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11. Jahrgang.
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Die Vtne T«tt-»!-it„ng-> erlcheint jeden Werttag. Regelmähtg« Beilogen ..Der Sauer aus Hessen". „Di. Kptuussube«. KeMgspr.is! Bei den Po>tan»alten mer,-I,ahr„ch 3Jtt. 2.40 ritt noch das Bestellgeld! bei den Anenten monaittch 8S Pjg. einjchliehlich Träg-rl-dn. Ameigen: lbrunLMe 2b Pjg. totale 20Pj^ Ani-ig-n von auswärts weroen durch Poltnachnahm» erhoben. Eriiillnnasort Urtedberg. Schritt,eituna nnt. Verlag Friedberg lhessen,. yanau-rjttah« 12. F-rnivrecher 48. iv-jtjch-L.L»n.° -Jlt. 4859, Amt ö-antiart a. M.
Kklhune tu Flammen. — Gin feindliches Munitionslager bei Abbeville vernichtet.
Komben auf Paris. — 22000 Tonnen versenkt.
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Der deutsche Generaikab ' --—- 7 — ^ meldet:
m, T. K. Trotzes HarrpIqnarUer» de» 23. Mai. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Im Kemmel-Kebiet hielt gesteigerte Feuertätigkeit an. An den übrigen Kampffronten lebte die Gefechtstätigkett erst am Abend in einzelnen Abschnitten auf. Während der Nach! lebhafte Tätigkeit der Franzosen auf dem Westufer der Avre.
Mehrfach wurden Vorstöße des Feindes abgnviesen und bei eigenen Erkundungen Gefangene eingebracht.
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Auf dem Kampffelde an der Lys wurden gestern unter anderen drei amerikanische Flugzeuge abgefchoffen.
Die in letzter Zeit sich mehrenden feindlichen Fliegerangriffe gegen belgisches Gebiet haben der Zivilbevölkerung schwere Schäden und Verluste zugesügt. Militärischer Schaden entstand nicht.
Durch erfolgreichen Bombenabwurf wurden große Munitionslager des Feindes nordwestlich von Abbeville vernichtet.
Paris wurde mit Bomben beworfen.
Der Erste Generalquartlermeiftrr: Ludendorfs.
Abendberlcht.
Berlin, 23. Mai. abends. (WTB. Amtlich.)'
Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
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Der österreichische Generalstab j meldet: =======«
Wien, 23. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlaulbart:
An der italienischen Front führte die auf beiden Seiten betriebene Ertundttngstätigkcit auch gestern an mehreren Stellen zu Gefechten
Der Chef des Generalstabes.
j Das türkische Hauptquartier
'== — meldet: »
Konstantinopel. 22. Mai. (WTB.) Paläftinafront. Zwischen der Küste und dem Jordan drückten unsere Aufklärungsabteilungen und Patrouillen an verschiedenen Stellen feindliche Postierungen zurück und drangen teilweise in die feindlichen Stellungen ein, über d:e Drahthindernisse hinweg und machten wichtige Feststellungen. Auf dem Ost-Iordanufer unterbanden wir erfolgreich feindliche Aufklärungstätigkeit. Während das Artilleriefeuer nur stellenweise sich steigerte, blieb die Flieger- tältgkeit tagsüber sehr rege. Feindliche große Truppenlager im Räume Jordan westlich Jericho — Wadi Ausche wurden von unseren Fliegern mit gutem Erfolge angegriffen. Bei Dschadun Ane.p: und Mezrae (Ostufer des Toten Meeres) wurden die Rebellen erneut vertrieben und die Rebellenlager bei Kafr el As- rak wirkungsvoll mU >n belegt.
Auf den übrigen F:. ! . reignete sich nichts von besonderer Bedeutung.
22000 Tonnen versenkt.
Berlin. 22. Mai. (WTB. Amtlich.) Im Mittelmeer versenkten unsere U Soote die italienische Dreimastbark „Angelina di Paola" (228 Bruttoregistertonnen), den französischen bewaffnten Dampfer „Verdun" (2768 Bruttoregistertonnen) und vier weitere Dampfer, darunter einen von mindestens 8000 Bruttoregistertonnen, zusammen über 22 000 Bruttoregistertonnen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Am dritten Jahrestage des Eintritts Italiens in den Krieg tieten diese U-Booterfolge einen willkommenen Anlaß zur Ueberlegung, wie weit Italien seine treubrüchige Politik nutzte. Italien rechnete damals auf England und hoffte wenigstens zur See fernen Vorteil wahrnehmen zu können. Doch auch abgesehen von den entscheidenden Niederlagen zu Lande am Isonzo wies sich die italienische Politik als unheilbarer Mißgriff aus. Heute tft das rohstoffarme Königreich auf Gnade und Ungnade der britischen Schiffsraum not und de» Angriffen deutscher U-Boote
prelsgegeben. Noch mehr! Ein englischer Politiker bezeichnete jüngst Italien als „Bleiklotz" am Fuße Englands, der nichts leistet und nur Lebensmittel. Kohlen und Tonnage verzehrt und den die Entente auf ehrbare Weife nicht ungern fallen lasten würde, wenn nur die Mittelmächte sich seiner erbarmten, wie sie sich Rußlands annahmen! 55 v. H. der italienischen Handelsflotte wurden laut der Aussage des Finanzministers Nitti im Verlaufe des Krieges versenkt. Diese See-Erfolge im Mittelmeer verminderten die Kohlenzufuhr nach Italien von monatlich 960 000 Tonnen aus 524 000 Tonnen. Alle Nachrichten stimmen überein, daß die Munitionsindustrie und der Eisenbahnverkehr notgedrungen zeitweise stillgelegl werden mußten. Mit der Lebensmittelversorgung steht es ebenso schlimm! Jede Versenkung auch nur eines italienischen Dampfers bleutet für Italien einen Stich ins Herz, wie „La Preparation" sich ausdrückt. Das Deutsche Reich gönnt den Bleiklotz seinem Feind.
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Das Kampfziel im Westen.
Laut dem „Berliner Tageblatt" meldet der Berliner Mitarbeiter der Kopenhegener „Politiken" feinem Blatt nach Mitteilungen, die ihm aus Kreisen des Großen Generalstabs gemacht wurden, dag die jetzige längs Kampfpause ein Glied im Plan der Obersten Heeresleitung fei. Als Ziel der großen Kämpfe fei ihm amtlich die Zermalmung der feindlichen Heeresmacht bezeichnet worden. Ein großer Schritt auf diesem Wege sei bereits getan und die Initiative der gesamten Operationen in diesem Jahre sei dem General Foch aus den Händen genommen. General Foch fei gezwungen worden, sei ganzes „Bewegungsheer". mit dem man so große Hoffnungen verband, zur Verteidigung einzusetzen. Weiler heißt es: Wenn der Krieg in Frankreich wirklich zu Ende geführt werden sollte, wird Deutschland seine Kräfte, die. in ungeheurem Maßstab frei werden, in denU-Boot-Werften verwenden können. Dank der steigenden Erzeugung wird sich die Not auf dem Lebensmittelmarkte dauernd bessern und Deutschland imstande sein, einen jahrelangen Seekrieg auszuhalten. Ueberdies ist es nicht ausgeschlossen, daß es für die Fronten im Orient von bedeutender Wirkung fein wird, nenn die Kräfte der Mittelmächte im Westen frei werden. In Palästina und am Cuezkanal ist England ebenso verwundbar wie zur See.
Keltzmie in Flammen.
Bern, 23. Mai. (WB.) Nach Depeschen von der englischen Front an Pariser Blätter steht Bethune infolge der Beschießung durch deutsche Brandgranaten in Flanunen.
Der Luftangriff ans Paris.
Bern, 23. Mai. (WB.) „Progrtzs de Lyon" meldet aus Paris: Bei dem vorgestrigen Luftangriff wurde über einem Pariser Vorort eine große Anzahl Bomben abgeworfen, die einen Brand verursachten. Die Luftabwehr der Hauptstadt wurde neuerdings verschärft. Das Sperrfeuer war so heftig, daß die Häuser in einigen Stadtvierteln erzitterten.
Basel, 23. Mai. Havas berichtet aus Paris: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch unternahm wieder eine gewisse Anzahl Flugzeuge einen Naid auf Paris. Sie warfen Bomben in der Umgebung von Paris, wobei es zwei Tote und einige Verwundete gab.
Zum Fliegerangriff auf London.
Haag, 23. Mai. Reuter meldet aus London offiziell: Die Untersuchungen haben ergeben, daß der Luftangriff vom Samstag in allen Distrikten zusammen 40 Tote und 129 Verwundete gekostet hat.
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Italienische Fliegerangriffe.
Wien, 22. Mai. (WB.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Feindliche Fliegerangriffe, die am 20. Mai gegen den Kriegshafen von Cattaro, gegen Durazzo und die Insel Lagosta unternommen wurden, haben keinen Sach- scliaden verursacht. Im Kriegshafen von Cattaro wurden vier Personen getötet, neun verletzt. Bei einen: feindlichen Luftangriff auf Parenzo wurde weder Personen- noch Sachschaden verursacht. *■
Heldenffieger.
Kopenhagen, 21. Mai. (WB.) Die „Nationallidende* meldet aus Malmö: Mit einem holländischen Dampfer
kamen am Samstag in Göteborg zwei deutsche Flieger an, die wegen Benzinmangels auf der Nordsee hatten niedergehen müssen und, nachdem sie vier Tage und drei Nächte auf See zugebracht hatten, von dem Dampfer ausgenommen worden waren. Ein schwedischer Fischdampfer rettete an der Doggerbank zwei andere deutsche Flieger und brachte sie nach Marstrand ein. Die Flieger, die ebenfalls infolge Benzinmangels zum Niedergehen auf dem Meere gezwungen worden waren, hatten sechs Tage, teilweise ohne Lebensmittel und Wasser, auf dem Meere zubringen rnüisen.
Das Jnviliinm des Trenvrn
Lugano, 22. Mai. Die Regierung sowie die interessenten bieten das äußerste auf, um für den 24 den Tag des Eintritts in den Krieg, eine große natu Kundgebung zu veranstalten und die Bevölkerung auf rütteln. Offenbar auf Drängen der italienischen Regier:- wird an der Feier auch der italienische Thronfolger t nehmen, der am 23. Mai in Rom eintrifft, ferner 7 ordnungen aller Ententestaaten, darunter für Frankreick Kolonialminister Simon. *
Es hat wenig Reiz, schreibt die „Nordd. Allg. Z' heute die Geschichte jener Maitage wieder aufzublätt durch die das italienische Volk durch eine verblendete, c geizige, zum Teil auch durch das Gold der Gegner v derbte Clique von Männern in den Krieg geführt wurde. Dagegen kann es uns mit Genugtuung erfüllen, heute aut die Entwicklung des Kampfes zurückznblicken, in den Italien gegangen war. Erst wenn man die weitgesteckten Ziele mit dem vergleicht, was Italien in Wirklickffeit erreicht hat, erkennt man den ganzen Umfang seines Mißerfolges. Noch scheint Italien nicht am Ende feiner Verblendung an- gelangt zu sein. Es ist schwer festzustellen, ob das italienische Volk in feiner Mehrheit schon heute in der Lage ist, die Bedeutungen der Besprechungen zu erkennen, welche kürzlich im deutschen Hauptquartier zwischen den ehemals mit Italien verbündeten Herrschern und den Negierungen der Mittelmächte gepflogen wurden. Der festere Zusammenschluß des alten historischen Bündnisses, zu dem Italien einst unter Crispis glücklicher Leitung als dritter beigetreten war, bezeichnet den Wandel der Zeiten den Italien selbst durch seinen Treubruch eingeleitet hat.
Im „Berl. Lokalanzeiger" heißt es: Am heutigen Tage der Kriegserklärung Italiens an Oesterreich wird das durch den Krieg verarmende und verblutende italienische L"nd mehr als je vor einem neuen Schlag der Lsterreick/isck- ungarischen Heeresleitung zittern. Sie kann, durch keine Aufgaben im Osten mehr gebunden, ihre ganze Aufmerk« samkeit jetzt dem italienischen Gegner zuwenden.
Die „Post" sagt: Italien ist heute mehr denn je von der Erfüllung seiner Wünsche entfernt und hat an Gut und Blut Opfer über Opfer bringen müssen. Die Entscheidungsstunde hat noch nicht geschlagen, aber sie kommt auch für Italien und dann wird sein Trenbruch ihm nicht vergesse: werden.
Die irische Verschwörung.
Rotterdam, 22. Mai. (WB.) Wie. „Nienwe Rotter- dänische Courant" aus London erfährt, fährt die liberale Presse fort, die Negierung zurr sofortigen Veröffentlichung der Beweisstücke zu drängen, auf Grund deren die Sinn- feiner verhaftet worden sind Der Korrespondent der „Times" in Dublin meldet, daß die Verzögerung der Veröffentlichung einen ungeheuren Einfluß auf die ösfentliche. Meinung in Irland haben werde.
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Anßöjiing der Mliliirvttnialliing in Pumänini.
Bukarest, 22. Mai. Nach dem Abschluß der Friedens« Verträge sind Veränderungen in dem Aufbau der in Rumänien befindlichen militärischen Stelle:: notwendig geworden. Die bisherige MilitärveNvaltung wird aufgelöst. Die noch verbleibenden Dienststellen werden unter dem Oberbefehl des Genemlseldmarickalls v. Mackensen, ver*.


