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Berlin, 2. April. (WTB.) I» der Festung Pari» herrsrtzk infolge der fortgesetzten Beschießung durch da» rveittragende Geschütz heillose Verwirrung, die einer Panik gleichkommt. Die Bahnhöfe und Transportanstaltrn werden von Menschen bestürmt, die die Stadt verlassen wollen. Die Regierung will und kann jedoch den Wünschen des Publikums nicht entsprechen, da *s an den nötigen Transportmitteln fehlt.
Parks, 2. April. (MTV.) Meldung der Agence Havas. Bei der Beschießung am Montag sind in Paris vier Personen getötet und neun verwundet worden.
Rotterdam, 2. April. (WTB.) Dem „Nieuwe Aotterdam- schen Courant" zufolge, erfährt dis „Daily News" aus Paris, daß die Untersuchung der Geschotzsplitter den Behörden die Vermutung nahelegte, daß vier Kanonen Paris bombardieren, wovon je zwei einen um den anderen Tag schießen.
Zürich, 2. April. Der „Secolo" meldet von der französischen Grenze: Die Fernbeschießung von Paris dauert ununterbrochen fort. Die Geschosse fallen jetzt in kürzeren Zwischenräumen nieder und zwar alle 4—8 Minuten, was darauf schließen läßt, daß die Deutschen mehrere weittragende Geschütze besitzen. In den Champs Elysees wurd-m Sprengstücke der Geschosse gefunden. Die Bevölkerung ist ruhig.
Die Verheerungen in Paris durch Treffer der Krupp- Kanone muffen, wie der „Berliner Lokalanzeiger" berichtet, neuerdings an Umfang und Stärke die vorangegangenen Schäden Lbertroffen haben. Die Bevölkerung richtet sich ein, in den Untergrundbahnsiationen das erste und zweite Frühstück einzunehmen. Die Leichenbegängnisse der Opfer der Beschießung finden nachts statt.
Genf, 1. April. Die Hafenstadt Dünkirchen hat durch ein- Beschießung mit Ferngeschützen sehr gelitten, namentlich das Hafenviertel.
stoff gefunden zu haben. Am Ostermontag beschädigten fie M der Fortsetzung der Beschießung der nur neun Kilometer hinter der deutschen Froirt liegenden Stadt Laon mit über 300 schwere, Granaten erneut die Marttnskirche und verschiedene Stadtvier, lel schwer. Gin Trauerzug von vielen Personen, die einen Mtt- bürger zur letzten Ruhe begleiteten, wurde vor der Kirche von den verderbenbringenden Geschoffen der eigenen französische» Landsleute getroffen. Sie richteten ein grauenvolles Blutbad an. Elf Leidtragende stürzten tot nieder, vier weitere fianzö- stsche Bürger wurden schwer verwundet. Diese Tat vermehrt die Todesfälle, die sich infolge der wiederholten Beschießungen französischer und belgischer Städte ans englischen und französischen Geschützen bereits zu vielen Tausenden steigerten. Die Be. schießung des Leichenzuges von Laon durch die Franzosen ist ein würdiges Gegenstück zur Beschießung der Ostender Kirche durch die Engländer.
Berlin, 2. April. (MTV.) Englischer Fliegerbomben auf Douai töteten in der Nacht vom 31. März zum 1. April 5 französische Einwohner und verwundeten mehrere. Militärischer Schaden ist nicht entstanden.
Verhaftung Kamenews.
Moskau, 1 . April. (Petersburger Telegraphen-Agentur.) Der Ausschuß für dle auswärtigen Angelegenheiten erhob bei der deutschen Negierung Einspruch gegen die Verhaftung des rufflfchen Bevollmächtigten bei der Friedenskomnriffion Kame- new durch die deutschen Behörden auf den Aalandsinseln.
Die deutsche Regierung hat darauf geantwortet, daß sie mit der Verhaftung nichts zu tun habe.
Der Bericht eines Augenzeugen.
Berlin, 1. April. (WTB.) Ein französischer Sergeant, der wahrend seines Urlaubs in Paris die ersten Tage der Beschießung mitgemacht hat, und bald nach seiner Rückkehr an die Front von einem deutschen Stoßtrupp gefangen genommen wurde, äußert sich bei seiner Vernehmung, daß die Beschießung von Paris auf die Bevölkerung einen größeren Eindruck gemacht habe als die stetig fortschreitende deutsche Offensive. Am 23. März mittags fiel die erste Granate vor dem Ostbahnhof Nieder, die zweite neben dem Denkmal auf dem Place de la Re- pubttque. Er befand sich ganz in der Nähe und hörte, daß durch diese zweite Granate etwa 20 Personen gelotet oder verwundet wurden. Bei der zweiten Beschießung schlugen die Granaten mif dem Boulevard bonne Nouvelle ein, wo drei bis vier Häuser gelitten haben sollen. Genaueres über die Beschießung und Zerstörung konnte er nicht erfahren, da dle Zensur die Nachrichten unterdrückt und die meist betroffenen Stadtteile abgesperrt sind.
Als die Beschießung begann, erging sich da» Volk in den abenteuerlichsten Vermutungen. U. a. verbreitet- sich das Gerücht, ein Zeppelin habe in der Nähe von Pari» Spione mit Geschützen abgesetzt. Die den Tatsache entsprechende Erklärung scheine aber verhältnismäßig rasch durchgedrungen zu sein. Sie löste überall eine wenn auch widerwillige Bewunderung vor den Leistungen d-r deutschen Technik aus. Die Stimmung im Mittelstand und bei der Arbeiterschaft ist sehr erregt, weil diese durch Beruf und Arbeit gezwungen seien, in Paris zu verbleiben. während die Neichen und Begüterten die Hauptstadt flucht- arttg verließen. Er glaubt nicht, daß dieser Zustand lange andauern könne, ohne daß es zu ernsten Ausbrüchen der aufgeregten Stimmung käme, zumal die Wirkung der ewigen Beruhi- gungsreden Clemenceaus allmählich versagten. An der Front herrsche eine gewisse Schadenfteude. Man hoffe, der Krieg werde eber zu Ende gehen, wenn die Pariser ihn noch mehr als bisher am eigenen Leibe spürten.
Rätselraten über das Geschoß.
Gens. 1. April. Der Direktor des Pariser städtischen Laboratoriums hat das Geschoß der deutschen Wunderkanone aus ven in den Straßen aufgefunbenen Splittern leidlich zusammengestellt. Wie er sich im „Petit Parisien" vernehmen läßt, besteht das Geschoß aus einem ganz außerordentlich widerstandsfähigen Hartstahl. Das Kaliber ist nicht 210. sondern 220 Mlli. Meter. Das Laden soll mindestens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Das Geschoß ist nur einen halben Meter lang und wiegt, höchstens einen Zentner. Es enthält acht bis neun Kilogramm Sprengstoff und ist durch eine viermal durchlöcherte Wand in einen größeren unteren und einen kleineren oberen Teil abgeteilt, so daß zwei aufeinanderfolgende Explosionen möglich wären. Auf diese Weise würde sich die Vermutung erklären lasten, daß bei der ersten Beschießung von Paris zwei Gesck.ütze abgefeuert worden seien. Der Mantel des Geschosses enthält die Kaiserkrone und ein „N". Es handelt sich also um ein deutsches Marinegeschütz.
Da die Erfindung der Mürchenkanone um Gottes willen nicht einem deutschen Gehirn entsprungen sein darf, läßt sich jetzt die Pariser Preffe aus Madrid melden, das Geschütz sei weder oon einem deutschen noch von einem russischen Ingenieur, sondern in Wirklichkeit von zwei Spaniern erfunden worden. Diese beiden Spanier seien schon im Jahre 1916 auf ein deutsches Unterseeboot gebracht und heimlich nach Deutschland geschafft worden, wo sie direkt zu Krupp in Essen geführt wurden, wo man ihnen die Erfindung abgekauft habe.
Basel. 1. April. Amtliche Nachrichten bestätigen, daß der schweizerische Legationsrat Ströhlin mit Frau und zwei Kindern im Alter von 11 und W, Jahren bei der Fernbeschießung von Paris getötet worden ist, während die Familie ln einer Kirche dem Gottesdienst beiwohnte.
FranMchks Wüten argen die eigenen Msleult
2Je*lin, 2. April. (WTB.) Die Franzosen ergingen sich »egen des beklagenswerten Zufallstreffers auf eine Kttch» in
Die Deutschen auf Aaland.
Berlin, 31. März. (WB.) Im Anschluß an unsere kürz, lichen Mitteilungen über die Landung und ersten Unter- nehmungen auf Aaland erfahren wir von zuständiger Stelle die weiteren Einzelheiten:
Während unsere Jäger und Radfahrer über die zahllosen Inseln ausjchwärmten, um die Vorbereitungen für die beabsichtigte Uebersetzung nach Finnland zu treffen, machte der älteste Seebefehlshaber vor Aaland, Kontreadmiral M e u r e r, mit den Offizieren seines Stabes eine Er* kundungsfahrt durch das Jnselland. Abwechselnd gmg eS mit Kraftwagen oder Schlitten. Mehrere Niederlassungen auf Aaland wurden besucht und in Vardö mit dem finnisch'» Gouverneur v. Bonsdorff in Verbindung getreten. Vor der Kirche dieses schmucken Ortes hatte sich zum Empfang der deuffchen Seeoffiziere ein Bataillon der Weißen Garde auf- gestellt, die von finnischen Offizieren befehligt war. Ihre Ausbildung wird seit der Landung unserer Truppen von zwei deuffchen Jägerofftzieren geleitet. Der größte Teil dieser Leute war der schwedischen, der kleinere der finnischen Sprache mächtig. Auf ihren allgemeinen ausdrücklichen Wunsch war als Komniandosprach die deuffche Sprache ge- wählt worden. Als einziges Abzeichen trugen die jungen, äußerst vorteilhaft aussehenden Leute eine weiße Armbinde. Nach Abschreiten der Front bat einer der finnischen Offiziere um Erlaubnis, daß die „Wacht am Rhein" gesungen werden dürfe. 16 Weißgardisten traten darauf vor die Front und stimmten aus Hellen Germanenkehlen unser schönes, '.wehrhaftes Trutzlied an, indes das Bataillon stramm stand und die Offiziere grüßten. Bei dem darauffolgenden Vorbeimarsch sangen andere Weißgardisten ein sehr hübsches schwedisches Marschlied.
Bei der Weißen Garde befand sich cnuh ein russischer Marineflieger, ein Oberleutnant, der mit seinem Wasserflugzeug aus Finnland entkommen und nach Vardö geflogen war, wo er sich der Weißen Garde zur Verfügung gestellt hatte. Nach seinen Angaben würde unsere Ankunft in Finnland Ähnlichst ennartet, und eS sei sicher, daß alle noch in Finnland weilenden russischen Offiziere alsbald zur Weißen Garde übertreten würden.
Die Bevölkerung der Aalandsinseln machte Merall einen vorzüglichen Eindruck. Die Häuser sind von einer mustergültigen Sauberkeit. Ihr Aussehen wie auch die gute Kleidung der Bewohner deutet darauf hin, daß auf den Aalandsinseln allgemeiner Wahlstand zu herrschen scheint. Lebensmittel schienen überall in hinreichender Menge vorhanden zu sein. Unsere Truppen wurden, wohin sie kamen, auf das herzlichste begrüßt. Bezahlung für Unterkunft und Verpflegung wurde zunäclLt abgelehnt. Zu froh waren die Leute über das Eintreffen der Befreier und den Einzug der Ordnung. Noch standen sie unter dem furchtbaren Eindruck der Knechtung durch die Note Garde, und es fehlte nicht an Ausdrücken des Hasses gegen die Bedrücker, die die Bevölkerung dauernd bestohlen hatten. In meheren Dörfern dr Inseln haben bereits unter lebhaftem Andrang der Bevölkerung deuffche Gottesdienste stattgefunden.
r Nachdem der Admiral noch verschiene Küstenplätze und Anlegestellen besichfigt hatte, fuhr er wieder zu seinem Schlachtschiff zurück. Hier fand am 15. März eine Unterhandlung mit 3 Abgesandten der finnischen Roten Garde statt, die aber keine bemerkenswerten Ergebnisse zeitigte.
Mao hat Trotzki vor?
Moskau. 28. März. (Meldung der Petersburger Tel» graphen-Agentnr.) Die Zeitung „Jswestija" veröffentlicht einen Artikel Trotzkis, in dem e» heißt: „Gegenüber den Eefah. ren, die die Republik der Sowjet» läuft, besteht der einzige Weg zum Heile in unserer hartnäckigen Arbeit und revolutionären Disziplin. In diesen tragischen Tagen «utz jeder Bürger und Arbeiter Soldat werden. In kurzer Zeit tritt der Plan ein« allgemeinen militärischen Ausdildungspfllcht t» Kraft. Die Republik der Sowjet» wird erfahrene Instrukteurs damit beanß.
"tragen, jeden Bürger der Städte und Dörfer zn öefabiaen ficu«
«ft*« Aufruf sich mit den Waffen in der Hand zum Schutze de» Ba^rlaiüie» zu erheben. Die tragische Lage Rußlands, das dkg Wsltrauber ans Kreuz des Imperialismus schlagen wollen wird allen ehrKchen militärisch ausgebildeten Personen vor Am. gen sthren, daß sie nicht das Recht haben, beiseite zu stehen. Die Republik der Sowjets muß eine Armee haben, die zu kämp, len und zu siegen weiß. Im Namen der sozialen Republik for- dert der Rat der Volksbeauftragten die Sowjets, die gewissen», haften Arbeiter und Bürger auf, ihre Kräfte in der Arbeit, unser Land zu befreien und unabhängig zu machen, zu vervielfäl. tigen. Ein befreites Rußland wird kein Sklave sein. Es wird wachsen, seine Kräfte wiederfinden. die Räuber besiegen und in brüderlicher Einigkeit mit den freien Völkern aller Länder leben. Arbeit, Ordnung, Disziplin, Ausdauer, Hingebung, und wig werden siegen?
Gknchtsvkrfllhrtn aeaen König Konstantin.
tHUjen, 1. April. Ein Gerichtsverfahren ist gegen Köniz Konstantin eingeleitet worden. Da König Konstantin der Für. strge seines einstigen Ministers Veniselos entzogen ist, kann e, dem Verfahren mit Ruhe entgegensehen.
Graf Czernin über die Lage.
Wien, 2. April. (WB.) Unter Führung des Bürger» mersters der Haupt- und Residenzstadt Wien erschienen heute die Mitglieder der Obmännerkonfercnz des Wiener Ge» meinderates beim Minster des Aeußern. Bürgermeister Dr. Weißkirchner richtete an den Grafen Czernin eine Ansprach« warouf Graf Czernin wie folgt antwortete:
„Eure Exzellenz! Meine hochverehrten Herren! Ick bin sehr gern bereit, auf die mir von Seiner Exzellenz dem Bürgermeister gestellten Fragen zu antworten und den hochverehrten Herren sowohl als der weiteren Oeffentlichkeit damit einen genauen Einblick in die politischen Verhältnisse so wie ich sie im Augenblick sehe, zu gewähren. Ich hätte gern vor dem kompetenter Forum, den Delegationen ge- sprochen. Technische Gründe und der Umstand, daß alle Herren sich auf Osterurlaub befinden, und daß der Zusammentritt eines der beiden Ausschüsse im Augenblick un» möglich ist, verhindern dies, und so ergreife ich gern die Gelegenheit. den anwesenden Herren ein kurzes Bild der gegen- wärffgen internationalen Situation zu entwickeln. Mit dem rumänischen Friedensschluß ist der Krieg im Osten beendet. Drei Frieden wurden geschlossen: mit Petersburg,, mit der Ukraine und Rumänien. Ein Kapitel des Krieges ist erledigt
Der Minister ging dann auf die Rede Wilsons '.in und betonte, daß er nicht annehmen könne, daß Wilson ernstlich den Glauben gehabt habe, Oesterreich von Deuffchland zu trennen. Er fuhr fort:
Clemenceau fragte einige Zeit vor dem Beginn der Weftoffensive bei mir cm. ob ich zu Verhandlungen bereit sei mid auf welcher Basis. Ich habe sofort im Einvernehmen mit Berlin geantwortet, daß ich hierzu bereit sei und gegen- über Frankreich kein Friedenhindernis erblicken könne alben Wunsch Frankreichs nach Elsaß-Lothringen. Es wurde aus Paris geantwortet, auf dieser Basis sei nicht zu ver- handeln. Daraufhin gab es keine Wahl mehr. Das ge- wattige Ringen im Westen ist bereits entbrannt. Oester- reichisch-ungarische und deutsche Truppen kämpfen Schulter an Schulter, wie fie zusammen in Rußland, Serbien, Rumänien und Italien gekämpft haben. Wir kämpfen vereint zur Verteidigung Oesterreich-Ungarns und Deutsch, lands. Unsere Armeen werden der Entente beweiieu, daß die französischen und italienischen Aspirationen auf unsere Gebiete Utopien sind, die sich furchtbar rächen werden. Di« Erklärung aber für *das an Wahnsinn grenzende Vorgehen der Ententemächte liegt zum größten Teile in gewissen Vorgängen in unserem Hinterlande, worauf ich noch zurück- kommen werde. Was immer auch komme, wir geben Deutschlands Interesse nicht Preis, wie es uns nicht tm Stiche lassen tvikd. Die Treue an der Donau ist nicht geringer als Mi deutsche Treue. Wir kämpfen nicht für iniperialistische und annerionistische Ziele, weder für eigene noch fiir deuffche, wohl aber werden wir gemeinsam bis zum Schluß gehen ffit unsere Verteidigung, für unser staatliches Leben und unsere Zukunft. Durch die Friedensverhandlungen mit Rußland wurde die erste Bresche in den Kriegswillen unserer Feind« geschlagen. Es war der Durchbruch des FriedensgedankenS.
Es ist in Beweis kindlichen Dilettantismus. zu übersehen. in welch innerem engen Kontakt die verschiedenen Friedensschlüsse miteinander stehen. Die Konstellation der uns feindlichen Ostmächte glich einem Netz. Mit dem D.-rch. schneiden einer Masche lösten sich die anderen von selbst.
Der Redner besprach dann den Frieden mit Rumänien. Oesterreich-Ungarn habe dabei nicht annektiert, sondern lediglich einige Grenzbezirke die meist unbewohnt seien, .?Jt Sicherung der Grenzen dem Reiche einverleibt.
RmnänienS Zukunft liegt im Osten. Weite Gebiets VessarabienS sind von rumänischer Bevölkerung bewohnt, und manche Anzeichen deuten darauf hin, daß diese '-umä- niscki-e Bevölkerung einen engen Anschluß an Rumänien wünscht. Wenn sich Rumänien auf einen offenen, ehrlichen und fteundschaftlichen Fuß mit uns stellen wird, so werde« wir nichts dagegen haben, jenen aus Bestarabien kommende« Tendenzen entgegen zu kommen. Rumänien kann in Best sarabien viel mehr gewinnen, als es in diesem Kriege verloren hat. Ich war ernstlich bemüht, Bessarabien Rumänien nicht zu nehmen, was einen Stachel in der rumänische« Psyche zurücklassen würde. Ich will die Wunde, die dieser Krieg Rumänien geschlagen hat, wieder Hellen rmd vernarben lasten. Ich glaube, daß Rumänien in seinem wohl« verstandenen Interesse auf die Zentral,;Zchte angewiesen ist, und meine Poliffk geht dahin, in Zukunst ein froundschas^. liches Verhältnis neu m begründen.


