veran'worlung de: einzelnen Teil- siehmer feststellen. De: politisch^ Sinn bei Moskauer Ereignisse vom 6. und 7. Juli tritt jedoch jetzt schon deutlich hervor. Dem Druck der bürgerlichen Klaffe nachgebend haben die linken Sozialrevolutionäre in den letzten Wochn fortwährnd die hartnäckigsten Anstrengungen gemacht, Rußland in einen Krieg mit Deutschland zu verwickeln. Diese Anstrengungen sind nicht nur in dem Hmweis auf die außerordentlich schweren Bedingungen des Brest-Litowskjchon Friedens zum Ausdrucke gekommen, sondern ouch in den erdichteten und in Umlauf gebrachten phan- last Ischen Gerüchten And Verdächtigungen, die aufreizend auf die >
Einbildungskraft des Volkes wirken mutzten. Die aufgeklärten Arbeiter mri> Bauern verkennen nicht, die durch die Brester Verträge geschaffene schwierige Lage. Nicht weniger verkennen sie aber, welche Folgen es nach sich zöge, wenn das entkräftete und verblutende Rußland in die imperialistische Schlächterei hincln- gezogen würde. Deshalb eben hat die erdrückende Mehrheit der Arbeiter und Bauern bewußt den Bruch mit dem Brester Vertrage zurückgew lesen, welcher von den Kadetten, rechten Sozialrevolutionären, Menschewiki und den linken Sozialrevolutio. nären ungestüm verlangt wird.
Das'Mißglücken der demagogischen Agitation für den Krieg hat die linken Sozialrevolutionäre auf den Weg des sinnlosen und unehrlichen Abenteuers gestoßen, sie beschlossen mittels ei- nes terroristischen Aktes Rußland gegen den Willen der Arbeiter und Bauern in einen Krieg zu verwickeln. Nachdem der 5. allrussische Sowjetkongreß die auswärtige Politik des Rats der Volkskonrmiffäre vorbehaltlos gebilligt hatte, verübte ein ge- wiffer Vlumkin laut Beschluß des Zentralkomitees der linken Sozialrevolutionäre einen Mordanschlag auf den deutschen Botschafter Graf Mirbach. Jrckiem sie diese provozierende Tat verübten, stützten sich die linken Sozialrevolutionäre weniger auf ihren Parteiapparat als auf die offizielle Stellung, welche sie als Sowjet-Partei einnahmen. Mit Hilfe seiner Partei gelaugte Blumkm in die außerordentliche Kommission für den Kampf mit der Gegenrevolution. Seine offizielle Stellung ausnutzend, hat er verschiedene Dokumente zum Teil sich angeeignet, zum Teil gefälscht, gelangte dann, von seinem Amte ge. deckt, in das Gebäude der deutschen Botschaft und verübte dort den ihm vom Zentralkomitee befohlenen Mord. — Gleichzeitig schickten sich die linken Sozialrevolutionäre an, einen Aufstand ins Werk zu setzen, der den Zweck hatte, gewalttätig die Macht aus den Händen des allrussischen Sowjetkongreffes in die Hände einer Partei zu übertragen, welche auf diesem Kongreß in Minderheit geblieben war. Die Mitglieder des Zentralkomitees der linken Sozialrevolutionäre versuchten den Aufstand zu entfachen. indem sie sich auf einen Teil des Detachements der Kommission für den Kampf mit der Gegenrevolution stützten. Die Truppenabteilung wurde von dem linken sozialrevolutionärcu Poyow befehligt. Die in die Verschwörung hinerngczogencn Teile der Truppenabteilung Popows, verstärkt durch dre demoralisierten Elemente der Schwarzmeerflotte, stellten Straßen- wachen und Patrouillen auf, verhafteten einzelne Vertreter der Sowjetregierung, ontwafsneten und beschoffen einzelne Grup pen der roten Armee. Zur Verfüguug der Rebellen standen Maschinengewehre, Geschütze und Panzerwagen. — So enffaltetc sich am 7. Juli der Aufftand der die Minderheit bildenden Sow- jetpartei gegen die Herrschaft der Sowjets. Der Erfolg dieses Abenteuers hatte bedeutet: den sofortigen Krieg mit Deutschland und den Zusammenbruch der Sowjetmacht. Denn kern einziger vernünftiger Mensch konnte vermuten, daß die linken Sozialrevolutionäre imstande sein werden, die aus den Händen der Sowjets der Arbeiter, Bauern und roten Armee entriffene Macht auch nur auf 24 Stunden in ihren Händen zu bewahren. Der ganzen Lage nach sind die linken Sozialrevolutionäre am 6. und 7. Juli nur als Kampfabtcilung hervorgetreten, die im Dienste der konterrevolutionären Bourgeoisie steht und ihr den Weg ftei machen sollte. *
Unter diesen Umstürzen konnte der Rat der Volkskommissare nur einen Entschluß faffen: in möglichst kurzer Zeit die Erhebung zu unterdrücken, in der Leichtsinn, Treubruch und Provokatron pch in ein abscheuliches Ganzes vereinigten. Energische Handlungen hatten schon im Laufe einiger Stunden Resuk- tate gezeitigt. Die linken Sozialrevolutionäre räumten das Post- und Tclegraphenamt, in denen sie zwei Stunden gcwrrt- schaftet hatten. In der Truppenabteilung Popows' begann schon ein Zerfall nach der ersten Beschießung durch die Sowjcr. truppen Ein bedeutender Teil der Truppenabteilung war über das Abenteuer empört und ging völlig auf die Seite der vcn den Empörern verhafteten Vertreter der Sowjetmacht, der Ge- nosien Dserginski, Lazis und Salbomiffch über. Rur Dank diesem Umstand war das Leben dieser außer Gefahr gebracht. Völlige Verirrung des gegnerischen Stabes und Demoralisation der Truppenabteilung gingen parallel miteinander. Als die Führer der linken Sozialrevolutionäre sich ein solches Ziel, wie dre Aneignung der Regierungsmacht, stellten, zogen sie den Umfang und die Bedeutung dieser ihre Kräfte gänzlich übersteigenden Aufgabe nicht in Betracht. Rach einigen unbedeutenden Miderstandsversuchcn begannen die Rebellen, nach allen Richtungen Parlamentäre zu schicken; denn traten sie einen ungeordneten Rückzug an. — Die Verfolgung der Flüchtlinge wird mit großem Erfolg fortgesetzt. Die Zahl der Gefangenen V W schon Hunderte erreicht. Nähere Angaben werden von der Negierung bei der nächsten Sitzung des allrussischen Sowzetkon- greffcs, der fein entscheidendes Mort über die Empörung vom 6. und 7. Juli, wie auch über das Schicksal der sogenannten Partei der linken Sozialrevolutionäre zu sagen haben wiro, mit. geteilt werden.
stkbkt 560 WleroWe in pftfrebnrg.
Petersburg. 18. Juli. (WV.) In P s 1 e r s b u r g ist die Cholera ausgebrochen. Gestern wurden über 500 Fälle gemeldet.
Ein Sohn Roosevelts gefallen.
London, 17. Juli. (WB.) Reuters Bureau meldet aus Paris: Der jüngste Sohn des früheren Präsidenten Roofevelt, Ouenlin, wurde im Luftkampf bei Chateau-Thierry getötet und ist in den deutschen Linien abgeftmzt.
Ein hghn lillf kn UaklsrikkiMkis.
Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten. Roofevelt, erhielt unbegretslicherweife im Jahre 1906 den Robelfnedens- preis. 100 000 Mark stellte er davon dem Kongreß für Zwecke des Weltfriedens zur Verfügung. Der Kongreß wußte nichts damit anzufangen und jetzt erhält Roofevelt sie zurück, um sie
zur Förderung der Kriegsziele der Alliierten zu verwneden. Mit Recht sagt der ..Vorwärts", dem wir diese Mitteilung entnehmen: Eine kraffere Satire auf die wohlgemeinte Stiftung des Dynamit-Nobel hätte kein Swift erftnden können.
Oesterreichs 8. Kriegsanleihe.
Wien, 17. Juli. (WB.) Nach den vorläufigen Fest, stellungen haben die bisher eingelaufenen Zeichnungen auf die achte Kriegsanleihe den Betrag von 5763 Millionen Kronen erreicht. Die endgültigen Ziffern können erst z» einem späteren Zeitpunkte ermittelt werden.
Gründung einrr östttmihifilM RkichsMtki-
Wien, 15. Juli. Die Korrespondenz Austria meldet: Di» Reichspartei des Herrenhauses hielt heute unter dem Vorsitz des Herrenhausmitgliedes Grasen Walterskirchen die gründende Vollsitzung ab, in der das Parteiprogramm einstimmig beschlossen wurde.
Darin wird erklärt, die Reichspartei erblicke ihr oberste» Ziel in der kräftigen Förderung aller Bestrebungen, durch die der österreichische Staat einer stets wachsenden Entfaltung der in ihm gelegeiren kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte zugeführt werden soll, zu welchem Zwecke vor allem eine unmittelbare aus dem österreichischen Staatsgedanken einge« leitete Neugestaltung der Verfaffung und der Verivaltuirgsein- richtungen anzustreben wäre. Im besonderen sei der wesentliche Inhalt des österreichischen Staatsgedankens in der organischen Zusammenfassung einer Vielheit gleichberechtigter, wechselseitig unabhängiger Volksstämme zur staatlichen Einheit zu erblicken, welche diese Stämme in der freien Entwicklung ihrer nationalen und kulturellen Eigenart zu schützen, in allen übrigen Belangen aber zu gedeihlichem Zufammenwirken im Interesse der Gesamtheit zu vereinigen berufen wäre. Es müßten solche Reugestol» tungen unserer politischen Einrichtungen angebahnt und kräf- tiqst unterstützt werden, die geeignet wären, Oesterreich zur Er. füllung seiner gegenwärtigen, auf absehbare. Zeit auch künftigen, 'großen, wichtigen Aufgaben inmitten der europäischen Kultur- staaten zu befähigen. Treu dem dynastischen und dem ihm untrennbar verbundenen österreichischen Staatsgedanken werde di» Reichspartei unentwegt für die Erhaltung und Stärkung der Großmachtstellung der Monarchie eintrcten und zu diesem Zwecke auf ein verständnisvolles Zusammenwirken der beiden an äußerer Machtentfaltung der Gesamtheit in gleichem Maß» interessierten Staaten hinwirken. In ihrer gesamten Arbeit und Tätigkeit stehe die Reichspartei rückhaltlos auf dem Boden der christlichen Weltanschauung.
Hierauf wurde Graf Walterskirchen zum Obmann, Freiherr Ruber zum stellvertretenden Obmann gewählt
Ein Bekenntnis rnm Dentßchtnm
hat der österreichische Ministerpräsident Dr. v. S e 1 d l e r ln der ersten Sitzung des wieder zusammengetretenen Reichsrats abgelegt. Di« Sitzung feilst war mit dem üblichen Skandal» den sich die verschiedenen slawischen Abgeordneten leisten, erfüllt. Rur schwer komrte der Ministerpräsident seine Rede zu Ende führen, er sagte darin:
„Wenn cs einen politischen Kurs in Oesterreich gibt, so kann es nur ein solcher sein, der den berechtigten Jntereffen des deutfchen Volkes vollen Schutz gewährt. Das Rückgrat dieses vielgestaltigen Staates ist nun einmal das deutsche Volk und wird es immer bleiben. In diesem und keinem anderen Geist ist die gegenwärtige Regierung entschlossen, den eingeschlagenen Kurs festzuhalten und sich in seiner Weiterbefolgung nicht deuren zu lasten." In dieser Sitzung machte der deutsch nationale Abg. Iro einen vorzüglichen Witz. Als der Tscheche Dr. Tusar erklärte, das tschechische Volk könne nicht untergehen, rief der Abgeordnete Iro dazwischen: „Aber übergehen". Darob natürlich große Heiterkeit bei den Deutschen, was die Tschechen derartig ärgerte, daß sie ihr Rationalliod anstimmten.
Amerikanische Flieger gesucht.
Mainz, 17. Juli. Das Gouvernement der Festung Mainz erläßt folgende Bekanntmachung: In der Nacht vom 10. auf
den 11. d. Mts. ist in der Nähe von Coblenz ein amerikanisches Flugzeug niedergegangen. Die Insaffen haben das Flugzeug verlaffen und es hierauf in Brand gesteckt. Sämtliche Organe der Militär- und Zivrlbehörden werden um schärfste Nachforschungen nach den Insaffen, vermutlich zwei amerikanischen Offizieren, ersucht.
Sechs Monate Reichstag.
Als der Reichstag zu Beginn des Jahres zufammentrai, da harrte seiner bereits ein reichhaltiges Programm gesetzgeberischer Arbeit, neben dem Etat die Zustimmung zu den Fried^ns- rertragen, die bevölkerungspolitischen Gesetzentwürfe, die Aufhebung des § 153 der Gewerbeordnung, das A:' ntskammerae- fetz. später der Entwurf zum Lichtspielgesetz, d Novelle zum Schutzhaftgesetz, schließlich die militärpolitische,. 'etze. Und der Kern des Ganzen, um den sich die übrige B.l. i nz sozusagen als Gelegenheitsarbeit gruppierte, die Steuervorlagen, denen sich nach der anderen Seite die zweimalige Bewilligung von je 15 Millionen Kriegskredite, im März und im Juli, gesellte.
Der Etat, insofern ein Scheinetal, als die wesentlichsten Ausgaben der Friedensstaatswirtschaft, die Aufwendungen für Heer und Flotte, z. T. in rhm fehlen und auf Kriegskonto laufen, schloß in Einnahme und Ausgabe mit 7,332 Milliarden gegen 5,035 im Vorjahre ab. Zu seiner Balanzierung wurde ein Niesenbetrag an neuen Steuern erforderlich, der in Gestalt des Steuerbllndels von insgesamt 12 Vorlagen mrgefordert wurde. Die Etatberatung zog sich im Plenum sowohl wie im Ausschuß infolge der ausgiebigen Erörterungen über die Polt» tik im allgemeinen wie Über die Einzelfragen der Ernährung, des Januarstrocks, der Zensur, des Belagerungszustandes, drei


