Ausgabe 
10.6.1918
 
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Nummer 133

Montag, den 10. Juni 1918

11. Jahrgang.

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ejlamtveute seit

85 000 Gefangene, über 2250 Geschütze, viele Tausende van Maschinengewehren. Tettangriffe im Westen abgeschlagen. Erfolgreiche Unternehmungen. 31500 Tonnen versenkt.

Die Explosion in Kiew.

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Der deutsche Generalstab « - meldet: ü

M. T. K. Großes Aauptqnorrier, den

8. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgru e Kronprinz Rupprecht.

Zeitweilig auflebender Artilleriekampf und Erkun­dungsgefechte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

_ Erneute Angriffe des Feindes nordwestlich von Chateau- Dhierry und Gegenangriffe zur Wiedernahme der verlorenen Linien an der Ardre brachten ihm nur unbedeutenden Ge­ländegewinn. Mehrfacher Ansturm französischer, ame­rikanischer und englischer Regimenter scheiterte unter schweren Verlusten.

Im übrigen ist die Lage unverändert

Der Erste Generalquartiermclster: Lndendorff.

Abendbericht.

Berlin, 8. Juni, abends. (W. T. B.) Amtlich. An der Schlachtfront ist die Lage unverändert.

M. T. S. Großes garrptqrrartier» den

9. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Der Artilleriekampf lebte am Abend vielfach auf und nahm heute früh im Kemmelgebiet, südlich von der Somme und an der Avre an Stärke zu. Teilangriffe der Franzosen südlich von Ilpern, der Engländer nördlich von BeaUmont Hamel wurden blutig abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

An der Oise lebte die Gefechtstätigkeit auf. Ocrtliche Angriffe der Franzosen auf dem Südufer der Aisne und süd­lich des Ourcq scheiterten. Eigener Vorstoß östlich von Outry brachte 45 Gefangene ein. Amerikaner, die nordwest­lich von Cbateau-Thierry erneut anzugreifen versuchten, wurden unter schweren Verlusten und Einbuße von Ge­fangenen über ihre Ausgangsstellungen hinaus zurück­geworfen.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Bei erfolgreicher Unternehmung auf dem Ostufer der Mosel machten wir Gefangene.

Leutnant Kroll errang seinen 24. und 26., Feldwebel Rumev seinen 23. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berl'n, 8. Juni, abends. (WB. Amtlich.) Westlich der Oise nahmen wir die Höhe von Gnry und die anschließenden feindlichen Linien.

jj icv österreichische eralstab j] .... = meidet: r

Vataillonsstärke gegen unsere Stellungen. "Sie wrwden durch Feuer abgewiesen. Sehr erbitterte Kämpfe ent­wickelten sich aus den wiederholten Angriffen auf dem Monte Pertica. Der Feind stieß hier nach heftigen, am Mittag zu größerer Kraft anwachsenden Geschützfeuer in 1 Kilometer Frontbreite vor. Seine Anstürme scheiterten an der trefflichen Wirkung unserer Artillerie und der Tapferkeit der Kämpfer im Schützengraben. Mit stark ge­lichteten Reihen flüchtete der Angreifer auf feine Linien zurück. Gefangene und Kriegsmaterial blieben in unserer Hand. Besondere Anführung verdient das bewährte Komaromer Feldjägerbataillon Nr. 19. Es hat den Haupt­anteil am Erfolg. Auch an der Piave-Mündung scheiterten alle Erkundungsversuche des Gegners.

Der Chef des Generalstabes.

Der bulgarische Genrralstab l ========== meldet: -

Sofia, 8. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs­bericht.

Mazedonische Front: An verschiedenen Stellen der

Front besonders in der Moglena-Gegend und südlich von Doijran war die beiderseitige Feuertätigkeit zeitweise leb­hafter. Südlicb von Gevoheli, östlich vom Wardar, bei den Dörfern Matschnkowo und Krastari, sowie an der Struma- Mündung versuchten feindliche Abteilungen unsere Vor­posten zu überraschen, wurden jedoch durch Feuer abge­wiesen.

Das türkische Hauptquartier = meldet:

Konstant,nopel, 6. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Gene­ralstabsbericht.

Mazedonische Front: Westlich von Bitolia verstärkte

sich die beiderseitige Feuertätigkeit an mehreren Stellen im Cernabogen und aus beiden Seiten des Dobropolje zeit­weilig. Oestlich vom Wardar versuchten englische Angriffs- cbteilungen wiederholt, sich unseren Feldwachen bei dem Dorfe Krastali zu nähern: sie wurden jedoch durch Feuer Ver­trieben. Südlich von Doiran war das feindliche Artillerie- seuer zeitweilig lebhafter. Im Wardar-Tale beiderseits leb­hafte Tätigkeit in der Luft.

*

Konstantinopel, 8. Juni. (WB.) Amtlicher Heeres­bericht.

Von den Kampffronten nichts Neues.

Die Gchmtbente seit 21. Mars.

Berlin, 8. Juni. (W. B.) Durch die Erfolge der siegsteicl-en Armee des Deutschen Kronprinzen wuchs die Beute aus den großen Kämpfen im Westen seit 21. März nunmehr auf 185 000 Gefangene, über 2250 Geschütze und viele Tausende von Maschinengewehren an. Die Ein­buße an nicht annähernd zu schätzendem Kriegsmaterial und Geräte aller Art kostete die Entente ungeheure Werte.

Wien, 8. Juni. (W. T. B. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart:

Zwischen A s i a g o und der Brenta setzte der Feind leine Erkundungsvorstöße mit starken Abteilungen fort. Er wurde zum Teit durch Feuer, zum Teil im Handge­menge abgeschlagen. Der Artilleriekampf ist an der gan­zen Südwestfront rege.

Der Chef des Generalsiabes.

9

Wien, 9. Juni. (WB.) Amtlich wird verlautbart:

Die italienische Erknndungstätigkeit erfuhr gestern eine weitere. Steigerung. Sie blieb überall erfolglos. In ^udicarren und bei Asiago trieb der Feind Abteilungen von

^ie Schlacht im Westen.

Berlin, 9. Juni. (WB.) Der deutsche Vorstoß in«. Ard regelet, bei dem 300 Gefangene gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet wurden, traf in eine Nahtstelle der französischen und englischen Divisionen und zwang die Franzosen zum eiligen Heranfühlen von Verstärkungen sowie zu verlustreichen Gegenangriffen. Das deutsche Feuer liegt mit großer Heftigkeit auf den rückwärtigen Ver­bindungen der Franzosen und Engländer und vor allein ans den Marne-Uebergängen bei Epernay. Der Bahnhof Epernay selbst wurde unter Fernfeuer genommen. Brände wurden beobachtet.

31,500 Tannen versenkt.

Berlin, 7. Juni. (WB. Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote sind im Sperrgebiet um die Azoren und die westafrikanische Küste neuerdings wiederum rund 21 000 Bruttoregistertonnen vernichtet worden. Unter den ver- senkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Damp­ferSanta Jsabell" (2023 Br.--R-T.ch der englische, als U- Bootfalle dienende HilfskreuzerBombala" (3314 Br.-R.-T.) der mit einem 12 Zentimeter- und zwei 10,6 Zentimeter- Geschützen bewaffnt war, ferner der bewaffnete italienische DampferEnrichetta" (6011 Bc.-R.-T.), der italienisch SeglerAlessandra" (2432 Br.-R.-T.), der französische Seg­lerMicheolt" (2336 Br.-R.-T.) Der japanische Dampfer Kawa hi Maru" (6749 Br.-R.-T.) wurde vor Freetown schwer beschädigt, außerdem die französische F.-T.-Station sowie ein kleines liberianisches Kriegsfahrzeug in Monrovia durch Artillerie zerstört. Unter den versenkten Ladungen befanden sich, soweit festgestellt werden konnte, vor allem Weizen, Mehl, Baumwolle und Kohlen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

«

Berlin, 8. Juni. (W. T. B. Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum

10,500 Brutto-Registertonnen Handelsschiffsraum vernichtet.

Unter den versenkten Schiffen befand sich ein tiefbe­ladener mittelgroßer Frachtdanmpfer, der aus einem star* gesicherten Geleitzug herausgeschossen wurde.

Der Chef des Admiralstabes der Marine

Die denllchen U=goote an der amrikanWen Küste.

Berlin, 8. Juni. Nach New-7)orker Meldungen der Morgenblätter wurden seit dem 26. Mai an der nord­amerikanischen Küste 15 amerikanische Schiffe torped'crt. Die Stadtbehörden von New-2)c»rk haben Maßregeln ver­öffentlicht für den Fall einer eventuellen Beschießung vom Meere her.

London, 7. Juni. (W. B.) Meldung des Renterschen Bureaus. Aus New-Dork wnrd derDaily Mail" gemel­det, daß im ganzen vierzehn Schiffe, meist K ü st e r ? dj o = ner, an der atlantischen Küste versenkt wurden. Gestern wurde bei Cap Virginia der SchunerDesauß" als Wrack treibend aufgefunden: man weiß nicht, was aus der Mann­schaft geworden ist.

Fünf N-Boate?

Rotterdam, 7. Juni.Petit Parisien" meldet, daß es fünf deutsche U-Boote seien, die in den amerika­nischen Gewässern kreuzten.

Kopenhagen, 7. Juni.Politiken" meldet aus Wa­shington: Dos Marineministerinm teilt amtlich mit, daß

sich von den deutschen Unterseebooten mindestens zwei in den amerikanischen Gewässern aufhalten.

Amerikas größtes Schiff überfällig.

Das spurlose Verschwinden des amerikanischen Riesen­dampfersCyklop" erregt, lautVoss. Ztg.", in amerika­nischen Schiffahrtskreisen und an der Newyorker Börse un­geheures Aufsehen. DerCyklop", der sich mit 400 Mann Besatzung und einer wertvllen Manganerzladung auf der Fahrt von Westindien nach Newyork befand, ist 20,000 Tonnen groß und das größte Frachtschiff der amerikani­schen Handelsflotte. Der Dampfer ist seit einiger Zeit überfällig, ohne das nur ein drahtloses Gefahrsignal auf- gefangen wurde. In Schiffahrtskreisen wird angenom­men, daß durch das Erscheinen der deutschen U-Boote in den amerikanischen Gewässern das Rätsel gelöst ist und daS Schiff den Angriffen feindlicher U-Boote zum Opfer fiel.

tl-Kaot-Arbeit.

Washington, 7. Juni. (W. T. B. Nichtamtliä).) DaS Schisfahrtsamt meldet: Der englisch? DampferHa r p a-