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ffn Freiwilligen immer spärlicher geworden und heute seien die Depots leer. Eine tiefe Erbitterung herrscht unter den forrgeneiL Mehr als 55 000 Mann hat die Legion durch Tod dder Verstümmelung verloren und ihre BestimMmiA dir einer troupe L sacrifier" wahrgemacht.

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. Berlin, 10. Mai. '(WB.) Infolge 8er wiSerHolK-n schweren Niederlagen der Engländer haben nicht nur die Franzosen bereits englische Frontabschnitte übernehmen müssen, sondern auch das kleine belgische Heer wurde ge­zwungen. sich bis südlich der Bahn BösingheLangemark auszubehnen. trotzdem die englische Front durch das Zurück- weichen der Engländer im Ypernbogen sowie so schon ver­kürzt war. Aus dieser Tatsache geht die Größe der britischen Niederlage und die schweren englischen Verluste hervor.

Kriegserklärung Guatemalas.

Berlin, 10. Mai. Grmtemala hat an Deutschland den Krieg erklärt.

Auch dieser südamerikanische Staat handelt bei seinem Anschluß an die Entente nicht aus freiem Entschluß, sondern unter dem Druck der Freimaurer, England und der Ver­einigten Staaten von Nordamert*"

Cin Steg Kloyd Georges.

London. 9. Mai. (WTV.) Meldung des Reuterschen Vu- reaus: Das Haus war gedrängt voll, als sich heute nachmittag Asquich erhob, um seinen Antrag auf Einsetzung eines Sonder­ausschusses zur Untersuchung der in dem Briefe des Generals Maurice enthaltenen Angaben zu begründen. Die Logen der Gesandtschaften und der Lords und die Tribünen waren dicht besetzt. Unter den Besuchern befand sich auch der italienische Botschafter. Asquich erklärte, die in Wirklichkeit ganz einfache Angelegenheit scheine zu einem guten Teile mißverstanden zu werden. Weder der Absicht nach noch den Tatsachen nach sei sein Antrag eine Mißtrauensbekundung für die Regierung Wenn er es für seine Pflicht gehalten hatte, das Haus um die Annahme einer Mißtrauenskundgebung zu ersuchen, so hätte er den Mut ge^bt, dies in unmittelbarer und unzweideutiger Form zu tun. Zn Bezug aus den Brief des Generals Maurice sagte Asquich, Maurice müsse gewußt haben, daß er einen ern- sten Bruch seiner Dienstvorschriften begehe und seine ganze militärische Zukunft gefährde. Asquich widersprach der Anre­gung einer Untersuchung durch zwei Richter und gab der Mei­nung Ausdruck, daß ein Schiedsgericht aus fünf Abg-ardueten wahrscheinlich in zwei bis drei Tagen zu einer Entschci iwg ge­langen könne.

Lloyd George schloß seäne Rede wie folgt: Dies ist das Tadelsootum gegen die Regierung. Und wenn es so durchgeht, so können wir unmöglich unsere militärischen Operationen fort, setzen. Die Einigkeit der Nation ist bedroht und die Eint^eit der Armee ist bedroht. Wir müßten uns damtt abgeben, die Akten, Notizen, Briefe und Unterredungen aus den letzten 12 Monaten durchzuschnüsfeln, und das in diesem Augenbltick! (Lauter Beifall.) Ich bin gerade von Fraickreich zurückgekom­men. Ich habe einige Generäle besucht und sie sagten mir, wie die Deutschen jetzt schweigend vielleicht den größten Schlag des Krieges vorbereiten. Ich bitte im Namen unseres Vaterlandes, dessen Schicksal heute und in den nächsten Wochen in der Schwebe ist, daß man diesen Angriffen ein Ende mache. (Lauter Beifall.)

Das Unterhaus hat den Antrag Asquith mit 293 gegen 106 Stimmen abgelchnt.

Ford Carson über den Frieden.

London, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Heute abend wurde tm Oberhaus die feindliche Propaganda und die Mittel, sie zu bekämpfen, besprochen. Lord Carson sagte im Laufe der Debatte, das Herz des Volkes sei im großen und ganzen vollkommen gesund. Der Einfluß der pazifisüschen Faktoren werde leicht überschätzt. Seit Beginn des Krieges hatten die Alliierten stets die Möglichkeit einer ehrenvollen und erfolgreichen Beendigung des Krieges durch Unter- Handlungen im Auge gehabt. Keine Regierung der Alliierten habe derartige Friedensvorschläge, schon ehe sie bekannt waren, zurückgewiesen. Es sei unter den Miierten üblich, Friedensonvertüren von Verantwortlicher Seite frei zu untersuchen und die anderen Alliierten ins Vertrauen zu ziehen, sobald etwas dabei herauskomme. Derartige Vov- schläge seien gemacht worden und hätten mir deshalb zu mchls geführt, weil die, von denen die Aktionen ausgingen, davon wieder Slbstand nahmen oder weil die Vorschläge mit Rücksicht auf Ehre und Sicherheit undiskutierbar waren Was die jetzige Lage betreffe, so sei ein Vergleichsfriede

größten Krise gegenüberstehe, die in seiner Geschichte jemav vorgekommen sei. Die Idee, daß jetzt ein Vergleichsfried erreicht werden konnte, fei Chimäre. Der Friede von Brests Litowsk und der mit Rumänien seien nicA errrmtigerrd Solange der militärische Geist in Deutschland nicht nach-' bisse, könne England nicht hoffen, einen ehrenvollen nnd dauernden Frieden durch Verhandlungen zu erreichen.

Eine Knndttbimg der rnmiinilchkn Degimlng.

Bukarest, 8. Mm. (WB.) Die rumänische Regierung hat anläßlich des Friedensschlusses an die Bevölkerung im besetzten und unbesetzten Gebiet folgende Kundgebung erlassen:

Der Friede wurde heute um 12 Uhr mittags geschlossen Er trägt den NamenFriede von Bukarest". Alle Fragen, die zwischen Rumänien und einem der Staaten, mit denen es sich im Kriege befand, streitig waren, sind erledigt. Die normalen Beziehungen mit diesen Staaten werden wieder ausgenommen und das Land tritt wieder in seine Neu­tralität ein. Die Hindernisse, die der friedlichen inneren Entwicklung im Wege standen, sind endgültig beseitigt. Rumänien kann nun im Schutze seiner vom Kriege un- angetastet gebliebenen verfassungsmäßigen Einrichtungen ans Werk gehen, um die Spuren des Krieges zu beseitigen und den durch den Frieden geschaffenen Zustand zu be­festigen."

Bukarest, 9. Mai. (WB.) Durch königliche Verordnung sind die beiden Kammern des rumänischen Parlaments aufgelöst worden. Die Neirwahlen sind für die Zeit vom 1. bis zum 9. Juni ausgeschrieben. Das Parlament soll am 17. Juni wieder zusammentreten.

llnfilmnn fefitm inimhiilb der A t.

Innerhalb der preislichen Mehrheit des Reichstages hat es einen kleinen Krach gegeben. Dem Abg. Schmerzberger ge­fallen die Verhältnisse im Osten nicht. Kurz entschlossen hat er sich hingesetzt und Leitsätze für das Vorgehen im Osten aus­gearbeitet, wonach sich die Heeresleitung zu richten hätte. Kurz zuvor hatte der Vizekanzler, Exz. von Payer, erklätt, daß zwi­schen Reichsregrerung und Heeresleitung auch bezüglich der öst. lichen Vorgänge vollstes Einvernehmen herrsche. Der Herr Vicekanzler hat ja inzwischen einsehen gelernt, daß man, wenn man den Ministerfrack angezogen hat, allerlei Rücksichten nach oben zu nehmen hat, was ja je nach Umständen einer demokra­tischen Mannesseele nicht allzu schwer fallt. Er erklärte also, wenn die Erzbergerschen Formeln angenommen würden, so würde er die Folgerungen ziehen und zurücktteten. Darob Heu. len und Zähneklappern bei der anderen Kulör von der Reichs* tagsmehrheit. Namentlich das in deutscher Sprache geschriebene Organ der goldenen Internationale, dieFrankfurter Zeitung-, bangt um ihren Vicekanzler; aufgeregt gackert sie. wie eine Glucke, die ihre ausgebrüteten Entlein ins Wasser gehen sieht. Die Frankfurterin gackert zum Steinerbarmen, sie siehtGift. Mischer , die am Werk wären, die famose Mehrheit zu sprengen. Man merkt ihr so recht deutlich die Angst an. das künstliche Ge. bilde, das sich Reichstagsmehrheit nennt, diese französische Suppe, aus den wldersttebendsten Grundstoffen zufammengekocht, könnte in die Brüche geben. Und siehe da: Das brave Zentrum hatte Erbarmen mit ihrem Busenfreund von der goldenen Internatio- nale, opferte seinen Schmerzberger und erließ folgende Er. klärung:

Der Vorsitzende der Zentrumsftaktion des Reichstages sandte folgendes zur Veröffentlichung: Ueber die Mittwoch,

sitzung des Haushaltsausschusses des Reichstages ist eine Reihe von unzutteffenden Mitteilungen in der Presse veröffentlicht worden. Darin heißt es. daß ein Antrag Erzberger singe, bracht sei oder daß er fiir das Plenum in Aussicht gestellt sei. Zutreffend ist nur, daß im Laufe der Erörterung Richtlinien für die Behandlung der Ostfragen von einem Redner des Zen. trums genannt worden sind, daß sie sich aber nicht zu einem Anttag verdichtet haben. Die Zentrumsftaktion und keines ihrer Mitglieder ist so töricht. polittsä^en Gegnern diesen Ge­fallen zu erweisen. Die Männer der Regierung, welche wesent­lich durch das Vertrauen der Zentrumspartei unterstützt in ihr Amt kamen, haben nach wie vor das volle Vertrauen der Partei.

So nun ist dieMehrheit" wieder einmal gerettet und die Geschichte kann weiter gehen.

weflüchen KrtvgVßycmplatz bas Mferne Kreuz erfter Klaff«.

tOT das Eiserne Kreuz zweiter

Masse erhielt, verliehen.

Rodherm v. d. H. Dem Leutnant Will, Soyn Set Ijteftgen ©emcmicrotä Will, wurde bei Hessische Krieger- Ehrenzeichen m Ersen verliehen.

Ans der Heimat.

Vom Felde

Utphe,

Sohn des

der Ehre.

10. Mai. Dem Musketier Heinrich Sfirrr'ck, Hoffnechts Heinrich Spruck wurde auf dem

Zentrale für Kriegsfursorge. Die nächste Ausgabe der Wochenkarten für die Volksküche an die unterstützten Krregerftauen findet Mittwoch, den 22. Mai l. I. statt.

Die Tauben cinsperren! Diese Maßregel ist dieses Ja^ notiger denn je. Die Sämereien, namentlich die Erbsen kosten heilloses Geld. Man kann sich denken, wie der Gar­tenbesitzer erbittert sein wird, wenn er zusehen soll, wie die Tauben ferne Saaten vernichten. Wenn er in diesem Fall zur Selbsthilfe schreiten sollte, so ist das wohl zu verstehen. Deshalb nochmals das Ersuchen an die Taubenhalter, ihre Vogel zur Saatzeit im Schlage halten.

Keine Zwischenstufe bei der Biehabnahme. Seid 3 Wochen werden auf Verfügung des Vichhandelsverbandes keine Zwi- schenklassen bei der Viehabncchine mehr gemacht. Ist ein auf. getriebenes Rind oder eine Kuh nicht vollwertig und kann des, halb in die A-Klasse (90 Mark) nicht aufgenonrmen werden, so kommt das Tier in die B-Klasse (80 Mark), vor der Verfügung wurden nicht ganz vollwertige Tiere in Sine Zwischercklasse zu 85 Mark getan. Dies darf nicht mehr sein, den Schaden hat na. turlich der Landwirt. Das Vorstandsmitglied Oekcmomie-Rat Hensel hat hierzu folgenden Antrag eingebracht:

An den Viehhandelsverband Gießen.

Am 23/4 3074. und heute 7./5. ist das Schlachtvieh auf Veranlassung des Vertrauensmannes. Herrn Rosenthal, nicht in Zwischenklassen bewertet worden. Herr Rosertthal be- gründete auf meinen Einspruch diese Aenderung damit, daß er sich auf eine Verfügung des Diehhandelsverbandes berief Gegen dieses Verfahren sehe ich mich veranlaßt Einspruch zu erheben. Die Landwirte, welche das Vieh meistens unfrei, willig abgeben müssen, werden hierdurch sehr geschädigt. Vieh, welches die A-Klasse nicht voll erreicht, wird in der B-Klasss bewertet,' Verlust fiir den Landwirt hierdurch ca. 5070 Mk. je Stück Großvieh. Die Folge Vieser neuen Maßnahme - keine Zwischenklassen zu machen ist ungerecht, wirkt verbit ternd und bringt die Landwirte dahin, die Viehhaltung im­mer mehr einzu,schränken. Wer ist aber der Moistgeschädigti der Konsument; er kann bald überhaupt kein Fleisch mehr bekommen. Nicht der Landwirt, sondern die unverstän- digen Maßnahmen, welche von Richssachverständigen gettoft fen werden, sind hieran schuld. Die Schlachtviehpreift find an rmd für sich schon sehr niedrig und bewirken letzten Endes, daß Heer und Zivilbevölkerung immer weniger Fletsch er. halt. Man sollte doch endlich aufhören zu experimentieren und nicht mit Gewalt die Erzeugung erdrosseln. Aus prakttschen und gerechten Gründen beantrage ich. sofort die Zwischenklassen wieder einzufiihren. Weiter beantrage ich. den Vorstand ein- zu berufen und §u dieser wichtigen Frage Stellung nehmen zu lassen. - Hensel."

Ockstadt. Eine eigenartige Erscheinung macht sich hier bei den Aprikosen, deren sich hier sehr viele befinden, be­merkbar. Sre haben wunderschön geblüht und auch ange- setzt. Während der kühlen Tage im April ist anscheinettd elne Saftestockung eingetreten und ganze Aeste und Zweige sind verdorrt und die angesetzten Früchte -vertrocknet. Die anderen Aeste treiben munter weiter und zeigen auch einen guten Fruchtansatz. Manche Bäurne stehen zur Hälfte kahl da. (Nachschrift: Auch in Friedberg ist diese Erscheinung an manchenAprikosenbämnen bemerkbar, es wäre interessant wenn sich ein Obstkundiger dazu äußerte.)

Assenheim. Wie wirOrfahren, haben die Vorgänge bei der hiesigen Mühle zu der Verhaftung des Mühlenbe­sitzers Koch geführt.

AuS Rheinhessea.

FC. Mainz, 8. Mai. Zwei junge Burschen im Alter von 15 und 17 Jahren, die von Weisenau nach Nierstein mit einer Schaluppe eine Vergnügungsfahrt auf dem Rhein unternommen und dann wieder von da zurück ge­fahren waren, kamen in die Wellen eines Dampfers, so daß das Boot umkippte. Der Aeltere konnte gerettet werben während der Jüngere ertrank.

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