Ausgabe 
18.5.1918
 
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Die Schlacht der Tanks.

(Ausschnitt gwg der neuert Sommeschlacht.) V* f !

> Kürzlich kam es, wie kurz gemeldet wurde, zwischen Somme Mkd Avre -um erstenmal -u Zusammenstößen und erbittetten Kämpfen zwischen ervglischen und französischen Tanks und deut­schen Sturmwagen. DieDossische Zeitung" veröffentlicht aus der Feder des bekannten Kriegsberichterstatters Dr. Max Os­tern« eine überaus fpannnende Schilderung dieses ganz neu­artigen und seltsamen Schauspiels, das neuerdings dartut, wie selbst auf dem Schlachtfeld, dem Feld der Vernichtung und Zer­störung, eine Reuerfindung die andere ablöst und immer neue Schlachtonbilder schafft. Wir entnehmen der fesselnden Darstel­lung das Folgende:

Den Infanteristen voraus fahrt der Sturmwagen über die erste feindliche Linie. Bald hat er auch die zweite überquert. Nun ist er mitten zwischen englischen Gräben, 860 Meter etwa vor der vordersten deutschen Stellung. Wildes Maschinengewehr­feuer tobt von allen Seiten gegen den Wagen. Ein Geschoß dringt durch eine schmale Oeffrmng der erste Richtkanonier sinkt tätlich verwundet zurück. Ein anderer tritt an seine Stelle. Wieder taucht vor ihnen ein feindlicher Graben aus, von Reser­ven dicht gefüllt. Als die Leute das Ungetüm herannahen sehen, springen sie entsetzt auf und fluten in regelloser Flucht zurück. Das Tankgeschütz schießt mit Kartätschen in sie hinein. Der Er­folg reißt die deutsche Infanterie mit. Der Tank fahrt weiter die feindliche Linie entlang, beschießt die Gräben, lockt die Mannschaften heraus, die sich ergeben, und treibt sie den deut­schen Sturmkolonnen zu. Gr fahrt zurück und hin und her, um die Verbindung aufrecht zu erhalten und einzngreifen, wo es no­tig ist. Durch Stunden wahrt der Kamp?. Da. gleich nach 12 Uhr mittags, was kommt dort entgegen? Wahrhaftig, der Feind hat auch feine Sturmwagen mobil gemacht. Ein Tank taucht vor den Deutschen auf! Nach Größe und Bauart scheint es ein französischer zu sein. Im Lärm des Eifenkastens wird der Be­fehl von Mund zu Mund wettergegebrn:Rich'ung Tank!" Aber da löst sich aus dem Dunst ein zweiter feindlicher Wegen. Ein dritter, rin vierter! Noch mehr' Jetzt sind es sieben! Von allen Seiten kommen sie heran. Sie bilden einen Halbkreis vor dem deutschen, um ihn zu umfassen. Ein mörderischer Kampf entspinnt sich. Aus einer Entfernung von 150 Metern gelingt es dem zweiten Kanonier, der den gefallenen Kameraden ersetz! hat. auf einen der feindlichen Kolosse einen Volltreffer zu fcr*e n. Datlchschuß!" eine riesige Stichflamme scheidet jäh in die Luft. Die anderen manöverieren weiter, sie geben in ihrer Uebermacht den Umfassungsplan nicht aus. Der deutsche Tank bewegt sich schnell hin und her. Er fährt im Zickzack wie ein Schiff in der Seeschlacht. Jetzt wird der zweite Franzose aufs Korn genommen. Einige Schüsse gehen fehl. Aber beim vier­ten oder fünften sicht der Kommandant auch dort eine h.lle Flamme aufzüngeln. Irgend eine Explosion hat fiattgefunden. Und wahrhaftig, es gelingt, auch den dritten zu erledigen. Ein Schuß auf feine Raupenkette macht ihn bewegungsunfähig und zum wehrlosen Ziel des deutschen Geschützes.

Aber noch lst die große Gefahr nicht gebannt. Nock sterben vier feindliche Tanks dem einen derttschen gegenüber. Und bei uns sind arge Verluste. Auch an Material. Das Geschütz ist getroffen. Mehrere Maschinengewehre bleiben noch. And mit diesen führt der junge Komman-' ein kühnes Manöver aus.

In Schlängelbewsgllngen fährt er den vier Franzosen vorbei und bestreicht sie ununterbrochen mit rasendem Feuer aus den beiden Maschinengewehren, den einigen Waffen, die er Übrig hat. Wirklich, was er selbst kc""n mehr gehofft, gelingt. Rach Und nach machen die vier, offer^r schwer beschädigt und mit böser Menscheneinbuße. kehrt. Von Mund zu Mund wirb in Lärm. Hitze und Kampferregung jedesmal der kaum glaubliche Erfolg im Innern weitergegeben. Mit Hurra antwortet die Mannschaft.

An 25 Minuten hat der ganze Kamps gedauert. Der deutsche Tank ist dabei auf einen halben Kilometer an Cachy heran- gekommerr. Er rückt nun noch weiter vor. fährt im Kreise und feuert aus nächster Röhe kn die Gassen des zerschossenen Dorfes. Immer mit den beiden Übrig gebliebenen Maschinengewehren. Dann rollt er zurück, der Infanterie Bericht ;u geben.

Inzwischen hatte ein anderer Tank derselben Abteilung eine ähnliche Begegnung mit feindlichen Sturmwagen. Leutnant V.. der ihn führte, war ein wenig weiter nördlich vorgerückt, wo er mit der Infanterie zusammen operierte. Er beschoß englische Schützenlinien, die sich mit dichten Drahthindernissen eingebaut hatten. Dann, südlich Villers-Dretonneirx, geben ihm deutsche Soldaten durch Winken ein Zeichen. Ein feindlicher Stützpunkt liegt dort, ausgezeiön-' versteckt, kaum ausznfintden, aus dem ohne Unterlaß Me'- ewehrfeuer herüberspritzt. Der Tank fährt dicht aut den W zu und nimmt ihn unter Schnellfeuer. Sofort zeigt sich der Erfolg. Die Maschinengewehre des Nestes verstummen, die Reffe der Besatzung springen auf und suchen zu entkommen.Gott sei Dank!" sagten die deutschen Infanteristen,

wir liegen eine Stunde vor dieser Ecke und kommen nicht vor­bei."

L

SBaßtn, feuert auf den D»qchen m» setzt , hm einen SSoUftcffn gerade in den vorderen Geschützstand.

Leutnant D. denkt, es ist zu Ende. Rauch und Qualm steigt auf und umhüllt olles. Zwei Leute feiner Besatzung find schwer verletzt, ihnen ist nicht mehr zu helfen. Mit den Übrigen vettert er selbst schnell heraus Sie legen sich platt auf die Erde. Jetzt sofort, denken sie, mutz Explosion und Brand erfolgen Aber es erfolgt nichts. Mitten im wahnsinnigen Feuer gibt der Kom­mandant feine Befehle. Einige seiner Mannschaften schließen sich dem nächsten deutschen Tank an. Er selbst mit zwei Ehaffenren und einer« verwundeten Sergeanten Vettert wieder in den Tank hinein! Sie finden dort von den Kameraden einen tot, den an­deren im Sterben liegend, und einen dritten sehr schwer verwun­det vor. An der Maschine ist der Wasserbehälter getroffen und zerschlagen. Aber die Maschine ist noch manöverierfähig. Feuernd zieht B. sich zurück, den Tank zu bergen. Roch ein zweiter Tref­fer packt den Wagen. Jetzt ist auch der Oetbehälter gefaßt! Doch immer noch arbeitet der Motor. Und mit ungeheurer Anstren- gnng gelingt es, trotz allem, rchne Wasser und Ock. die Fahrt fertzufetzen. bis am Nachmittag der Wagen glücklich in unserer Linie angelangt ist.

Ttr MnMiinsrttbrgoch im WMnkgk.

3n den 600 Treffen, Gefechten und Schlachten des Krieges imm gitB die deutsche Infanterie rund 220 Millionen, die Feldatt-llerre 338 209 und die schwere Artillerie 320 600 Schutz ob. Straßburg siel nach fünswöchentkicher Belagerung mit 202 099. Paris nach fünfwöchentlicher Belagerung mit 110 286, Metz nach zrrölfwLchentkkcher Belagerung mit nur -1877 Schutz unserer Belagerungsgeschütze in deutsche Hände.

Das sind Zahlen, die gegen den ungeheuren Munitionsauf- wand des Weltkrieges verschwindend klein find.

Schon wahrend der großen Offensive im Jahre 1915 wurde der tägliche Munitionsverbrauch auf unserer und feindlicher Seite auf etwa 300 000 Schutz Artillerie eingeschätzt: die Stahl­saat der heutigen Cchlochten aber wird, wenn sie erst einmal eingeschötzt werden kann, diese Zahl noch weit Übertreffen! Bei Beginn der Commeoffenflve verschossen die Engländer in einer Woche mehr Munition, als in den ersten elf Kriegsmonaten zusammen ge vom men, und wahrend des Trommelfeuers dieser Riefenschlacht verbrauchten ste an einem einzigen Tage soviel schwere Granaten, wie die Munitionsherstellung von 11 Kriegs­lasten überhaupt hervorgebre.cht hatte!. In der Arrasschlacht 1917 wurden von ihnen in vier Tagen fast sechsmal soviel Gra­naten verfeuert, als der ganze Krieg 1870/71 erfordert hatte!

In der Schlacht bei Verdun wurden zu Zeiten von beiden Parteien zusammen rund eine Million Geschosse an einem Kampftage verschossen. Nimmt man nur an, daß im Durchschnitt der siebente Teil dieser Menge, also 1 Million Geschosse in der Wocl)e verfeuert wurden und setzt das Durchschnittsgewicht an Metall mit 4b Kilogramm fest, lo kommt man nach der schwedi­schen ZeitschriftIndustritidning Norden" ?2* die dreißig Wochen eigentlicher Kampfzeit zu dem ungeheuerlichen Resultat, daß das Gelände in dieser Zeit mit 1 350 000 Tonnen Stahl überschüttet worden ist. Zum Transport dieser Stahlmenge wären 135 000 Eisenbehnwaggons nötig. Das Kampfgelände hatte ungefähr eine Ausdehnung von 2609 Kilometer; somit find nach dieser Berechnung auf jedes Sektor Bodens 50 Tonnen Stahl nieder­gegangen. Der Wert dieser Stahlmenge überttifft den Wert des Grund und Bodens, den sie übersät. Cs ist vorgekommen, daß beide Parteien an einem einzigen Tage eine Million Artillerie- munition verschossen haben?

Trotz dieser furchtbaren Stahlsaat, die in den Großkampf­tagen zu ungeheuren Zahlen anschwillt, die ohne Unterbrechung Tag und Nacht auf die Fronten niedergeht, haben unsere herr­lichen Soldaten, von der Cturmirffanterte bis zum letzten Ar­mierungssoldaten. unerschrocken und unerschütterlich ausgeharrt und sich die Hoffnung des Sieges nicht nehmen lassen. Nun sind sie gecren die Kriegsoerlangerer aus den Graben gestiegen. UnÄ der Geist von 1911 ist mit ihnen!

ben Senntz von Mhnerfteisch -u haben scheine^ tem sorft mu&fc ***** rhnen eine Ahnung dämmern, daß man auch Hühner ge. gessen haben kann. Ekmrso scheint man auch in Ctollberg. wie wir das schon von Schlochou bemerkten, über die Sterblichkeit der Hühner seine besonderen Ansichten zu haben. Wenn der Krieg noch lange dauert und die Kriegswirtschaft weiter Inder Weise wie jetzt ausgebaut wird, dann kommen wir noch dahin, daß es Kornmunalverbände gibt, die nicht nur von toten Hühnern Eier, sondern «rch von geschlachteten und auch krepierten Kühen die Ablieferung der Milch fordern und bei Richtablieferrrng mit Strafen drohen. Es scheint tatsächlich, als ob wir schon so weit gekommen find, daß auch mit den widersinnigsten Verordnungs- Möglichkeiten gerechnet werden muß.

Kirchliche Nachrichten.

Skilizes W-yftf.st.

Pfingst Sonntag, den 19. Mai 1918.

Gottesdienst in der Stadtkirche.

Vormittags 9% Ahr; Herr Pfarrer Diehl. Mitwirkung des Kirchengcsangvereins.

Abends 8X Uhr: Herr Pfarrer Ritte,. Kollekte für die

Lutherstiftung.

«

Gottesdienst in der Dvrgkirche

Vormittags 11 Uhr: KinbergotUsdienst. Herr Pfarrer

Diehl.

Pffngft-Montag, den 20. Mai 1918. Gottesdienst in der Ctaotkirche.

Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Kkebergcr. Mit­wirkung der Chorschule.

Feier des hl. Abendmahls.

Kollekte für die Stadtkirche.

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Gottesdienst Im Stadtteil Fauerbach.

1 Pfingstjeiertag. 19. Mai.

10 Uhr: Festgottesdienst. Anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Kollekte für die Lutherstiftung VA Uhr: Iugendgottesdienst.

2. Pfingstfeiertag. 20. Mai.

10 Ahr. Festgoitesdierrst.

Eier'urnststückchen

Da naht euch diesem Tank eine feindliche Uebermacht. Leut­en! B. zählt echt Einheiten. Er sieht, wie fünf davon mit an­dren Magen seines eigenen Geschwaders nahe daboi ins Gefecht kein wen, und wie die drei übrigen diesmal scheinen es Eng­länder auf ihn selbst zusteuern. Sein Tank steht in diesem Augenblick so, daß er dem Ge<>nkr die Breitseite darbietet. Blitz­schnell biegt er um und er"" das Feuer aus seinem Vug-

Die Engländer a- a. In schneller Folge wechseln

Ne Schüsse. B. kettet den Angriff auf die beiden feindlichen Tanks, die chm zunächst find, und steht mit Jubel, wie der erste Gegner nach wenigen Minuten nordwärts auf der Straße nach Fouilloy (bei Eorbie, wo Richthofen fiel) zu entweichen sucht, wre er aber plötzlich, offenbar tödlich getroffen, stehen bleibt und nicht mehr weiter kann. Der zweite seiner Angreifer scheint

® efed)t ^ch et rührt sich nicht mehr

und schief nicht mehr, entweder vorher von B. selbst oder von einem deutschen Maschinengewehr außerhalb des Tanks vernich­tend aeiakt. Der dritte Gegner aber, der mitteitte der englischen

Verfügung des Konlmunalverbandes Schlochau ver­langt. daß die Eierablkeferung für das laufende Jahr aufgebaut wrrd auf der Viehzählung vom 1. Dezember 1917, obwohl inzwi­schen am 1. März 1918 eine Eefügelzählunz siattgefunden hat, die z. V. andere Kommunalverbände ihren ..Eierverordnungen" zugrunde gelegt haben.

Die Auffassung, daß während so und so vieler Wintermonate ein Hühnerbestand intakt bleiben muß, scheint man nun nicht bloß in Schlochau. sondern auch in einer anderen Ecke des Deut, schon Reiches, nämlich im Kommunalverbande Ctollberg im Königreich Sachsen zu teilen. Von befreundeter Seite wird uns dre Nummer desStollberger Anzeigers und Tageblattes" vom 23. 4. 1918 übersandt, in der sich folgender Mas für die Eierab­lieferung findet:

Da das System der Eieranfbrrngung auf dem HLhner-- bestände vom 1. Dezember 1917 aufgebaut ist, können grund­sätzlich Veränderungen im Hühnerbestande bei der Berechnung der von jedem Geflügelhalter a^uliefernden Mindestpflicht­menge an Eiern nicht berücksichtigt werden.

Für die Zukunft werden die- Geflügelhalter darauf auf­merksam gemacht, daß Verkäufe und Abschlachtungen von Hüh­nern ohne Einfluß auf die Menge der abzuliefernden Eier bleiben.

Stollberg. den 18. April 1918.

Der Kommunalverband.-

Wenn man nun schon die Nichtberuckfichtigung von Ver­kauf und Abschluchtungen nach Erlaß dieser Verfügung vielleicht rechtfertigen kann, so ist es doch ganz unverständlich, wenn hier, gerade wie in Schlochau, alle vorhergehenden Veränderungen bis zum 1. Dezember 1917 zurück unberücksichtigt bleiben sollen. Es scheint doch tatsächlich, wie die Veffpiele aus beiden Kom­munalverbänden zeigen, Kommunalverbande zu geben, deren leitende Persönlichkeiten eine ausgesprochene Abneigung geaen

Hohes Pffngstfest.

Sonntag, den 19. Mal 1918.

Gotlesdienst der Katholischen Gemeinde.

Beichtgelegenheit am Samstag von 5 Uhr an und Sonntags früh von 6 Uhr.

A7 Uhr: Frühmesse.

8 Uhr Militargottesdienst (Singmesse mit Predigt).

MIC Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt Nachmittags 2A Uhr: Feierliche Vesper.

Vetchtgekegenheil bis 4 Ufa und wieder von 6 Uhr an. Abends 8 Uhr: Mai-Andacht.

2. Feiertag.

Beichtgekegenheit morgens von 6 Uhr an.

A7 Uhr: Frühmesse.

8 Uhr: Hl. Messe.

)410 Uhr: Hochamt mit Segen.

Nachmittags 2A Uhr: Andacht mit Segen.

Während der Woche um 7 Uhr hl. Messe.

Freitag abends 8 Uhr: Kriegs-Andacht.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Cttc Hirsche!. Friedbera: für den Anzeigenteil '0 Kenner Friedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung" A G.. Friedbcro i

KLcherbeipre l ung.

Cine gute Nachricht nach der andern kommt von dem well lichen Krie sichauplatz herein und zeigt unsern Feinden, laß wir fester denn je auf den Füßen stehen. Und der herrliche Erfolg der letzten Kriegsanleihe hat bewiesen, daß die Heimat der Front nicht nachstehi. Könnte das eiienftesserische Kleeb'at' Lloyd George ElemenceauWilson einmal e-ö^en Bl ck in urrjer häuslickes und geiellschattliches Leben tun, >o wüiden die He ren zu ihrem Ver­druß wahrnehmen, daß es durchaus nicht mu los und ve.zagt ist. im Gegenteil, je ichwerer die Bürde ist. die uns der Krieg ouf- erlegt, desto kräftiger und entlrdlosiener stemmen wir die Schultern- dagegen. Und hoben wir auch Um feinte Tuch mehr auf dem Leibe und keine Lackschuhe mehr an den Füßen, so tragen wir das mit jenem echten, alles überwinden en Humor, der den Deu chen eigen ist. und der sie fest und widerstandsfähig macht wie Feuer den S',hl. Und diese edle Lebenstunst zu vllegen, ist darum auch deren berufenen Vertretern gerade jetzt eine hohe und dankens» werte Aufgabe.-Man nehme z. B. nur einmal die Meggendorser- Vläiter zur Hand, und eine ganze Fülle launieen H' mors sprudelt uns wie ein lustig plätschernder Quell entgegen. In Wort und Bild, in Poesie und Prosa, von Künstler- und Dichlerhand mund­gerecht bereitet. 2n heiteren Scherzen und wohl auch in manchem tiefempfundenen Gedanken zieht hier ein Stück Zeit an unserem Auge vorüber und legt sich wie ein buntschillerndes Feiertags- kleid über den grauen Alllag, frohe und gehobene Stimmung er­zeugend. Und wenn die Meggenoorser-Blälter in ihrer Krreas- chronik unfern hochmütigen und verbissenen Gegnern einmal eins tüchtig an die Schienbeine versetzen, jo sprechen sie ihrer Leser- schast gewiß ganz de anders aus der Seele. Satire und Ironie ge j^uüber Toren und feindlichen Prinzipien sind eben einer denkenden und intelligenten Zeit ein unentbehrliches Bedürfnis geworden. Wer Lust hat, kann jederzeit, auch monatweije in den Bezug der Meggendorfer eintreten, den jede Postanftalt, rede Buch- und Zeitungshandlung vermittelt. Am einfachsten ist natürlich der Vietteijahrsbezug, der nur Mk. 3.S0 (ohne Potto) bettägt, was in manch einem ödenVretU" an einem Abend ausgegeben wird, ohne daß mau irgend welchen nennenswerten Genuß davon hat.