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Statt besonderer Anzeige.

* Todes-Mnzeige.

(5ott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine mnigstgeliebte Gattin, unsere treusorgende Muttir, Tochter Schwester, Schwägerin und Tante

geb. Laupus

heute morgen um 8 Uhr nach langem, schwerem Leiden, nach vollendetem 38. Lebensjahr, durch einen sanften Tod zu erlösen.

Gronau, den 25. Mai 1918.

^FVersanMernzwaNs ' M Gemü^oerkehr. ö^timmbar waieri^ ÄkMinzen rmd Gefäßscherben, Mls

hvh von zuständiger Seite: Wie im vergangenen Jahre, fo ist auch in diesem für alle Sendungen von Gemüse bei einem Ge­lvicht von mehr als 10 Kilogramm von einem Ort zum andern ein abgestempelter Bersandschein der hessischen Landes-Gemüse» -stelle erforderlich. Die Versandscheine werden von den örtlichen Vertrauensmännern der Landes-Eemüsestelle, oder soweit solche nicht bestellt sind, von der Landes-Gemüsestelle ausgestellt. Für fjeben Versandschein wird eine Gebühr von 20 Pfg. (bei Spar­igeln 50 Pfg.) für je angefangene 100 Kilogramm erhoben. Für die Versendungen von Gemüse auf hessische Wochenmärkte dient ein besonderer gelber Versandschein, den diejenigen Marktver­waltungen bezw. Städte, denen die Ausstellung übertragen worden ist, im Namen der Landes-Eemüsestelle unentgeltlich ausgeben. Der Versandscheinzwang besteht für jede Art der Be­förderung, insbesondere sind die Eisenbahnstationen angewiesen worden, keinerlei Gemüsesendungen ohne den erforderlichen Versandschein anzunehmen. Versendungen ohne Dersandschein ziehen Strafen nach sich.

Eine möglichst große Ausnutzung der Abteile in den D-Zug-

wagen ist von der Eisenbahnverwaltung infolge der geA^vär-- tig starken Benutzung der Schnellzüge angeordnet worden. Die Zugbeamten, Zugführer usw. sind zur Ausnutzung sämtlicher Abteile angewiesen worden. Dienstabteile sind in den D-Zügen snur dann einznrichten, wenn die Wagen keine besonderen Dienst, räume besitzen. Bei Platzmangel sollen die Beamten die Dienst­räume den Reisenden freigeben.

sr. lieber die Funde aus der Nömerzeit, die bei den Aus­grabungen am Salisberge bei Hanau gemacht worden sind, hat Profesior Dr. G. Wolff aus Frankfurt am Main, der be­kannte Limesforscher, in der Jahresversammlung des Hanauer Cefchichtsvereins weitere interessante Mitteilungen gemacht. Lange Bersuchgräben führten zur erneuten Festlegung und Be­grenzung der römischen Straße Friedberg-Hanau, deren unterste ^'Kieslagen und Seitengräben gut erkennbar waren. Sie hatte hier in Uebereinstimmung mit den Feststellungen vom Jahre (1886 neben dem Gutshofe die abnorme Breite von 12 Meter, Während sie nördlich vom Felsenkeller und in der Wetterau die .normalen Maße (5,606 Meter gezeigt hatte. Zu beiden Sei­ten der Straße fanden sich neben und unter den Spuren römi­schen Anbaus auch solche aus der jüngeren Steinzeit mit den ^für die Wetterau charakteristischen Tonperlen und Anhängern aus Knochen, sowie Anlagen aus der La Tene-Periode. Von jden letzteren war besonders wichtig ein kleiner Töpferofen 'mit Resten der in ihm gebrannten Gefäße. Von Jnteresie ist die durch den ganzen Befund erwiesene Tatsache, daß die für den -Werkehr über den Main wichtige Stelle seit der jüngeren Stein, zett bis zur Hochwaffergrenze besiedelt war, und der auch hier -wieder entgegentretende Beweis für die öfters ansgesprochene Ansicht, daß von derselben Periode an nicht nur die geologischen Verhältnisse, sondern auch das Landschastsbild ^gesehen von den großen Veränderungen, die der Mensch an ihm herbetgeführt Hat von den hentigen Zuständen weit weniger verschieden war, als es häufig angenommen wird. Römische Gegenstände fanden sich wie bei den früheren Grabungen, zerstreut auf dem Straßenkörper und zu beiden Seiten. Sie gehörten, soweit sie

der alteren flavisch.traj (mischen, teils der nachhadrianischen Pe> riode an. Die letzteren überwogen in dem Maße, in dem sich die Versuchsgräben den 1880 und 1886 aufgedeckten Villenan- Lagen näherten. Auch neue, bauliche Anlagen und Spuren von solchen wurden aufgedeckt.

Gießen, 20. Mai. Daß es auch Kleidungsstücke gibt, bk ihr 50jähriges Dienstjubiläum feinern können, dürfte selten Vor­kommen. Ern hiesiger Bürger kaufte sich zu Pfingsten 1868 einen Strohhut, den er seit dieser Zeit in den Sommermonaten un­unterbrochen trägt, und der sich heute noch in sehr gutem ge­brauchsfähigen Zustande befindet. Mit Stolz spricht der alte Herr von seinem Strohhut, der nun schon 50 Jahre seinem er­grauten Haupte Schutz vor den Sonnenstrahlen spendet.

Königstein, 20. Mai. (Geheimschlachtung.) Der Haus- schlächler Anton Bös hier hatte von einem Sanatorium den Auftrag bekommen, Fleisch zu besorgen. Vier Kälber und ein Rind besorgte der Metzger mittels Geheimschlachtung. Hierfür war er vom hiesigen Schöffengericht in ein? Geldstrafe von 1400 Mark genommen worden. Auf seine Berufung hin ermäßigte die Strafkammer in Wiesbaden die Strafe auf die Hälfte. Solche Strafermäßigung dürfte wenig geeignet sein, die Geheimschlach­tungen zu unterbinden.

FC. Langenschrvalbach, 23. Mai. Am 1 und 2. Juni d. I. findet dahier eine Tagung der Führer der militärischen Jugend­vorbildung des Unterlahnkreises, der Kreise Weilburg, Limburg und Untertaunus statt. Generalleutnant Schuch wird diese Ver­anstaltung leiten.

FO. Idstein. 23. Mai. Auf eine 30jährige Tätigkeit als Stadtoberhaupt konnte heute Bürgermeister Wilhelm Leichtfuß zurückblicken.

Aus Nhcinhesscn.

FO. Alzey. 20. Mai. Während des letzten Winters wurden in Rack bei Nacht wiederholt Einbrüche verübt und Lebens­mittel, Kleider und Lederwaren mitgenommen. In einem Neu­bau, der noch unbewohnt ist, wurden erst kürzlich Kleider, Weiß­zeug und Bettwäsche, die in der jetzigen Zeit einen Wert von ungefähr 2000 Mark haben, gestohlen. Im benachbarten Drei­gemeindewald wurde die Diebsgesellschaft mehrmals gesehen und mit Schlecken erzählten die Kinder von den gefürchteten Räubern. Der Wald wurde abgesucht,' man fand ihre Lagerstät­ten mit Speiseüberresten, aber man konnte ihrer nicht habhaft werden. Endlich fand Feldschütz Hottenbach einen Zettel, worauf Name und Straße einer Althändlerin in Mainz angegeben war. Die Gendarmerie konnte, wie dieAlz. Ztg." mitteilt, die Ein­brecher nun ausfindig machen und sie in Mainz verhaften.

Ans Hcffcn.Naffau.

FO. Wiesbaden, 23. Mai. Am 17. Mai fand eine Haupt­versammlung des hiesigen Vereins zur Bekämpfung der Schwindsuchtsgefahr und zur Förderung des Baues gesunder und billiger Wohnungen im Regierungsbezirk Wiesbaden da­hier statt. Nach Erstattung des Rechnungsberichtes über die beiden letzten Vereinsjahre durch den Schatzmeister und Ent­lastung der Jahresrechnung wurden die Satzungen geändert, um den Hauptzweck des Vereins, der Bekämpfung der Tuberkulose, eine breite Grundlage zu geben. Dagegen erschien es nicht mehr

mogncy, oaneoen aucy noch die Forderung des Bau« tzesuubeH' und billiger Wohnungen als eine besondere Aufgabe des Ver- eins beizubehalten. Der nunmehrige Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose im Regierungsbezirk Wiesbaden unter dem Vorsitz des jeweiligen Regierungspräsidenten findet ein großer/ Feld der Tätigkeit, da die Tuberkulose infolge des Krieges ziem­lich erheblich Angenommen und gerade der Regierungsbezirk Wiesbaden auch schon vorher im Vergleich zu anderen Regi^ rungsbezirken eine verhältnismäßig große Sterblichkeit an dis. ser Krankheit gehabt hat. Fiir den Verein in seiner neuen Ee< statt ist daher eine möglichst große Mitgliederzahl zu wünschen, wenn auch der Wohnungsfürsorge bei der Tuberkulosebekämp- funy weiter die gebührende Aufmerksamkeit zugewendet werde? soll.

Kirchliche Nachrichten.

Sonntag Trinitatis, 26. Mai 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Kleberger.

Abends 8A Uhr: Herr Kandidat Vergär. Kollekte für die' Stadtkirche.

in der Vurgkirche. Kindergottesdienst. Herr Pfarrer

Gottesdienst Vormittags 11 Uhr:

Ritter.

Nachmittags 2 Uhr: Katechismuslehre für die weibliche Jugend. Herr Pfarrer Ritter.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

10 Uhr: Gottesdienst. Anschließend Katechismuslehre für die Mädchen.

Sonntag, 26. Mai 1918: Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Gottesdienst der Katholischen Gemeinde.

Beichtgelegenheit am Sanrstag von 5 Uhr an und Sonn­tags früh von 6 Uhr.

Vil Uhr Frühmesse.

8 Uhr: Hl. Messe.

ValO Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Vor dem Amt: Salzweihe.

Nachmittags 2A Uhr: Christenlehre und Andacht mit Segen. Danach Versammlung des Jungfiauen - Vereins in der Kirche.

Um 4 Uhr: Versammlung des Jünglingsvereins.

Abends 8 Uhr: Mai-Audacht mit Predigt und Segen. Während der Woche um A7 und 7 Uhr hl. Messe.

Mittwochs um 7 Uhr hl. Messe in der St. Georgskapelle.

Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Borro- mäus-Bücherei.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ctto Hirschel. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. ©etjner. Friedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung". A- G.. Friedberg f 6

Die tiestrausrnden Hinterbliebenen:

Karl Laupus und Sohn Kasimier Laupus Wwe., Mutter Familie Adolf KafUnier Kalbhenn Familie Johann Philipp Laupus Kasimier Laupus Familie Peter Laupus.

Die Beerdigung findet stal<: Montag, den 27. Mai, nachmittags 2 Uhr.

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