und ganz durch Amerika selbst cmfgeibraM-. Zu den DersenLm- gen durch U-Boote kommt aber auch der starte Abgang im Schiffsraum durch Seeunfälle und Unbrauchbarwerde« von Schiffen. Einer der bekanntesten englischen Grvtzreeder erklärte auf einer Versammlung der Schiffahrtskammer, daß die Verluste der britischen Handelsflotte durch Seeunfälle wegen der durch den Krieg geschaffenen Bedingungen dreimal so groß sei wie im Frieden. Er setzte hinzu: „Ich glaube, ich täusche mich nicht, wenn ich sage, alles, was wir seit Kriegsboginn neugebaut haben, hat lediglich genügt, um den Verlust durch Seeunfälle .zu decken, von den durch den Feind verursaasten Verlusten garnicht zu reden." (Hört, hört!)
Der Abgang der Welttonnage durch Seeunfälle und Unbrauchbarwerden betrug im Frieden durchs-ittlich 800 000 Br.. Registertonnen, darin allerdings die Verluste des Vierverbandes -mit einbegriffen. Nun mögen sich die Herren überlegen, was dieser Abgang bedeutet. Der englische Premierminister Lloyd George hat in seiner großen Rede über die Westoffensive am 9. April dem Sinne nach erklärt, wenn der Landkrieg verloren gehen sollte, so sei der Seekrieg noch lange nicht zu Ende. Wir werden abwarten müssen, ob das englische Volk.sich diese Drohung zu eigen machen wird. Tut es das, so werden unsere U-Boote weiterhin ihre Pflicht tun (Beifall) und der Erfolg wird ihnen sicherlich nicht fehlen. (Lebhafter Beifall.) Die Gegner werden dann sehen, daß unsere U-Boote länger aushalten.
Meine Herren! Soweit es noch irgend möglich ist, das heißt, soweit die anderen unabweisbaren Bedürfnisse von Heer uttb Marine es zulasten, wird die gesamte dafür geeignete Kriegsindustrie in den Dienst des U-Bootes gestellt werden. Es wird Vorsorge getroffen werden, daß noch auf Jahre hinaus keinerlei Lücken in der regelmäßigen Ablieferung neuer U-Voobe enfftrchen können. (Lebhafter Beifall.) Wir haben daher allen Grund, mit Vertrauen und Zuversicht auf unsere U-Boote zu sehen (Beifall), und können fest darauf bauen, daß diese vereint mit unserem siegreichen Heere ihr Ziel erreichen werden. (Lebhafter Beifall.)
Meine Herren! Ich möchte noch auf einen anderen Punkt eingehen. Die Herren haben in den heutigen Morgenblättern gelesen, daß die Engländer einen neuen Vorstoß gegen Ostende gemacht haben. Die englischen Berichte behcmpten, daß dieser Vorstoß von Erfolg gekrönt gewesen sei. Demgegenüber stelle ich fest, daß, wie aus den amtlichen Veröffentlichungen des Ad. miralstabes hervorgehl, das englische Sperrfchiff außerhalb des Fahrwasters gesunken ist, daß mithin der Angriff wie der erste, «1* mißlungen zu bezeichnen ist. (Lebhafter Beifall.)
An diese Erklärung schloß sich eine längere Aussprache, die nichts bemerkenswertes geboten hat.
Die Reichstags-Diäten.
Berlin, 11. Mai. Die gestern vom BundeZrat angenommene Vorlage auf Abänderung des Gesetzes über die Gewährung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichstags sieht eine Erhöhung von 3 Millionen auf 5 Millionen Mark jährlich vor. Begründ et^lvird diese Erhöhung mit der Verteuerung aller Lebensveryältnisse. Die Erhöhung erstreckt sich jedoch nur auf die jeweilig laufende Legislaturperiode und muß bei Beginn einer neuen Periode neu beschlossen werden. Die Auszahlung einer erhöhten Entschädigung ist so gedacht, daß die Monatsraten vom Dezember bis April, die bisher je 400 betrugen, verdoppelt werden sollen. *
Bäcker fast ausschließlich RoggenmM verbacke», daß sich mit dem Zusatz von Frischkartoffeln nicht gut verarbeiten läßt und wodurch die Raffe unseres gegenwärtigen Brotes hervorgerufen wird. Nachdem nunmehr die Zuweisung von Kartoffelmehl zur Brotstreckung im Gange ist, ist wohl in aller Kürze ein besseres Brot zu erwarten.
Friedberg i. 10. Mat. Die am 7. Mai d. I. in der „Roichskrone" in Friedberg stattgefundene öffentliche Versammlung der Kriegsbeschädigten und ohem. Kriegsteilnehmer zur Angliederung an den „Reichsbund der Kriegsbschädigten und ehem. Kriegsteilnehmer" (Sitz Berlin) und Gründung einer Ortsgruppe für Friedberg und Unlgegend wurde von dem Ein- berufer mit einer Erklärung über Zweck und Ziel des Bundes eröffnet. Es verlas ein Kamerad der Ortsgruppe Hanau die Schrift „Dank oder Recht? Ein Wort an die Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten". Hierauf fand nochmals eine Erläuterung über die Entstehung und die Einrichtungen des Reichs, bundes statt, sowie über die Schwierigkeiten^ mit denen der Bund lange Zeit bei seiner Entwicklung zu kämpfen hatte, bis er nun endlich mit seinen rund 30 000 Mitgliedern frei an die Ocffentlichkeit treten konnte. Ein Beweis für die gerechten Ziele und Bestrebungen des Reichsbundes ist, daß sämtliche anwesende Kriegsbeschädigte ihre» Beitritt zum Reichsbund erklärten und die „Ortsgruppe Friedberg (Hessen) und Umgegend" gegründet wurde. Dieselbe konnte gleich nach ihrer Gründung die erfreulicher Zahl von 38 Mitgliedern verzeichnen. Nach Beschluß der Versammlung wurde hieran anschließend sogleich zur Wahl des Vorstandes für die Ortsgruppe geschritten und derselbe wie folgt einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Kamerad Schäfer, 2. Vorsitzender Kamerad Kordel, 1. Schriftführer Kamerad Ehemann, 2. Schriffführer Kamerad Madre; 1. Kassl-erer Kamerad Bretthauer. 2. Kassierer Kamerad Holler, 3 Beisitzer: Kamerad Siebert, Groninger und Marganus. Beschlossen wurde weiterhin, jeden letzten Samstag des Monats, abends 8^4 Uhr Mitgliederversammlung, ferner j^>en Mittwoch, abends 8}4 Uhr (erstmalig am 15. Mai), im Lokal des Kameraden Marganus (am alten Bahnhof) die kameradschaftlichen Zusammenkünfte abzuhalten. So ist nun auch für Friedberg und Umgegend durch Gründung dieser Ortsgruppe dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer entsprochen worden. Möge diese Vereinigung zum Wohle unserer Vaterlandsverteidiger sich weiterhin entwickeln.
Französische Stahlhelme. Zur Förderung der Hinter- bliebenen-Fürsorge stehen dem Kriegsbeute-Vertrieb zu Gunsten der Nationalstiftung eine größere Anzahl der von unseren tapferen Trrrppen im Westen erbeuteten französischen Stahlhelme zur Verfügung. Es wird damit vielen die erwünschte Gelegenheit geboten, aus der dem Staate gehörigen Kriegsbeute ein hervorragend seltenes un- bleibendes Andenken an den großen Weltkrieg zu erwerben und gleichzeitig damit zur Foe^ung unserer Zwecke, die Not der Hinterbliebenen der im Kriege gefallenen Helden zu lindern, beizutragen. Der Preis eines Stahlhelmes ist auf 2b Mark festgesetzt. Jeder Käufer erhält eine Urkunde über den Ursprung und Erwerb des Beutestückes. Für alle diejenigen, welche einen Stahlhelm erwerben wollen, liegen Bestell-Listen zur Einzeichnung in den hiesigen Buchhandlungen bis zum 20. Mai ls Js. offen.
Feldpostpäckchen bis 550 Gramm nach der Westfront. Im Anschluß an die kürzlich erfolgten Mitteilungen wird darauf hingewiesen, daß nunmehr auch der Versand von Feldpostpäckchen (50—550 Gramm) nach der Wesffront wieder fteigegeben ist.
Cr Wginig der MgelchlMükn Pddfihr.
Berlin, 8. Mai. (WB.) Im Ausschuß des Reichstages zur Vorbereitung der Getränkesteuern sagte der Staatssekretär Rödern u. a.: Eine Herabsetzung der Weinsteuer von 20% auf 10%, wie das Zentrum, Nationalliberale und Fortschrittler beantragen, würde sicher bald eine Erhöhung auf 20% folgen. Die gestellten Anträge sind für die Finanzverwaltung wenig erfreulich. Ihre Annahme würde den Ertrag ans der Weinsteuer fast auf Null herabsehen müssen. Dies wäre angesichts der hohen Besteuerung von Bier und Branntwein höchst ungerecht.
In der Abstimmung wurden unter Ablehnung aller übrigen Anträge die Anträge auf eine Herabsetzung der Weinsteuer von 20 auf.10% angenommen.
Uom Felde
der Ehre.
Stammheim. Herr Heinrich S ch n e e b e r H.e r von hier, in einem Grenadier Regiment, erhielt jetzt nach seiner schweren Verwundung die Hessische Tapferkeitsmedaille, das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erwarb er sich schon früher.
Ans der fietumf.
° ^ Friedberg. Seit längerer Zeit wird mit Recht Klage
über die Beschaffenheit unseres .'es geführt, währenddem wir uns früher in rmserer Suwt eines einwandfreien Stück Brotes erfreuen durften. Die öffentliche Meinung schiebt die Schuld einfach den Bäckern zu, die dem Brot mehr Kartoffeln als zulässig, beimengen würden. Diese Auffassung ist aber eine irrige, da den letzteren zur Brot- streckung nicht mehr Kartoffeln als unbedingt nötig, zugeteilt werden und auch dem Brote bei einem noch stärkeren Kartoffelzusatz ganz der Halt genommen wäre. Die Schuld liegt einzig und allein an dem der Stadt Friedberg zugewiesenen Mehl. Obwohl wir uns hier in der gesegneten Wetterau befinden, in der doch größtenteils Weizen ange- baufwird, kann z. Zt. auf eine nur ganz geringe Zuteillmg don Weizenmehl, das sckieinbar bedauerlicherweise anderen Verbänden zugeteilt worden ist, gerechnet werden, sodaß die
«r. Hanau, 8. Mai. Die 74 Fahre alte Schirmflickerin Katharine Brand aus Karlsberg in Bayyern, hatte sich in Fulda als Karttznschlägerin niedergelassen. Don der Tätigkeit der Alten hatte auch die Polizei Kenntnis erlangt, die dafür sorgte, daß sie wegen Betrugs zur Anzeige gebracht wurde, was ihr vom Schöffengericht in Fulda eine viermonatige Gefängnisstrafe eintrug. Hiermit gab sich die Kartenschlägerin aber nicht zufrieden und sie ging an die Strafkammer in Hanau, wo sie den Richtern offen erklärte, die Zukunft nicht Voraussagen zu können, daß sie den vielen aus Stadt und Land sie aufsuchenden Leuten aber doch etwas sagen müsse, weil diese es nicht anders haben wollten. Der Gerichtshof sprach die Angeklagte unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils aber frei. In der Urteilsbegründung hieß es in der Hauptsache, daß nach einer Ausscheidung des Reichsgerichts beim Vorliegen derartiger Fälle wohl eine Strafe verhängt werden kann, aber nur dann, wenn jemand durch die Vorspiegelung, daß ihm eine wertvolle Auskunft erteilt wird, bestimmt worden ist, Geld hinzulegen. Das liegt hier nicht vor, vielmehr haben die die Angeklagte aufsuchenöen Personen ihr lediglich aus Mitleid oder dafür etwas gegeben, daß sie von ihr -unterhalten worden sind. Auch von einer Beunruhigung des Publikums kann im vorligenden Fall nicht gesprochen werden.
sr. Langenselbold, 8. Mai. Die Händler Heinrich Brück- m a n n und Josef Schwarzkopf aus Langenselbold sollten sich beim Verkaufe von Weißkraut einen übermäßigen Gewinn verschafft haben und hatten deshalb Geldstrafen von 300 und 200 Mark erhalten. Sie erhoben Einspruch und wurden vom Schöffengericht Laivgenselbold freigesprochen, da der Gerichtshof der Ansicht war, daß sie sich einen übermäßigen Gewinn nicht verschafft hätten. Vrückmann hatte das Weißkraut, für das ein Höchstpreis nicht bestand, im Kreise Friedberg für 7 Mark den Zentner gekauft und für 14 Mark an Schwarzkops weiterverkauft. Er behauptete, er habe einen Eisenbahnwagen nicht bekommen können und deshalb die 40 Zentner Weißkraut durch Pferdefuhrwerk nach Langenselbold schaffen müssen. Dazu feien zwei Tage nötig gewesen und die Transportkosten hätten sich auf 200 Mark belaufen. Diesen Angaben schenkte der Gerichtshof Glauben. Schwarzkopf hat für den Zentner 14 Mark gegeben und zu 17 Mark weiterverkauft. Durch Schwund uird sonstige Unkosten habe er am Zentner nur IX Mark verdient. Auch diese Angaben glaubte das Gericht, das, wie oben mit- getOilt, auf Freisprechung erkannte, -» ±
Oberrsdeu (Verdorbene Jugend.) Ami. Mai b* Js. hat der kaum 16 Jahre alte Hans Scharf aus Oberroden auf dem Wege nach Niederroden die zehn Jahre alte Tochter des Feldhüters H^ welche im Felde eine Anzahl junge Gänse hütete, unter Anwendungen von Drohungen vergewaltigt, indem er dabei dem Kinde, das zu schreien vessuchte, das Messer vorhiell mit den Worten, wenn Du schreist, sieche ich Dich tot! Der alsbald fcftgenommene Rohling gibt die Tat in allen Einzelheiten kaltblütig zu und wurde in Untessuchungshaft abgefiihrt.
FC. In den Waldungen des Vogclsberges, Spessart, Ode», waldes und Taunus blühen zurzeit die Heidelbeeren. Dia Sträucher hängen voll von Blüten, so daß eine reiche Ernte M erwarten ist.
Aus Rheinhcssen.
FC. Worms, 9. Mai. Der 80 jährige Landwirt Jakob Schmitt in Ilbesheim machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende.
Bingen, 7. Mai. Am Samstag wurden in einem hiesigen Eaf6 von einem Schutzmann vier junge Leute beobachtet die sich verdächtig gemacht hatten. Unter Zuhilfenahme von zwei Hilfsschutzleuten wurden sie zur Polizei gebracht. Das Kreuzverhör ergab, daß sich unter den Festgenommenen die zwei Posträuber befanden, die am 9. März 1918 in Saarwellingen einen an einen elektrischen Wagen angehängten Postwagen mittels Brecheisen erbrachen und daraus Papiergeld in Höhe von 10 200 Mark entwendeten. Die Täter teilten das Geld und hatten solches bis jetzt in einem Schuppen und einer Scheuer unter Holz und Heu versteckt gehalten; nun wollten sie sich in Begleitung von zwei weiteren Burschen, denen sie 1650 Mark schenkten, am Rhein schöne Tage machen. Insgesamt wurden bei ihnen noch 8043 Mark vorgefunden und beschlagnahmt. Auf die Ergreifung der Täter'war eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt.
Aus Hcssen.Nassau.
FC. Wiesbaden, 10. Mai. Der dringend des kürzlich In Höchst am Main verübten Raubmordes verdächtige 29jährige Fabrikarbeiter Ludwig Renno aus Nied, gebürtig aus Münster im Taunus, hatte sich heute vor der Strafkammer als rückfälliger Dieb wegen eines schweren Einbruchsdiebstahls in Kriftel, wo ihm ein AiHug und ein Ueberzieher in die Hände gefallen, die er aber, als er verfolgt wurde, fortgeworfen, zu verantworten. An Händen und Füßen gefesselt wurde der Angeklagte den Richtern vorgeführt. Gegen Renno, unter dessen Vorstrafen sich bereits längere Zuchthausstrafen befinden, beanttagte der Staatsanwalt eine Zuchthaussttafe von zwei Jahren. Das Gericht ließ aber Milde walten, da Renno sofort ein völliges Geständnis abgelegt, und nahm ihn nur in eine Gefängnissttafe von einem Jahr.
FC. Wiesbaden, 8. Mai. In der Unterfuchungssache wogen der Effenbahndiebstähle am Bahnhof Biebrich-Ost sind bis jetzt gegen 21 Pessonen Haftbefehle erlassen worden. Die Angelegenheit nimmt immer größeren Umfang an, so daß wettere Der» Haftungen noch bevorstehen.
FC. Wiesbaden, 7. Mai. Ein Seitenchor der hiesigen Maria-Hilfskirche soll zu einer Eedächtniskapelle für die Kriegsopfer ausgestaltet werden.
FC. Wiesbaden, 6. Mai. In der Dotzheimer Gemarkung und in den benachbatten Gemarkungen hatte das Wildern und Schlingenstellen Ende v. I. solchen Umfang angenommen, daß eine Festungsgendarmerre-Patrouille aufgebotcn werden mußte, um gegen die Knapper einzuschreiten. Als an einem Sonntag nachmittag im Dezember v. I. die Förster das Revier in der Frauensteiner Gemarkung abgingen, begegneten ihnen der Ar- ; beiter Dillmann, jetzt Soldat, und der Tagelöhner Josef Burck- ! Hardt, beide aus Frauenstein, die abseits von der Landstraße ihren Weg vom Walde her nahmen. Die Förster stellten beide \ und fanden bei der Bisitatton Draht und Schlingen, sowie eine» ! französischen, mit sechs scharfen Patronen geladenen Armee- ! revolver vor. Da es tags zuvor stark geregnet, nachts aber gefroren hatte, konnten auf dem Laub die Fußspuren der beiden verfolgt werden, die aus einem Dickicht führten, in dem die Beamten Schlingen fanden. Burckhardt hatte sich heute wegen dieses Schlingenstellens vor den Schöffen zu verantworten. Das Gericht nahm wegen dieses Jagdvergehens den Angeklagten in eine Gefängnissttafe von sechs Wochen. Der Amtsanwalt hatte drei Monate beantragt.
FC. Biebrich a. Rh., 10. Mal. Die Güterd iebstähle, die auf dem Bahnhof Biebrich-Ost ausgefiihrt worden sind, repräsentieren nach den bis jetzt festgestellten Ermittelungen einen Wert von 30 000 Mark.
FC. Kestert, 7. Mai. Die Kirschenernte fällt hier gering aus. Ein Teil der Bäume hat gar keine, der andere nur wenig Behang. Die nasse Witterung während der Blüte scheint die Schuld zu sein.
FC. Schierstein, 9. Mack. In der hl« abgehcrAenen Ge- meindevertretersitzung wurde wegen der Eingemeindungsangelegenheit mit Wiesbaden die vom Gemeinderat bestimmte Kommission gutgeheißen, die vorläufig in unverbindliche Verhandlungen mit dem Magfftrat Wiesbaden eintreten soll. Sie besteht außer dom Gemoinderat aus je zwei Vettretern der Industrie, des Gewerbes, der Landwirtschaft und der Arbeiterschaft. — Vermißt wird fett dem 6. Mai der 76jähr>igc Privatier Karl Rudolf von hier.
FC. Niedcrcisen, 9. Mai. Vor einigen Tagen ist im Aarthal eine Schülerabteilung aus Frankfurt a. M. eingetroffen, die ans 82 Kindern besteht. Sie wurde in den Gemeinden Niedernessen, Flacht und Holzheim untcrge- bracht. Die Kinder werden in zwei Klaffen von Frankfurter Lehrkräften, die zu dauernder Beauffichttgung und' Beschulung mitg^ommen sind, unterrichtet und haben täglich zwei Stunden Unterricht, um dann den Pflegern zur Arbeitsleistting zur Verfügung zu stehen.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigentett: R. Heyner, Friedberg. Druck und Verlag der «Neuen Tageszeitung", G.. Friedbera L & ^ . \


