o&ittauua ötr Neutralen. Der Red«r geht sodarm zur Frage des Wtrlschaststampfes nach dem Kriege über. Gin vollkommen orgamsterlor Boykott Deutschlands werde aber nicht möglich sein. Die Sehnsucht nach deutschen Waren werde auf der an- deren Seite ebenso groß sein wie bei uns die Sehnsucht nach den Maren der anderen. Die Angriffe des Abg. David gegen die »baltisch, rr Barone", die von ihm als die eifrigsten Vertreter des Zarismus hingestellt worden seien, weist der Redner als demagogisch zurück. Das Balientum habe unter den schwierigsten Verhältnissen Jahrhunderte hindurch sein Deutschtum bewahrt. Die Hoffnung aus eine Verständigung mit den Polen sei durch die letzten Vorgänge sehr getrübt. Wenn die Oberste Heeresleitung erkläre, daß eine Aenderung der Grenze aus militärischen Gründen notwendig sei, so müsse man die politischen Bedenken gegen eine solche Maßnahme dahinter zurückstellen. (Sohr riLLig bei den Nationalliberalen und rechts.) Der Redner schließ mit der Hoffnung auf einen Sieg im Westen.
Abg. Graf Westarp (kons.) begrüßt den Friedensvertrag als dte Frucht unerhörter Kampfe und Opfer. Ohne den militärischen Vormarsch wären wir in Brest nicht zum Ziele gekommen. Der Zar stürzte, weil er dce schwerste Schuld auf sich geladen hat. die Schuld der Schwäche, die ihn dahin gebracht hat, einen Krieg geg-'y seinen eigenen Willen führen zu missten. Es ist als Folge vieles zusammengestürzt, was morsch war. Das gute drrrtfcke Schwert hat die letzte Entscheidung gegen den Zaren gebracht. Der Abgeordnete David hat gestern wieder öffentlich Stellung genommen gegen Hindenburg und die Oberste Heeresleitung. Das bedauern wir gerade in diesem Augenblick. So wird Mißstrnrmuug und Mißtrauen erzielt. Die Forderungen nach Kriegsentschädigungen wüsten schon jetzt bet Rumänien angebracht werden und ganz besonders den Westmächten gegen- ikc.
Abg. Graf Westarp (kons.) fahrt in seiner Rede fort: Den Gerichtshof der Welt lehne ich als befangen ab. Er fleht tro angelsächsischen Bann, und wir haben vor ihm nichts zu rerWrrtigen. (Zrrstimmnng rechts.) Wir tun, was wir für rickHg halten und richten die Friedensverträge so ein. daß wir vollendete Tatsacheen schaffen, mit denen sich unsere Fenrde im Westen werden ab finden muffen. Die Regelurrg mit Kurland können wir billigen, aber über Kurland hinaus will das ganze Baltentum den engen Anschluß an Derttsch' kmtr, und wir können diesen Wunsch mrr unterstützen. Von einer Aufhebung der Militärverwaltung in Litauen kann jetzt noch , keine Rede sein. Jedenfalls müssen wir ver- langen, daß die Verhandlungen über die Zukunft Litauens fest in der Hand der Exekutive bleiben und nicht in die Hände einzelner Parteien übergehen. Ue&er die Polenfrage find in der letzten Zeit merkwürdige Mitteilungen durch die Presse gegangen, die sich auf interfraktionelleVerhandlun-gen mit den Polen stützen. Die deutschen Interessen stich bei diesen Verhandlungen sehr kurz weg gekommen. Wir mochten tetfWi, ob der Reichskanzler damit einverstanden ist. daß derart die Verhandlungen in die Hände einzelner Abgeordneten übergehen. Wir glauben nicht, daß Polen zu einem engeren Anschluß an das deutsche Reich bereit ist. obenan muß daber die Forderung nach einer mtRtartfäjen Sicherung im Osten stehen. -Ob urcm das Grenzsicheruug oder Annexion nennt, das ist uns gleichgültig. Wir wünschen auch keine Verbindung des polnischen Reiches mit Oesterreich. Im Westen geht der weiter, und wir sollten uns endlich au? den Standpunkt stellen, daß wir dort für die Friedensverhandlung nach jeder HtnsickÜ freie Hand haben. Wir werden auch im Westen den Frieden nur durch die Kraft unserer Waffen erzwingen können. (Beifall rechts.)
Abg. Ledebour (Unabh. Soz.): Der vorliegende Friede ist ein Vergewaltigungsfrieden, den die Russen nur gerwunaen annehmen. Was im Baltenlande geplant wird, daß ist die Erneuerung der alten baltischen Herrenpolitik. Wir stehen vor einem Annexionsblock von Westarp bis Scheidemann. Wenn das freie Wort hiuausdringen kann, dann wird die Mehrheit des Volkes hinter uns stehen, dann wird die Zeit des wahren Volkerfriedens gekommen sein, den wir -ersehnen und Vorarbeiten, und dessen Sieg wir zu erleben hoffen.
Abg. Fürst R a d z i w i l l (Pole): Die Interessen des PolniV^n Volkes sind nicht genügend gewahrt worden, es sind auch keine polnischen Vertreter zugezogen worden. Wir behalten uns eine Stellungnahme vor. Aber die entgegenkommenden Worte des Reichskanzlers haben uns woblgetan.
Abg. Mumm (Deutsch?» Fra kt) stimmt dem Friedens- Vertrag zu und wünscht, daß auch Livland und Estland ähnlich wie Kurland in ein näheres Verhältnis zu Deutschland treten. Eine Militärpartei. von der gestern David ge- sprochm^ -b^be. gebe es in Deutschland nickst.
Abg. bansten (Däne) tiätt für den Wunsch der Bevölkerung der Aalandsinseln ein, mit Schweden wieder vereinig* zu werden.
Damit schließt die Debatte. Der Antrag geht an den Haupt.
susstbvß
Es wlat die erste Lesung der neuen Kredit Vorlage.
St-ratssekretär Gras Rödern teilt mit. dag die monatliche« Krieaslosten ein weiteres Anziehen erkennen lasten. Während die Kosten lange Zeit hindurch monatlich ungefähr zwei Milliarden betrugen, trat ungefähr mit dem Hindenburgpro- gramm ein Ansteigen ein; in den letzten Monaten betrug die knonatttche Dnrchschnittsausgabe ungesiihr VA Milliarden. Das Hitidelkbura.proo.ramm konnte naturgemäß feine volle Auswir kung erst nach einiger Zeit erlangen Heute ist dies erklärt nicht nur in den Kosten, sondern auch in den Leistungen (Beifall.) Auch bei der Entente stnd die Ausgaben gestiegen. Zu England belaufen sich die monatlichen Kosten jetzt auf eine noch etwas höhere Summe als bei uns, aber der Unterschied ist nicht mehr groß. Die bisherigen Kriegskosten Europas berechn ich auf Nicht weniger als 550 Milliarden, wovon auf die Entente min- dsfteus 370 Milliarden, auf die Zentrolmachte 180 Milliarden «vffaSen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen bei uns
LMl, in England über 21011, in Frankreich über 2500 Mark.
Me können jetzt auf«* födtiOMfü Xttft «ach Weste« wende«. Sowohl aus Frankreich wie aus England habe« wir neue
Kampfansagen gehört, und die Regierungen in Paris und London finden weiterhin den Beifall der Parlamente. Aber mit Worten lasten wir uns nicht umbringen. (Beifall) Die Entente droht uns jetzt mit der Rohstoffentziehung, besonders auf dem Gebiet der Textilindustrie. Aber wie wir uns den Stickstoff aus der Luft geholt haben, so werden wir, hoffe ich, im Noffall auch den Ersatz für Wolle und Baumwolle in unseren Wäldern ftn. den. Die Probleme, die sich uns hier bieten, sind ihrer Lösung näher gerückt. Auch bei der neuen Kriegsanleihe möge das deutsche Volk zeigen, daß ihm die Stimmung nicht fremd ist: „Und doch!" (Lebhafter Beifall.)
Abg. Haase (Unabh. Soz.) erklärt, daß seine Fraktion den Kredit ablehne.
Ohne Debatte wird der Kredit in erster und zweiter Lesung bewilligt.
Nächste Sitzung morgen 3 Uhr. (Postscheckgesetzt, Kriegslieferungen.)
Pifkradtluiu ins DMkßMks.
In der Sitzung der Staatshaushaltskommisston des Abgeordnetenhauses wurden bei dem Eestütsetat folgende Anträge angenommen:
Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen:
1. Die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß bei der Demobilmachung alle zur Zucht geeigneten Stuten der schweren Arbeilsschläge durch die Landwirtfchaftskammern der Kaltblutzuchtgebiete den züchtenden Landwirten zugeführt werden. Hierbei hat die Uebergabe an die Landwirtjchaftskammern nach einer Werttaxe zu erfolgen, die unter keinen Umständen die Preissätze übersteigen darf, die bei den Pserdeaushebungen während des Krieges den Landwirten von der Militärverwaltung gezahlt worden find.
2. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß zwecks Belegung einer tunlichst großen Zahl kaltblütiger Stuten sowohl die Staatsgestüte mit einer vermehrten Zahl guter Hengste besetzt werden, wie auch die Beschaffung von Hengsten seitens Zuchtgenossenschaften und privater Züchter durch Ge- Währung von Staatsdarlehen und Erleichterung der Einfuhr guter Vatertiere aus Belgien und Dänemark ermöglicht werde.
3. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß unter sachgemäßer Durchführung einer Uebergangszeii die Hengsthaltung in der Kaltblutzucht dem privaten Unterneh. mertum zugeführt werde, indem durch wesentliche Erhöhung der Staatsdarlehen zum Ankauf guter Batertier«, wie auch durch Auslobung hoher Staarsprämien, nach dem in Belgien best, bewährten System, Genostenfchasten und Einzelunternehmern die Möglichkeit gegeben wird, die in der Pferdezucht ganz besonders hohen Kosten der Hengsthaltung zu tragen. Hierbei sind nicht nur die bisherigen Kosten der staatlichen Hengsthaltung für Darlehen und Prämien aufzuwenden, sonderen Erhöhung hat weiterhin entsprechend der Ausdehnung der Hengsthaltung zu erfolgen. Die Auslobung von Darlehen und Prämien darf jedoch nicht an Bedingungen geknüpft werden, die der Erzücktung eines für landwirtschaftliche, industrielle und städtische Lastfuhr- Kwecke geeigneten Pferdes entgegenlaufen.
4. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Zucht von Laufpferden, die zu Heereszwecken verwendbar sind, durch Auslobung genügend hoher Remontepreife ihre Wirtschaft, liche Unterlage für die Dauer erhält, daß fernerhin fortlaufend besonders wertvolle junge Stuten aus den ausgehobenen Re. montcbeständen zu müßigen Preisen an bäuerliche Züchter über, wiesen werden, und daß die erforderlichen Beträge zur Förde, rung der Zucht edler Pferde in den Haushalt der landwirtschaftlichen Verwaltung eingesetzt werden.
Angenommen wurde fern« ein Antrag Mattjen und Cen„ wonach die Regierung ersucht wird,
1. auf die landwirtschaftlichen Korporationen (Lmidwirt- schaftskamM-rn. Pferdezuchtverbände usw.) im Interesse der Kriegsbereitschaft, d« Landwirtschaft und der Industrie dahin einzuwirken, daß für eine ausreichende Vermehrung der Pferdebestände durch Zuführung aller irgend geeigneten Stuten zu den Hengsten gesorgt wird
2. staatliche Beihilfen für angekörte Privathengste zu gewähren sowie für die Prämiierung der sich als besonders frucht- bar erwiesenen Hengste Mittel zur Verfügung zu stellen.
Im übrigen wurde dre Beschlußfasiung Uber den ganzen Etat der Gestütsverwalttnig ausgesetzt, um zunächst einer Unter- kommisfion Gelegenheit zu geben, die Forderungen, die ftch auf das Gestüt Altenfelde beziehe«, zu prüfen
llrrhfljr mit Iflnüirrtidwftliiiifn GlitvMckkn.
Berlin, 14. März. Der Bundesrat hat eine Verordnung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Gnmdstücken er* lassen, die im Reichs gesetzölatt vom 45. März bekannt wird. Anlaß zu der Verordnung hat die Beobachtung gegeben, daß mit der längeren Dauer des Krieges inuner mehr ländliche Besitzungen in die Hand von Personen übergegangen sind, die dem landwirtschaftlichen Gewerbe bisher fern gestanden haben. Durch Kriegs geschäfte reichgeroordene Leute erstreben den Erwerb von Landbesitz, teils um ihre gesellschaftliche Stellung zu hÄren, teils weil ihnen diese Anlage von Kapital unter den heutigen Verhältniffen besonders vorteilhaft erscheint, teils auch um die Erfassung von Krtegsgewüm durch die Kriegsfteuer zu erschaueren. Die Folgen derartiger Berschiebngen stehen im Wilrerspruch imt den Zielen der Innerst: edelung, der Kriegsernahrung und der Volkswirtschaft. Es erwies sich daher ats nötig, den Verkehr mit land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken unter behördliche Aufficht zu stellen.
Genehmigungspflichtig sind fortan alle Rechisge schifte dinglicher und schutdrechtücher Art über Grundstücke, die über 8 da groß sind. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn durch die Grundstückübertragung die ordnungS-
'rpößrge Bewirtschaftung gefährdet wir§, so insbesondere vÄl
Ueöertraglmg an Nichtlandwirte, bei unwirtschaftlicher Zer* schlagrmg, bei Auffaugung bisher selbstständiger Betriebs und bei Ausbeutung der Notlage des Mgentümers. Z„ dem gleick-en Zwecke kann die Veräußerung oder Entfernung von lebendem oder toten Inventar untersagt werde» Gegen die Versagrmg der Genehmigung ist Beschwerde zulässig.
Mit Rücksicht auf die verschiedene Lage der Verhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten sind die Landeszentralbehörden befugt, abweichende Bestimmungen über den Zeit> Punkt des Inkrafttretens, die genehmigungspflichtige Grundstücksgröße usw. zu treffen.
Die preußischen Ausführungsbestimmungen sind im Reichs- lind Staatsanzeiger abgedruckt. Danach tritt die GenehnMungspflicht bei Grundstücksübertragungen iiber 5 ha Größe in Preußen am 18. März 1918 in Kraft. Zuständig zur Genehmigung ist der Landrat, in Stadtkreisen der Bürgermeister.
Grundbesitz und Krresismrleihe.
Die Hessische Landcs-Hypothckcnbank gewährt zur Zeichnung auf die o^ige 8. Kriegsanleihe Darlehen bis zu Mark 20 000, die unter o% verzinslich sind, zu besonders günstigen Bedingungen gegen erste Hypothek. Die Hypothek» bestellung ist kostenfrei.
Die näheren Bestimmungen sind von der Bank zu beziehen.
Ans der Heimat.
Der Bericht über die Hauptversammlung der Dereimgte» Landwirte von Frankfurt am Main und Umgebung kann Raummangels wegen erst in der morgigen Nummer erscheinen.
Gold- und Silberankaufstelle. Der nächste Ankaufstag ftn- det übermorgen. Freitag, den 22. d. M.. nachmittags vo» 3—5 Uhr, im Großh. Hochbauamt, Schützenrain 5t statt.
Die Zündhölzer werden immer schlechter, dafür aber die Gewinne ihrer Hersteller desto größer. So verteilte z. B. die Ber» einigte Zündholzfabrik A.-G. Union in Augsburg dieses Jahr 34 Prozent Dividende (voriges Jahr 25 Prozent).
Friedrichsdors t 18. März. (W aldbrvnde.) Inr Laufe des letzten Sonntag Nachmittags brachen fast zu gleicher Zeit zwei Waldbrände — im Köpperner und im Petterweiler Wald, oberhalb Dillingen — aus. An dem dürren Eeftriipp und trockenen Eichenlaub fand das Feuer gute Nahrung. Nur dem Eingreifen der dort beschäfttgten Kriegsgefangenen ist e» zu danken, daß nicht eine oder mehrere Schonungen dem Feuer zum Opfer sielen.
Langeuhai» i. T. (Kr. Höchst a. M.), 17. März Einem elf. fahrigen Schüler, der mit einer Gewehrpairone spielte, platzte das Geschoß in den Händen. Außer anderen Verletzungen wurde dem Jungen auch eine Hand zerrissen.
Ruppertenrod, 18. März. Heute fand hier die Brennholz- Versteigerung aus den hiesigen Gemeindewaldungen statt. Wohl zeigten die Holzpreise gegen die vorjährigen wieder eine Steigung. aber auf die u»rstnnige Höhe anderer Versteigerungen, bet denen das Meter Vuärenfcheit mit 40 Mark bezahlt wurde, kamen sie nicht. Vier Meter Buchenscheit kosteten im Durchschnitt 80 Mark, vier Buchrnprügel 70—75 Mark, lebhafter ging es bei Stöcken und Buchenreisern.
Sulzbach i. T. Eine hiesige Frau wurde im vorigen Jahre von einem Nachtwächter dabei betroffen, als sie Rüben von einem ihr nicht gehörigen Acker rupfte. Weil er dabet die Frau mit einem Eichenknüppel mißhandelt hat, wurde er zu 170 Mk. Geldstrafe und zu einer Geldbuße an die Frau verurteilt.
FC. Riederhessen, 17. März. In der Gegend von Wabern ist bei der schönen Witterung bereits mit der Aussaat von Hafer begonnen worden.
Ans Hkffen.Naffau.
FC. Wiesbaden, 18. März. Vor dem Schwurgericht hatte sich heute der 34jährige Arbeiter Heinrich Stern aus Medenbach wegen Notzucht zu verautwortern Am 12. Dezember verfolgte der Stern, der verheiratet und Vater voii zwei Kindern ist, die ledige 23jäbrige Karotins Dambsmann von ebendaselbst und vergewaltigte sie im Walde zwischen Medenbach und Wildsachsen. Die Geschworenen bejahten die Cchuldftage und verurteilten den Unhold zu einer Zuchchausstrafe von vier Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Der Staatsanwalt hatte acht Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust beanttagt.
FC. Wiesbaden, 18. März. Hier wurde eine Frau aus Offenbach festqenommen, die sich in einem Geschäft der Wilhelm- straße Leibwäsche aneignete. Dte gleiche Schwindelet verübt« sie in Frankfurt am Main tn sieben Fällen mit Erfolg.
Mittelheim. 17. März. (Protest der Rhetngauer Winzer.) Jetzt, unmittelbar vor Beginn der Rhetngauer Weinversteigerungen, erheben dte Winzer energischen Protest gegen das Vorgehen des Berliner Kriegswucheramte». dessen Vertreter bei einer amtlichen Bereisung der Gegend Weinkeller beschlagnahmt hatten. Angeblich wegen der Wucherpreise, weil z. B. ein Weingut seine 1917er Edelgewächse zum Preise von 12500 Mark Mark per Stück freihändig verkauft hatte. Dte Mnzer behaupten, daß ihre Preise für dte jetzige Zeit nicht außergewöhnlich hoch find.
KrietkaSe».
M. E. lm Felde. Wenn der Vertrag auf ein Jahr geschlos- sen ist, ist das Mädchen im vorliegenden Falle nicht berechtigt zur KLicdigung. Wenn es in der Landwirtschaft tätig war. ist ev iasbesondere nicht berechtigt zur Industrie überzugehen.
DeranNoortlich für den politischen und lokalen Lett: Otto H i r iche l. Friedberg-, für den Anzeigenteil: R. Hey«er. Fnedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung^ A- <S., Friedberg i. &


