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Zamstas»"dKN 36>» War? 1918
II. Jahrgang
Neue Tugesreituuu
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Geschütze
W-ntdidi-r »e»ommen. - Der Feind .rnr.it ,e««rfe». - «rs.l«reiche Kämpfe rwijche« Somme... Ao.e.
Der deutsche Generalftab
meldet:
W. T. K. Krotzes Kaupiqnartier, de,, H8. Mnef. Amtlich.
Weltlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem Schlachtfeld- in Frankreich führte der Engländer ttnwt frische, aus anderen Fronten herausgezogene Dioifi^nen »nseren Truppen entgegen.
Nordwestlich von Vapaume warten wie den Feind aus alten rrichLcrs1c«nngen aus Ducquoy und Hednterne. Mit besonderer Zähigkeit kämpfte der Feind vergeblich «m die Wiedereeobe- -nng von Albert, starke, von Panzerwagen begleitete Angriffe »rachen auf den Hangen der der Stadt westlich vorgelagerten Höhen blutig zusammen.
Südlich von der Somme bahnten sich unsere Divistoueu a» »relen Stellen den Weg durch alte feindliche Stellungen und «arfen Engländer und Franzoien in das feit 1914 vom Kriege »«berührt gebliebene Gebiet Frankreichs zurück.
Die siegreichen Truppen des Deutschen Kronprinzen haben tfi unaufhaltsamem Angriff von St. Quentin über die Somme
feindliche« Stellungen in 60 Kilometer Tiefe eingestohen.
Sie drangen gestern bis Pierrepont vor uub haben Mout- »Mer genomme».
Unsere Verluste halten sich in normalen Grenzen; «» ek». -Llnen Brennpunkten find fie schwerer. Die Zahl der Leichtoer- rvvndeten wird auf 60 bis 7« vom Hundert all« B«luste ge- Mtzt.
An der lothringischen Front «ahmen die Artilleriekämpfe O» Stärke zu.
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I Rittmeister Freiherr W* 72. «nb 73. Lnftfieg.
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von Richthofe« errang feinen
Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Eenerergnartiermeist«: Lndendorff. r
Abeudber'scht.
Derlin. 28. Marz. (MTB. Amtlich.) Abends.
Kämpfe an der Scarpe und Ancre.
r Zmifche« Somme und Avre wurden im Angriff zäh vertei« Vgtc Dörfer genommen.
Aauplquartier. den
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1 M. «* Großes
2^ Marx. Amtlich.
Westlicher Kriegssschauplatz.
In örtlichen Kämpfen zu beiden Seiten der Ccar^e brachen wir in die vordersten englische! Stellungen ein und machten mehrere Tausend Gefangene.
Bei mrd nördlich von Albert setzte der Engländer erfolglose «vd verlustreiche Gegenangriffe fori. Zwischen Somme und Avre griffen wir erneut an. Aus alten Stellungen und tapfer verteidigten Dörfern warfen wir den Feind über Warft,s 5 e— Aboncourt und Plucfier nach Weste» und Nordmesten zurück.
Gegen einzelne Abschnitte unserer neuen Front zwischen Montdidier und Noyon führte der Franzose mehrfach heftige Gegenangriffe. Sie scheiterten unter schwersten Verlusten.
Die bisher feftgesteüte Beute seit Beginn der Schlacht beträgt 79 990 Gefangene, 1109 Geschütze. Die Armee des Generals Hutisr brachte darwn allein 40 000 Gefangene und 600 Geschütze ein.
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*5« der lothringischen Front hielt gesteigerte Feuertätigkeit an.
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’ Riitmiister Fdhr. von Nichihos-n enaim scln.n 74.
Luftsieg.
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Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
^ j Der Erste Gencralqnartiermeister: Ludendorff.
Abendberlcht.
f Berlin. 29. Marz abends. (WTB. Amtlich.) Auf den,
Kchlachtfelde nördlich d« Somme ruhiger Tag. -
Erfolgreiche Kämpfe zwifchcu Somme und Avre. » ^
Der österreichische Grneralstab =- meidet: ^ -
Wien, 28. März. (MTV.) Amtlich wird verlautbart' In Venetlen stellenweise lebhafteres Geschützfeuer.
An der Westfront gewann der Angriff erneut Raum.
Der Chef de» Ge»er»lst«beo«
*
Wien. 29. März. (MTV.) Amtlich wird verlautbart: Im Osten und in Italien keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des Eeneralstabes.
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Der bulgarische Grneralstab ■: meldet: - -
Sofia. 26. März. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht.
Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-Cee
drangen im Verlaufe eines wohloorbereiteten glänzend durchgeführten Angriffes unsere Sturmtruppen in die feindlichen Stellungen und brachten gefangene Franzosen zurück. Oestlich des Wardar machte eine unserer Patrouillen Engländer zu Gefangenen, darunter einen Offizier.
Das türkische Hauptgaartier « -—.— :: meldet: ■
Konsiantinopel. 27. März (MTV.) Der amtliche Tagesbericht meldet u. a.:
Palästinafront: Oestlich des Jordan kam es mit dorthin Lbergegangenen feindlichen Kräften zu Kämpfen, die noch nicht abgeschlossen find. #
Mesopotamien: In der Nacht zum 26. März näherten fich feindliche Kräfte unseren vorderen Stellungen. Sie wurden unter Verlusten zum Zurückgehen gezwungen. Die Wiederholung eines solchen Vorstoßes gegen 4 Uhr morgens mit Ka. vallerie. Kraftwagen und einigen Kompagnien halte ebensowenig Erfolg.
40500 ^onneu versenkt.
Berlin, 27. März. (WTB. Amtlich.) Unsere Unterseeboote haben in der Irischen See und an der Ostküste Englands neuerdings 20 000 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet.
Der Chef der Admiralftabs der Marine.
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Berlin. 28. März. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England vernichteten unsere U-Boote 20 500 Bruttoregister- tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes. Die Erfolge wurden unter stärkster feindlicher Gegenwirkung zum Teil im Aermel- kanal erzielt.
De? Chef de« Admiralftabs der Marine.
Die graste Schlacht in Frankreich.
Die Kämpfe bei Albert und Montdidier.
Berlin. 28. März. (WTB.)'
Die Gegend westlich. Puifieux und Albert ist der Brennpunkt des nördlichen Kampffeldes. Hier leisten die Engländer (in ihren letzten ausgebanten Stellungen) hartnäckigen Widerstand, den Reserven ihrer nahen nördlichen Front verstärken. Immer wieder stürmen frische britische Divisionen zum Gegenangriff vor, werden aber dezimiert im Feuer der Deutschen, die sich sturmbockartig oorschieben. Dabei werden unnütze Jnsante. rievcrluste bei planmäßig durchgeführter Artillerieunterstützung tunlichst vermieden. Der Angriffsgeist der unermüdlichen deutschen Infanterie ist trotz des verzweifelten feindlichen Widerstandes frisch wie am ersten Tage. Die Siegeszuversicht ist unbegrenzt. Wachsender Erfolg sportn täglich zu neuen Taten an. Im Süden des Schlachtfeldes hat die Armee des Deutschen Kronprinzen die Franzosen unter schweren Feindverlusten über Montdidier zurückgeworfen. Damit hat diese Armee in sieben Tagen 60 Kilometer kämpfend durchschritten. Mehrere seit dem 21 . März kämpfende Divisionen verzichteten aus die angebotene Ablösung. Am 27. März wurde bet Popincourt eine größere Anzahl Franzosen der 22 . Division gefangen, die aus der Riihe von Paris in Autos eiligst herbeigeführt worden waren. Sie wurden von der braven deutschen Infanterie, die fich durch
Disteln und Einsterfelder gedeckt heranarbeitete, überraschend angegriffen und fast widerstandslos gefangen genommen. Weiter nördlich wurde die fünfte französische Kavalleriedivision, die 28 Kilometer durchtrabt hatte, kurz nach ihrem Einsatz gewor- sen. Die Stimmung der Gefangenen ist mißmutig und kriegs- müde. Cie klagen über schlechte Führung.
Die Eroberung von Montl
Berlin, 28. März. (WTB) Mrt der Eroberung von Montdidier und Zugleich mit der Fernbeschicßung der über 40 Kilometer entfernten Orte Sr. Pol und Dcnllens haben die deutschen Waffen der Entente einen außerordentlich schweren Schlag zugefügt. Während die Eroberung von Montdrdier als unmit. telbare Bedrohung von Paris gelten kann, werden mit der Be« fchießung von St. Pol und Doullens zwei wichtige Punkte der rückwärtigen englischen Verbindungen und zugleich zwei Stapel, platze unter Ctörnngsfeuer gehalten. Dadurch wird der Nach, fchub des englischen Heeres gestört und die Verwirrung i« Rücken des Britenheeres gesteigert.
Noyon unter Artilleriefever
Berlin, 28. März. (WTB.) Das bisher unversehrte Noyo« geht seinem Schicksal entgegen. Seit zwei Tagen zerstöre« schwerste feindliche Kaliber das Faubourg d'Amiens und dar Foubourg de Paris am Ausgang der nach Noye und Montdidier führenden Straßen. Den Deutschen bringt die Beschießung vo« Noyon keinen Schaden. Auch die Tatsache, daß dort schon am 26. März die eiserne Brücke von den Engländern gesprengt wurde, konnte den deutschen Vormarsch nicht aufhallen. Auch das Stadtinnere wird beschossen: ein Turm der alten Kirche er. hielt mehrere Treffer. Wenige Kilometer westlich Noyon nimmt der Artilleriekampf zu. doch sind die deutschen Batterie« den feindlichen bei weitem überlegen.
Der französische Rückzug.
Berlin, 29. März. Französische Offiziere verhehlen nicht ihre Enttäuschung über den Wert der kriegsungewohnten Amerikaner. Sie feien höchstens bataillonsweise zwischen englischer und französischer Infanterie zu gebrauchen, zur Lösung selbständiger Aufgaben jedoch gänzlich unfähig.
Französische Entlastungs-Divisionen wurden sofort nach der Ausladung, ohne die Artillerie abzuwarten, eiligst in den Kampf geworfen, um den zertrümmerten englischen Divisionen Zeit zum Sammeln 311 lassen. Der überstürzte Einsatz rächte fich naturgemäß sehr bald mit der völligen Niederlage dieser Divisionen. Besonders schwere Verluste erlitt hierbei die französisch- 125. Infanteriedivision, ebenso die 1 . Kürassierdioision, die unberitten ins Gefecht trat.
Um 10 Uhr abends hatten die Deutschen Montdidier genommen. Die Franzosen, die seit Schlachtbeginn ununterbrochen gekämpft hatten, waren wiederholt aus den vorgehaltenen Stellungen geworfen. Eiw deutsches Regiment verfolgte den net ungestüm zwölf Kilometer weit und drang siegreich über Montdidier vor. Der Rü^zug der Franzosen wandte sich schließ« lich in regellose Flucht. Gewehre, Patronentaschen, Helme, selbst Mäntel wurden fortgeworfen. An der ganzen Stratzs Roye-Montdidier liegen Massen unversehrter Artilleriemunilion. darunter ungezählte Granaten schwersten Kalibers. Infolge der scharfen Verfolgung kennten die Franzosen das Städtchen nicht einrichten. Es blieb daher rom deutschen Artillerie- seuer verschont, nur am Ostrande brachen einige Granaten de« kurzen Widerstand. Als sann aber deutsche Artillerie die Höhen östlich Montdidier krönte, litten die Franzosen furchtbar bei ihrer Flucht über den Bach südwestlich Montdidier. Dort liegen in dichten Reihen die graublau gekleideten Franzosen« leichen.
Das Versagen der Engländer.
Berlin, 28. März. (WTB.) Während jenseits der bisher nördlichen Schlachtfeldgrenze auch an der Scarpe Kämpfe entbrannt sind, gewinnt der deutsche Angriff zwischen Somme uns Ancre westwärts Raum. Die schwere britische Niederlage zieht laut Aussagen englischer Offiziere eine allgemeine Desorganisation ihrer Armee nach sich. Befehle und Gegenbefehle der englischen Führung hätten beim Rückzug stellenweise Panik ausgelöst. Die Erregung der Frarrzoftn über das Versagen der Engländer ist ungeheuer. Die englischen Hilferufe bei der französischen Heeresleitung werden immer dringender. Die deutsch« Beute wächst täglich. Sie war an Munition, Geräten und Verpflegung besonders bei Bapanme ganz beispiellos. Eine Zählung ist noch immer nicht möglich. Die unheilvolle Wirkung K'* schweren deutschen Beschießung von St. Pol wird erneut de- stätigt. >> j v ~ t .C
Verrat zweier Ueberlauser. >
Berlin. 29. März. (WTB.) Unter dem am 21. d». erbeut teien englischen Schriftstücken befand fich auch eine Meldung de«


