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Dummer 142

DonuerstaK. Ken 2V. Juni 19io

11. Jahrgang.

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rlene TageszeiLm

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Der Krlzaiig der Schlucht i* |)«lirn.

Zer Fojetta-Kanal ükerjchritteu. Uene Erfolge am MonteUo. Teilkampfe in Frankreich.

24500 Tonnen verjenkt.

Der deutsche Generalstak - - meldet: 4

.. M» T. K. Großes Holrprqttartier. den 19. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Rege Erkundungstätigkeit der Infanterie. Teilangriffe des Feindes am Nieppe-Walde und nordwestlich von V6Lhune wurden abgewiesen. Der Nrtilleriekampf lebte nur in wenigen Abschnitten auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von Dommiers scheiterte am frühen Mor­gen der Angriff französischer Regimenter im Nordostteile des Waldes von Villers-Cotteröts. Am Tage mehrfach wieder­holter Ansturm drückte unsere östlich von Montgobent vor- fpringende Linie etwas in das Innere des Waldes zurück. Im Clignon-Abschnitt, nordwestlich von ChLteau-Thierry stießen mehrere feindliche Kompagnien zum Angriff vor. Sie wurden von unseren Vorposten abgewiesen.

Artillerie und Minenwerfer belegten mit starken Feuer­überfällen feindliche Anlagen bei Reims. Nachstoßende Jn- fonterieabteilungen brachten etwa 50 Gefangene ein.

Sofia, 17. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- bericht.

Mazedonische Front: Das Artilleriefeuer war westlich des Ochridasees und an mehreren Stellen im Cernabogen auf beiden Seiten zeitweilig heftiger. Westlich des Dobro- polje zerstreuten wir durch Bombentreffer eine feindliche Sturmabteilung. Südlich von Huna von Zeit zu Zeit leb­hafte beiderseitige Beschießung. Oestlich des Wardar und an der unteren Struma wurden stärkere englische und franzö­sische Erkundungs-Abteilungen durch unser Feuer ver­trieben.

[ Das türkische Hauptquartier [j *== meldet: ==©'

Konstantinopel, 17. Juni. (WB.) Amtlicher Tages­bericht.

Palästinafront: Beiderseitige Artillerie- und Pa­

trouillentätigkeit. Unsere schwere Artillerie beschoß feind­liche Truppenlager am Jordan-Brückenkopf und in dem von englischen Truppen und Depots belegten Ort Jericho. Offizierspatrouillen von uns machten erfolgreiche Vorstöße auf dem Ost-Jordan-Ufer und brachten Gefangene ein. Aus den übrigen Fronten ist die Lage unverändert.

Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge und drei Fessel­ballone abgeschossen.

Hauptmann Beickhold errang seinen 35., Leutnant Zeltjens seinen 22. Luftsieg.

Der Erste Gcneralqnartiermcistcr: Ludendorff.

Abendberkcht.

Berlin, 19. Juni, abends. (WB. Amtlich.)' Von den Kampffronten nichts Neues.

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|I Der österreichische Generalstak *=== meldet: -

35?tcrt, 19. Juni. WB.) Amtlich wird verlautbart:

Der Südflügel der Heeresgruppe des Feldmarschalls v. B o r o e v i c erkämpfte in stetem Vordringen neue Vor­teile. Der Kanal Fosetta wurde an einigen Punkten überschritten. Der Italiener seht alles daran, unser Vordringen zu hemmen. Auf engen Räumen werden Ge­fangene zahlreicher, zusamniengewürfelter Verbände ein- gebracht. Heftige Feindangriffe, die namentlich beiderseits der Bahn OderzoTreviso mit großer Zähigkeit geführt wurden, brachen unter schweren Verlusten teils in unserem Feuer, teils im Nahkampf zusammen.

Die Divisionen des Generalobersten Erzherzog Joseph durchstießen bei Sovilla am Südfuße des Mon- tello mehrere italienische Linien. Die Zahl der Gefange­nen erhöht sich.

An der Gebirgsfront waren die von uns am 15. Juni genommenen Stellungen zwischen Piave und Brenta und südöstlich von Asiago abermals das Ziel erbitterter An­stürme. Der Feind vermochte trotz großer Opfer nirgends Vorteile zu erreichen. Auch auf dem Doso Alto stießen 5ie Italiener immer wieder vergebens vor. An der Ti­roler Westfront harte Kämpfe.

Der Chef des Gencrnlstabes..

Der klügarische Gcncralstak

meldet: -y

Sofia, 16. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs­bericht.

Mazedonische Front: An mehreren Stellen der Front, besonders westlich des Ochrida-Sees, im Cernabogen, westlich des Dobropolje und südlich vn Huma war die Feuertätigkeit auf beiden Seiten zeitweilig heftig. In der Ebene vor den Stellungen nördlich des Tahino-Sees Patrouillenzusammen- stoße zu unseren Gunsten. Im Wardartal beiderseitige leb­hafte Fliegertätigkeft '

24 500 Tomrrri Versenkt.

Berlin, 19. Juni. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres verß'nkten unsere U-Boote sechs Dampfer und vier Segler von zusammen

24 500 Brurtorgistertonncn.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Berlin, 18. Juni. (WB.) Ueber die kürzlich vor einem italienischen Hafen erfolgte Versenkung eines durch Zer­störer gesicherten Fahrzeuges, das als Truppentransporter erkannt werden konnte, berichtet der U-Bootskommandant:

Unmittelbar nach dem Torpedoschuß mußte das U-Boot tauchen. Es wurde mit zahlreichen Wasserbomben belegt, die jedoch keinen Schaden anrichteten. Etwa eine Stunde später wurde aufgetaucht und durch das Sehrohr festgestellt, daß an­statt der vorher anwesenden drei Zerstörer jetzt 15 jedenfalls schnell herbeigerufene Fahrzeuge auf der Untergangsstelle anwesend und damit beschäftigt waren, die im Wasser Um­hertreibenden zu retten. Viele vollbesetzte Rettungsboote und Flöße trieben umher. An Deck der Zerstörer und der anderen Fahrzeuge wimmelte es von gelbgekleideten oder nackten Soldaten. Die Bordwände aller Fahrzeuge hingen voll von Menschen und alles bemühte sich, die Schwimmenden herauszuziehen. Demnach war das versenkte Schiff ein voll­besetzter Truppentransportdampfer. Einzelne Bewacher sicherten die Trümmerstätte durch schnelles Zickzackfahren. Wegen des schnellen Sinkens des Schiffes, der bewegten See und des starken Stromes ist mit größeren Menschenver­lusten zu rechnen. Vermutlich war der Dampfer nach Tripolis, Albanien oder Salonik bestimmt. Die Versenkung des Truppentransportdampfers dürfte deshalb zur Ent­lastung der Landkriegführung auf den südlichen Kriegsschau­plätzen beigetragen haben.

Pnifidje Kaperschiffe im Stillen OM?

Haag, 19. Juni. Hollandsch Nieuwsbureau meldet: Im

Zusammenhang mit der Meldung, daß der Dampfer, auf dem der australische Premierminister Hughes sich beftndet, auf der Reife von Australien nach einem westamerikanischen Hasen im Stillen Ozean von einem deutschen Kaperschiffe angegriffen und schwer beschädigt wurde, erinnert das amerikanische Ma. rineaml daran, daß Ende 1917 amtlich festgestellt wurde, daß sich auf dem Stillen Ozean wenigstens zwei kleine deutsche Ka- per-Zügler befanden, und zwar der ehemalige französische Scho­nerLutece", sowie eine Motor-Schaluppe. Beide Fahrzeuge sind mit den Ueberlebenden desSeeadler" bemannt, der im August 1917 bei der Insel Moyeha strandete. Seitdem war es in Washington unbekannt, daß sich sonst noch deutsche K-'ner- schiffe im Stillen Ozean aufhielten.

IHooie (in der virMchkn KM.

Bern. 18 . Juni. (MTV. Nichtamtlich.) Die Pariser Aus­gabe derChicago Tribüne" meldet aus Newyork vom 13 . Juni, daß die norwegischen DampferVindeggen" undHen- decklund" an der Küste von Virginia von einem Tauchboot versenkt worden sind.

Die Wmilhijlhe Offenßve in Wien.

ii An der Piave.

Lugano, 19. Juni. Der Kriegsberichterstatter des Secolo" meldet: Es ist den Oesterreichern gelungen,

die Piave zwischen Fukzi und Nervesa auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern zu überschreiten und in das Montello- gebiet einzudringen. Ihr Vormarsch erreicht aber nur eine Tiefe von 4 Kilometer. Der Wagenpark und die Kanonen des Erzherzogs stehen noch auf dem linken Ufer der Piave und erwarten Fertigstellung der Brücken, deren Bau von den italienischen Kanonen sehr behindert wird. Weiter südlich ist der stellenweise bis 2 Kilometer breite Fluß von öster­reichischen Truppen besetzt, die auf Booten und Flößen hinüberznsetzen versuchen, fortgesetzt gestört durch das ltalienische Feuer, das den Fluß beherrscht. Zwischen Foffalto und Basilo ist der Fluß gewunden und hat steile Ufer. Hier konnten die Oesterreicher das diesseitige Ufer gewinnen und einen Brückenkopf Herstellen, den sie mit gro­ßer Kraft halten und verbreitern. Es gelang ihnen auch, eine Verbindung mit ihren Truppen nördlich von Fossalte herzustellen. Wir müssen unsere Lage mit Ruhe betrachten. Sie ist ernst und schwierig, und der Feind verfügt ungeachtet seiner großen Verluste noch über große Reserven.

Die Bedeutung der Uebcrgänge.

Rotterdam, 18. Juni. (WB.) Nach einer Meldung desNieuwe Rotterd. Cour." aus London berichtet der Korrespondent desDaily Telegr." bei der italienischen Armee vom 18.^ Juni: Das meiste Gelände hat der Feind im Piaveabschnitt gewonnen. Dort zogen die Oesterreicher an drei Stellen über den Fluß und richteten in den ursprüng­lich italienischen Linien drei Brückenköpfe ein. Um den Uebergang zu verschleiern, schossen die Oesterreicher große Mengen von Rauchgeschossen ab. die den Fluß und die öster­reichischen Laufgräben mit einem dichten schwarzen Nebel be­deckten. Die wichtigste Flußüberschreitung ist im Montello- gebiet, die von besonderer Bedeutung ist, weil es die Ver­bindung zwischen den Gebirgsstraßen und der unteren Piave bildet. Der Besitz des Montello würde für den Feind den Wert haben, daß er die in der Piaveebene gelegenen italie­nischen Verteidiaungsstellungen in der Flanke und rückwärt- beherrschen würde.

Treviso.

Wien, 19. Juni. DieNeue Freie Presse" meldet: Treviso steht unter sckMerem österreichischem Geschützfeuer-.

Wie dasVolksblatt" meldet, stehen die österreichischen Truppen an der Piave nur 15 Kilometer von Treviso ent­fernt. Die Italiener leisten an der Einbruchsstelle heftig­sten Widerstand, da Treviso der wichtigste Eisenbahnknoten­punkt im Frontbereich ist.

Gestörte Verbindungen.

Rotterdam, 19. Juni. DerDaily Ehromcle" melde! von der italienischen Front: Der gewaltige Umfang der Kämpfe hat sich am Montag weiter gesteigert. Die ganze Front ist in den Dampf der Geschütze gehüllt. Es ist un­möglich, daß die Italiener einige Frontveränderungen ver­meiden können. Alle von Treviso ausstrahlenden Bahn­linien liegen im schwersten feindlichen Granatfeuer, so daß die Truppen nur auf großen Umwegen nach der Front ge­bracht werden können.

Die Schlacht im Westen.

Berlin, 18. Juni. (WB.) Am Bahnhof von Compiögne rief unser Feuer Brände hervor. Desgleichen erzielten aus­giebige Bombenabwürfe auf die feindlichen Flughäfen von Baray und Verines sowie im Waldlager von La Moliöre Brände und Explosionen.

Berlin, 18. Juni. (WB.) In Flandern und in der Gegend zwischen Scarpe und Somme lebte das Artillerie.