Ausgabe 
4.5.1918
 
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Die Befreiung Finnlands.

Stockholm, 3. Mai. Aus Helfingfors wird gemeldet: Fin» land ist jetzt ganz in der Macht der Regierungsttuppe«. Nur i» gewissen Teilen des Landes treiben noch bewaffnete Banden ihr Unwesen. Die Zerstörung, die die Noten anrichttten, ist un- geheuerltch. Sie betragt allein für Eisenbahnen nach oberfläch, licher Schatzung 150 Millionen finnische Mark. Der Verkehr AboLübeck ist wieder ausgenommen worden. In Rauno ver­nichteten die Roten vor dem Verlassen der Stadt große Getreide- Vorräte, indem ste die Lager nrit Petroleum übergossen und an- zundeten.

' Kevde hat ste ein» Granate - i mvegge fe> und, Zro»i» des Schicksal» will e«, daß das Geschoß einem englischen Geschützrohr entstammt. Vielleicht stimmt diese kleine Episode den zum Aber, glauben neigenden Franzosen nachdenklicher, als die sich täglich bestätigende große Wahrheit, daß Frankreich mehr et»

Opfer seine» englischen Verbündeten wird.

Die Ulimiilzung in der Ukraine.

Berlin, 3. Mai. (Privattelegramm derFrankfurter Ztg") Der Führer der Bauerndeputierten, die in Kiew die Rada ge­stürzt haben, Skoropacki. tst Abkömmling einer alten ukrainischen Kosaken-Hetmannsfamtlie. Nachdem die Rada seit längerer Zeit ihren Einfluß mehr und mehr verloren hatte, konnte sich die Umwälzung in Kiew ziemlich unblutig vollziehen. Es herrscht infolgedessen wiederum vollkommen friedliches Leben. Skoro­packi ist in der heiligen Sophienkirche feierlich geweiht worden.

Ob der ukrainischen Gesandte in Berlin, Sewjruk. seinen Posten behalten wird, hängt völlig von den Entschlüssen der neuen Regierung in Kiew ab.

- Ihm üanfr der halliiirdWn Kchift.

Amsterdam, 2. Mai. (MTB Richtaintlich.) Rach einer Reutermeldung hat die englische Regierung auf die holländische Rote betreffend die Beschlagnahme der niederländischen Schisse in den Häfen der Alliierten eine ausführliche Antwort ertetlt. Diese geht auf die zwischen Großbritannien und den Niederlan­den gepflogenen Verhandlungen ein und betont, daß die von Holland an die Annahme des Vorschlages der Alliierten, Schiffs­raum gegen Lebensmittel abzutreten, geknüpften Bedingungen emer Ablehnung gletchgekommen feien. Infolgedessen sei die Beschlagnahme der in den Häfen der Alliierten liegenden Schiffe unvermeidlich geworden. .Die RiÄ>erlande hätten sich darauf gefaßt machen müssen, da der britische Gesandte im Haag dem Minister des Aeußern erklärt habe, daß andere Maßnahmen er- griffen werden müssen, falls kein Abkommen zustande käme. Ei« gleiche Erklärung sei von den Vereinigten Staaten ab­gegeben worden. Die Antwort wiederholt dann die Zusage be­treffend den Schadenersatz an die holländischen Reeder.

England.

Die Lage in Irland.

Haag, 3 .Mai. Der parlamentarische Korrespondent d«Daily Chronicle" berichtet, daß die Regierung be- -schloffen habe, das Homerulegesetz vorzulegen. Der Entwurf trägt dem föderativen Gedanken Rechnung und will Irland sein eigenes Parlament geben.

England Herr Belgiens.

Haag, 3. Mai. Verhandlungen der belgischen Regie- rung in Le Havre uckd der englischen Regierung haben zu einem Abkommen geführt, nach dem die englische Militär- Polizei nach Friedensschluß 18 Monate lang in Belgien bleiben soll, und zwar, weil die Unzufriedenheit im belgi- schen Volke so ungeheuer ist. daß ohne eine solche fremde Mtze der Ausbruch einer Revlution als sicher gilt, die die Konrgsherrschaft wegfegen mußte. Die bisherige Regierung findet nur noch bei den Stadtbehörden und den obersten Klaffen Unterstützung.

Wie die Engländer in UMrankM hn»?en.

Einem Feldbrief, der unserer Schrtftleltung zugegangen ist, »fitnehmen wir folgende Stelle:

»,-rag und Nacht schleudern die Engländer Verderben und Vernichtung in die glast so hübsche Gegend. Ein verblende­tes Volk, diese Franzosen! Immer größere Strecken Landes Lassen sie sich rerwüsteii. Und wozu? Nordfrankreich ist ein fruchtbares, reiches Land: überall große Eutshöfe und schön« ^Städte. Estaire, La Eorgue, beides Städtchen mit je 4000 Einwohnern, Merville. so groß wie Friedberg, sind große Schutthaufen. Durch die Straßen von Merville kann man nicht gehen, weil sie alle durch den Schutt der eingeschosienen Hauser verschüttet sind. Und die hübschen Kirchen, alle wer­den sie in den Erund geschossen. Blühende Gehöfte, eines nach dem andern wird in Brand geschossen. Tausende dieser Güter sah ich schon, alle dem Erdboden -macht. Die Einwoh­ner mußten fluchtartig ihre Woh, r verlassen Hab und Gut zurücklassend. An der Kette im Stall verbranntes Vieh ttifft man überall,- hier und da steht man noch den Hofhund auf den Trümmern sitzen, aber auch er wird von den englischen Geschossen getroffen. Aus stefer blühenden Gegend, die seit­her vom Krieg vollkommen verschont geblieben war, haben die Enolüader während 14 Tage ein« Oed« und ein Trichter­feld geschaffen/ wie es bei Verdun nach 3 Jahren Krieg nicht »iel schlimmer war, Milliarden von Werten haben die armen Frauzosen wieder geopfert. Und so wird es weiter- Heyen. Wir werden es doch schaffen!"

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, M°n schreibt uns von der Westfront:In früheren Kämpfen its Weltkriege, wurde di« onrch ein hochragendes Madonnen- bttd gekrönte Spitze des Kirchturmes von St, Albert von einer Granate^ dergestalt umgebogen, daß der Turm etwa einer deut­lichen1 glich. Als sich dann der Gefechtslärm im Lause der immer weiter von den Mauern der Stadt entfernte, ver- «tti« tt-n^jstschen Bevölkerung dt- Sage, der

"«lvren W«. «im es einmal nnrom ,« .önge, d>. Madonna »»llend. vom K!rcht«W hkrabzMrten.zahleu.

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Die zweite Beratung der Wahlrechtsvorlage wird bei § 2 der Bestimmungen über den Ausschluß von der Wahl­berechtigung enthält, fortgesetzt. Danach sollen u. a von der Wahlberocktigung ausgeschlossen sein, wer die bürger- lrchen Ehrenrechte nicht besitzt.

Abg. Delbrück (Kons.) beanttagt, diese Bestimnnm- gen zu streichen und wendet sich gegen den Antrag des Abg. Herns (Gosp. der Kons.), nach welchem von der Wahlberech- ttgung ausgeschlossen sein sollen, die in Preußen sich auf- haltenden fremd rassigen Personen.

Abg. Dr. Bell (Ztr.) erklärt sich ebenfalls gegen den Antrag Herns und äußert Bedenken gegen die Bestim­mungen des § 2 der KommissionsbeWüsse.

Ein Regiernngskommissar bittet mfr Ablehnung des Kommlsswnsbeschlusses zu 8 2, wonach von der Wahl- bercchtkgnng ausgeschlossen werden sollen, wer wegen eines Vergehens, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehren- rechte zur Folge haben kann, zu einer Gefängnisstrafe von mindestens secks Monaten rechtskräftig verurteilt worden ist.

Alle der Streichung dieser Bestimmung (Nr. 4 des $ 2) trttt Redner für Anfrechterbaltung der Nr. 3 (bürger- ttchen Ehrenrechte) ein. Ferner empfiehlt Redne^ Streichung der Nr. 7 (Ausschluß wegen Nichtzahlung der Steuern).

Abg Heins (Hospitant bei den Kons.): Mein An- ng ist eine direkte Pflicht gegen unsere kämpfenden Bruder tm Felde, Unsere jetzige Regierung verpflichtet sich

wir'm T" ,^'°ld-mokr°t Bebe, hat gesagt:Haben wir Preußen, dann haben wir Deutschland,' Kn Oesterreich hat nach Naumanns Ausspruch das gleiche Wahlrecht alle darauf gesetzten Hoffnungen ertötet. Kn Amerika und Eng. wnd ,N nur ein Br,-»teil der Wahlfähigen wahlberechtigt. Dort herrsisit die Diktatur der jüdischen Geldwirtschaft, in Amerika die der Morgan. Cabn und Rasssgenossen und in Engwnd die des Lord Nortbcliffe gleich Jakob Stern und

sf ?"? SR i" ter 0leW) 5°sopaat. 8" Frankreich regiert j «' dunk> die Advokatur. Die Hauptkriegshetzer sind ln Italien der Bürgermeister Nathan, Minister Auzatti. ^onnino. Barzelari. dÄnnunzio. die ärasten unter ihnen sind meist auSgewanderte Juden aus Deutschland. (Der M ^esen Ausführungen durch Zwischenrufe und Gelockter von der Linken unterbrochen.) Aus Rußland nenne ick nur Kerk gleich Kerenski. Lederblum gleich Lenin Sobelsobn gleich Radek. Braunstein gleich Trotzki. Finkel- steln gleick Literinow. Der letzte Botschafter in England wurde wegen Bankernbrucks steckbrieflich verfolgt. Die Ost- judenfrage ist für uns gefährlicher als die Polenfrage. Zu- erst kommen sie meist als Hausierer in die Ostnmrk, dann siebt es über den Kaufmann. Bankier oder Advokaten zum Unterstaatssekretär und zum stellvertretenden Minister- Präsidenten. Bethmann stand vollständig unter der Herr- j fmaft des Alljudentums. von Rathenau und Ballin, Cohn, Haase. Aronsohn geführt. Warum Ist der Kampf des All-' judentums gegen Preußen so erbittert? Goethe sagt:Es ist Jeglicher im ganzen Land auf eine oder andere Art mit Israel verwandt und diesem schlauen Volk blieb ein Weg nur offen, solang die Ordnung steht, hat's nichts zu hoffen." Darum heraus mit den Juden aus dem preußischen Wahl- reckl (Gelackter links, lebhafte Z/visckenrufe links). Dann will ich auch dem deutschen Vc^k das Vertrauen entgegen- ich ibm das gleiche Wahlrecht geben kann. (Gelachter lrnks). Bringen Sie dieses Opfer, opfern Sie Ihre Juden. (Heiterkeit).

Abg. Kanzow (Vpt.): Wenn Herr Heins sagt: Rau? mlt oen Juden aus dem Wahlrecht, dann muß er auch von ihnen sagen, daß sir auch aus der Wissenschaft heraus sollen. Wir wis­sen aber alle, welch hervorragende Leistungen die Juden in der Wissenschaft oufzuweiscn haben: ohne lhre außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiete der Kriegswissenschast. wären wir Überhaupt im Kriege nicht durchget'ommen. Die Juden haben im Kriege ihre Pflicht voll und ganz getan.

Abg. L e i n e r t (Soz.) begründet den Alttrag Braun (Soz.) auf Streichung der Rrn. 4, 7 und 8 (Ausschluß wegen Armen. Unterstützung aus öffentlichen Mitteln.)

Abg. Cassel (Vpt.): Die preußischen Juden haben keinen Grund, sich vor Herrn Heins und seinen Gesinnungsgenossen zu furchten.

Abz. Strobel (Unabh. Soz,): Auch wir weisen die Aus­führungen des Abg, Hein» mit Entschiedenheit zurück.

Abg, B r t s l y lN-rtl,): Wir lehnen den Antrag Heins ein­stimmig ab und schlagen vor. Nr. 3 des 8 2 (Ausschluß von der Wahl wegen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte) zu streichen und die übrlgeu D-sttmmungen der 8 2 aufrechtzuerhalten.

Nach kurzen Ausführungen des Abg, Bonin-Stormann (Freikons,) wird die Besprechung geschlossen.

Zu 8 2 wird der Antrag Delbrück aus Streichung der Nr 3 lAusschluß von der Wahl wegen Verlust der bürgerlichen Ehren, rechte) angenommen. Im Ubrjgen wird 8 2 untei Ablehnung m anderen Anträge unverändert angenommen. Der Anttag Seins ist zurückgezogen worden. Es folgt die Beratung über 8 4 t, der 0i« Wahlpflicht vorfieht. Wer ohne hinreicheiiden Ent- lchuldtgungsgrund fein Stimnirecht nicht ausübt, soll nach dem Ausschußbeschluß ein Viertel de» Jahresbeiträge» seiner Staat», etnkommensteuer, mindest««,» aber. 5 Mark als OrdnungMrak,

Dr. Bell (Ztr.) begründet den Antrag Patsch (3*t.jC wonach als Ordnungsstrafe mindestens 5 Mark und höchsten» 200 Mark gezahlt werden sollen.

Abg. Dr. L u d e w i g (Ratl.) beanttagt, daß die Ordnungso strafe bis zur Höhe des Viertels des Jahresbetrages der Ein- kommenstener gezahlt werden solle.

Minister des Innern Dr. D r e w s: Die Sttafe maß so hoch sein, daß sie eine wesentliche Einbuße für die bedeutet, die ohne ausreichenden Erund der Wahl fernbleiben. Ich bitte den Aus- schußbeschluß aufrechtzuerhalten.

Abg. v. d. Osten (Kons.): Wir lehnen den Antrag der So­zialdemokraten ab und sttmmen dem Antrag Ludewig zu. Je radikaler das Wahlrecht ist. umso notwendiger ist die Wahl­pflicht

Abg. Kanzow (Vpt.) erklärt, daß seine Freunde der Wahlpflicht freundlich gegenüberstehen.

Der Anttag Ludewig und Porsch auf Herabsetzung oder Er- laß der Strafe werden angenommen und mit dieser Aenderung § L k. Die übrigen Paragraphen werden abgelehnt. Die § 4 bis 5 werden ohne Erörterung angenommen. Nach § io ist jebet Preuße, der 30 Jahre alt ist und seit wenigstens drei Jah­ren die Staatsangehörigkeit besitzt, wählbar. Ein Anttag Braun (Soz.), die Wählbarkeit auf 25 Jahre herabzusetzen, wird ab­gelehnt. § 10 wird unverändert angenommen. Die 8§ 11 bis 13 werden ohne Erörterung angenommen. Zu § 14 (geheime Wahl) begründet Abg. Dr. Lewin (Vpt.) den Antrag Aronsohn (Vpt.), in dem besondere Bestimmungen für die Sicherheit der geheimen Wahl gefordert werden.

Nach kurzer Besprechung, an der sich Abg. Dr. Bell (Ztt.), Lüdicke (Freikons.), Hirsch-Berlin (Soz.) und Boisly beteiligen, wurde gemäß dem Antrag Aronsohn im § 14 die WorteDi« Wahl ist geheim" vorangestellt. Im übrigen wird der Antrag Aronsohn abgelehnt. In der Fassung des Ausschusses lautet de, Eingang des § 14: Gewählt wird mit verdeckten Stimmzetteln. Die 88 1523 werden im wesentlichen nach den Ausschuß, beschlüssen angenommen. § 24 enthält Bestimmungen über di. Abgrenzung der Wahlbezirke.

Darauf wird die Weiterberatung auf Samstag Nil llh» vertagt. Schluß XQ Uf)i.

Vom Felde

der Ehret

Rieder-Florflavt. Der KrlegsfieiwiMge Urtteroffizier Hei^. rich Alt, welcher sott Kriegsbeginn im Felde steht. Inhaber des Eisernen Kreuze» und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist. wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Vizefeldveke» befördert. Wir gratuliere«.

Die 8. Kriegsanleihe «ad das Kei^atlarareü.

Ist das wicht ein Wundervolk. dieses Volk der germanischen Stämme, einmütig in seiner militärischen und unbezwingbar in seiner wirtschaftlichen Kraft? So wird man sich zweifellos in den neutralen und feindlichen Lagern zugeraunt haben, als da» Resultat derAchten" mit der Riesensumme von Über 14 X Mil. Harben bekannt gegeben war. Wie oft schon hat der geschäftige und gehässige englische Draht die Mär in die Welt getragen. Deutschland sei am En^e seiner Kraft: es seien Hungeraufstände ausgebrochen. Es fehle an Lebensmitteln und Munitton und vor allem an Geld. Und nun brauste dieser Milliardenerfolg durch den weltumspannenden Draht. Ein Volk, das Dank fetter überlegenen Technik den unentbehrlichsten Bestandteil des Pul- vers aus der Luft gewinnt, das auch wie ein Zauberer Futter» stoffe aus der Lust bereitet, die der Schöpfer täglich frisch und unverbraucht liefert, hat nur eines nicht getan, es hat die Mil. Uarden nicht aus der Lust gegriffen, sondern aus dem Spar, strumpf und dem Ueberschuß der wirtschaftlichen Dolksttasi herausgcholt. An dieser Tatsache vermögen auch die geschick. testen Verdrehungskünsteleien unserer Gegner nichts zu ändern Waren auch die physischen Voraussetzungen für ein Gelingen de-, achten Kriegsanleihe wieder vorhanden: die Entscheidung hing wie immer, an der Seelensttmmung des deutschen Volkes: si, waren wiederum abhängig von dem Vertrauen in die Kraft de» Heeres und von dem Willen zum Sieg. Die riesenhaften Er- folge unserer acht Kriegsanleihen verdanken wir nicht zuletzt unseren Feinden selbst. Ste haben im Deutschen Reiche den Zu. stand des geschlossenen Handelsstaates herbeigeführt, indem si« völkerrechtswidrig und gewalttätig die Ein- und Ausfuhr lahm legten. Infolgedessen mußte Deutschland seit Beginn des Krie­ges seinen Bedarf an Gütern auf eigenem Boden decken: dafiir blieb aber auch das Anlage suchende Geld im Lande und es ent. wickelte sich ein Rückflußsystem in unserm Wirtschaftskörper wie in einem weltabgeschlossenen Eilande. Der Krieg beschäftigte die Industrie, die tm Sturmtempo umlernte. Ausfuhrwaren wurden nicht mehr erzeugt, dafür aber drehten sich Maschinen und Spindeln für den eigenen Kriegsbedarf. Das dem Reiche gewährte Geld floß wieder in tausend und aberta'usend Kanälen zur Bürgerschaft zurück: die Industrieanlagen blieben gewinn- bringend, die Arbeiterfäuste fanden Beschäftigung und der ganz» Wirtschaftskörper blieb so gesund, daß weder Zahlungsaufschie- bungen noch Betriebseinschränkungen kaum nötig waren. So steht heute Deutschland finanzielle und militärische Kraft un- versehrt da. In beider Hirvstcht sind gewaltige Siege errungen worden. Noch ist die Kraft unseres Hauptgegners England nicht bezwungen, sind seine teuflischen Eroberungs» und Vernichtungs­pläne nicht zerstört, ast^r der Tag dürfte nicht mehr fern sein, an welchem auch dieser Gegner den von allen erhofften deutschen Frieden anzunehmen gezwungen sein wird. Die jüngsten ge­waltigen Erfolge an der Westfront und der unaufhaltsam tät­lich wirkende U-Boot-Krieg dürften hierfür sprechende Beweis«^, sein. Daß auch unsere verwundeten Krieger in den La-arettev bei der achten Kriegsanleiheihren Mann" gestanden habe«,.^ dürste bekannt sein. Besonders interessiere« wird die hiesige, Bürgerschaft de» Ergebnis der Zeichnungen der hier «ntev« gebrachten Verwundeten und Kranken. Vo« LS0 Insassen de»'

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