von KriegsschäöeN bleiben besondere Verünbarungen
QbcfKiltcn. . ■
Kapitel 14: Die von den Strertkräften der verbildete« Mächte besetzten rumänischen Gebiete werden vorbehaltlich der Bestimmungen über die Gebietsabtretungen zu einem später zu vereinbarenden Zeitpunkte geräumt werden. Wäh- rend der Zeit der Besetzung wird die Stärke des Besatzungs- Heeres, abgesehen von den in Wirtschastsverbänden ver- bleibenden Formationen, sechs Divisionen nicht übersteigen.
Artikel 16: Nach der Ratifikation des Frredensver-
träges wird die Zivilverwaltung der besetzten Gebiete den rumänischen Behörden wieder übergeben werden. Dre Verkehr^einrichtungen, insbesondere Eisenbahn, Post und Telegraphen, werden bis auf weiteres in militärischer Verwaltung bleiben. Das Recht des Oberko""nandoS für Requisitionen von Getreide, Hülsenfrüchten. vermitteln. Wolle, Vieh und Fleisch aus den Erzeugnissen des Jahres 1918, ferner von Hölzern sowie von Erdöl und Erdölerzeugnissen, ebenso das Reckt - - der Gewinnung, der Ver-
arbeitung, der Veförden " Verteilung dieser Pro
dukte die erforderlichen L. ^ ungen zu treffen.
Kapitel sechs enthält die Regelung der Donau-Schifffahrt. Danach wird Rumänien mit den veichündeten Mächten eine neue „Donau-Sckiffahrt-Akte" schließen. Die Der- Handlungen darüber sollen möglichst bald nach der Ratifikation des Friedensvertrages in München beginnen.
Kapitel sieben behandelt die Gleichstellung der Religionsbekenntnisse Rumäniens. Es wird unter anderem bestimmt, daß die Verschiedenheit der Religionsbekenntnisse in Rumänien keinen Einfluß ans die Rechtsstellung der Einwohner, insbesondere auf die politischen und bürger- lichen Rechte ausüüe.
Kapitel acht enthält die Schlußbestimmungen. Danach werden die wirtschaftlichen Beziehungen in einzelnen Verträgen geregelt, die, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, gleichzeitig mit dem Friedensvertrage in Kraft treten.
V
' Der Verlauf der Schlußsitzung.
Bukarest, 8. Mai. (WB.) Die gestrige Schslißsitzung der Friedensverhandlungen mit Rumänien, die im Schloß Cotroceni stattfand, wurde kurz vor 11 Uhr vormittags von dem Staatssekretär v. Kühlmann mit folgender Ansprache eröffnet:
„Meine Herren! Es ist nach langen mühevollen Verhandlungen gelungen, zwischen den verbündeten Mittelmachten und dem Königreich Rumänien den Frieden zustande zu bringen. Mit diesem Frieden hat der Krieg im Osten für die verbündeten Mittelmächte einen Abschluß erreicht.
Wir hoffen, daß die Bestimmungen dieses Friedens nicht nur den politischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Mittelmächte voll Rechnung tragen werden, sondern daß sie auch dem Königreich Rumänien die Möglichkeit geben, in Zusamenarbeit mit den Mittelmächten die durch den Krieg geschlagenen Wunden wieder zu heilen. Ich bitte Sie, meine Herren, zur Zeichnung des Friedensinstrumentes schreiten zu wollen. Ich schlage dazu vor, daß die Bevollmächtigten der einzelnen Länder sich gruppenweise zusam- rnensetzen."
Hierauf schritt man zur Unterzeichnung des Friedensvertrages, der mit seinen rechtspolitischen und handelspolitischen Zusatzverträgen einen außerordentlichen Umfang einnimmt.
ffrhlarungfn dkg stellv. Klinjikrs über die
PaMlialkil.
Berlin, 7. Mai. (WTB.) In seiner Rede im Haupiaus- schutz des Reichstages sagte stellvertretender Kanzler v. Payer:
Zunächst Finnland. Der eigentliche Grundgedanke unseres Einschreitens ist gewesen, im Norden in militärischer wie politischer Hinsicht einen endgültigen Frieden zu schaffen. Das war bis dahin leider nicht der Fall, denn trotz der Anerkennung der unabhängigen finnischen Negierung trieben die russischen Revolutionäre, anarchistischen Soldaten und MatrosenkomiteLs in Finnland ihr Unwesen. Der finnische Landtag und der finnische Senat haben sich, um dem Unwesen ein Ende zu bereiten, wiederholt an die russische Regierung gewandt und haben um Zurückziehung der rusiischen Truppen gebeten. Schließlich hat der Vorsitzende des russischen Rayonkomitees der Negierung in Finnland den Krieg erklärt. Diese Kriegserklärung, mag sie nun mit oder ohne Wißen der Petersburger Machthaber erfolgt fein, stand keineswegs bloß auf dem Papier. Woher kämen denn sonst die Geschütze, Maschinengewehre und Panzerzüge, ferner die Panzevautos und ungeheuren Mengen an Waffen und Munition, die von unseren Truppen in Finnlaird erbeutet worden sind. Durch die Befreiung Finlands glauben wir auch Schweden einen sehr erheblichen Dienst durch die Schaffung eines Schutzwalles nach Osten geleistet zu haben. Das Ziel unserer Ostpolitik wird auch fernerhin der Ausbau unserer freundschaftlichen Beziehungen zum finnischen und schwedischen Volke bleiben. Rach unseren bisherigen Erfolgen werden wir erfreulicherweise die finnländische Expedition bald als im wesentlichen rbgeschlossen betrachten können.
Bezüglich Estlands und Livlands kann ich mich im wesentlichen auf die Erklärung des Reichskanzlers beziehen, die er im Großen Hauptquartier im Namen des Kaisers der estländischen und livländischen Abordnung abgab. Zunächst müssen beide Länder ihre Beziehungen zu Rußland klären, wobei wir sie gern unterstützen werden. Dann müssen sie meiner Auffaffung nach Negierung und Volksvertretung auf die breiteste Grundlage stellen. Das ist aber eine interne Angelegenheit dieser beiden Staaten, in die wir uns nicht einmengen werden.
Auch in Litauen miifsen wir dasselbe Ziel wie in den änderen Ländern verfolaen. Die Litauer müssen ück eine
Der
Aufbau der Verwaltung dieses Landes kann nur im Eiu- Verständnis zwischen der deutschen Zivilverwaltung und der deutschen Mlitärrrracht erfolgen, so wie die Dinge zurzeit liegen. In der Hauptsache sind die Vorarbeiten beendet.
Nun noch zur Ukraine. Man muß erst warten, bis tatsächliches Material vorliegt. Was den Regierungswechsel in der Ukraine anlangt, so steht noch nicht fest, ob er etwa als ein Unglück zu betrachten ist. Bedenken Sie doch die Verhältnisse der Ukraine in den letzten Wochen, welch jämmerlich politische und wirtschaftliche Zustände und welche Unsicherheit dort herrschte. Die Negierung war gegenüber diesen schreienden Mißständen hilflos. Wie die Verhältnisse in der Ukraine liegen, ist eine militärische Verwaltung nicht zu entbehren. Wir wissen nicht, ob uns noch weitere Ueberraschungen in der Ukraine bevorstehen. Dann ist rascher Entschluß und richtiges Eingreifen nur möglich, wenn die beteiligten Instanzen an Ort und Stelle sich verständigen können.
Zum Schluß wende ich mich noch kurz zu der Frage der Tel. lung der Gewalten zwischen der ^O bersten Heeresl-eituag und der Reichsleitung Wenn es nach den temperamentvollen Ausführungen des Abg. Scheidemann ginge, so hätten wir alle unsere Demission geben müssen. Ich glanbe. das wäre auch für den Abg. Scheidemonn und seine Freunde nicht gerade die erfreulichste Lösung gewesen. Ich glaube. Sic können uns getrost selbst überlassen, die Zuständigkeit der Reichsleitung zu wahren.
Ksm Felds W
der Ehre.
Fricdbsrg-Fauerbach. Gefreiter Albert M e i f i n g e r, zur Zeit verwundet, wurde mit der Hessischen Tap*erkeitsmedaille ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz erhielt er schon früher.
Weckcsheim. Unteroffizier Otto Heck, Sohn der Frau Wwe. Heck, wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgez^ich- net. Wir gratulieren!
Aus der 'Vhu tf.
Zucker für Einmachzweckr. Um der hessischen VAwlkerung für Einmachzwecke eine größere Zuckermenge zuteilen zu können, hat die Einkaufsgesellschaft für das Großherzogtum Hessen m. b. H., Mainz, in diesem Jahre wiederum eine größere Rücklage an Zucker gebildet. Damit die Bevölkerung rechtzeitig in den Besitz dieses Zuckers gelangt, wurden diese Zuckermengen in Viesen Tagen an die Kommnnalverbande ausgegeben. Von dieser ersten Obstzuckerzulage entfallt auf den Kopf der Bevölkerung die recht ansehnliche Menge von 5 Pfund. Voraussichtlich wird in Kürze nochmals mit einer Zulage gerechnet werden können, die allerdings geringer sein wird. Es kann der Bevölkerung nur auf das Dringendste empfohlen werden, diese erste Obstzuckerzulage von 5 Pfund für die Einmachzeit zurückzulegen und nicht für andere Zwecke zu verwenden, damit sie bei der schon bald eintretenden Beerenobsternte sich selbst Obst einkochen oder zu Marmelade verarbeiten kann. Ende Mai Anfang Juni wird außerdem von den Kommunalverbänden bereits der Juli-Zucker in Höhe von 500 Gramm auf den Kopf ausgegeben, so daß also die Bevölkerung in dieser Zeit insgesamt 6 Pfd. auf den Kopf erhält und somit in der Lage ist, für Einmach- zwecke wiederum über Zuckermengen zu verfiigen, die angesichts der bisherigen Beschränkungen im Zuckerverbrauch recht ansehnlich sind.
Hederich-Eemuse. Seitdem uns die Suche nach einheimischen Gemüsen um die Erfahrung bereichert hat, daß der Hederich zur Streckung unserer Nahrungsmittel recht gut in der Küche verwendet werden kann, hat es der Landwirte nicht mehr nötig, dieses lästige Unkraut mit Stumpf utib Stiel auszurotten. Die jungen Pflanzen, wie Spinat gekocht und zubereitet, geben ein empfehlenswertes Gemüse, das bei der gegenwärtigen Knappheit aller Lebensmittel unseren Hausfrauen eine willkommene Erleichterung und Bereicherung ihres Küchenzettels bietet. Ueber eine Probe Hederich-Gemüse, die in einem Offizierkasino zum Mittagsmahl gereicht wurde, gibt die Kasinokommission folgendes Urteil: „Wir fanden den Geschmack dieses Gemüses ähnlich dem Grünkohl, eher noch etwas wohlschmeckender. Die gleichen Erfahrungen wurden auch in der hiesigen Volksküche gemacht." Als Rezept wird empfohlen: Ein Pfund Hederich weich zu kochen uud mit einer Zwiebel und ein bis zwei geriebenen Kartoffeln zehn Minuten zu dampfen. Ferner haben nach einer Zeitungsnotiz zwölf- bis vierzehnjährige Mädchen einer Volksfchnlklasie Mitte Oktober v?s in Knospe befindlichen Hederichpflanzen vor dem UmpflügeL des Landes über der Wurzel abgeschnitten und in 2 % Stunden 3 Zentner eingeliefert. Die Pflanzen wurden mit der Fleischhackmaschine zerkleinert. Ein Zentner Hederich mit zwei Zentnern Kartoffeln und sechs Kilogramm Fleisch wurden von 280 Kindern in der Volksküche verzehrt mit dem einstimmigen Urteil, daß das Gericht gut schmecke. Die Lehrer berichteten, daß keines der Kinder sich über mangelnde Bekömmlichkeit beklagt habe. — Da der Hederich sowohl frisch, als auch in Form von Dörrgemüse benutzt werden kann, so kann man also größere Wengen frischer Pflanzen sammeln und dörren, so daß sie im kommenden Winter als willkommenes Gemüse benutzt werden können.
Aus Rhelnhesien.
FC. Mainz, 5. Mat. Auf Antrag der hessischen Landes- gemüsestelle hat die hiesige Staatsanwaltschaft einen der staatlichen Kriminalkommiffäre mit der^Leitung der Kontrolle des Eemüfeverkehrs und der Bekämpfung des Schleichhandels beauftragt. Die Kontrolle erstreckt sich auf die Ueberwachung der Bahnhöfe, Landstraßen und Bahnzttge, sowie auf die Erfüllung der Lieferungsverträge und die Einhaltung der Bestimmung über Bcrsandscheine.
FC. Mainz, 7. Mai. Wegen Geheimschlächterei wurde ein hiesiger Metzger verhaftet. Es wurde auch festgestellt, daß er unter Mitbenutzung von Bferdefleisch Hausmacherwurst her»
gestellt hckk. ^ Der Buchdrucker Georg Schmelz ist stellte 7§ Jahrck! tm Geschäft der Buchdruckerei von Zabern tätig. Cr ist 84 Jahre alt.
FC. Worms, 5. Mai. Mit dem Spargelergebnis sind dis Spargelzüchter tn Freinsheim und Umgegend recht zufrieden. Bisher wurde das Pfund Spargel zu einer Mark verkauft. Nunmehr sind Höchstpreise festgesetzt, und zwar für das Pfund erstklassige Ware 80 Pfennige.
FC. Aus Nassau, 7. Mai. Bon privater Seite war an die Königliche Negierung ein Kaufantrag für die Ruinen der Burg Rasiau, der Stammburg des ehemaligen herzoglich nasiauischen. jetzt großherzoglich luxemburgischen Hauses gerichtet worden. Das Kultusministerium habe daraufhin Gutachten des Vereins für Rasiauische Geschichte und Altertumskunde und des Bezirkskonservators eingefordert. Diese waren gegen den Verkauf und betonten den Standpunkt der Denkmalpflege, die nicht nur materielle Dinge vor der Zerstörung oder der Aenderung ihres Überlieferten Zustandes zu schützen habe, sondern diesen Schuh ebenso auch altüberlieferten Rechtsverhältnissen und geschichtlich ehrwürdig gewordenen Beziehungen zwischen Dingen und Personen angedeihen lassen müsse.
Aus Hessen.Nassau.
FC. Wiesbaden, 6. Mai. Seinen 70. Geburtstag begeht am 7. Mai in geistiger und körperlicher Frische Paul Freiberr von Syberg zu Sümmern dahier, der Oberkammerherr der Eroßher- zogin von Luxemburg und Vorstand der Großherzoglichen Ver. mögensverwaltung in Biebrich am Rhein. Exzellenz von Syberg steht seit 1890 im Dienste des Großherzoglich Luxemburgs scheu Hauses.
FC. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 7. Mai. Ueber die wirtschaftlichen Verhältnisie im abgelausenen Jahre im diesseitigen Bezirke sagt der 21. Jahresbericht der Direktion der Nasiauischen Landesbank. Die Kriegsbedarf liefernden In- dustrien und Gewerbebetriebe erzielten zum Teil große Gewinne.
1 die dort beschäftigten Arbeiter haben ihr gutes Auskommen und der Landwirtschaft geht es trotz aller Schwierigkeiten in der Bewirtschaftung bei den hohen Preisen ihrer Erzeugnisie nicht schlecht, ebensowenig dem.Winzerstand, der den gut geratenen 1917er Wein den „Hypothekentilger" nennt. Unter der Rot der Zeit leiden am meisten weite Kreise des Mittelstandes, deren Einkommen mit der Erhöhung der Preise aller Lebensbedürf- nisie nicht Schritt hält, sondern vielfach erhebliche Minderer- trägnisie aufzuweisen hat. Besonders schwer leidet in den Großstädten des Bezirks der Hausbesitzerstand, dem trotz aller Nachsicht vielfach nicht geholfen werden kann. Eine Abbürdung der vielfach stark angewachsenen Rückstände wird nach Frie- densschluß ohne Hilfe von außen nicht möglich sein.
FC. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 5. Mai. D'- Haupttätigkeit des Konservators der Bezirkskommiffion zur Erforschung und Erhaltung der Bau- und Kunstdenkmäler im Re. gierungsbezirk Wiesbaden im abgelaufenen Jahre wurde durch die Bestandsaufnahme und Enteignung der Bronzeglocken für die Metall-Mobilmachungsstelle des Kriegsmimsteriums in Anspruch genommen. Wenn von den 2050 Glocken, die zur Behandlung kamen, etwa 500 meist der neuesten Zeit ungehörige «bgezogen werden, so war von den verbleibenden 1550 Glocken die Entstehungszett: 13. Jahrhundert 3, 14. Jahrhundert 19, von diesen beiden Gruppen wurden keine abgeliefert, 15. Jahrhun. dert 161, davon 24 abgeliefert, 16. Jahrhundert 69, davon abge- liefert 21, 17. Jahrhundert 76, davon abgeliefert 27, 18. Jahr- j hundert 202, davon abgeliefert 126, 19. Jahrhundert 745, davon abgeliefert 505, 20. Jahrhundert 275, davon abgeliefert 160, so daß im ganzen von 1550 Glocken 863 abgeliefert und 687 vorläufig befreit wurden. — In gleicher Weise wie bei den Glocken wurde der Bezirkskonservator Geheimrat Luthmer-Fraulfurt am Main auch bei der Entnahme der zinnernen Prospettpseifen der Kirchenorgeln als Sachverständiger zugezogen. Hierbei kamen 32 Fälle zur Behandlung, in 21 Fällen mußte Befreiung von der Entnahme wegen besonderen Kunstwerkes der Orgel- werte beantragt werden. — Die weiterhin zu gleichem Zwecke in Aussicht genommene Ablieferung von Bronze-Standbildern machte zunächst eine Aufnahme der in dem Regierungsbezirk Wiesbaden vorhandenen, seit 1850 errichteten Denkmäler und deren Begutachtung in Beziehung auf ihren künstlerisck)en Wert durch den Konservator notwendig. Es kamen im ganzen 80 Denkmäler aus Bronze und Kupfer in Frage. Von diesen ^vur- den 38 gezeichnet, bei denen der gänzlichen oder teilweisen Ab- gäbe, mehrfach unter Vorbehalt vorheriger Aöformung, konser- vatorische Bedenken nicht entgogenstehen würden.
FC. Weilburg, 7. Mai. Vor einigen Tagen nahm sich, wie berichtet, die über 80 Jahre alte Insassin des Allersheims. Minna Kogler geb. Mai das Leben, indem sie sich vom Kirch- Hofsfelsen abstürzte, gestern folgte ihr der 84jähr. Bruder Heinrich Mai, der auch Insasse des Altersheim ist, im Tode nach, in- dem er sich vergiftete. — Der älteste Einwohner der Stadt, Rentner Dienstbach, beging heute seinen 89. Geburtstag.
FC. Naunheim. 7. Mai. Ein großer Waldbrand in der Sackenbacher Gemarkung bei Lohr zerstörte 50jährige Eichen- und Buchenbestände. Nur mit großer Mühe konnte man das mächtige Feuer bewältigen. Der Schaden beläuft sich auf 50 000 Mark.
FC. Osterspai, 7. Mai. Vorgestern abend gegen 7 Uhr setz- ten sich in dem alten Steinbruch bei Boppard, gegenüber Oster- spai Felsmasien tn Bewegung und stürzten mit furchtbarem Getöse in die Tiefe. Bei dem Bergsturz kamen Unglücksjällq nicht vor. auch wurde der Bahnkörper nicht gefährdet.
Schupbach, 7. Mai. Der hiesige Vorfchußverein hielt gesterll seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Umschlag tm abgelaufenen Jahre erreichte die Höhe von 1 819 580 Mark. Dis Versammlung beschloß eine Dividende von sieben Prozent Ms verteilen.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ott Hirschel. Friedberg: fiir den Anzeigenteil: R. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag der ».Neuen Tageszeitung A- G., Friedberg i. H,


