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Montag, den 27. Mai 1918

Dummer 121

11. Jahrgang

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ii.

Mehrfache englische UorstSße der Kueqnoy gescheitert. Abflauen der Kämpfe in Italien.

31500 Tonnen versenkt. Deichstagspraftdent Kämpf

Der deutsche Generalstak - meldet: ==

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Der bulgarische Generalstad meldet:

M. T. K. Großes Aanplguartier» den

^5. Mar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Kanrpftätigkeit der Artillerie blieb tagsüber bei Sturm und Regen in mäßigen Grenzen. In'Verbindung s mit nächtlichen Teilangriffen des Feindes nordwestlich vom iKemmel, nördlich und westlich von Albert nahm sie vorüber­gehend große Stärke an. Die feindlichen Angriffe brachen überall verlustreich zusammen. Bei Hamel warfen wir den Feind im Gegenstoß zurück; im. übrigen wurden seine Sturmtruppen schon vor unseren Linien zusammenge- fchossen.

Die Besatzung eines Beobachtungsflugzeugs, Leutnant Eisenmenger und Vizefeldwebel Gund, haben am 23. Mai aus einer Kette von sechs englischen Kampfeinsitzern vier Flugzeuge abgeschossen.

Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorfs.

Aderrdberkcht.

Berlin, 26. Mai, abends. (WTB. Amtlich!^ Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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M. T. K. Großes Honplqrrartter, den 26. Mai. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Südlich vom Nieuport-Kanal und beiderseits von Drx- Mriden nahmen wir bei kleineren Unternehmungen mehr als 70 Belgier gefangen.

Das tagsüber mäßige Artilleriefeuer wurde am Abend in einzelnen Abschnitten der Kampffronten lebhafter. Nach Einbruch der Dunkelheit trat im Kemmelgebiet, südlich von Her Somme, zwischen Moreuil und Montdidier zeitweilig ^erhebliche Feuersteigerung ein.

{ . Bei Vueguoy scheiterten mehrfach englische Vorstöße. Auch in den übrigen Abschnitten dauerte rege Erkundungs- lätigkeit des Feindes an. Hierbei wurden, westlich von Montdidier Amerikaner, im Ailette-Grunde Franzosen und auf dem Südufer der Aisne nordöstlich von La Neuville Engländer gefangen.

Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff.

Abendderichl.

Berlin, 26. Mai, abends. (WB. Amtlich.) Von den

Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Generalstak irr- meldet: ...

Wien, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Die Kämpfe im Zugna-Raum flauten gestern wesent­lich ab. Auf der Hochfläche von Asiago und an der unteren Piave scheiterten feindliche Erkundungsvorstöße. In Riva wurden durch feindliches Actilleriefeuer einige Häuser be- fckxidigt. lieber dreißig feindliche Flugzeuge haben Feltre mit Bomben belegt. Ein Zivilist wurde gelötet, acht wurden verwundet. Sonst wurde nur geringer Sachschaden erzielt. Feldpilot Offizierstellvertreter v. Kiß, einer unserer er­folgreichsten Piloten, wurde im Luftkampf abgeschossen und tot geborgen.

£ Der Chef des Generalstabes.

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Dien, 26. Mai. WB.) Amtlich wird' verlairtbart:

Außer einigen durch Artilleriefeuer unterstützten Er­kundungsversuchen der Italiener am Touale-Abschnitt keine besonnen Ereignisse.

Der Chef des Eeneralstabes,

Sofia, 24. Mai. (WTB.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: Westlich vom Ochridasee zer­

streuten wir durch Artilleriefeuer französische Angrifss- trüppen, die sich nach Artillerievorbereitung unseren Posten zu nähern versuchten. Im oberen Skumbi-Tal, südlich von Huma und bei dem Dorfe Altschak Mah wurde die feindliche Artillerietätigkeit sehr lebhaft fortgesetzt. Im Struma-Tal Patrouillengefechte. Bei Ochrida und im Wardartal lebhafte feindliche Lufttätigkeit.

Sofia, 25. Mai. (WB. Nichtamtlich) Generalstabs­bericht.

Mazedonische Front: Im oberen Skumbital schlugen die vorgeschobenen Einheiten zwei aufeinanderfolgende An­griffe mehrerer französischer Kompagnien ab. Südlich der Struma hält die feindliche Artillerietätigkeit an. Zwischen Wardar und Dojransee zersprengten wir englische Angriffs­gruppen durch Feuer. Oestlich Dolzeli und südlich von Dojran war die beiderseitige Feuertätigkeit lebhafter.

Das türkische Kanptquartier == meldet: ===»

Konstanckinopcl, 25. Mail (WB.) Heeresbericht vom 24. Mai.

Palästinafront: Ein nach mehrstündiger Feuervor­bereitung nachts östlich der Straße Nablus-Jerusalem ge­gen unsere Stellungen vorbrechendes feindliches Bataillon wurde abgewiesen und erlitt schwere blutige Verluste. Das­selbe Geschick ereilte feindliche abgesessene Eskadrons, die im Jordan-Tal nach Norden vorzudringen versuchten. Im Jordanbecken verhielt sich die feindliche Artillerie tätiger als sonst. In der Gegend von Jerichow und nordöstlich labhafte Tätigkeit in den feindlichen Lagern.

Am 21. Mai warfen englische Flugzeuge zwanzig Bom­ben auf Media, die keinen Schaden verursachten.

In den Dardanellen kam es zu Luftkämpfen zwischen einigen unserer Kampfflugzeuge und feindlichen Flugzeu­gen. Im Verlaufe des Kampfes schoß Oberleutnant Cro- neise ein feindliches Kampfflugzeug ab, das brennend ab­stürzte. Die Reste sind in unserer Hand. Dies ist das sie­bente Flugzeug, das Oberleutnant Croneise hier abschoß. Auf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert.

3 t 500 Tonnen versenkt.

Berlin, 24. Mai. (WTB. Amtlich.) An der West- küste Englands wurden von einem unserer U-Boote ver­senkt: Die englischen DampferPrinceß Dagmar" (913

Brt.)Dux" (1350 Brt.) undWylicy" (6000 Brt.). Alle drei Schiffe waren mit Kohlen beladen. Im ganzen wur­den nach den neneingegangenen Meldungen der U-Boote vernichtet: 15 000 Brnttoregistertonnen.

Der Chef des Admiralstabcs der Marine.

Berlin, 25. Mai. (WTB. Amtlich.)' U-Bootserfol- ge auf dem Nordseekriegsschauplatz. Nach neu eingegange­nen Meldungen unserer U-Boote

16,500 Brnttoregistertonnen.

Ein tiefbeladener Frachtdampfer von mindestens 6000 Brnttoregistertonnen wurde aus starker Sicherung, ein an­derer großer beladener Dampfer aus gesichertem Geleit­zug herausgeschossen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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London, 25. Mai. (WB.^ Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtliche Meldung. Der armierte Hilfskreuzer Moldavia",9500 Tonnen, ist am 23. Mai früh torpediert worden Ulrd dann gesunken. Es gab keine Menschenver- luste unter der Mannschaft, doch werden 66 amerikanische Soldaten vermißt. Es ist zu fürchten, daß sie in einer * Abteilung durch eine Explosion getötet wurden.

London, 24. Mai. Reuter meldet: Der irische PosA

dampferJuniscara", 1450 Tonnen, wurde am 24. Mar auf einer Reise von Fishguard nach Cork torpediert und ist gesunken. Fünf Mann der Besatzung einschließlich des Kapitäns wurden gerettet, die übrigen 37 Mann werden vermißt und sind wahrscheinlich umgekommen.Snnifcara* sank sehr schnell. Einer der Ueberlebenden wurde an Bord des Unterseebootes genommen. Der Kapitän deri Juniscara" ist ernstlich verwundet.

*

Berlin, 24. Mai. (WB.) Am 8. Mai konnte von de0 Erfolgen des unter dem Befehl des Korvettenkapitäns Eckelmann stehenden Unterseekreuzers berichtet werden, der im Sperrgebiet um die Azoren 17 wertvolle Schiffe verr senkte. Der inzwischen eingegangene Bericht des Kommas danten enthält manche bemerkenswerte Einzelheiten, die fo< wohl den zähen Widerstand einiger angegriffener Schifft, als auch das menschenfreundliche Verhalten der U-Kreuzer* besatzung überzeugend dartun. So bestand der U-Kreuzer ein Gefecht mit dem italienischen, mit zwei Geschützen be­waffneten DampferPromete" (4455< Brt.), der von ei­nem amerikanischen Hafen im Golfe von Mexiko mit einer Ladung Naphta für die italienische Flotte nach Messina un­terwegs war. Schon nach dem ersten Warnungsschuß er- öffnete dieser Dampfer aus beiden Geschützen das Feuer, fein Widerstand wurde jedoch durch das gut gezielte Schnell« feuer des U-Kreuzers gebrochen. Durch einige Volltreffer war die leicht entzündbare Ladung des Dampfers in Brand» geraten, was die Besatzung zum Einstellen des Feuers und Setzen der weißen Uebergabeflagge veranlaßt^ Das von beiden Seiten mit großer Erbitterung durchgeführte Feu­ergefecht hatte aus deuffcher Seite weder Verluste noch Be­schädigungen, auf italienischer Seite jedoch nicht unbedeu­tende Menschenverluste verursacht. Fünf Mann, darunter ein Offizier, waren gefallen, zehn Leute teils schwer, teils leichter verwundet.

Die Verwundeten wurden an Bord des Kreuzers ge- nommen und von dem Arzte verbunden. An Stelle des leck geschossenen Rettungsbootes wurde den Italienern das Boot von einem anderen bereits vorher aufgebrachten, noch in der Nähe treibenden Dampfer übergeben, und die Schiff­brüchigen wurden auch mit Lebensmitteln ausgerüstet. Zwei Tage später hielt der Kreuzer die schwedisckxWier- mastbarkMagda" an, die mit einer Salzladung fiir die schwedische Negierung von Spanien nach Schweden unter» Wegs war. Obgleich sich der Segler einwandftei innerhalb des Sperrgebietes befand, seine Versenkung mithin berech tigt gewesen wäre, wurde in Anerkennung der für das» Segelschiff bei widrigem Winde bestehenden Schwierigkeit die Grenzen des Sperrgebiets zu meiden, hiervon abge­sehen.

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Die Kampfe in Italien.

Schweizer Grenze, 25. Ma. DerBerner Buntft mel­det: Aus italienischen Berichten geht hervor, daß der Kampf vom Ademellogebiet bis zum Montello immer ge­waltiger anschwillt. Oesterrcichische Vorstöße werden be- ständig von italienischen Angriffen abgelöst. Man kann von einergewissen Verstrickung der dort im Gange befindliche« Kämpfe sprechen. Am fchärfften baden sich die Kämpfe zwischen dem Gardasee und dem Mte. Pasubio herausge­bildet. Hartnäckiges Ringen ist um den Mte. Eorno ent? braut. Es heißt, daß es sich um die Einleitungskämpfe w dem großen Angriff handelt.

}\\x inilitürildien fuge in M-Alrika.

Soweit sich aus den nur sehr unvollkommenen und zudene teilweise noch widersprechenden feindlichen, vor allen Dingen englischen und portugiesischen Pressemeldungen ein Bild gewin­nen läßt, war die militärische Lage in Portugiesisch-Ostafrika zu Anfang d. M. etwa folgende: Mit Ende der Regenzeit, die etwa um den 20. April herum aufgehört zu haben scheint, be­gann der Feind seine durch den deutschen Widerstand mrd di« ungünstigen klimatischen Verhältnisse ins Stocken geratenen V« wegungen gegen die deutsche Hauptmacht, wieder aufzunehmei^ welche auf der gesunden Ranungo-Hochedene tn der portugiost- schen Njasfa-Provinz, etwa in der Mitt« zwischen dem Südens des Njasia-Soes und dem Saleu van Vorte Amelia an der Kiists