Südafrika.
Haag. 19. Mai. Die „Times" meldet vom 6. Mai aas Kap- stavt, daß besonders im Oranjefteistaat und in Transvaal geheime Versammlungen stattfinden im Vertrauen, daß dt« Al- lierten den Krieg verlieren. Die „Times" vernimmt aus Smithfield, daß Hertzog am 6. Mai in einer Wahlversammlung sagte, daß er von aktiver republikanischer Propaganda absehen müsse wegen der Empfindlichkeit der englisch sprechenden Mitbürger. Hertzog wünscht einen Kongreß aller nationalistischen 'Führer, um die Einrichtung des Reichsparlaments, womit Südafrika bedroht wird, zu besprechen
Oesterreich-Ungarn.
Hochverräterische Kundgebungen in Prag.
Prag, 18. Mai. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Vorfälle staatsfeindlichen hochverräterischen Charakters, die sich während der dreitägigen Feier des 50 jährigen Bestandsjubiläums des tschechischen Nationaltheaters abspielten, ver- anlaßten die Behörden zu entsprechenden Gegenmaßnahmen. Die Polizeidirektion erließ eine Kundgebung, in der es heißt: Die kulturelle Feier des Jubiläums des tschechischen Nationaltheaters artete vielfach in politische Demonstrationen aus und zeitigte schließlich eine Neihe hochverräterischer Vorfälle, die die fck-ärfsten Gegen aaßregeln erforderlich machen. Jede weitere Duldung ist deshalb und auch mit Rücksicht aus den Ernst der Zeit ausgeschlossen. Ansammlungen und Aufzüge werden von nun an ohne weiteres rücksichtslos und, wenn nötig, mit Gewalt zerstreut werden. Ueberschreitungen des Verbots, das Tragen von Abzeichen und Kokarden in Farben feindlicher Staaten werden bestraft. Die jugendlichen südslawischen Gäste werden zum Verlassen Prags veranlaßt. Die Intendanz des tschechisck^en Nationaltheaters wurde auf gewisse bedauerliche Vorfälle aufmerksam gemacht und um Veranlassung ihrer Abstellung bei sonsftger Schließung des Theaters ersucht. Der „Narodni Listy" wurde von der Polizeidirektion zu Händen des Cheftedakteurs der folgende Bescheid zugestellt: In der Schreibweise der von Ihnen redigierten „Narobni Listy" tritt trotz der mit dem amtlichen Bescheid vom 14. Februar 1918 ausgesprochenen strengen Verwarnung immer unverhohlener das Bestreben zu Tage, planmäßig Sympathie für die Ententestaaten zu erwecken und so die Interessen unserer Feinde zu fördern. Da alle bisher gegen diese offensichtlich staatsfeindliche Schreibweise ergriffenen Maßnahmen der Preßbehörden fruchtlos waren, wird die Einstellung des Erscheinens der Druckschrift „Narodni Listy" vom 19. Mai anfangend verfügt.
Auch die Polen?
Wien, 18. Mai. (WTB.) Die „Reue Freie Presse" meldet z» der Teilnahme polnischer Abgeordneten an den politische« Beratungen, die im Zusammenhang mtt der Theaterjubtläums- feter in Prag stattfanden: Zn den Kreisen der polnischen Abgeordneten wird hervorgehoben, daß jene Abgeordneten von keiner beglaubigten Sette einen Auftrag bekommen hätten, der sie zu einer solchen Kundgebung berechttgt hätte. Es bestehe keinerlei Solidarität mit den jetzigen tschechischen Führern und deren Besttebungen urÄ> Zielen. Dte Rede« und Handlungen dieser polnischen Abgeordneten in Prag hätten daher keinen wie immer gearteten Zusammenhang mit der Politik des polnischen Volkes in Ealizien und mit den Anschauungen der parlamentarischen Vertreter dieser Ration.
Das neue Abkoinmn Wichen Denllchland und der Zchmh.
Bern, 17. Mai. (WB.) Amtliche Mitteilung des Bundesrats. Die Vesttmmungen des für neun Monate gülttgen vorbehaltlich einer beiderseittgen zweimonattgen Kündigungsfrist vorgesehenen schweizerisch-deutschen Wirtschaftsabkommens, das von den beiderseittgen Delegierten beraten mrd bis zur Unterzeichnung ferttggeftellt ist, sind die folgenden:
Deuffchland gewährt monatlich an Ausfuhrbewilligungen, Kohle 200 000 Tonnen, Eisen und Stahl 19 000 Tonnen. Für Kohle wurde ein Preis vereinbart, der sich im Mitel auf 173,50 Francs für die Tonne stellt, ab Grube gerechnet. Für Eisen und Stahl wurden zwischen den Interessenten Preise vereinbart. Wie bisher werden beiderseits Ausftchrbewilligungen für zu vereinbarende Aus- Lauschmengen ohne besondere Gegenleistungen im Rahmen des Möglichen erteilt. In dieser Beziehung ist insbesondere vorgesehen, daß Deutschland liefert zirka 3000 Wagen Kunstdünger, Kalisalze, Thomasmehl, ferner Kartoffelttocknungs- erzeugnisse, Benzin, Zink, Kupfervitriol, phaiinazeutische Produkte sowie in Rohzucker, Ersatz des Zuckers, der in Schokolade, Kondensmilch und Früchtekonserwen aus der Schweiz geliefert wird. Die Schweiz erteilt Ausfuhrbewilligungen für Milchprodukte ungefähr in dem bisherigen Umfange, ebenso kür Schokolade und Konserven, endlich für 45—17 000 Stück Rindvieh. Für Obst und ähnliche Erzeugnisse sind keine Mengen vorgesehen. Es ist bloß die eventuelle Möglichkeit der Ausfuhr ins Auge gefaßt, wenn die Verhältnisse dies gestatten.
Kiesige Abnahme der euglijchen Einfuhr.
London, 16. Mai. Bei Einbringung der Budgetvorlage im Anlerhause lentte der Präsident des Handelsamtes, Stanley, die Aufmerksamkeit auf die ungeheure Abnahme der Einfuhr des Landes feil Kriegsbeginn. Die gesamte Einfuhr im Jahre 1917 habe nur zwei Dritel der Einfuhr des Jahres 1913 bettagen uud in diesem Jahre würde sie schätzungsweise nicht mehr als die Mlfte derjenigen von 1913 ausmachen, Vor dem Kriege hätte
niemand prophezeit» daß da» Land bet einer offenbar ganz geringen Einschränkung mit etwa der Hälfte der Einfuhr vor dem Kriege auskomnren kam«. Dies fei eine wertvolle Lehre und sollte nach dem Kriege nicht vergessen werden. Mau sollte es fich nicht wieder erlauben, für einen so großen Teil der wesentlichen Bedürftisse von frmeden Hilfsquellen abhängig zu werden. Es sei eine völlige Wandlung des ganzen industriellen Lebens des Landes eingetreten, aber heute im vierten Kriegsjahre sei die Eesamterzeugung der Industrie nur ein ganz klein wenig niedriger als vor dem Kriege. Stanley hob dann die von den Offizieren uick) Mannschaften der Handelsflotte bewiesene Tapferkeit hervor, von welchen 12 500 seit Kriegsbeginn das Leben verloren hätten, aber trotzdem gebe es keinen Fall, daß ein Offizier oder Mann nicht fahren wollte, wenn das Schiff klar sei.
Ercherorr.
Inin angedlichen imritfii Kaijer-ßarl-Knef
schreiben die „Zürcher N. Nachrichten":
Es bleibt aber dennoch die Frage, ob man mit dem von wem immer gefälschten Kaiserbrief nicht ein bestimmtes Manöver zu irgend welchem Zweck verfolgt, möglich und nicht möglich. Will die Entente mit allen Miteln einen Keil zwischen die beiden Verbündeten treiben, indem ste den beidseitigen Glauben und das Vertrauen zu einander zu erschüttern sucht, auch das Ver- i trauen zwischen den beiden Kaisern? Dann freilich müßte man die Ententestaalsmänner um ihre Geistesarmut und um den Mangel an elementarster Psychologie bedauern und beklagen. ' Ein Vlutbund von vier schweren Kriegsjahren, der seine Verbündeten hüben und drüben in Not und Tod und Sieg enger aneinander geschmiedet hat, wird durch derartige ebenso un'aire als einfältige Manöver nicht getrennt. Uebrigens dürfte der eben abgeschlossene „Zwei Kaiser-Bund" die beste Antwort auf ein solches Unterfangen sein, wenn es einer solchen überhaupt i bedurft hätte. — Oder will man auf der einen Seite Pott care, oder Lloyd George in Verlegenheiten bringen? Den erüern. indem man ihn der Preisgabe von Elsaß-Lothringen urtt der besonder» Fürsorge für Italien bei den französischen ..Des- armexiomsten" und auf der andern Seite als intransigenten > Gegner aller und jeder Friedensunterhandlungen bei den mehr oder weniger ausgesprochenen Pazifisten beschuldigt? Oder ist der Pfeil gegen Lloyd George gerichtet, um den Mann des „Krieges bis zum äußersten" Friedensanwandlungen zu zeihen und seinen morschenden Premiersesiel nach und nach ins Wanken zu bringen? Alles Möglichkeiten, für die gewisse Wahrscheinlichkeiten sprechen und die in der Mentalität der Ententestaalsmänner und ln ihrem Verhältnis zu einander eine gewisie Begründung finden.
So oder so. Der angebliche zweite Kaiserbrief ist ein Machwerk, plump und bedenklich, von welcher Seite man es immer bettachtet, ein neues bedenkliches Zeichen, wie der Krieg auch dte Geister verheert und verwüstet, daß sie zu Fälschungen greifen an solche glauben oder den Glauben daran zu erwecken suchen.
Berlin, 18. Mai Der Abgeordnete Graf Westarp (Kons.) hat im Reichstage folgende kleine Anfrage eingebracht: „Trifft es zu. daß der Abgeordnete Erzberger im Dezember vorigen Jahres mit Einverständnis des Auswärtigen Amtes eine Reife nach Wien unternommen hat, über deren Ergebnis er dem Herrn Reichskanzler und dem Auswärttgen Amt Bericht erstattet?. Hat es sich dabet um politische Angelegeicheiten gehandelt, zu deren Erledigung der Abgeordnete Erzberger vom Auswärtigen Amte beauftragt oder ermächtigt war? Sind dem Abg. Erzberger seither auch sonst derarttge Aufträge oder Ermächtigungen zu politischer Tättgkeit im Auslande erteilt worden, und welche Obliegenheiten sind dem Abgeordneten Erzberger vom Auswärtigen Amt übertragen?"
Ans dev Heimat.
An unsere Obstbaumüefttzer. Ein furchtbarer Feind droht unseren Apfelbäumen. Eine Rcurpe (anscheinend eine ganz neuartige) sttzt in dicken Haufen und Klumpen in der ersten Gabel von Stamm und Aesten. meist nur an jungen Bäumen, erst nur schwer zu erkennen, weil mit Schutzfarbe und einem Eespinnst überzogen, das der Rinde gleicht. Es wäre jetzt gerade noch Zeit, die Haufen zu vernichten, in einigen Tagen ist es zu spät, denn dann kriechen die erwachsenen Raupen auseinander und vernichten den Baum. Es müßten rasch (heute noch) Leute an olle Bäume und die Nester zermalmen oder cmstecken, sonst ist unser ganzer Obstbanmbestand verloren. Einige Bäume sind schon ganz kahl gefressen und sie werden kaput gehen und wenn die Raupen überall auskriechen, ist alles verloren. Es könnten ältere Schüler dazu verwandt werden. Aber rasch! Eile tut sehr not!
Ludendorffspende für die Kriegsbeschädigten. Zum erstenmal in diesem Krieg wird demnächst der Ruf an das deutsche Volk ergehen, den Männern, die in heldenhafter Verteidigung des heimatlichen Bodens für uns geblutet und gelitten und ihr« Gesundheit zum Opfer gebracht haben, durch die Tat zu helfen. Unter dem Ehrenvorsitz von General Ludendorff wird in ganz Deutschland eine Sammlung eingeleitet, welche die Mitttl für eine großzügige private Kriozsbeschädigten-Fürsorge neben der staattichen aufbringen soll. Ruch der Ortsausschuß für die Kriogsbeschädtgten-Fürsorge wttd durch Haussammlung an die Fttedberger Bürgerschaft herantreten.
Dorheim. Heute nacht wurde hier in verschiedenen Häusern eing-ebrochen. Die Einbrecher scheinen es besonders auf Fett abgesehen zu haben, denn sie banden alle Töpfe auf und nahmen nur die mit, die Fett enthielten, während sie Sauerkraut, Eingemachtes ustv. stehen ließen. Bet unserem Bürgermeister wurden außerdem zwei Fahrräder gestohlen. Dte öffentliche Unsicherheit nimmt immer mehr zu.
FCJ. Bad-Nauheim, 17. Mat. Ein« fmtffe fesche Dam«, Vilmar Schulze mtt Namen, nahm in einer hiesigen Villa ein» Stellung als Kochlehrftäulein an. Ihre Herrschaft machte abe«
kürz «ach de» Dienstantritt der Vilmar die Wahrnehmung, baß Fräulein Schulze ein schwer goldenes Armband und verschiedene Wäschegegenstande gemaust hatte. Das Armband brachte dis Diebin zur Goldankaufsstelle. Sie wurde verhaftet.
FCJ. Crouberg, 17. Mai. Die Erdbeeren stehen bereits in voller Blüte. Der Vlütenansatz ist jedoch nicht vielversprechend. Es sind viele kleine Ansätze vorhanden und die Ernte wird lang« nicht so ergiebig, nach Utteil von Kennern, wie die des ver- floffenen Jahres. — Der Magistrat gibt bekannt, daß demnächst hier sechs Pfund Einmachzucker auf den Kopf der Bevölkerung zur Verteilung gelangen. Die Hühnerhalter aber erhalten diesen Einmachzucker nur dann, wenn ste mindestens zwanzig Prozent ihrer Eierablieferungspflicht erfüllt haben.
Frankfurt am Main. Auf dem Frankfurter Haupt- bahnhofe wurde am Donnerstag ein Mann aus Sprendlingen festgenommen, der etwa 50 Pfund angeblich aus einer Noffchlacht herrührendes Fleisch bei sich führte. Er wurde verhaftet.
FO. Vom Main, 15. Mai. Die Leiche des am 21. März auf dem Felde der Ehre gefallenen Erbprinzen Emich zu Lei. ningen wurde unter Beteiligung der Bevölkerung in die pro- testantische Kirche in Amorbach überführt, nachdem sie dort ein. getroffen Der Gedächtnisgottesdienst fand ebenfalls vor 8u ßerst zahlreicher Gemeinde beider Konfessionen statt. In de Nacht erfolgte die Ueberführung des Heimgegangenen in dl fürstliche Familiengruft in Walvleinigen. Der Erbprinz waein Ururenkel der Mutter der Königin Viktoria von Eroßbrl tannien und Irland, der Herzogin Viktorie von Kent, Witw, des Fürsten Emich zu Leiningen geb. Prinzessin von Sachsen. Koburg.
FC!. Dom Main, 15. Mai. Zur Hebung der unterfränkl
schen Fischzucht außerhalb des Maines bewilligte der landwrrd fchaftliche Kreisausschutz von Untersranken 30 000 Mark.
Aus Starkenburg.
Darmstadt. Eine Brotkarterrfabrik hatten sich im vorn gen Somnwr in Oberramstadt der 15 Jahre alte Buchdruckerlehrling L. Breitenbach aus Siegen, der Buchdrucker Karl Jost in Oberramstadt, sowie der Gg. K. Heimbücher,
17 Jahre alt, einrichten wollen. Sie stahlen daher bei dem Buchdruckereibesitzer Keck daselbst eine komplette Garnitur Korpus-Fraktur-Schrift, 5 Kilo verschiedene Schriftsätze, und nahmen dabei noch eine Partie Schreib- und Papier- Waren aller Art im Gesamtwert von mehreren 100 Mark Wert mit, nachdem sie vermittelst eines falschen Schlüssels in die Buchdruckerei eingedrungen waren. Sie ferttglen versuchsweise auch drei Brotkarten an und kauften zwei Brote, worauf aber ihrem Treiben schon ein Ende gemacht wurde. Von der heutigen Sttaftammer erhielt Br. 4 Monate, I 3 Wochen und der am wenigften beteiligte H. drei Tage Gefängnis. — Auch eine jugendliche Diebsgesellschaft in Niederbeerbach hatte sich zu verantworten. Der 17 Jahre alte vorbestrafte G. B. und der unbestrafte 15jährige G. K. hat im Hause eines alten Mannes die Zimmertür erbrochen und daraus 200 Mark gestohlen. Mit Hilfe eines Dritten wurde der ganze Betrag an einem Nachmittag in Darmstädter Damenkneipen, Kinos usw. durchgebracht. Kr. erhält 6 Monate, B. ein Jahr Gefängnis.
Eberstadt. Zu ver Gcheimschlächterei erfahren wir, daß außer dem Metzgermeister Krämer aus Eberstadt, der für ein Darmstädter Hotelrestaurant tätig war. auch der Viehhändler Abraham Levi aus Grumstavt, Ver die Tiere geliefert hat, ver° hoftet wurde. Die Staatsanwaltschaft ist fortgesetzt mit weiteren Ermittelungen beschäftigt, da man nicht mit Unrecht annimmt, daß Kr noch in zahlreichen Fällen gegen das Gesetz verstoßen hat, insbesondere vermutet man, daß er muh zahlreiche Schweine und viel Rindvieh, hauptsächlich für das Hotel heimlich geschlachtet hat.
Aus Rheiuhesien.
FO. Mainz, 17. Mai. Eine Dame war in einem hiesigen Hotel abgesttegen und hatte dem Hausburschen den Gepäckschein zum abholen eines Koffers an der Bahn gegeben. Der Haus, bursche ging, kehrte aber nicht mehr zurück. In dem Koffer befanden sich Kleider, Wäsche und Schmucksachen.
Ans Hesien-Nassau.
FO. Wiesbaden, 17. Mat. Verrohung ver Jugend. Empfindliche Strafen verhängte das Schöffengericht über den eben etwa
18 Jahre alten Taglöhner Häuser und den 17jährigen Taglöhner Kügler. Beide waren in der Nacht vom 6. auf 7. April d. Js. in dre städtische Bauhütte auf dom Boseplatz eingestiegen um in derselben zu nächtigen. Beim Verlaßen derselben verunreinigten sie dieselbe in ver empörendsten Weise, besulveten auf die gemeinste Art die in der Bauhütte befindlichen Möbel, Gebrauchsgegenstände und Kleider der Arbeiter. Häuser nahm außerdem noch einen Rock und eine Hose eines Arbeiters mit. Bei der Urteilsverkündung erwähnte der Vorsitzende, daß Angesichts der fortwährend zunehmenden Verrohung der Jugend gegen derartige Straftaten aufs schärfste eingeschritten werden mäße. Es wurde demgemäß gegen Häuser auf eine Gefängnisstrafe von einem Monat erkannt, während Kügler, mit Rücksicht auf seine Jugend mtt einer Gelvsttafe von 50 Mark davon kam.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. H e y n e r. Firedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A- G.. Friedberg L H.
S Das Feldheer braucht ^ S£ dringend Hafer, Heu ^ g: und Stroh! T
Sr Landwirte helft dem Heere. =5


