\n einem Viertelkahr weit Über 800000 Rinder und vev« mehrt täglich unsere Erzeugung an Molllereierzeugnissen imt etwa 750000 Kilogramm Milch oder um ungefähr 60000 Kilogramm Butter.
Im Reichstag
Wurde die Borsenumsatzsteuer rm wesentlichen nach den Beschlüssen der Kommission angenommen. Als Verteidiger der Börse traten lediglich die Freisinnigen und der Vorsitzende des Hansabundes, der Nattonalliberale Rietzer, auf. Von verschiedenen Seiten wandte man sich scharf gegen die Haltung, die die Börse in der letzten Zeit angenommen hatte. (Vörsenstreik usw.)
Iknlnini nnt> Sd)fit>raatiimk
In bemerkenswerter Weise läßt sich die „Kölnische Volkszeilung" über die Bedeutung des Scheidemannschen Auftretens gegen die Reichsregierung aus. Sie schreibt u. a.:
„Es gibt kein schärferes Mißtrauensvotum gegen den Reichskanzler und die Regierung, als die Ablehnung des Etats. Bei der Zugehörigkeit der Sozialdemokratie zu einer bestimmten parteilichen Mehrheit, die auf Grund gewisser Vereinbarungen sich zusammengefunden hat, ist die Ablehnung des Etats ein unbegreifliches, unbegründetes Mißtrauensvotum gegen die Regierung und zugleich eine Kündigung dieses Mehrheitsverhältnisses. Die Sozialdemokratie hat kein Recht mehr, sich nach der Rede Scheidemanns auf das sogenannte Mehrheitsprogramm zu berufen. Unter der Führung Scheidemanns steht die sozialdemokratische Fraktion wieder ganz unter der früheren Herrschaft der demagogischen Agitationsphrase. Nach dieser Richtung hin hat sie seit einiger Zeit eine starke Wandlung vorgenonimen. Die Ausführungen Scheidemanns haben auch im Zentrum großen Unwillen hervorgerufen.
Hessischer Kandtag.
63. Sitzung der 2. Kaimner der Landstäude.
Darmstadt, 9. Juli. Um 10.15 Uhr eröffnet Präsident Köhler-Worms die Sitzung mit herzlichen Begrüßungsworten.
Als Vertreter der Regierung sind anwesend: Staats- Minister Dr. v. Ewald, Minister des Innern v. Hom- b e r g k, Finanzmiffister Dr. Becker, die Staatsräte Dr. Süssert und Lorbacher. Geh. Oberfinanzrat Roh d e Geh. Leg.-Rat N e i d h a r d t, Fistanzrat S ch r o t h. Das Haus ist gut, die Tribünen sind schwach besetzt.
Bei den Ersatzwahlen von Abgeordneten wurden gewählt für den 4. Wahlkreis Gemeinderechner Bickel- Affolterbach, im 9. Wahlkreis Generalsekretär H o f m a n n - Lorsch, im 2. Wahlkreis Gutsbesitzer D. Dehlinger, im 3. Wahlkreis Bürgermeister D i e h l -Hochweisel, im 6. Wahlkreis Prof. Dr. Werner, Oberlehrer zu Butzbachs im 14. Wahlkreis Parteisekretär Hermann Reumann- Offenbach und im 7. Wahlkreis Lehrer Josssf Schorn- Mainz. Der Vorsitzende begrüßt und vereidigt die neugewählten Abgeordneten.
Als landständisches Mitglied zur Großh. Staatsschulden- Verwaltung wird Abg. Dr. Osan, Stellvertreter Brauer, zum Mitglied in den Ersten Ausschuß Abg. Stöpler, zum Mitglied in den eiiveiterten Ersten Ausschuß Abg. Soherr und zum Mitglied in den Vierten Ausschuß Abg. Singer gewählt.
Als näck/ter Punkt der Tagesordnung steht die Regierungsvorlage, Kriegsmaßnahmen für Beamte, zur Beratung Der Berichterstatter, Abg. Dr. Osann, begründet ausführlich die Vorlage.
Nach dem Ausschußbericht wird die Annahine der Vorlage beantragt mit der Abänderung, daß anstelle der für die Kmderzulage vorgesehenen 200 Mark eine solche von 250 Maick vorgeschlagen wird, auch sollen die dem Heere ange- hörigen verheirateten Beamten usw. die Hälfte des Familienzuschusses, die ledigen Beamten ein Viertel des allgemein vorgesehenen Zuschusses erhalten.
Im Ramm des Finanz-Ausschusses erläutert Abgo- erdenter Dr. Osann eingehend die Einzelheiten der Vorlage. Der Redner vertritt auch als Redner der National- ttberalen Fraktion den einhellig gefaßten Beschluß des Ausschusses, der im wesentlichen die von der Regierung verlangte Erhöhung zubilligt, und bezüglich der Kinderzulage eine Erhöhung um Mark 50.— vorsieht, sowie bezüglich der beim Militär befindlichen Beamten eine Erhöhung des Familienzuschusses von % auf die Hälfte. Zweifellos sei die erschwerte und verteuerte Lebenshaltung mit voller Wucht auf die Festbesoldeten eingestürmt. Insbesondere seien seit dem 1. April 1918 die Preise für die wesentlichsten Bedürfnisse des Lebens (Wohnung, Nahrung und Kleidung) sprunghast in die Höhe gegangen. An der Notwendigkeit der Bewilligungen sei kein Zweifel und es handele sich hier nur um den Umfang der Bewilligungen. Wenn die hessischen Städte mehr noch als die Regierungsvorlage bewilligen, so könne es nicht für richtig gehalten werden, in Hessen einen Unterschied zischen städtischen und ländlichen' Beamten auszustellen, denn die Beamten auf dem Lande seien oft, insbesondere auch durch das Teuerwerden der Kindererziehung in schwererer Lage als die in den Städten. Zu be- dauern sei, daß nicht eine Einheitlichkeit in der Erhöhung für Stadt und Land herbeigeführt werden könne. Jeden- falls sei die Erhöhung eine ansehnliche und werde in vielen Kreisen der Beamtenschaft auch als eine ausreichende betrachtet. Lebhaft begrüßt wird von seiner Partei die Erhöhung der Kinderzulage. Prinzipiell müßten alle künftige Besoldungsordnungen Rücksicht nehmen auf den Familienstand. Kinderzulagen würden eine erhöhte Rolle spielen.
fö* ttnf notwendiger Weise I« 8eu SkwÄ gebraW werde« müßten^ unsere BevölkenmgSziffer z» heben.
Einen verhalMiSmäßig großen Fortschritt hätten die Pensionäre der Vorlage gewonnen. Auch hier stellte sich der Redner auf den grundsetzlichen Standpunkt, daß spätere Besoldungsordnnngen in analoger Weise eine Erhöhung der Pensionssätze zur Folge haben müßten. Eingehend wandte sich dann Dr. Osann den finanziellen Erfordernissen zu: Alles in Allem verlange die jetzige Kriegsteuerungsbeihilfe über 10 Millionen, von welchen 4 Millionen in den Hauptvoranschlag bereits auf Grund des früheren Gesetzes ausgenommen worden seien. Er habe die Ueberzeugung, daß die Beamtenschaft die Vorlage als eine den jetzigen finanziellen Verhältnissen des Staates entsprechende sehr ansehnliche Leistung darstelle und es sei dabei auch für seine Partei maßgebend gewesen, daß im Interesse der Harmonie der Regierung mit ihrer Beamtenschaft die Regierungsvorlage nur in den Punkten verbessert werde, in welchen wirklich Beeinträchtigungen Vorgelegen hätten. Der einhellige Beschluß des Finanzausschusses hat zum Ausdruck gebracht, daß man sich auf einer mittleren Linie habe bewegen wollen und diese Einmütigkeit möge auch in dem Hause Beifall und in der Beamtenschaft volle Anerkennung finden. (Lebhafter Beifall.)
Er stellte dann fest, daß man weitergehende Anträge aus den verschiedensten Gründen nicht bewilligen könnte, zudem man jetzt die preußischen Sätze erreicht und teilweise überschritten habe. Die Vorlage erfordere große Opfer und glaubt er mit Sicherheit annehmen zu dürfen, daß nach den Vorbesprechungen der Regierung unter den Peamtenver- bänden ein volles Einverständnis erzielt würde. Damit würde eine Gleichstellung und teilweise Besserstellung mit den preußischen Reichssätzen erreicht.
Die Beschlüsse wurden innerhalb des Ausschusses einstimmig gefaßt, nachdem man darüber einig war, daß die Anträge des Abg. B a ch zu weitgehend und mit zu großen Kosten verknüpft seien. Er hofft ans einstimmige Annahme der jetzt sehr weitgehenden Vorlage, die hoffentlich auch außerhalb des Hauses Beifall finde.
Abg. Brauer (Bbd.) erläutert den Standpunkt seiner Fraktionsgenossen und stellt in anbetracht der weitgehenden Bewilligungen fest, daß seine Partei in Zukunft derartige Forderungen einer genauen Prüfung unterziehen werde, daniit man die Volksvertretung nicht ohne weiteres als Bewilligungsmaschine ansehe.
Er geht auf die Verbesserungen gegenüber der früheren Vorlage näher ein, weist auf die Tatsache hin, daß die Sätze teilweise höher wie in Preußen und im Reich seien. Es müsse auch eine Gleichstellung zwisclien Stadt und Lcurd herbeigeführt werden, damit nicht die Landflucht der Lehrer und Beamten vermehrt werde. Auch müsse man an die Zukunft denken, denn die Ausgaben werden auf allen Gebieten größer werden; es werden in Hessen voraussichtlich erhöhte Einnahmen nicht zu erwarten sein, da nicht immer solche Glücksjahre wie beispielsweise 1917 eintreten werden. Im Interesse einer soliden Finanzwirtschaft dürfe man nicht zu weit gehen, da gerade Hessen für die Eisenbahn nach dem Kriege große Kosten habe. Man habe die Vorlage in dieser Höhe nur bewilligt in der Voraussetzung, daß sie gedeckt wer- den können.
Abg. Henrich (Freisinn) erwähnt die Großzügigkeit der Vorlage, wenn sie auch nicht alle Wünsche erfülle. Die Beamten selbst verlangten nur die Berücksichtigung der allgemeinen Lage. In Preußen seien die Beamten in den Städten durch den 20prozentigen Aufschlag zu der Teuerungszulage besser gestellt; die Steuerfreiheit in Preußen sei auch ein großer Vorteil. Sehr erfreulich sei die Einigkeit inbezug auf die Berücksichtigung der Ruhegehaltsempfänger. Der Redner geht noch auf einzelne Fragen näher ein.
Abg. Münch teilt mit, daß der für Mittwoch vorgesehene Lichtbildervortag wegen Verhinderung des Vorführers vorerst auf den Herbst verschoben werden müsse.
Dann wird die Versammlung auf Mittwoch früh % 10 vertagt.
Aus der Heimat.
Rcifhsklc id erlag er. Am Freitag, den 12. Juli d. Js., nachmittags 3 Uhr, findet in Darmstadt, Fürstensaal, Grafenstraße 20, die Gründung einer Kleider'ver- sorgungs-Genossenschaft statt, welche für die Handelskammeröezirke Darmstadt, Offenbach, Gießen und F r i e d b e r g die durch den Konununalverband gesammelten Männeranzüge ankaufen, fachmännisch sortieren, auf- bewahren und an diejenigen industriellen Betriebe usw. verkaufen soll, denen die Heimarmeeabteilung der Reichsbekleidungsstelle auf bestimmte Mengen lautende „Ankaufsscheine" ausgefertigt hat. Die Wichtigkeit der Angelegenheit für den Webstoftkleinhandel läßt eine zahlreiche Beteiligung der interessierten Kreise erwarten.
FO. Bad-Rauheim» 9. Juli. Einer Frau, die in der Nähe der englischen Kirche dahier einige Gänse hütete, wurde von einem Gauner die beste Gans vor ihren Augen weggenommen. Trotz lautem Geschrei der Frau und der Gans entkam der Eänse- dieb.
FO. Vom Main, 9. Juli. In den letzten Tagen waren die Orte in der Nähe von Aschaffenburg von Hamsterern wieder überschwemmt. Im Bahnhof Aschaffenburg wurde ein ganzes geschlachtetes Kalb konfisziert und einer Frau auf dem Wege dahin 20 geschlachtete Hühner abgenommen.
Aus Starkcnburg.
FCJ. Groß-Gerau, 9. Juli. Im Specklager des KommuM- verbandes dahier wurde eingebrochen. Infolge dieses Vorfalls wurde die Wache dort verdoppelt
FO. Bom Odenwald, 9. Jull. Für Heidelbeeren werde» in den Hauplorlen des Oden-waldes jetzt 2.50 bis 3.00 Mark fid das Pfund gefordert und bezahlt.
Aus Rheiul,essen.
FC. Albig, 9. Juli. Die Witwe Johann Knobloch von hier war von der Strafkammer Mainz wegen fahrlässiger Wein- fälschung in eine Geldstrafe von 300 Mark genommen worden und kurz darach wurde ein Verfahren gegen sie eingcleitet wegen Anstiftung zur Abtreibung. Die Frau hat nun ihrem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.
FCJ. Aus Nheinhcffen. 9. Juli. Die Beerenernte ist in der Gemarkung Heidesheim überaus günstig ausgefallen. Die Einnahmen daraus werden auf eine Viertelmillion Mark berechnet.
FCJ. Aus Rheinheffen, 8. Juli. An dem Vau der Chemischen Fabrik in Vuderheim stürzte ein Maurer aus Hechtsheim ab und erlitt schönere Verletzungen. — Einem Landwirt aus G, > r im. der in der Nacht mehrere Zentner B. renobst nach • ■ schmuggeln wollte, wurde erwischt und ihm die t-ie g7.n;e Ladung beschlagnahmt.
FC. E.benheim, 8 Juli. Hier wurde mit der Frühkartos- felernte begonnen. Infolge der Trockenheit fällt dieselbe in manchen Lagen wenig befriedigend ans.
Ans Hessen-Noä au.
FC Wiesbaden, 9. Juli. Im Winter 1917 wurde von Erbenheim aus ein schwunghafter Handel mlt Fleisch nach Wiesbaden betrieben. Während dieser Zeit beschlagnahmte die hiesige Polizei beim. Bäckermeiestr Schütz dahier eine größere Menge ftisches Fleisch und Wurst. Im Laufe der Untersuchung erfuhr man auch die Namen der Fleischlieferanten in Erbenheim. Der Viehhändler Hermann Weiß von da hatte Schütz zwei Stück Vieh vettauft. Das eine davon verdankte nur dem Umstande fein Leben, daß die Polizei der Schleichhändlerei auf die Spur kam, das andere dagegen wurde von den beiden zurzeit beim Militär stehenden Söhnen des Weiß in die Scheune des Landwirts Philipp Stein in Erbenheim getrieben und heimlich für Schütz abgefchlachtet Stein besorgte außerdem den Transport des Fleisches nach Wiesbaden. Die Schöffen erkannten heute gegen Weiß auf eine Geldstrafe von 200 Mark wegen Vettauf von Vieh ohne Erlaubnis des Viehhandelsverbandes und wegen Höchstpreisüberfchreibung. Stein erhielt wegen Beihilfe 100 Matt Geldstrafe. Schütz ist bereits früher abgeurteilt.
FC. Idstein, 9. Juli. Dem Lehrer, Leutnant der Reserve Schneider in Niederseelbach wurde das Eiserne Kreuz erster Klaffe verliehen.
Aus dem Taunus. Wie einer Gemeinde geholfe» werden kann. Der Backofenbauar Heinrich Schwarz baute in diesem Winter in der Gemeinde Oberseelbach den Backofen. Im Backhaus ist eine Uhr angebracht, die jeden Morgen aufgezogen wird. Sie schlägt auch, aber ohne Ton, da ihr einziges Glöckchen einrücken mußte. Schwarz verstand aber da, Glöcklern zu ersetzen, er nahm nämlich einen alten gebrauchte« Rauchkanalschieber und setzte ihn an die Stelle des Glöckchens Wenn auch der Ton nicht so rein ist, so schlägt doch die Uhr und tut ihre Schuldigkeit.
FC Bo« Westerwald. 9. Juli. Förster Schmidt erlegte lit der Nähe von Molsberg einen schweren Keiler. Seit einer Reihe von Jahr«r ist e, das erste Wildschwein, das in der hie- stgen Gegend angetroffen wurde.
FC. Nastätten, 9. Juli. Der 79fährige Justus Kunz i» Lipporn ist feit dem 2. Juli verschwunden.
FC. Aus Kurhessen. 9. Juli. Durch eine Biene an de, Kopf gestochen wurde die Ehefrau des Schreinermeisters Winke- bach in Eschwege. Es ttat Blutvergiftung ein, die nach kurzer Zeit den Tod der Frau herbeiführte.
Eine reich illustrierte Chronik der Ereigniffe feit dein 1. Juli 1914. Herausgegeben von von Julius Hoffmann, Stuttgart. Band 16, Preis 6 Mark.
Um das große Erleben des deutschen Volkes seit dem Au- gusi 1914 umfassend zu bezeichnen, reicht das Wort „Krieg" nicht mehr aus; es handelt sich vielmehr um eine durch die kriegerischen Entwicklungen herbeigeführte oder akut gewordene Entwiülungs- odör Dafeinskrisis für Deutschland. In engem Zusammenhang mit der Frage der eigentlichen Krtegsziele wird unser Volk bewegt von den Forderungen der Macht- oder nach Versöhnungspolitik, nach Demokratisierung, nach neuen Kullurzielen — Zeichen genug dafür, daß wir vor Toren stehen, die in eine ganz neue Zukunft hinausführen sollen. Von Anfang an hat der „Vöiker- krieg" dteje Seite der Geschichte des Krieges in ihrer Bedeutung erkannt und entsprechend bearbeitet. So bietet uns sein nun abgeschlossen vorliegender 16. Band eine umfaffende und schöne Darstellung über „das Deutsche Reich während des 4. Kriegshalbjahrs" (Februar bis August 1:16). Immer noch stehen wir in gewaltigen K impfen und finstern Bedrohungen; aber wie ermutigend ist dieser Rückblick auf das 4. Kriegshalbjahr! Was während der 7. Kriegstagung des Reichstags der Kanzler in wiederholten Reden ausgesprochen hat. ist heute teils schon erfüllt. teils der Verwirklichung sichtlich näher gekommen. Und wenn uns Eiich Dombrowski den Ausbau des staatssozialistischen Wirtschaflsiystems mit allen nur wünfchenswetten Einzelheiten über die Entwicklung der Versorgung und der Preisbildung vor Augen führt, so ist das Interesse beim Leser hierfür heute womöglich noch lebhafter als vor 2 Jahren. Damals war es auch, als in der-inneren Politik jene Fragen beherrschend hervortratell, die bis heute das Feld behauptet haben und sich an die Kriegs- ziele, den uneingeschränkten ll-Voolkrieg und alles dazu gehörige Für und Wider knüpfen. — Dieser Band behandelt dann noch die Kämpfe an der Ostfront im 4. Kriegshalbjahr. Hierzu gehören vor allem die russiiche Märzoffensive, die Sommeroffensioe, sowie die Gegenoffensive Linsingens. Es war jenes letzte gewaltige Sichaufbäuinen des russischen Ungetüms, das noch einmal bis zur Bedrohung Lembergs jührte, dann aber das Schick« sal Rußlands nur beschleunigte. Im folgenden Kapitel, „Rußland während des 4. Kriegshalbjahres", sehen wir. besonders aus der Tagung der Duma und aus Skandalen und Sensationen, das Wetterleuchten des nahenden RevolutwnsgewitterS. — So steht dieser neue Band an gründlicher Verarbeitung des Stoffes, festgefügtem Bau und schöner Ausgestaltung aller Teile den früheren in nichts nach und vermehrt die Freude am Besitz dieses Werkes und die Spannung nach seiner Fortsetzung.
Verantwortlich für den politisck)en und lokalen Teil: Otto Hirschei, Fnedberg; fiir den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Druck und Verlag der „Reuen Tageszeitung", A- G., Friedberg L H.
Der Mktrkritli.
C. H. Bo er, Verlag


