Ausgabe 
6.4.1918
 
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Hrünöe W vWnetzr auf bte Notwendigkeit, ds»iKrieg bis zur Entscheidung weiterzrrsühren in unwandelbarer Bündnis- streue zu Deutschland. Andererseits lasse sich daran erkennen Haß der Gedanke, Oesterreich-Ungarn könnte die Vermitt­lung für die Fried ensverhandlungen in die Wege leiten, keineswegs aufgegeben worden sei.

Bern, 3. April. (WB.) DieBaseler National-Zeikung" schreibt zur Rede des Grafen Czernin u. a., ein Mensch sei aufgestanden, um zu reden, wie nach seiner Ansicht die Schlächterei zu beerrdigen wäre. Das sei wenigstens etwas, ,was man in der tiefen Trostlosigkeit dieser Tage mit Be- Erledigung cegistiere. Nach Ansicht des Blcttes hat Cle.men- sceau einen schweren Teil an der Verantwortung für die Fortsetzung des Krieges.

Stockholm, 6. April. Die Rede (Lzernins findet in ollen Blättern starke Beachtung. Die aufsehenerregenden Mit­teilungen über den Versuch Clemenceaüs, kurz vor der deut­schen Offensive mit Wien in Verbindung zu treten, verur­sacht nur dem Blatte Brantings Mißbehagen.Stockholms Dagblad" folgert aus der von Wien im Einverständnis mit Berlin gegebenen Antwort, daß Deutschlalrd außer dem fran­zösischen Verzicht auf Elsaß-Lothringen keine Gebiets­forderungen erhoben haben würde. Wilson gegenüber sei Czernin bestrebt, die Tür für künftige Friedenserörterungen auf der Grundlage der bekannten vier Punkte offenzuhalten und die Festigkeit des Bündnisses mit Deutschland zu betonen die der französische Friedensfühler axrf die Probe stellen wollte.

Vom Felde

der Ehre.

Dorheim. Dem Landsturmmann Friedrich Wagner Vlirde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

Jlrrietrliölitina und kein Ende!

Man schreibt uns aus unserem Leserkreise:

Den Inhabern der Eisenbahnmonatsfahrkarten ist am L April ein gewaltiger Schreck in die Glieder gefahren. Man wußte nicht recht, handelte es sich um einen Aprilscherz oder eine mißverstandene Verfügung. Aber nein, nichts von alledem. In dem üblichen Veamtenton verlangte man für die Monatskarten Bad-Nauheim-Friedberg 4.80 Mark, bisher 2.90 Mark!! Das ist ein Aufschlag von zwei Drittel des alten Fahrpreises. War man durch frühere Bekanntmachungen schon auf eine Erhöhung der Fahrpreise zum 1. April aufmerksam gemacht worden, so überrascht doch die geradezu ungeheure Steigerung für eine so Heine Strecke. Nack Frankfurt beträgt der Aufschlag iür die Monatskarte 3. Klasse 3 Mark. Dagegen läßt sich nicht viel sagen, denn im prozentualen Verhältnis sind die Inhaber die­

ser Srreck-nLrek erheblich w. Gärderl. Ist es schon tut sich r» der heutigen Zett Sei» Vergnüge«, die Eisenbahn benutzen z» Müsse«, so regt sich gegen die rücksichtslose Preispolitik der Eise» Lach« doch LerechLigter Unwillen Die Abonnenten gerade der Bad-NauheimFröedbergsr Strecke fahren fast ausnahmslos nur ihres Berufes wegen mit der Staatsbahn. Die Lebensweise an sich, der Schuch- und Kleidermangel verbiete« jedem, den wellen Weg täglich zu Fuß zu machen. Das Einkommen der in Friedberg oder Bad-Nauheim Veschäfttgten ist auch nicht derart wie in Gegenden mit kriegslndusttiellen Großbetrieben. Dazu kommt die allgemeine Teuerung. Aber am grünen Tisch wird angeordnet und der Michel zahlt. Kommt noch hinzu, daß die Schnellzugszuschläge dem kleinen Mann die Benutzung die­ser Züge nicht mehr gestatten, daß für die Abonnenten der stets überfüllten Personenzüge Wucherzuschläge erhoben werden, ohne eine bestimmte Gewähr für einen regelmäßigen Verkehr zu bie­ten. Wundert sich da noch einer, wenn man dürch solche wie auf anderen Gebieten nicht minder verfehlte Maßnahmen veran- laßt, nach links abrückt. Begreift man das auch in der Eisen. bahn-Verordnungsfabrik?

(Wir machen zu diesen scharfen aber berechtigten Aussüürun- gen den Vorschlag, von solchen Abonnenten, die ihres Berufes wegen die Eisenbahn benutzen müssen, einen Ausweis seitens der Geschäftsleitung zu verlangen und diesen die Monatskarten zum alten Preise zu überlasten. Pastagiere, die jedoch lediglich der Vergnügungen ln Vad-Nauheim wegen die Monatskarte halten, sollten von dem Vezugsrecht des Abonnements ausgeschlosten sein oder müßten einen solchen Preis zahlen, wie es nach ihren Derhältnisten recht und billig tst. Die Red.)

Jus der

Groß Ist Deutschlands Maffenkraft, Die die größten Wunder schafft;

Daß sie weiter gut gedeih'

Zeichnet kröfttg Kriegsanleihe

Handelsschule G Ssrmes Gießen. Wie aus dem uns vor­liegenden Bericht der Handelsschule von G. Hermes zu Gießen chervorgeht, begrnt das neue Schuljahr am 8. April 1918 vor­mittags, die Einschulung erfolgt am gleichen Tage. Anmeldun­gen werden jederzeit entgegengenommen: der letzte Aufnahme­termin ist auf Anfang Mai festgesetzt worden. Nach ihrer Um­gestaltung auf Grund der Bundesratsverordnung vom 2. August 1917 gliedert sich die Schule jetzt in 3 Klaffen: Handelsfachklaffe A von Iahresdauer, Handelsfachklasse B von halbjähriger Dauer und höhere Handelsfachklaste von einjähriger Dauer. Während in die beiden erst genannten Klaffen alle nicht mehr schulpflich­tigen jungen Leuts und jungen Mädchen mit einfacher Sckul- bildung ausgenommen werden können, ist zur Aufnahme in dre höhere Handetsfachklaste der Besuch einer höheren Lehranstalt notwendig, wenn nicht durch eine besonders abzulegende Prü­

fung bei evcnt. schon älteren und m der Praxis bereits «eiesttM ten Schülern oder Schülerinnen die Befähigung zur Beteiligung am Unterricht in dieser Klaffe erbracht werden kann. Bet wöchentlich 30 resp. 36 Stunden in allen Klaffen kann ein guter .Erfolg nicht ausbleiben, zumal der Unterricht nur von geprüf­ten und in der Praxis bewährten Lehrkräften im Hauptamt er­teilt wird nach einem von der Behörde geprüften und geneh­migten Lehrplan, der allen, auch den höchsten Anforderungen, gerecht wird. Der Besuch der Schule kann aber auch allen jun­gen Leuten empfohlen werden, die sich dann später in die kauf­männische Lehre begeben wollen, für sie ist die Handelsschul, eine gute Vorbildung auf die Praxis, wie ja überhaupt in recht unterrichteten Kreisen der Wert und Nutzen der Handelsvor­schulen gegenüber den kaufmännischen Fortbildungsschulen erkannt und gewürdigt wird.

FC. Lich, 4. April. Im nahen Eberstadt ist der Altbürger- meister Eerlach nach Längerem Leiden im 72. Lebensjahr ge­storben.

Aus Hesscn.Nassau.

FC. Wiesbaden, Z. April. Wegen Diebstahl sollte heute gegen den Arbeiter Ludwig R e n n o aus Münster i. Taunus, zuletzt in Höchst wohnhaft, verhandelt werden und war seine polizeiliche Vorführung angeordnet. Die Verhandlung mußte ausfallen, da Renno, der des Raubmordes in Höchst dringend verdächtigt, gestern in Frankfurt am Main verhaftet wurde.

FC. Vom Westerwald, 4. April. Zum Vorsitzenden des land­wirtschaftlichen Vezirksvereius für den Oberwesterwaldkreis wurde anstelle des seitherigen Vezirksvcreins-Vorsitzenden Päch­ter Schneider zu Hof Kleeberg, der bekanntlich zu einer länge­ren Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, der Pächter des Do- manialgutes Hof Altenttoster, Wilhelm M e u e r, gewählt. Domänenpächter Meuer tst ein hervorragender Landwirt, deffen Hofgut eine wahre Musterwirtschaft ist.

Geschäftliches.

Leider ist es noch nicht allgemein üblich, auch die Rüben- k n ä u l e gegen den immer mehr ouftretenden Wurzelbrand zu beizen. Selbst wenn der Landwirt glaubt, einwandfreies Saat­gut zu haben, sollte er doch die Vorsicht nicht außer acht lassen, auch die Rübenknäule zu beizen.

Ein geeignetes Veizmittel istU s p u l u n". welches in allen üblichen Verkaufsstellen zu haben ist. Ohne Gefahr kann der Landwirt dieses Mittel anwenden, da ein Verbeizen der Rübenknäule hiermit ausgeschlossen ist. Durch die Anwendung desNsvuluns" werden nicht nur die dem Saatgut anhaftenden Krankheitserreger vernichtet, sondern es wird auch ein freudt« geres Wachstum der jungen Pflanzen bewirkt, das. wie die Er. fahrungen der letzten Jahre gelehrt haben, zu manchmal bedeu­tenden Mehrerträgen führt. Mit ..Uspulun" soll nicht nur die Rübenknaule, sondern auch das gesamte Sommersaatgut (Wei­zen, Hafer, Gerste Bohnen und Erbsen) gebeizt werden, zum Nutzen der Landwirtschaft und der gesamten Bevölkerung.

Bekanntmachung

betreffend: Metallbefchlagnahme.

Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß aemaß der Bekanntmachung des stello. Generalkommandos XVUl. Armeekorps vom 26. März 1918

die Einrichtungsgegenstände

die aus Irupf <t, Kup erlearerunaen, Nickel. Nickellegierungen. Alu­minium und Zinn bestehen, nunmehr zu Zwecken der Landesver­teidigung beschlagnahmt und enteignet sind und zur Ablieferung gelangen

müssen.

Ich verwei'e auf den Inhalt der vorerwähnten im Amtsver- kündi'ungsblatt Nr. 58 vom 28. März d. Js. abnedruckten Bekannt- machuna und besonders auch darauf, daß grundsätzlich alle Gegen­stände. für die ein Er>atz nicht unbedingt erforderlich ist,

ohne Verzug.

und alle übrigen innerhalb angemessener Frist, nachdem der Erwerb der Er atzslücke möglich gemacht ist.

abgeliefert werden

müssen.

Daher ist in der Zeit vom 8. bis zum 18. April d. Js. an jedem Dienstag und Mittwoch, nachmittags von 36 Uhr

die Kriegsmetallfammelstelle.

Haaiilraße 16

zur Abnahme der beschlagnahmten Gegen'tände geöffnet.

Auch andere dieser Bechlagnahme nicht unterliegende Gegen­stände. die a iS den obenaenannten Metallen bestehen, können da- selbst zur reiwilligen Ablie erung gelangen.

Der Preis der abgegebenen Gegenstände wird alsbald

bezahlt durch

die Stadtkasse Friedberg, die auf Wun ch der Ablieferer auch bereit ist, die Anlegung der entfallenden Beträge in

Kriegsanleihe

zu vermitteln.

Friedberg, den 30. März 1918.

Der Bürgermeister.

I V.: Dam in.

Bekanntmachung. Käse verkauf.

Wir lassen Montag den 8. April in der alten Post, Zimmer Nr. 7 u. 8, CaBBiieEfiBlierlkäüte durch die Kolonialwarenhändler verlau en. Auf jede Perlon werden 50 Gramm zu 25 Pfe mg ver- abfo gt. Die Lebensmittel arten sind als Ausweis oorzulegen. Friedberg, den 6. Aprrl 1918.

Der stellvertretende Bürgermeister (Srädt. Lebenswille -Ausichuß) _I. A.: Langsdorf.

Bekanntmachung

Für Gartenbesitzer, die ihren Bedarf nicht anverweitsig decken können, steht eine gewisse Menge

FrLhfaatkarto'sfeln

-ur Verfügung. Eine FamrUe kann vis zu 50 Pfund erhalten, die zum Preise von 10 Pfg. das Pfund abgegeben werden. Die Aus. abe erfolgt vom kommenden Montag ab in dem Keller der ^Stadtschule nach vorheriger Be­

zahlung und Abholung eurer An­weisung auf Zimmer irtr. 14 des Sraothauses. was am besten noch im Laufe dreier Woche, vormittags geichieht. Zu deachien ist, daß 10 P>und Saarlar>offe!n eine Anbaufläche von 25 Quadrat­metern ergeben müssen. Die An­bauflächen werden durch das Feld­schutzpersonal nachgeprüft werden.

Friedberg, den 3. April 1913 Der Bürgermeister.

2. B.: Damm.

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Mittwoch, deo 10. April 1918.

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