Einzelbild herunterladen

Unmmer 145 _ Montag, den 24 . Juni 1918 11 . Jahrgang *

Die .,r tue Tanesreitung" erichemt icöcn Werlla 7. Regelmäßige BeilagenSer Kauer aus Hessen",die Spinnssube". Kr?ugspreis: Bei den Postcuistalten oicrteirätirlict) Att. 2.4u hinzu tritt noch das Bestellgeld: "e, oen ^ menten monatlich 85 Big. etnschlietzlich Trägerlodn. Ameigen: Grundzeile 25 Psg., totale 20 Zfg^ Anzeigen von auswärts werden durch Bo tnachnadme erhoben. E iillimosort Friedberg. Schriflleitunq und Verlag vrieDbera fReifen), »aaauer'trasc 12. vern'vrschsr 48. Ba tj geck-Ls,to Ar. 4853. .-lut Fcaacfurt a. ; J].

e

614000 T«s»k« im Mai wrJfüM.

Angriffe ans verschiedenen Kampfesfrottten im Westen adgeschlagen. Dis jetzt 40 960 Italiener

gefangen. £3 600 Tonnen versenkt. Unruhen in Kndapest.

. ' "- - -

Der deutsche Generalstak === meidet:= ;

W. T. K. Großes Zauptqnarrier, den 22. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecbt

Zwischen Arras und Albert dauerten die heftigen Teil- vor stoße des Feindes gestern bis Mm Morgen an Sie endeten mit vollem Mißerfolg für den Gegner. Beiderseits der Scarpe. bei BotryBequerelle, Hebuterne, Hamel und dem Walde von Avcluy wurden starke eirglische Abteilungen, teil­weise in erbittertem Ncchkampf, zurückgeschlagen. Auch an der übrigen Front- trieb der Engländer mehrfach vergebliche Er- kimdungen vor. Bei Abwehr des Feindes und bei eigenen Vorstößen südlich der Somme machten wir Gefangene.

Feindliche Fliegerangriffe auf Brügge fügten der Be- Oölkerung Verluste zu.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von Noyon wiederholte der Feind mit stärke­ren Abteilungen seine vergeblichen Angriffe südl'ch von Van- delicourt. Zwischen Maas und Marne lebhafte Tätigkeit des Feindes. Mehrfach angesetzte Erkundungsvorstöße der Fran­zosen und Amerikaner nordwestlich von Ehateau-Thierry wurden blutig abgewiefen.

Der Erste Gencralquarliermeister: Ludendorff.

Aberibberiitzt.

Berlin, 22. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Don de» Kampffronten nichts Neues.

W. T. Ä. Großes HarrptqAarttrr, de» SS. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ruppreckil.

Beiderseits der Somme hielt die rege Tätigkeit des Fein­des an. Ein nächtlicher Angriff der Engländer bei Morlan- court, zwischen Ancre und Somme, brach in unserem Feuer zu. stimmen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Französische Teilangriffe südöstlich von Mery wurden ab- gew .esen. Südwestlich von Reims machten wir bei kurzem Jn- fcmteriegefecht mit Italienern 36 Gefangene.

Leutnant Löwenhardt errang seinen 28 Luftsieg.

Der Erste Ceneralqnartiermcisler: Ludendorsf.

Abend^erlcht.

Berlin. 23. Juni, abends. (WB. Amtlich.) Von d.n Kampf­fronten nichts Neues.

jj Der österreichische Generalstak jj meidet: == === j

§i* setzt 40 000 Gefn. ee.

22. Juni. (WLB .Nichtamtlich.) Amtlich wird oerlautbart: ^

Die Kümpfe an der Piave haben gestern an Heftig- k°,t abgcnommm. Wo die Italiener - wie in einzelnen Achcynltten des Montello und westlich von San Dona ihre Angriffe erneuerten, wurden sie, wie früher, unter großen Verlusten znrnckgeschlagen.

Der Feind verlor zwischen dein 16. und 20. d. Mts. durch unsere Flieger und durch Abwehr von der Erde ans 42 Flugzeuge. Außerdem büßte er vier Fesselballone ern.

Die Zahl der Gefangenen ist auf 40 000 gestiegen. Unter diesen befanden sich auch einige tschechisch-slowakische Legionäre, die sofort der durch die Kriegsgesetze vorgeseh- nen standrechtlichen Behandlung ' zugeführt wurden.

Der Chef des Geucralslnbes.

Wien, 23. Juni. (WB.) Amtlich wird verlautbart

Die Kämpfe an der Piave waren auch gestern weniger hef- flg. Nur am Südflügel mietet Armeefront nahm der Feind

nachmittags feine Gegenangriffe wieder auf. Sonst überall Geschützkampf.

Die schweren wolkenbruchartigen Regen, die in der letzten Woche fast täglich über Benetien niedergingen und weite Strecken der Ebene unter Wasser setzten, hatten für die Trup­pen die Lasten und Entbehrungen vervielfältigt. Die Piave ist zu einem reißenden Strom geworden, dessen Wassermassen wiederholt den Verkehr zwischen beiden U>ern auf viele Stun­den unterbinden. Es ist nur unter den größten Schwierigkeiten möglich, den Kämpfern an der Front den nötigsten Bedarf an Munition und Verpflegung znzuführen Um so größere Aner- kennung ist den braven Truppen zu zollen, deren Kampfkraft auch in noch härterer Lage ungebrochen bleibt

Der Chef des Generalstabes.

Der bni - C? ,-neraistak jj

L v meldet: ==1!

£o??a, 21. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbcricht.

Mazedonische Front' Auf beiden Seiten des Ochrida-Sees und nördlich von Vitolia war das Artilleriefeuer zeitweüziemlich heftig. jSübltd) von Huma machte ilnf'.re Artillerie mehrere erfolgreiche Feuerangrilfe. Die feind­liche Artillerie beschoß die Stadt Serres, wobei einige Häuser zerstört und mehrere Frauen und Kinder der Ortsbevölkerung getötet wurden. Im Wardar. und Struma-Tale auf beiden Seiten lebhafte Tätigkeit in der Luft.

Das türkische Hauptquartier j l meidet: - - J

Konstantmopel, 20. Juni. (WB. Nichtamlich.) Gene- ralstabs.bericht.

Palästinafront: Mehrfaches stärkeres feindliches Ar-

tilleriefeusr ans unsere Stellungen und im Hintergelände löste wirksames Feuer unserer Batterien gegen die feind­liche Artillerie und gegen Truppenlager am Wadi Audscha und nordwestlich Jericho aus. Aufklärungsabteilungen des Gegners wurden von uns vertrieben. Die Rebellenlager bei Tafile waren erneut das Ziel unserer Flieger. An der übrigen Front ist die Lage unverändert.

Kvnstantinopcl, 21. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Gene-

ralstabsbericht.

Palästinafront: Die Gefechtstätigkeit überschritt nicht das übliche Maß beiderseitigen Artilleriefeuers. Die Flie- gertätigkeit war rege. Auf der übrigen Front herrschte Ruhe.

83 000 Tannen verdenkt.

Be Nn, 21. Juni. (WB. Amtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapitänlcutnant Marschall. versenkte im Sperr­gebiet des Mittelmtzßres auf fünfzehntägiger Unternehmung sieben Dampfer von rund 23 600 Brt. Alle Dampfer waren außerordentlich.wertvoll. Die Ladungen bestanden aus Baumwolle, Benün. Oel und Stückgut.

Der Chcf des Admiralstabes der Marine.

Die llootliriitf ii Mai.

Im Monat Mai sind insgesamt

614,000 Bruttvregistcrtvnnen

des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes ver­nichtet worden. Der ihnen zur Verfügung stehende Welt- handelsschiffraum ist somit allein durch kriegerisch Maß­nahmen

seit Kriegskegiim um vnnb 17730000 Krttttaregiftertonnen

verringert worden. Hiervon sind rund 10,828,000 Brutto- registertonnen allein Verluste der englischen Handelsflotte. Nach den inzwischen gemachten Feststellungen sind im Mo­nat April außer den seinerzeit bekannt gegebenen Ver­lusten feindlicher oder im Dienst unserer Gegner fahrenden Handelsschiffe noch weitere Schiffe von rund 56 000

Brutto registertonnen durch kriegerische Maßnahmen schwer beschädigt in die feindlichen Häfen eingebra-cht worden.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Suflangriffe rn Kclcstea.

Berlin, 23. Juni. (WB. Amtlich.) In den letzten Tagen fanden wiederholte Flugzeugangriffe gegen Brügge, Ostende und Zeebrügge statt. Hierbei wurde von feindlichen j Fliegern unter Mißachtung der völkerrechtlichen Ab­machungen auch das Hospital von Ostende, angegriffen und getroffen. In Brügge wurden 5 Einwohner getötet und 11 verletzt. Ein militärischer Schaden ist nicht entstanden. Mehrere feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Leut­nant zur See Sachsenberg, der Führer unserer dortigen Marinejagdflieger, errang feinen 15 Luftsieg.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

EnBche Meßerbmbkn nnf liDÜäiibÜdirm Gebiet

Rotterdam, 22. Juni. (WB.) Heute Mittag wurden bei Aardenburg von einem Flugzeug zwei Bomben abge­worfen. Ein Knabe wurde leicht verletzt.

Notiz des Wolffschen Telegraphen-Bureaus: Es handelt sich um eiue erneute Verletzung der holländischen Neutralität durch englische Flieger.

Fustangriff aus knMe Schiffe in der Nardier.

London, 22. Juni. (WB.) Reuter. Admiralitätsbe- richt. Ein englisches Geschwader wurde während einer Er­kundung im nördlichen Teil der Bucht von Helgoland am Morgen des 19. Juni von deutschen Seeflugzeugen ange- griffen. Es wurden keine Treffer vom Feinde erzielt, da- gegen wurde ein feindliches Seeflugzeug heruntergeholt und durch Geschützfeer zerstört.

Zusatz des Wolffschen Telegraphenbureaus: Hierzu er­fahren wir, daß die Begegnung unserer Flugzeuge mit englischen Schiffen etwa 120 Seemeilen nordwestlich von Helgoland stattfand, also weit außerhalb der Helgoländer Bucht. Im Angriff auf die britischen Streitkräfte wurde von einem unserer Flugzeuge auf einem feindlichen Zer­störer wahrscheinlich ein Treffer erzißlt, der sich durch eine weiße Rauchwolke hinter dem achteren Schornstein kennt­lich machte. Ans dänischen Zeitungsmeldnngen geht her­vor, daß an demselben Tage ein englisches Flugzeug in Dänemark notlanden mußte. Es ist anzunehmen, daß es durch Beschädigungen in dem Luftgefecht mit unseren Fliegern hierzu gezwungen war. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Die Schlacht im Westen.

Berlin. 21. Juni. (WTB Nichtamtlich.) Bei zahlreichen Teilvorstößen des Feindes an vielen Stellen der Front von Ar­ras bis Chateau-Thierry machten die Deutschen bei Abwehr und Gegenstoß mehrfach Gefangene. Die blutigen Verluste der feindlichen Kompagnien und Eroßpatrouillen war vor allem durch das Verfolgungsfeuer der deutschen Artillerie und Ma­schinengewehre außerordentlich schwer. Am 21. Juni zehn Uhr abends griffen die Amerikaner abermals erfolglos unsere Stel­lungen nordwestlich Chateau-Thierry an. Sie erlitten wiede­rum schwerste Verluste.

Die feindlichen Verluste.

Berlin, 23. Juni. (WB.) Folgende bei einem deut­schen Korps an der Aisne für die Zeit vom 27. Mai bis 3. Juni gemachten Feststellungen widerlegen schlagend die Pressemeldungen der Entente über die angebliche deutsche zahlenmäßige Ueberlegenheit an der Kampffront und be­weisen die Schwere der feinMtd>en Verlust«. Nicht weniger als zehn französische Infanterie-Divisionen und eine Kavallerie-Division wurden in diesen sieben Tagen dein Korps gegenüber eingesetzt, wozu noch eine Territorial­brigade kam. 273 Offiziere und 10 862 Mann blieben ge­fangen in feiner Hand. Bereits am 31. Mai mußte die französisclie Heeresleitung ihm gegenüber vier Divisionen als abgekämpft herausziehen, darunter die 22. Infanterie- Division, deren blutige Verluste 60 Prozent betrugen, und die 43. Infanterie-Division, vo» der das -Iäaerbataillok